Feldeffekttransistor (FET/MOSFET) einfach erklärt
Der Feldeffekttransistor – kurz FET – ist neben der Diode und dem Bipolartransistor das wichtigste aktive Bauelement der modernen Elektronik. In nahezu jedem Mikrochip, jeder Stromversorgung und jedem Motorsteuerungsgerät sitzt heute ein FET, meist sogar in millionen- oder milliardenfacher Ausführung als MOSFET.
Anders als der Bipolartransistor, der über einen Basisstrom gesteuert wird, lässt sich der FET fast leistungslos über eine Spannung steuern – ein elektrisches Feld am Gate beeinflusst die Leitfähigkeit eines Kanals zwischen Drain und Source. Daraus ergeben sich enorm hohe Eingangswiderstände, geringe Verluste im Schalterbetrieb und die Möglichkeit, große Ströme mit kleinen Steuerleistungen zu schalten.
In diesem Beitrag lernst du Schritt für Schritt, wie ein FET aufgebaut ist, welche Varianten es gibt, wie das Kennlinienfeld zu lesen ist und wie ein MOSFET als Schalter oder Verstärker dimensioniert wird. Den Abschluss bilden die Power-MOSFETs – das Arbeitspferd jeder Leistungselektronik, vom Schaltnetzteil bis zum Wechselrichter.
Vorwissen
Was ist ein FET – Grundprinzip
Ein Feldeffekttransistor ist ein Halbleiterbauelement, in dem die Leitfähigkeit eines Kanals durch ein elektrisches Feld gesteuert wird. Genau daraus leitet sich der Name ab: das Feld an einer Steuerelektrode (Gate) beeinflusst den Stromfluss zwischen den beiden anderen Elektroden (Drain und Source).
Das Bauelement ist unipolar. Das bedeutet: Am Stromtransport ist nur eine Ladungsträgerart beteiligt – entweder Elektronen (N-Kanal) oder Löcher (P-Kanal). Beim Bipolartransistor wirken dagegen beide Ladungsträgerarten gleichzeitig mit.
Der zentrale Unterschied zum Bipolartransistor:
- Bipolartransistor: stromgesteuert. Damit der Kollektorstrom fließt, muss ständig ein Basisstrom aufgebracht werden. Die Steuerleistung ist nicht vernachlässigbar.
- FET: spannungsgesteuert. Es genügt eine Spannung am Gate. Im stationären Zustand fließt nahezu kein Steuerstrom, weil das Gate beim JFET in Sperrrichtung liegt und beim MOSFET sogar isoliert ist.
Daraus folgt direkt die wichtigste Eigenschaft des FET: ein extrem hochohmiger Eingang. Beim MOSFET reichen Werte von 1012 Ohm und mehr. Diese Eigenschaft macht den FET ideal für integrierte Schaltungen, Sensoreingänge und überall dort, wo eine Signalquelle nicht belastet werden soll.
Ein FET hat drei Anschlüsse:
- Drain (D): hier fließt der Strom in den Kanal ein oder aus
- Source (S): hier verlässt der Strom den Kanal wieder
- Gate (G): die Steuerelektrode, die das elektrische Feld aufbaut
Beim MOSFET gibt es zusätzlich noch den Bulk- bzw. Body-Anschluss (Substrat). Er ist in diskreten Bauteilen fast immer fest mit Source verbunden, sodass nach außen weiterhin nur drei Anschlüsse sichtbar sind.
JFET – Sperrschicht-FET
Der JFET (Junction Field Effect Transistor, deutsch Sperrschicht-FET) ist die historisch ältere FET-Variante. Sein Aufbau ist einfach und gut geeignet, das Grundprinzip „Steuerung durch elektrisches Feld“ zu verstehen.
In einem N-Kanal-JFET liegt zwischen Drain und Source ein durchgängiger n-leitender Kanal. Auf beiden Seiten ist dieser Kanal von stark p-dotierten Bereichen flankiert, die elektrisch miteinander verbunden sind und gemeinsam das Gate bilden. Zwischen Gate und Kanal entsteht ein PN-Übergang, der im Betrieb stets in Sperrrichtung betrieben wird.
Funktionsweise
Im spannungslosen Zustand (UGS = 0) ist der Kanal voll leitfähig, ein Strom kann ungehindert von Drain nach Source fließen. Legt man nun zwischen Gate und Source eine negative Spannung an (UGS < 0), so weitet sich die Raumladungszone des PN-Übergangs aus und schiebt sich seitlich in den n-Kanal hinein. Der nutzbare Kanalquerschnitt wird kleiner, der Drainstrom sinkt.
Steigert man die negative Gate-Spannung weiter, wachsen die Raumladungszonen von beiden Seiten so weit aufeinander zu, bis sich der Kanal vollständig schließt. Diese charakteristische Spannung heißt Pinch-Off-Spannung Up (auch UGS(off) genannt). Bei UGS ≤ Up sperrt der Kanal, es fließt kein Drainstrom mehr.
Eigenschaften des JFET
- Der Kanal existiert von Haus aus → der JFET ist immer vom Verarmungstyp. Er ist also selbstleitend: ohne Gate-Spannung leitet er.
- Der PN-Übergang Gate-Kanal wird nie in Durchlassrichtung betrieben, sonst würde ein Gate-Strom fließen.
- Beim P-Kanal-JFET sind alle Dotierungen und Spannungsvorzeichen umgekehrt: der Kanal ist p-leitend, das Gate ist n-dotiert und wird mit positiver UGS angesteuert, um den Kanal zuzuschnüren.
Ein N-Kanal-JFET wird mit UGS = 0 V betrieben. Was beschreibt das Verhalten korrekt?
- a) Der Kanal ist gesperrt, weil keine Steuerspannung anliegt.
- b) Der Kanal leitet maximal, da die Raumladungszonen am kleinsten sind.
- c) Der Kanal leitet nur, wenn zusätzlich UDS = 0 V.
- d) Der Kanal befindet sich in Sättigung.
Richtig: b)
Bei UGS = 0 V besteht der eingebaute n-Kanal in voller Breite, die Raumladungszonen sind nur minimal ausgeprägt. Der Drainstrom kann ungehindert fließen – das ist der typische Beweis dafür, dass der JFET selbstleitend (Verarmungstyp) ist. Antwort a ist falsch, weil ein JFET ohne Gate-Spannung gerade nicht sperrt. Antwort c verwechselt das Steuerungsprinzip: UDS ist die Drain-Source-Spannung und bestimmt die Stromrichtung, nicht das Leitverhalten. Antwort d ist falsch, weil die Sättigung erst bei ausreichend großer UDS auftritt, nicht aufgrund von UGS = 0 V.
Warum darf der PN-Übergang Gate-Kanal beim N-Kanal-JFET niemals in Durchlassrichtung betrieben werden?
- a) Weil sonst der Kanal mechanisch zerstört wird.
- b) Weil der Eingangswiderstand zusammenbrechen würde und ein erheblicher Gate-Strom fließt.
- c) Weil sich die Pinch-Off-Spannung dann umkehrt.
- d) Weil dann die Drain-Source-Strecke leitfähig wird.
Richtig: b)
Das hochohmige Eingangsverhalten des JFET beruht darauf, dass der PN-Übergang Gate-Kanal in Sperrrichtung betrieben wird – es fließt nur ein vernachlässigbarer Sperrstrom. Sobald die Diode in Durchlassrichtung käme (positives UGS beim N-Kanal), würde sie einen merklichen Strom führen, der Eingangswiderstand fällt auf wenige hundert Ohm und das gesamte Funktionsprinzip wird zerstört. Antwort a ist falsch: ein kurzzeitig positives UGS zerstört nicht zwingend das Bauteil. Antwort c ist Unsinn: Up ist eine Material- und Geometriekenngröße und ändert sich nicht mit der Polarität. Antwort d verkennt das Steuerprinzip – die Drain-Source-Strecke leitet bereits ohne Vorwärtsspannung am Gate.
Wie wird ein P-Kanal-JFET angesteuert, um den Kanal zuzuschnüren?
- a) Mit negativer UGS, weil das Gate immer in Sperrrichtung liegt.
- b) Mit positiver UGS, da das n-dotierte Gate gegenüber dem p-Kanal positiv gepolt sein muss, um in Sperrrichtung zu liegen.
- c) Mit UGS = 0 V, der P-Kanal sperrt von selbst.
- d) Mit großer negativer UDS statt UGS.
Richtig: b)
Im P-Kanal-JFET ist der Kanal p-dotiert, das Gate n-dotiert. Damit dieser PN-Übergang sperrt, muss das n-Gate gegenüber dem p-Kanal auf höherem Potential liegen – also positive UGS. Steigert man UGS weiter, dehnen sich die Raumladungszonen in den p-Kanal aus und schnüren ihn schließlich ab. Antwort a beschreibt den N-Kanal-JFET. Antwort c ist falsch: wie sein N-Kanal-Pendant ist auch der P-Kanal-JFET selbstleitend und muss aktiv zugesteuert werden. Antwort d verwechselt Steuer- und Laststrecke.
MOSFET – Aufbau und Funktionsweise
Der MOSFET (Metal-Oxide-Semiconductor Field Effect Transistor) ist heute die mit Abstand wichtigste FET-Variante. Seine Besonderheit liegt im Aufbau des Gate-Anschlusses: zwischen Gate und Kanal befindet sich eine dünne Isolationsschicht aus Siliziumdioxid (SiO2). Das Gate ist also elektrisch vollständig vom Kanal entkoppelt.
Schichtaufbau (von oben nach unten)
- Gate-Elektrode (heute fast immer hochdotiertes Polysilizium, früher Metall – daher das „M“ im Namen)
- Gate-Oxid: dünne SiO2-Schicht, nur wenige Nanometer dick
- Halbleitersubstrat mit eingebrachten Source- und Drain-Diffusionen
Bezeichnung der Anschlüsse
- Gate (G), Drain (D), Source (S) – wie beim JFET
- Bulk bzw. Body (B): das Substrat. In diskreten MOSFETs ist Bulk bauartbedingt fest mit Source verbunden. In integrierten Schaltungen kann Bulk separat herausgeführt sein.
Funktionsweise am Beispiel eines N-Kanal-Anreicherungs-MOSFET
Ausgangsmaterial ist ein p-dotiertes Substrat. In dieses Substrat sind zwei stark n-dotierte Gebiete eingebracht: die n+-Source und das n+-Drain. Zwischen beiden liegt ursprünglich nur das p-Substrat – also gar kein leitfähiger n-Kanal. Im spannungslosen Zustand ist der MOSFET deshalb gesperrt.
Wird nun eine positive Spannung an das Gate gelegt (UGS > 0), so bildet sich ein elektrisches Feld senkrecht zum Substrat aus. Dieses Feld zieht Elektronen aus dem p-Substrat an die Grenze zum Oxid. Bei ausreichend großer Gate-Spannung sammeln sich dort so viele Elektronen, dass direkt unter dem Oxid eine dünne, n-leitende Schicht entsteht – die Inversionsschicht. Diese verbindet Source und Drain elektrisch: der Kanal ist gebildet, der MOSFET leitet.
Die Gate-Spannung, ab der die Inversionsschicht zustande kommt und der Kanal zu leiten beginnt, heißt Schwellspannung UGS(th) (Threshold Voltage). Typische Werte liegen je nach Bauart zwischen 1 V und 4 V.
Da das Gate isoliert ist, fließt im stationären Zustand praktisch kein Gate-Strom – nur ein winziger Leckstrom durch das Oxid. Das Gate verhält sich zusammen mit dem Kanal wie ein kleiner Kondensator (Gate-Source-Kapazität CGS, Gate-Drain-Kapazität CGD).
Die vier MOSFET-Varianten
Die Kombination aus zwei Ladungsträgertypen (N-Kanal / P-Kanal) und zwei Betriebsarten (Anreicherungs- / Verarmungstyp) ergibt insgesamt vier MOSFET-Varianten:
- N-Kanal-Anreicherungstyp: selbstsperrend, leitet bei positiver UGS oberhalb UGS(th)
- N-Kanal-Verarmungstyp: selbstleitend, sperrt bei ausreichend negativer UGS
- P-Kanal-Anreicherungstyp: selbstsperrend, leitet bei negativer UGS unterhalb UGS(th)
- P-Kanal-Verarmungstyp: selbstleitend, sperrt bei ausreichend positiver UGS
In der Praxis dominiert der N-Kanal-Anreicherungstyp sowohl in der digitalen als auch in der Leistungselektronik.
Beim N-Kanal-Anreicherungs-MOSFET ist der Bereich zwischen Source und Drain ursprünglich p-dotiert. Wie entsteht trotzdem ein leitender Kanal?
- a) Durch Diffusion zusätzlicher n-Atome bei steigender Temperatur.
- b) Durch das elektrische Feld am Gate, das Elektronen aus dem p-Substrat an die Oxidgrenze zieht und dort eine Inversionsschicht bildet.
- c) Durch einen Strom, der vom Gate in den Kanal injiziert wird.
- d) Indem Source und Drain bei hoher UDS direkt miteinander durchschlagen.
Richtig: b)
Der MOSFET nutzt den Feldeffekt: das isolierte Gate liegt einem dotierten Halbleiter gegenüber wie der Belag eines Kondensators. Ein positives Gate-Potential zieht im p-Substrat befindliche, ohnehin vorhandene Minoritäts-Elektronen an die Oxidgrenze. Sobald deren Dichte hoch genug ist, wirkt diese dünne Schicht wie n-Halbleiter und verbindet n+-Source mit n+-Drain – das ist die Inversionsschicht. Antwort a ist falsch, Diffusion ist ein Fertigungsschritt, nicht der Betriebsmechanismus. Antwort c ist ausdrücklich falsch: das Gate ist isoliert, es fließt kein Gate-Strom in den Kanal. Antwort d beschreibt einen Defektmechanismus, keinen Normalbetrieb.
Welche Aussage zur Gate-Eingangsimpedanz eines MOSFET ist korrekt?
- a) Sie liegt typischerweise im Kiloohm-Bereich, weil das Gate über das Oxid Strom führt.
- b) Sie ist im stationären Zustand extrem hoch (Größenordnung 1012 Ω und mehr), weil das Gate-Oxid den Stromfluss praktisch vollständig blockiert.
- c) Sie ist abhängig von UDS und sinkt linear mit ID.
- d) Sie ist identisch zur Eingangsimpedanz eines Bipolartransistors.
Richtig: b)
Das Gate ist vom Kanal durch eine dünne SiO2-Schicht isoliert. Im Gleichgewicht fließt durch diese Isolation praktisch kein Strom, der Eingangswiderstand übersteigt typischerweise 1012 Ω. Diese Eigenschaft ist der zentrale Vorteil des MOSFET gegenüber dem Bipolartransistor, dessen Eingangswiderstand durch den Basisstrom auf wenige Kiloohm begrenzt ist. Antwort a verwechselt Gleichgewichts- und Schaltverhalten (beim Umschalten muss CGS umgeladen werden, das ist aber ein dynamischer Effekt). Antwort c ist falsch, die Gate-Impedanz hängt nicht vom Drainstrom ab. Antwort d ist offensichtlich falsch.
Was unterscheidet das Schaltsymbol eines Anreicherungs-MOSFET von dem eines Verarmungs-MOSFET?
- a) Beim Anreicherungstyp wird die Kanallinie unterbrochen (gestrichelt), beim Verarmungstyp durchgehend gezeichnet.
- b) Beim Anreicherungstyp zeigt der Bulk-Pfeil nach außen, beim Verarmungstyp nach innen.
- c) Die Anschlüsse Source und Drain sind vertauscht.
- d) Der Anreicherungstyp hat ein zusätzliches viertes Anschlusspaar für das Gate-Oxid.
Richtig: a)
Die symbolische Unterscheidung erfolgt über die Kanallinie. Der Anreicherungstyp ist selbstsperrend – im Symbol wird der noch nicht vorhandene Kanal durch eine unterbrochene Linie dargestellt. Der Verarmungstyp ist selbstleitend – sein Kanal existiert ohne Steuerspannung und wird mit durchgezogener Linie gezeichnet. Antwort b verwechselt die Rolle des Bulk-Pfeils: dessen Richtung trennt N-Kanal vom P-Kanal, nicht Anreicherungs- vom Verarmungstyp. Antwort c ist falsch, Source und Drain stehen in beiden Symbolen gleich. Antwort d ist frei erfunden.
Anreicherungstyp vs. Verarmungstyp
Die wichtigste Eigenschaft, die einen MOSFET im Datenblatt charakterisiert, ist die Frage: leitet er im stromlosen Zustand oder nicht? Daraus ergeben sich die zwei grundlegenden Betriebsarten.
Anreicherungstyp (Enhancement Mode)
Der Kanal existiert ohne Gate-Spannung nicht. Erst durch eine Gate-Spannung oberhalb der Schwellspannung UGS(th) wird die Inversionsschicht aufgebaut und der Kanal „angereichert“ – daher der Name. Der Anreicherungstyp ist also selbstsperrend.
- N-Kanal-Anreicherungstyp: UGS(th) ist positiv. Mit UGS > UGS(th) leitet der Kanal.
- P-Kanal-Anreicherungstyp: UGS(th) ist negativ. Mit UGS < UGS(th) leitet der Kanal.
Verarmungstyp (Depletion Mode)
Der Kanal ist bereits beim Herstellungsprozess als dünner leitender Bereich vorhanden. Bei UGS = 0 fließt also schon ein Drainstrom. Mit einer Gate-Spannung, die das Feld umpolt, werden Ladungsträger aus dem Kanal „verdrängt“ (verarmt) und der Kanal verkleinert. Der Verarmungstyp ist selbstleitend.
- N-Kanal-Verarmungstyp: UGS(th) ist negativ. Mit UGS < UGS(th) sperrt der Kanal.
- P-Kanal-Verarmungstyp: UGS(th) ist positiv. Mit UGS > UGS(th) sperrt der Kanal.
Vorzeichenkonvention der Schwellspannung
| Typ | Vorzeichen UGS(th) |
|---|---|
| N-Kanal-Anreicherungstyp | positiv (z. B. +2 V) |
| P-Kanal-Anreicherungstyp | negativ (z. B. −2 V) |
| N-Kanal-Verarmungstyp | negativ (z. B. −2 V) |
| P-Kanal-Verarmungstyp | positiv (z. B. +2 V) |
Praktische Bedeutung
In der Schaltungstechnik dominiert der Anreicherungstyp. Das hat einen guten Grund: ein selbstsperrendes Bauteil ist in den meisten Anwendungen sicherer und einfacher zu handhaben. Schaltet man die Versorgungsspannung ein, ist der Verbraucher zunächst stromlos – das ist das Verhalten, das Anwender in Schaltnetzteilen, Mikrocontroller-Ausgängen und Motorbrücken erwarten. Praktisch alle integrierten Schaltungen (Mikroprozessoren, Speicher, FPGAs) und nahezu alle Power-MOSFETs sind N-Kanal- oder P-Kanal-Anreicherungstypen.
Verarmungstypen kommen heute eher selten zum Einsatz, beispielsweise als selbstleitende Stromquellen oder in speziellen analogen Schaltungen.
Ein N-Kanal-MOSFET hat laut Datenblatt UGS(th) = −2,5 V. Welche Aussage ist korrekt?
- a) Es handelt sich um einen Anreicherungstyp, der bei −2,5 V leitet.
- b) Es handelt sich um einen Verarmungstyp, der bei UGS = 0 V bereits leitet und erst bei UGS < −2,5 V sperrt.
- c) Das negative Vorzeichen ist ein Druckfehler.
- d) Es handelt sich um einen P-Kanal-Typ, weil UGS(th) negativ ist.
Richtig: b)
Bei einem N-Kanal-MOSFET unterscheidet das Vorzeichen der Schwellspannung den Anreicherungs- vom Verarmungstyp. Positive UGS(th) → Anreicherungstyp (muss durch positives UGS eingeschaltet werden). Negative UGS(th) → Verarmungstyp (leitet schon bei UGS = 0 V und wird erst durch ausreichend negative UGS gesperrt). Antwort a verwechselt die Bedeutung des Vorzeichens. Antwort c ist eine Ausflucht: das Vorzeichen ist Teil der Spezifikation. Antwort d verwechselt N- und P-Kanal-Konvention.
Warum ist der Anreicherungstyp in der praktischen Schaltungstechnik üblicher als der Verarmungstyp?
- a) Weil er einen niedrigeren Drainstrom liefert.
- b) Weil sein Aufbau weniger Halbleiterfläche benötigt.
- c) Weil er selbstsperrend ist und damit beim Einschalten einer Versorgung definiert stromlos bleibt, bis das Steuersignal anliegt.
- d) Weil sein Gate-Oxid dünner gefertigt werden kann.
Richtig: c)
Sicherheits- und systemtechnische Argumente entscheiden hier: ein selbstsperrender Transistor schaltet beim Einschalten der Versorgung nicht ungewollt durch. Lasten, Motoren und Logikausgänge bleiben so lange aus, bis eine Steuerschaltung das Gate aktiv ansteuert. Das verhindert unkontrollierten Anlauf und vereinfacht das Schaltungsdesign erheblich. Antwort a und d sind technisch nicht haltbar – sie beschreiben keine Eigenschaften, die Anreicherungs- vom Verarmungstyp unterscheiden. Antwort b ist nicht der ausschlaggebende Grund.
Ein P-Kanal-Anreicherungs-MOSFET soll als High-Side-Schalter eine 12-V-Last gegen +12 V schalten. Welche Gate-Spannung (gemessen gegen Source) ist notwendig, um den Transistor sicher einzuschalten?
- a) UGS muss positiv sein, etwa +10 V.
- b) UGS muss negativ sein, etwa −10 V, also Gate deutlich unterhalb des Source-Potentials.
- c) UGS muss exakt 0 V sein.
- d) UGS = +12 V, gleich der Versorgungsspannung.
Richtig: b)
Beim P-Kanal-Anreicherungstyp ist UGS(th) negativ. Um den Kanal sicher durchzusteuern, muss UGS deutlich unter UGS(th) liegen – typischerweise −10 V. Bei einem High-Side-Schalter, dessen Source mit +12 V verbunden ist, bedeutet das ein Gate-Potential von ungefähr +2 V (also 12 V − 10 V), um die geforderte UGS = −10 V zu erzeugen. Antwort a verkennt die Konvention bei P-Kanal-Typen. Antwort c und d würden den Transistor nicht oder nur unzureichend einschalten (bei UGS = 0 V sperrt er, bei UGS = +12 V ist UGS sogar in falscher Richtung).
Kennlinien und Arbeitsbereiche
Das Verhalten eines MOSFET wird durch zwei Kennlinien beschrieben:
Die Übertragungskennlinie ID = f(UGS) bei festem UDS zeigt, wie der Drainstrom mit der Gate-Spannung wächst. Sie beginnt erst bei UGS = UGS(th) merklich von Null abzuweichen und steigt darüber näherungsweise quadratisch an. Die Steigung dieser Kennlinie ist die Steilheit oder Transkonduktanz gm.
Das Ausgangskennlinienfeld ID = f(UDS) zeigt für jeweils einen festen Wert von UGS, wie der Drainstrom mit der Drain-Source-Spannung verläuft. Aus diesem Diagramm lassen sich die drei wichtigen Arbeitsbereiche ablesen.
Die drei Arbeitsbereiche im Überblick
1. Sperrbereich (Cut-Off Region)
Bedingung: UGS < UGS(th) (beim N-Kanal-Anreicherungstyp). Es bildet sich keine Inversionsschicht. Es fließt nur ein vernachlässigbarer Sperrstrom (IDSS). Der MOSFET ist „aus“.
2. Ohmscher Bereich, auch linearer oder Triodenbereich (Linear Region)
Bedingung: UGS > UGS(th) und UDS < (UGS − UGS(th)). Der Kanal ist über die gesamte Länge ausgebildet. Der MOSFET verhält sich näherungsweise wie ein spannungsgesteuerter Widerstand. Bei kleinem UDS ist ID nahezu proportional zu UDS. In diesem Bereich wird ein MOSFET als Schalter (eingeschaltet) oder als einstellbarer Widerstand betrieben.
ID = K · [2·(UGS − UGS(th))·UDS − UDS²]
- ID … Drainstrom in A
- UGS … Gate-Source-Spannung in V
- UDS … Drain-Source-Spannung in V
- UGS(th) … Schwellspannung in V
- K … Bauteilkonstante in A/V²
3. Sättigungsbereich, auch Abschnürbereich (Saturation Region)
Bedingung: UGS > UGS(th) und UDS ≥ (UGS − UGS(th)). Am drainseitigen Ende des Kanals wird die effektive Gate-Spannung so klein, dass der Kanal dort „abgeschnürt“ wird (Pinch-Off). Der Drainstrom hängt praktisch nur noch von UGS ab und ist von UDS nahezu unabhängig. Der MOSFET verhält sich wie eine spannungsgesteuerte Stromquelle. In diesem Bereich werden MOSFETs als analoge Verstärker betrieben.
ID = K · (UGS − UGS(th))²
- ID … Drainstrom in A
- UGS … Gate-Source-Spannung in V
- UGS(th) … Schwellspannung in V
- K … Bauteilkonstante in A/V²
Steilheit (Transkonduktanz)
Die Steilheit gm gibt an, wie stark sich der Drainstrom mit der Gate-Source-Spannung ändert. Sie ist die zentrale Kennzahl für die Verstärkung des MOSFET im Sättigungsbereich.
gm = ΔID / ΔUGS
- gm … Steilheit in A/V (oft als S oder mS angegeben)
- ΔID … Änderung des Drainstroms in A
- ΔUGS … zugehörige Änderung der Gate-Spannung in V
Gelöstes Beispiel
Ein N-Kanal-Anreicherungs-MOSFET hat UGS(th) = 2,0 V und K = 40 mA/V². Bei welchen Werten von ID wird er bei UGS = 5 V im Sättigungsbereich betrieben? Welche Steilheit ergibt sich bei diesem Arbeitspunkt näherungsweise, wenn man kleine Änderungen ΔUGS = 0,1 V betrachtet?
- Drainstrom im Sättigungsbereich:
ID = K · (UGS − UGS(th))² = 40 mA/V² · (5 V − 2 V)² = 40 mA/V² · 9 V² = 360 mA - Drainstrom bei UGS = 5,1 V:
ID(5,1 V) = 40 mA/V² · (5,1 V − 2 V)² = 40 mA/V² · 9,61 V² = 384,4 mA - Steilheit:
gm = ΔID / ΔUGS = (384,4 mA − 360 mA) / 0,1 V = 244 mA/V = 0,244 S
Ergebnis: ID = 360 mA, gm ≈ 0,244 S
Übungen
Übung 1: Ein N-Kanal-Anreicherungs-MOSFET hat UGS(th) = 1,5 V und K = 30 mA/V². Berechne ID im Sättigungsbereich für UGS = 4 V.
ID = 30 mA/V² · (4 V − 1,5 V)² = 30 mA/V² · 6,25 V² = 187,5 mA
Übung 2: Wie groß ist UGS bei einem N-Kanal-MOSFET mit UGS(th) = 2 V und K = 50 mA/V², wenn im Sättigungsbereich ein Drainstrom von 200 mA fließen soll?
200 mA = 50 mA/V² · (UGS − 2 V)²; (UGS − 2 V)² = 4 V²; UGS − 2 V = 2 V; UGS = 4 V
Übung 3: Ein MOSFET arbeitet im ohmschen Bereich. Gegeben: K = 60 mA/V², UGS(th) = 1,8 V, UGS = 4,0 V und UDS = 0,5 V. Berechne ID.
ID = 60 mA/V² · [2·(4 V − 1,8 V)·0,5 V − (0,5 V)²] = 60 mA/V² · [2,2 V² − 0,25 V²] = 60 mA/V² · 1,95 V² = 117 mA
Übung 4: Bei UGS = 3 V fließt durch einen MOSFET im Sättigungsbereich ID = 80 mA, bei UGS = 3,2 V ein Drainstrom von 96 mA. Berechne die mittlere Steilheit gm.
gm = (96 mA − 80 mA) / (3,2 V − 3,0 V) = 16 mA / 0,2 V = 80 mA/V = 0,08 S
Übung 5: An welcher Grenze UDS geht der MOSFET aus Übung 1 (UGS = 4 V, UGS(th) = 1,5 V) vom ohmschen Bereich in den Sättigungsbereich über?
Übergangsbedingung UDS = UGS − UGS(th) = 4 V − 1,5 V = 2,5 V. Für UDS < 2,5 V arbeitet der MOSFET im ohmschen Bereich, ab UDS ≥ 2,5 V in Sättigung.
In welchem Arbeitsbereich verhält sich ein N-Kanal-Anreicherungs-MOSFET näherungsweise wie ein spannungsgesteuerter Widerstand?
- a) Im Sperrbereich
- b) Im ohmschen Bereich bei UDS deutlich kleiner als (UGS − UGS(th))
- c) Im Sättigungsbereich
- d) Am Punkt UDS = UGS
Richtig: b)
Bei kleinem UDS und ausreichend großem UGS ist der Kanal über die ganze Länge gut ausgebildet. ID ist dann näherungsweise proportional zu UDS, der MOSFET wirkt wie ein Widerstand, dessen Wert über UGS einstellbar ist (RDS(on)-Verhalten). Antwort a beschreibt den ausgeschalteten Zustand. Antwort c beschreibt das Stromquellenverhalten – ID hängt dort kaum noch von UDS ab. Antwort d markiert grob den Sättigungseintritt und nicht den ohmschen Bereich.
Ein N-Kanal-Anreicherungs-MOSFET wird mit UGS = 5 V und UDS = 10 V betrieben. UGS(th) = 2 V. Welche Aussage stimmt?
- a) Da UDS > UGS − UGS(th) ist, befindet sich der MOSFET im Sättigungsbereich; ID hängt im Wesentlichen von UGS ab.
- b) Da UDS sehr groß ist, befindet er sich im ohmschen Bereich.
- c) Da UGS > UGS(th), aber UDS sehr groß ist, sperrt der MOSFET.
- d) Der Arbeitspunkt ist ungültig, weil UDS > UGS sein muss.
Richtig: a)
Übergangsbedingung in den Sättigungsbereich: UDS ≥ UGS − UGS(th). Hier: 10 V > 5 V − 2 V = 3 V → Sättigung. Im Sättigungsbereich wirkt der MOSFET als Stromquelle, deren Wert über UGS gesteuert wird; UDS hat kaum Einfluss auf ID. Antwort b beschreibt das Gegenteil – der ohmsche Bereich liegt bei kleinem UDS. Antwort c verwechselt Sättigung mit Sperren. Antwort d ist konstruiert, eine solche Bedingung gibt es nicht.
Was beschreibt die Steilheit gm = ΔID/ΔUGS korrekt?
- a) Den ohmschen Widerstand des Kanals im Eingeschaltzustand.
- b) Die Empfindlichkeit, mit der eine kleine Änderung der Gate-Spannung eine Änderung des Drainstroms bewirkt – also die Verstärkung im Sättigungsbereich.
- c) Den Eingangswiderstand des Gate-Anschlusses.
- d) Den Temperaturkoeffizienten der Schwellspannung.
Richtig: b)
Die Steilheit gm ist die Übertragungskenngröße eines FET im Sättigungsbereich. Sie sagt aus, wie stark der Drainstrom auf eine Spannungsänderung am Gate reagiert. Für einen Verstärker ist sie die zentrale Größe, denn aus gm und einem Lastwiderstand ergibt sich die Spannungsverstärkung. Antwort a beschreibt RDS(on), nicht gm. Antwort c beschreibt die Gate-Eingangsimpedanz. Antwort d ist ein anderer, ebenfalls existierender Parameter, hat aber mit gm nichts zu tun.
MOSFET als Schalter
Die mit Abstand häufigste Anwendung des MOSFET ist sein Einsatz als elektronischer Schalter. In dieser Betriebsart nimmt er nur zwei Zustände an: voll durchgesteuert oder gesperrt – analog dazu, wie auch ein Relais oder Schütz verwendet wird.
Ein-Zustand (durchgesteuert)
Das Gate wird mit einer Spannung deutlich oberhalb der Schwellspannung betrieben. Der MOSFET arbeitet im ohmschen Bereich, sein Kanal verhält sich wie ein kleiner ohmscher Widerstand. Dieser Wert ist der RDS(on) – einer der wichtigsten Datenblattparameter. Typische Werte für moderne Power-MOSFETs liegen zwischen wenigen Milliohm und einigen hundert Milliohm.
Aus-Zustand (gesperrt)
UGS liegt unter der Schwellspannung – beim N-Kanal-Anreicherungstyp typischerweise UGS = 0 V. Der Kanal ist nicht ausgebildet, es fließt nur ein vernachlässigbarer Sperrstrom IDSS im µA- oder nA-Bereich.
Statische Verluste
Solange der MOSFET eingeschaltet ist, entsteht im Kanal eine ohmsche Verlustleistung. Diese Verluste setzen sich als Wärme im Bauteil um und müssen entweder über das Gehäuse oder einen Kühlkörper abgeführt werden.
Pstat = ID² · RDS(on)
- Pstat … statische Verlustleistung in W
- ID … Drainstrom im Eingeschaltzustand in A
- RDS(on) … Durchgangswiderstand in Ω
Dynamische Verluste
Beim Schalten muss die Gate-Source-Kapazität CGS und die Gate-Drain-Kapazität CGD ständig umgeladen werden. Dabei fließt für kurze Zeit ein Gate-Strom – das ist die einzige Situation, in der ein MOSFET an seinem Gate spürbar Strom zieht. Außerdem durchläuft der MOSFET bei jedem Schaltvorgang seinen aktiven Bereich, in dem gleichzeitig Strom und Spannung anliegen, was zu Schaltverlusten führt.
Pdyn = QG · UGS_ein · fS
- Pdyn … dynamische Verlustleistung in W
- QG … gesamte Gate-Ladung in C (aus Datenblatt)
- UGS_ein … Gate-Ansteuerspannung in V
- fS … Schaltfrequenz in Hz
Die Schaltverluste pro Schaltvorgang sind zusätzlich proportional zur Frequenz – ein MOSFET in einem 100-kHz-Schaltregler hat deutlich höhere Schaltverluste als derselbe MOSFET in einem 1-kHz-Pulsweitenmodulator.
Gate-Treiber und Gate-Spannung
Damit ein MOSFET schnell durchsteuert, muss die Gate-Kapazität in kurzer Zeit umgeladen werden. Dafür sorgt ein Gate-Treiber, der kurzfristig Spitzenströme von mehreren Ampere liefern kann. Mikrocontroller-Ausgänge schaffen das in der Regel nicht direkt – sie liefern nur 20 bis 40 mA und schalten den MOSFET zu langsam.
Standard-MOSFETs sind so dimensioniert, dass sie ihren spezifizierten niedrigen RDS(on) erst bei UGS = 10 V erreichen. Aus einem 5-V-Logikausgang lassen sie sich deshalb nicht sauber ansteuern.
Logic-Level-MOSFETs
Eine spezielle Variante mit reduzierter Schwellspannung, die schon bei UGS = 3,3 V oder 5 V den Großteil ihres maximalen Drainstroms bei niedrigem RDS(on) führt. Sie können direkt von einem Mikrocontroller-Pin angesteuert werden – allerdings ist die Treiberfähigkeit des Ports hinsichtlich der Schaltgeschwindigkeit nach wie vor zu beachten. Bei höheren Schaltfrequenzen ist auch hier ein echter Gate-Treiber sinnvoll.
Gelöstes Beispiel
Ein N-Kanal-Power-MOSFET schaltet einen Gleichstromverbraucher mit ID = 8 A bei einem Tastverhältnis von 100 % (Dauerbetrieb im Ein-Zustand). Datenblattangaben: RDS(on) = 25 mΩ bei UGS = 10 V, QG = 45 nC. Schaltfrequenz fS = 25 kHz. Wie groß sind die statische und die Gate-Treiber-Verlustleistung?
- Statische Verluste:
Pstat = ID² · RDS(on) = (8 A)² · 0,025 Ω = 64 A² · 0,025 Ω = 1,6 W - Gate-Treiberverluste:
Pdrv = QG · UGS_ein · fS = 45·10⁻⁹ C · 10 V · 25·10³ Hz = 11,25 mW - Gesamtverluste:
Pges = Pstat + Pdrv = 1,6 W + 0,01125 W ≈ 1,61 W
Ergebnis: Pges ≈ 1,61 W – die Verluste werden praktisch vollständig durch die statischen Verluste bestimmt. Ein kleiner Kühlkörper ist sinnvoll.
Übungen
Übung 1: Ein MOSFET führt im Eingeschaltzustand 4 A und hat RDS(on) = 80 mΩ. Berechne die statische Verlustleistung.
Pstat = (4 A)² · 0,08 Ω = 16 A² · 0,08 Ω = 1,28 W
Übung 2: Berechne die Gate-Treiberverlustleistung eines MOSFETs mit QG = 60 nC bei UGS_ein = 12 V und fS = 100 kHz.
Pdrv = 60·10⁻⁹ C · 12 V · 100·10³ Hz = 72·10⁻³ W = 72 mW
Übung 3: Ein MOSFET wird mit einem Tastverhältnis von 30 % betrieben, ID_ein = 10 A, RDS(on) = 20 mΩ. Wie groß ist die mittlere statische Verlustleistung?
Pstat = D · ID² · RDS(on) = 0,3 · (10 A)² · 0,02 Ω = 0,3 · 100 A² · 0,02 Ω = 0,6 W
Übung 4: Ein MOSFET hat einen RDS(on) von 100 mΩ bei UGS = 10 V, aber 250 mΩ bei UGS = 4,5 V. Bei ID = 5 A Dauerstrom: um wie viel steigt die statische Verlustleistung, wenn statt mit 10 V mit nur 4,5 V angesteuert wird?
P1 = 25 A² · 0,1 Ω = 2,5 W; P2 = 25 A² · 0,25 Ω = 6,25 W; ΔP = 3,75 W. Die Verluste verdoppeln sich mehr als nur.
Übung 5: Ein Mikrocontroller-Ausgang liefert 25 mA. Mit welcher Schaltfrequenz fließt der gemittelte Gate-Strom für einen MOSFET mit QG = 40 nC, wenn UGS = 5 V?
IG_avg = QG · fS. Vom Mikrocontroller können 25 mA dauerhaft geliefert werden, also fS_max = 0,025 A / 40·10⁻⁹ C = 625 kHz. Praktisch begrenzt aber die Strom-Spitzenfähigkeit des Ports die nutzbare Schaltflanke deutlich stärker.
Welche Aussage zu RDS(on) ist korrekt?
- a) RDS(on) ist der Eingangswiderstand des Gate-Anschlusses.
- b) RDS(on) sinkt mit steigender Temperatur und ist daher bei Belastung kein Problem.
- c) RDS(on) ist der Drain-Source-Widerstand im eingeschalteten Zustand und steigt typischerweise mit der Temperatur, weshalb die Verluste sich bei Erwärmung selbstverstärkend erhöhen können.
- d) RDS(on) ist unabhängig von UGS.
Richtig: c)
RDS(on) ist eine zentrale Bauteilgröße für den MOSFET als Schalter. Er bestimmt die statischen Verluste. Bei Silizium-MOSFETs hat RDS(on) einen positiven Temperaturkoeffizienten – mit steigender Temperatur nimmt er zu. Daraus ergibt sich eine Selbstverstärkung in einer Richtung: mehr Verluste → wärmer → noch mehr Verluste. Die thermische Auslegung muss diesen Effekt berücksichtigen. Antwort a verwechselt Gate und Kanal. Antwort b ist die genau gegenteilige Aussage. Antwort d ist falsch, der angegebene RDS(on)-Wert gilt nur bei der spezifizierten Gate-Spannung.
Warum lässt sich ein Standard-Power-MOSFET nicht zuverlässig direkt mit einem 5-V-Logikausgang ansteuern?
- a) Weil 5 V die Schwellspannung überschreiten und der MOSFET sofort durchbrennt.
- b) Weil der spezifizierte niedrige RDS(on) typischerweise erst bei UGS = 10 V erreicht wird; bei nur 5 V wäre der Kanalwiderstand und damit die Verlustleistung deutlich höher.
- c) Weil ein Logikausgang grundsätzlich nicht in der Lage ist, ein Gate zu treiben.
- d) Weil der MOSFET dann im Sättigungsbereich statt im ohmschen Bereich arbeitet.
Richtig: b)
Standard-MOSFETs werden hinsichtlich ihres niedrigsten RDS(on) typischerweise bei UGS = 10 V charakterisiert. Bei nur 5 V Gate-Spannung schalten sie zwar grundsätzlich ein, der Kanalwiderstand ist aber oft um den Faktor 2–4 höher. Das bedeutet stark erhöhte Verlustleistung und thermische Probleme. Logic-Level-MOSFETs sind dafür gebaut, niedrigeren UGS-Werten gerecht zu werden. Antwort a ist falsch, die Gateoxide-Durchbruchspannung liegt deutlich höher als 5 V. Antwort c ist überspitzt: ein Logikausgang kann ein Gate treiben, aber nur langsam und nur bei niedrigen Frequenzen sinnvoll. Antwort d verwechselt Wirkungsmechanismen.
Welche der genannten Verlustarten dominiert bei einem Power-MOSFET im niederfrequenten Dauerbetrieb (z. B. PWM-Steuerung eines Heizelements mit 100 Hz)?
- a) Die Schaltverluste, weil bei jedem Flankenwechsel Energie umgesetzt wird.
- b) Die statischen Verluste P = ID² · RDS(on), weil der MOSFET den größten Teil der Zeit eingeschaltet ist und die Schaltverlustenergie pro Vorgang durch die niedrige Frequenz nur selten anfällt.
- c) Die Sperrverluste durch IDSS.
- d) Die Verluste in der Body-Diode.
Richtig: b)
Bei niedrigen Schaltfrequenzen werden Schaltvorgänge so selten ausgelöst, dass die zugehörigen Schaltverluste vernachlässigbar bleiben. Was übrig bleibt, sind die statischen Verluste: solange der Transistor leitet, ist sein Beitrag der Kanalwiderstand mal dem Strom-Quadrat. Bei hochfrequenten Schaltreglern (50–500 kHz) wäre die Antwort anders – dort dominieren die Schaltverluste schnell. Antwort c und d sind in der beschriebenen Anwendung praktisch null.
Power-MOSFET
Power-MOSFETs sind die Arbeitspferde der Leistungselektronik. In Schaltnetzteilen, Motorsteuerungen, Wechselrichtern und Photovoltaik-Wechselrichtern sind sie das Bauelement, das die eigentliche Leistung schaltet.
Vom Klein-Signal-MOSFET unterscheiden sie sich vor allem durch ihre Bauweise und ihre elektrischen Daten:
Lateraler Klein-Signal-MOSFET
Bei einem klassischen MOSFET, wie er in integrierten Schaltungen üblich ist, liegen Source, Gate und Drain nebeneinander an der Oberfläche des Halbleiters. Der Strom fließt horizontal entlang der Oxidgrenze. Diese Anordnung ist für Logik und Verstärker bestens geeignet, limitiert aber Strom- und Spannungsbelastbarkeit auf relativ kleine Werte.
Vertikaler Power-MOSFET (VDMOS, Trench-MOS)
In Power-MOSFETs werden die Strukturen vertikal angeordnet:
- Source und Gate befinden sich oben auf dem Chip.
- Drain ist auf der Rückseite des gesamten Chips.
- Der Strom fließt senkrecht durch das Substrat von Source nach Drain.
Diese vertikale Anordnung bringt mehrere Vorteile:
- Die gesamte Chipfläche steht parallelgeschaltet für den Stromtransport zur Verfügung. Dadurch lassen sich Drainströme von vielen Ampere bis weit über 100 A realisieren.
- Hohe Sperrspannungen (50 V, 100 V, 600 V, 1200 V und mehr) ergeben sich durch eine relativ lange, niedrig dotierte Driftschicht zwischen Kanal und Drain-Substrat.
- Die TrenchMOS-Technologie verlegt das Gate in einen geätzten Graben („Trench“) und reduziert dadurch den RDS(on) bei gegebener Chipfläche erheblich.
Body-Diode (Inverse Diode)
Eine bauartbedingte Besonderheit jedes Power-MOSFETs ist die parasitäre Diode zwischen Source und Drain. Sie entsteht zwangsläufig aus dem PN-Übergang zwischen dem p-Body-Bereich (Source-seitig) und dem n-Drift-Gebiet (Drain-seitig). Im normalen Betrieb ist sie polaritätsbedingt gesperrt und stört nicht. Wird der MOSFET allerdings in einer Halbbrücke oder einer induktiven Last betrieben, kann diese Body-Diode als Freilaufdiode fungieren und Rückspeisungen aus der Last übernehmen. Ihre Vorwärtsspannung liegt typisch bei 0,7 bis 1 V, ihre Schaltgeschwindigkeit ist allerdings begrenzt und ihre Erholzeit (Reverse Recovery) muss bei schnellen Schaltvorgängen beachtet werden.
Safe Operating Area (SOA)
Die SOA – Safe Operating Area – ist eine im Datenblatt angegebene Fläche im ID/UDS-Diagramm, innerhalb der ein Power-MOSFET dauerhaft betrieben werden darf, ohne thermisch oder elektrisch zerstört zu werden. Sie wird begrenzt durch:
- die maximal zulässige Drain-Source-Spannung UDS(max)
- den maximal zulässigen Drainstrom ID(max)
- die maximal zulässige Verlustleistung Ptot
- bei langen Pulsen zusätzlich durch thermische Zeitkonstanten
Typische Anwendungen
- Schaltnetzteile (Flyback, Forward, Resonanzwandler)
- Schritt-, BLDC- und Servomotor-Endstufen, häufig in H-Brücken- oder Halbbrückenanordnung
- Wechselrichter für Solar- und Speicheranlagen
- DC/DC-Wandler in Fahrzeugen und Industrieanwendungen
- Sanftanlasser, soweit MOSFET-basiert (bei höheren Spannungen häufiger IGBTs)
Auswahlkriterien beim Power-MOSFET
- UDS(max): muss mit Sicherheitsmarge über der höchsten im Betrieb auftretenden Drain-Source-Spannung liegen, inklusive Schaltüberschwinger.
- ID(max): typischerweise mit Reserve gegenüber dem Nennstrom auswählen.
- RDS(on): bestimmt die statischen Verluste – möglichst klein, aber mit Blick auf Gate-Spannung und Temperatur ehrlich bewertet.
- QG: bestimmt zusammen mit der Schaltfrequenz die Treiberverluste und den Anspruch an den Gate-Treiber.
- Gehäuse und Wärmewiderstand RthJC, RthJA: entscheiden, wie viel Verlustleistung das Bauteil tatsächlich loswird; entscheidet über Kühlkörperauslegung.
Warum sind Power-MOSFETs typischerweise vertikal aufgebaut, während Klein-Signal-MOSFETs lateral aufgebaut sind?
- a) Damit die Gate-Eingangsimpedanz steigt.
- b) Weil der vertikale Aufbau die gesamte Chipfläche parallel für den Stromtransport nutzbar macht und dadurch viel höhere Drainströme und Sperrspannungen ermöglicht.
- c) Weil sich vertikale MOSFETs einfacher in integrierte Schaltungen einbinden lassen.
- d) Weil sich nur in vertikaler Anordnung die Body-Diode vermeiden lässt.
Richtig: b)
Im Power-MOSFET wird der gesamte Chip in viele tausend parallel geschaltete vertikale Zellen unterteilt. Da die Driftschicht senkrecht zum Chip steht, lässt sich ihre Länge unabhängig von der Chipfläche einstellen – das erlaubt hohe Sperrspannungen. Gleichzeitig sorgt die Parallelschaltung vieler Zellen für niedrigen RDS(on) und hohe Strombelastbarkeit. Antwort a ist falsch, die Gate-Impedanz hängt nicht von dieser Anordnung ab. Antwort c stimmt nicht – integrierte Schaltungen brauchen gerade die laterale Bauweise. Antwort d ist das genaue Gegenteil: die Body-Diode entsteht genau wegen des vertikalen Aufbaus.
Welche Rolle spielt die Body-Diode eines Power-MOSFETs in einer H-Brückenschaltung mit induktiver Last?
- a) Sie behindert den Betrieb und muss durch eine externe Freilaufdiode überbrückt werden.
- b) Sie kann als Freilaufdiode für die Induktivität genutzt werden, allerdings müssen ihre langsamere Erholzeit und höhere Vorwärtsspannung in der Schaltungsauslegung berücksichtigt werden.
- c) Sie verhindert, dass der MOSFET im ohmschen Bereich arbeitet.
- d) Sie ist nur im Sperrbereich aktiv und übernimmt dort den Sperrstrom.
Richtig: b)
Die Body-Diode existiert immer und liegt antiparallel zum eigentlichen Kanal. In einer H-Brücke kann sie genau dann nützlich sein, wenn die Induktivität ihren Strom nach Abschaltung des Kanals weiterführen will – sie übernimmt dann als Freilaufdiode. Wichtig: Body-Dioden haben oft eine vergleichsweise lange Reverse-Recovery-Zeit, die bei hohen Schaltfrequenzen merkliche Verluste und Störungen erzeugen kann. In sehr hochfrequenten Anwendungen verwendet man deshalb häufig zusätzliche Schottky-Dioden parallel. Antwort a verkennt den eigentlichen Sinn der Body-Diode. Antwort c und d sind technisch falsch.
Beim Auswahlprozess eines Power-MOSFETs für einen Schaltregler ist eine maximale Drain-Source-Spannung von 80 V im stationären Betrieb zu erwarten. Welche UDS(max)-Angabe sollte der gewählte MOSFET mindestens haben?
- a) 80 V, weil das die maximal auftretende Spannung ist.
- b) Deutlich über 80 V, typisch mit 30–50 % Sicherheitsmarge – etwa 100 V oder 150 V – um Schaltspitzen durch parasitäre Induktivitäten sicher zu beherrschen.
- c) Genau 80 V, weil sonst der RDS(on) zu groß wird.
- d) 12 V, weil die Versorgungsspannung der Steuerelektronik maßgeblich ist.
Richtig: b)
Im stationären Betrieb mag die UDS bei 80 V liegen, doch beim Schalten induktiver Lasten entstehen kurzzeitig deutlich höhere Spitzen durch parasitäre Induktivitäten der Leitungen und Bauteile. Diese Spitzen können das 1,3- bis 1,5-fache der stationären Spannung erreichen. Die UDS(max)-Angabe des gewählten MOSFETs muss diese Spitzen sicher abfangen, sonst kommt es zum Lawinendurchbruch und im schlimmsten Fall zur Zerstörung. Antwort a ist riskant ohne Reserve. Antwort c verwechselt die Auswahl und ist nicht zielführend – höhere UDS(max) führen tendenziell zu höherem RDS(on), aber die Sicherheitsmarge bleibt zwingend. Antwort d verwechselt Steuerstromkreis und Lastkreis.
Abschlusstest
Aufgabe 1: Ein N-Kanal-Anreicherungs-MOSFET hat UGS(th) = 1,8 V und K = 25 mA/V². Berechne den Drainstrom im Sättigungsbereich bei UGS = 5 V.
ID = 25 mA/V² · (5 V − 1,8 V)² = 25 mA/V² · (3,2 V)² = 25 mA/V² · 10,24 V² = 256 mA
Aufgabe 2: Wie groß muss UGS sein, damit derselbe MOSFET (UGS(th) = 1,8 V, K = 25 mA/V²) im Sättigungsbereich einen Drainstrom von 400 mA führt?
400 = 25 · (UGS − 1,8)²; (UGS − 1,8)² = 16; UGS − 1,8 = 4; UGS = 5,8 V
Aufgabe 3: Ein N-Kanal-MOSFET arbeitet im ohmschen Bereich. K = 80 mA/V², UGS(th) = 2 V, UGS = 5 V, UDS = 0,3 V. Berechne ID.
ID = 80 mA/V² · [2·(5 V − 2 V)·0,3 V − (0,3 V)²] = 80 mA/V² · [1,8 V² − 0,09 V²] = 80 mA/V² · 1,71 V² = 136,8 mA
Aufgabe 4: An welcher Grenze UDS geht ein MOSFET mit UGS = 6 V und UGS(th) = 2,5 V vom ohmschen Bereich in den Sättigungsbereich über?
UDS = UGS − UGS(th) = 6 V − 2,5 V = 3,5 V
Aufgabe 5: Bei UGS = 4 V fließt durch einen MOSFET im Sättigungsbereich ID = 100 mA, bei UGS = 4,2 V ein Drainstrom von 121 mA. Berechne gm.
gm = (121 mA − 100 mA) / (4,2 V − 4,0 V) = 21 mA / 0,2 V = 105 mA/V = 0,105 S
Aufgabe 6: Ein Power-MOSFET führt 12 A bei einem RDS(on) von 18 mΩ. Wie groß ist die statische Verlustleistung im Dauerbetrieb?
Pstat = ID² · RDS(on) = (12 A)² · 0,018 Ω = 144 A² · 0,018 Ω = 2,592 W
Aufgabe 7: Ein MOSFET hat QG = 80 nC. Mit welcher Treiberverlustleistung muss bei UGS_ein = 12 V und fS = 50 kHz gerechnet werden?
Pdrv = QG · UGS · fS = 80·10⁻⁹ C · 12 V · 50·10³ Hz = 48·10⁻³ W = 48 mW
Aufgabe 8: Ein MOSFET mit RDS(on) = 100 mΩ schaltet einen Verbraucher von 5 A mit einem Tastverhältnis von 40 %. Wie groß ist die mittlere statische Verlustleistung?
Pstat = D · ID² · RDS(on) = 0,4 · (5 A)² · 0,1 Ω = 0,4 · 25 A² · 0,1 Ω = 1,0 W
Aufgabe 9: In einem Schaltregler liefert ein MOSFET folgende Daten: ID = 6 A, RDS(on)(bei 25 °C) = 30 mΩ, RDS(on)(bei 100 °C) ≈ 50 mΩ. Wie viel höher ist die statische Verlustleistung im warmen Zustand verglichen mit kaltem Zustand?
Pkalt = (6 A)² · 0,03 Ω = 1,08 W; Pwarm = (6 A)² · 0,05 Ω = 1,80 W; ΔP = 0,72 W → rund 67 % mehr Verluste bei 100 °C.
Aufgabe 10: Ein Power-MOSFET soll in einer Anwendung mit einer maximalen stationären Drain-Source-Spannung von 48 V eingesetzt werden. Welche UDS(max)-Spezifikation ist mit 40 % Sicherheitsmarge mindestens erforderlich?
UDS(max) ≥ 48 V · 1,4 = 67,2 V. In der Praxis wird ein Standardwert wie 75 V oder 100 V gewählt, um zusätzliche Reserve für Schaltspitzen zu schaffen.
Frage 1: Ein Schaltungsentwickler beobachtet, dass ein direkt vom 3,3-V-Mikrocontroller-Pin angesteuerter Standard-Power-MOSFET im Betrieb sehr heiß wird, obwohl der Strom unterhalb des Nennwerts liegt. Welche Ursache ist die wahrscheinlichste?
- a) Die Versorgungsspannung des Mikrocontrollers ist zu niedrig.
- b) Der MOSFET arbeitet wegen unzureichender Gate-Spannung nicht voll im ohmschen Bereich, sondern in einem Übergangsbereich mit deutlich erhöhtem RDS(on), wodurch die statischen Verluste stark steigen.
- c) Der MOSFET ist defekt.
- d) Die Body-Diode wird zu stark belastet.
Richtig: b)
Standard-Power-MOSFETs erreichen ihren spezifizierten niedrigen RDS(on) typischerweise erst bei UGS = 10 V. Bei nur 3,3 V Gate-Spannung wird der Kanal oft nicht voll durchgesteuert; der MOSFET arbeitet in einem Übergangsbereich mit deutlich höherem Kanalwiderstand. Daraus ergeben sich überhöhte statische Verluste – das Bauteil wird heiß. Lösung: einen Logic-Level-MOSFET wählen oder einen dedizierten Gate-Treiber verwenden. Antwort a ist möglich, aber selten der Auslöser. Antwort c ist eine Pauschalantwort ohne Begründung. Antwort d ist im Schalterbetrieb meist nicht relevant.
Frage 2: Ein Konstrukteur möchte einen MOSFET im Sättigungsbereich als Stromquelle für eine LED verwenden. Welche Eigenschaft des Sättigungsbereichs nutzt er dabei hauptsächlich?
- a) Der hohe Eingangswiderstand des Gate-Anschlusses.
- b) Die nahezu konstante Stromabgabe trotz schwankender UDS, solange UDS ≥ (UGS − UGS(th)).
- c) Die geringe Verlustleistung des MOSFET im Sättigungsbereich.
- d) Den niedrigen RDS(on)-Wert in der Sättigung.
Richtig: b)
Im Sättigungsbereich wirkt ein MOSFET als spannungsgesteuerte Stromquelle: ID hängt fast nur noch von UGS ab, kaum noch von UDS. Genau diese Eigenschaft macht ihn für LED-Stromquellen und Konstantstromregelungen attraktiv. Antwort a ist eine allgemeine Eigenschaft, nicht der genutzte Effekt. Antwort c ist falsch: gerade im Sättigungsbereich entstehen typischerweise höhere Verluste als im ohmschen Bereich. Antwort d verkennt, dass von RDS(on) nur im ohmschen Bereich sinnvoll gesprochen werden kann.
Frage 3: Ein P-Kanal-Anreicherungs-MOSFET wird als High-Side-Schalter zur Versorgung einer 24-V-Last eingesetzt. Welches Potential muss am Gate liegen, damit der Schalter sicher leitet, wenn Source mit +24 V verbunden ist und UGS(th) ≈ −2 V?
- a) +24 V
- b) Etwa +14 V, um eine UGS von etwa −10 V zu erreichen.
- c) Etwa −10 V gegen Masse.
- d) 0 V (Masse), damit UGS = +24 V wird.
Richtig: b)
Beim P-Kanal-Anreicherungstyp muss UGS negativ und deutlich unter UGS(th) liegen. Mit Source auf +24 V und gewünschter UGS = −10 V ergibt sich ein Gate-Potential von +24 V − 10 V = +14 V. Antwort a liefert UGS = 0 V – der MOSFET sperrt. Antwort c (Gate auf −10 V gegen Masse) ergibt UGS = −10 V − 24 V = −34 V und überschreitet damit die zulässige Gate-Source-Spannung (typisch ±20 V) deutlich – das Gate-Oxid wird zerstört. Antwort d ergibt UGS = 0 V − 24 V = −24 V – kann das Gate-Oxid ebenfalls zerstören.
Frage 4: Welche der folgenden Eigenschaften unterscheidet einen MOSFET grundsätzlich von einem JFET?
- a) Der MOSFET ist immer N-Kanal.
- b) Beim MOSFET ist das Gate durch eine Oxidschicht isoliert, beim JFET wird der Gate-Anschluss über einen in Sperrrichtung betriebenen PN-Übergang gebildet.
- c) Der MOSFET hat keinen Sperrbereich.
- d) Der JFET ist nur als Schalter, der MOSFET nur als Verstärker einsetzbar.
Richtig: b)
Der konstruktive Kernunterschied ist die Gate-Anbindung: JFET → in Sperrrichtung betriebener PN-Übergang; MOSFET → galvanisch isoliertes Gate auf einer SiO2-Schicht. Daraus resultieren auch die unterschiedlichen Polaritätsvorgaben (JFETs vertragen nicht beide Vorzeichen am Gate ohne Stromfluss), während MOSFETs nach beiden Seiten ansteuerbar sind, soweit das Oxid es zulässt. Antwort a ist falsch, es gibt auch P-Kanal-MOSFETs. Antwort c ist falsch, jeder FET besitzt einen Sperrbereich. Antwort d ist eine künstliche Einschränkung ohne technische Grundlage.
Frage 5: Ein N-Kanal-MOSFET wird mit UGS = 0 V betrieben. Welche Aussage stimmt ohne weitere Informationen?
- a) Der MOSFET ist sicher gesperrt.
- b) Ob er sperrt oder leitet, hängt davon ab, ob es sich um einen Anreicherungstyp (selbstsperrend) oder einen Verarmungstyp (selbstleitend) handelt.
- c) Der MOSFET befindet sich im ohmschen Bereich.
- d) Der MOSFET ist defekt, wenn er bei UGS = 0 V leitet.
Richtig: b)
Das Verhalten bei UGS = 0 V ist die Definition der beiden Betriebsarten. Der Anreicherungstyp ist selbstsperrend und leitet erst über UGS(th); der Verarmungstyp ist selbstleitend und sperrt erst, wenn UGS ausreichend in die andere Richtung gezogen wird. Antwort a ist die häufige, aber falsche Annahme „MOSFET = immer selbstsperrend“. Antwort c und d sind technisch nicht haltbar.
Frage 6: Im Datenblatt eines Power-MOSFETs werden für RDS(on) zwei Werte angegeben: 28 mΩ bei UGS = 10 V und 55 mΩ bei UGS = 4,5 V. Was zeigt diese Angabe?
- a) Dass das Bauteil bei 4,5 V Gate-Spannung defekt ist.
- b) Dass der Kanal bei 4,5 V noch nicht vollständig durchgesteuert ist, der Wert kann aber für eine Logic-Level-Anwendung herangezogen werden.
- c) Dass die Schwellspannung 4,5 V beträgt.
- d) Dass es ein P-Kanal-MOSFET ist.
Richtig: b)
Die Datenblattangabe zeigt explizit, dass dieser MOSFET in zwei Arbeitspunkten charakterisiert ist: voll durchgesteuert (10 V) und Logic-Level (4,5 V). Der Konstrukteur kann damit kalkulieren, wie sich der Kanalwiderstand und damit die Verluste in einer Logic-Level-Anwendung verhalten. Antwort a ist falsch, das Bauteil ist intakt. Antwort c verwechselt UGS(th) mit dem Spezifikationspunkt. Antwort d hat mit der Frage nichts zu tun.
Frage 7: Was beschreibt die Safe Operating Area (SOA) eines Power-MOSFETs?
- a) Den Bereich, in dem der MOSFET sicher gesperrt bleibt.
- b) Die Kombinationen aus UDS und ID, die unter Berücksichtigung von Maximalspannung, Maximalstrom, Verlustleistung und thermischen Grenzen zulässig sind.
- c) Den Bereich des Gate-Treibers, in dem der MOSFET schaltet.
- d) Den Bereich, in dem die Body-Diode betrieben werden darf.
Richtig: b)
Die SOA ist ein Datenblattdiagramm, das die zulässigen Arbeitspunkte als Fläche im UDS-ID-Diagramm definiert. Sie ist begrenzt durch maximale UDS, maximalen ID, die zulässige Verlustleistung und – für Pulsbetrieb – durch thermische Zeitkonstanten. Beim Auslegen einer Schaltung muss sichergestellt sein, dass der Arbeitspunkt selbst im transienten Worst Case innerhalb der SOA bleibt. Antworten a, c und d beschreiben jeweils nur Randaspekte oder gar keinen Bezug zur SOA.
Frage 8: In einer H-Brückenschaltung mit induktiver Last schaltet einer der MOSFETs ab. Welcher Strompfad sorgt in den ersten Mikrosekunden danach für die Aufrechterhaltung des Laststroms?
- a) Der Kanal des abgeschalteten MOSFETs bleibt teilweise leitfähig.
- b) Die Body-Diode eines der jeweils anderen MOSFETs in der Brücke übernimmt als Freilaufdiode den Strom der Induktivität.
- c) Der Strom wird augenblicklich null, weil keine Spannungsquelle mehr aktiv ist.
- d) Die Spannung an der Induktivität wird beliebig hoch, bis der MOSFET wieder einschaltet.
Richtig: b)
Eine Induktivität versucht, ihren Strom konstant zu halten. Wird ein steuernder MOSFET abgeschaltet, muss dieser Strom irgendeinen Weg finden. In einer H-Brücke sind die Body-Dioden der MOSFETs antiparallel zu den Kanälen geschaltet und übernehmen diese Freilaufaufgabe sofort, sobald die Schalterstellung es zulässt. Ohne diese Body-Dioden würde sich augenblicklich eine sehr hohe Induktionsspannung aufbauen, die Bauteile zerstören kann (siehe Antwort d). Antwort a ist falsch, der Kanal ist gesperrt. Antwort c verkennt die Trägheit der Induktivität.
Frage 9: Welcher physikalische Effekt führt dazu, dass ein MOSFET trotz isoliertem Gate beim schnellen Schalten am Gate-Anschluss kurzzeitig einen Strom benötigt?
- a) Der Kanal lädt sich elektrisch auf.
- b) Die Gate-Source- und Gate-Drain-Kapazitäten müssen umgeladen werden – dafür ist ein vorübergehender Gate-Strom erforderlich.
- c) Die Body-Diode überträgt einen kapazitiven Strom an das Gate.
- d) Ein Tunnelstrom durch das Gate-Oxid wird aktiv.
Richtig: b)
Das isolierte Gate des MOSFETs bildet mit Source und Drain Kapazitäten (CGS, CGD), zusammen oft als Eingangskapazität Ciss und Rückwirkungskapazität Crss bezeichnet. Beim Schalten müssen diese Kapazitäten mit hoher Geschwindigkeit umgeladen werden, dazu sind kurzzeitig Ströme im Ampere-Bereich nötig. Genau das ist die Aufgabe des Gate-Treibers. Antwort a beschreibt keinen real existierenden Mechanismus. Antwort c ist falsch. Antwort d beschreibt einen Leckstrom (sehr klein, nicht das Schaltverhalten).
Frage 10: Welche Größe gibt im Datenblatt eines Power-MOSFET-Treiberkonzepts am ehesten Auskunft über die benötigte Spitzenleistung des Gate-Treibers?
- a) ID(max)
- b) UDS(max)
- c) Gate-Ladung QG (in Verbindung mit der geforderten Schaltzeit)
- d) UGS(th)
Richtig: c)
Die Gate-Ladung QG aus dem Datenblatt gibt an, wie viel elektrische Ladung das Gate beim Übergang von „aus“ nach „voll an“ aufnimmt. Geteilt durch die geforderte Schaltzeit ergibt sich der benötigte mittlere Gate-Strom; daraus und aus der Versorgungsspannung des Treibers leitet sich seine Leistungsanforderung ab. Antwort a, b und d beschreiben andere Aspekte, sind aber für die Treiberdimensionierung nicht primär maßgebend.
Frage 11: Ein N-Kanal-MOSFET wird so dimensioniert, dass er bei UGS = 5 V im Sättigungsbereich einen Drainstrom von 200 mA liefert. Welche Aussage zum gleichen MOSFET bei UGS = 10 V im selben Bereich ist plausibel?
- a) Der Drainstrom bleibt unverändert.
- b) Der Drainstrom steigt deutlich, ungefähr quadratisch mit (UGS − UGS(th)).
- c) Der Drainstrom halbiert sich.
- d) Der Drainstrom wird negativ.
Richtig: b)
Im Sättigungsbereich gilt näherungsweise ID = K · (UGS − UGS(th))². Verdoppelt man die wirksame Gate-Spannung über der Schwelle, vervierfacht sich der Strom näherungsweise. Antwort a verkennt das quadratische Verhalten. Antwort c ist das Gegenteil des realen Effekts. Antwort d ist physikalisch unsinnig.
Frage 12: Welche Komponente schützt einen MOSFET-Schalter bei induktiven Lasten am besten vor zerstörerischen Überspannungsspitzen, wenn die Body-Diode allein nicht ausreichen würde?
- a) Ein zusätzlicher Reihenwiderstand in der Drain-Source-Leitung.
- b) Eine schnelle Freilaufdiode oder Snubber-Schaltung parallel zur Last oder über dem MOSFET, ergänzt gegebenenfalls durch eine TVS-Diode zur Begrenzung transienter Spitzen.
- c) Ein Kondensator zwischen Gate und Source.
- d) Ein hochohmiger Pull-Down-Widerstand am Drain.
Richtig: b)
Bei induktiven Lasten entstehen beim Abschalten gefährliche Spannungsspitzen. Die Standardmaßnahmen sind: eine Freilaufdiode parallel zur Induktivität (Energie freisetzen), eine Snubber-Schaltung (RC-Glied) parallel zum MOSFET zur Spannungsbegrenzung und gegebenenfalls eine TVS-Diode (Transient Voltage Suppressor), die Spitzen sicher abfängt. Antwort a führt zu zusätzlichen Verlusten und löst das Problem nicht. Antwort c beeinflusst die Schaltgeschwindigkeit, schützt aber nicht vor Drain-seitigen Spitzen. Antwort d hat keinen Schutzeffekt.
Glossar
- Anreicherungstyp (Enhancement Mode)
- MOSFET-Variante, deren Kanal erst durch Anlegen einer Gate-Spannung oberhalb der Schwellspannung entsteht. Selbstsperrend.
- Body / Bulk / Substrat
- Vierter Anschluss eines MOSFET. Bezeichnet das ursprüngliche Halbleitersubstrat, in dem Source, Drain und Kanal eingebracht sind. In diskreten MOSFETs intern fest mit Source verbunden.
- Body-Diode
- Parasitäre Diode zwischen Source (Anode) und Drain (Kathode) eines Power-MOSFETs, bauartbedingt vorhanden. Kann als Freilaufdiode in Halbbrückenschaltungen genutzt werden.
- Drain
- Einer der drei Hauptanschlüsse eines FET; Endpunkt des Kanals, an dem der Drainstrom in das Bauteil eintritt (bei N-Kanal) bzw. austritt (bei P-Kanal).
- FET (Feldeffekttransistor)
- Halbleiterbauelement, bei dem ein elektrisches Feld an einer Steuerelektrode (Gate) die Leitfähigkeit eines Kanals zwischen Drain und Source steuert.
- Gate
- Steuerelektrode des FET. Beim MOSFET vom Kanal durch ein dünnes Oxid isoliert; beim JFET über einen in Sperrrichtung betriebenen PN-Übergang angekoppelt.
- Gate-Ladung QG
- Im Datenblatt eines Power-MOSFETs angegebene Gesamtladung, die das Gate beim Wechsel von „aus“ nach „voll an“ aufnehmen muss. Maßgeblich für die Dimensionierung des Gate-Treibers.
- Inversionsschicht
- Dünne Schicht beweglicher Ladungsträger entgegengesetzter Polarität, die sich beim MOSFET unter dem Gate-Oxid ausbildet und den Kanal zwischen Source und Drain bereitstellt.
- JFET (Sperrschicht-FET)
- FET-Variante, bei der das Gate über einen in Sperrrichtung betriebenen PN-Übergang an den Kanal angekoppelt ist. Immer Verarmungstyp.
- Logic-Level-MOSFET
- MOSFET, der bereits bei niedrigen Gate-Spannungen (z. B. 3,3 V oder 5 V) seinen spezifizierten niedrigen RDS(on) erreicht. Geeignet für direkte Ansteuerung aus Mikrocontroller-Ports.
- MOSFET (Metal-Oxide-Semiconductor FET)
- FET mit isoliertem Gate auf einem Oxid (typischerweise SiO2). Heute der wichtigste Transistortyp in Logik, Speichern und Leistungselektronik.
- N-Kanal / P-Kanal
- Bezeichnung für die Ladungsträgerart im Kanal: N-Kanal-FETs leiten über Elektronen, P-Kanal-FETs über Löcher.
- Ohmscher Bereich (Linear Region, Triodenbereich)
- Arbeitsbereich eines FETs bei kleinem UDS und ausreichender Gate-Spannung. Der MOSFET wirkt wie ein spannungsgesteuerter Widerstand.
- Pinch-Off
- Zustand, in dem der Kanal an einer Stelle abgeschnürt wird. Beim JFET tritt das bei ausreichender Gate-Sperrspannung auf; beim MOSFET markiert er den Übergang zwischen ohmschem und Sättigungsbereich.
- Power-MOSFET
- MOSFET in vertikaler Bauweise für hohe Sperrspannungen und Drainströme. Typische Anwendungen: Schaltnetzteile, Motorsteuerungen, Wechselrichter.
- RDS(on)
- Drain-Source-Widerstand im voll durchgesteuerten Eingeschaltzustand. Bestimmt die statischen Verluste eines MOSFETs im Schalterbetrieb.
- Sättigungsbereich (Saturation Region)
- Arbeitsbereich eines FETs bei UDS ≥ (UGS − UGS(th)). Der MOSFET wirkt als spannungsgesteuerte Stromquelle und wird in dieser Betriebsart als analoger Verstärker eingesetzt.
- Schwellspannung UGS(th)
- Gate-Source-Spannung, bei der der Kanal eines Anreicherungs-MOSFET zu leiten beginnt bzw. bei der ein Verarmungstyp-MOSFET den Übergang zwischen leitendem und sperrendem Zustand zeigt.
- Selbstsperrend / selbstleitend
- Beschreibt das Verhalten eines FETs bei UGS = 0 V. Selbstsperrend = Anreicherungstyp (leitet nicht ohne Gate-Spannung); selbstleitend = Verarmungstyp (leitet bereits ohne Gate-Spannung).
- SOA (Safe Operating Area)
- Im Datenblatt eines Power-MOSFETs angegebener Bereich zulässiger Kombinationen aus UDS, ID und Pulsdauer. Innerhalb dieses Bereichs ist der Betrieb thermisch und elektrisch sicher.
- Source
- Einer der drei Hauptanschlüsse eines FET. Quelle der Ladungsträger des Kanals; beim N-Kanal Austrittsstelle des Drainstroms, beim P-Kanal Eintrittsstelle.
- Sperrbereich (Cut-Off Region)
- Arbeitsbereich, in dem der FET keinen Drainstrom führt. Beim N-Kanal-Anreicherungstyp gilt UGS < UGS(th).
- Transkonduktanz / Steilheit gm
- Verhältnis aus Änderung des Drainstroms zur sie verursachenden Änderung der Gate-Source-Spannung. Zentrale Verstärkungskenngröße im Sättigungsbereich.
- TrenchMOS / VDMOS
- Spezielle Aufbautypen vertikaler Power-MOSFETs. TrenchMOS verlegt das Gate in einen geätzten Graben und reduziert dadurch den RDS(on) bei gegebener Chipfläche.
- Unipolar
- Bauelement, an dessen Stromtransport nur eine Ladungsträgerart beteiligt ist (Elektronen oder Löcher). Der FET ist unipolar; der Bipolartransistor dagegen bipolar.
- Verarmungstyp (Depletion Mode)
- MOSFET-Variante, deren Kanal bereits bei UGS = 0 V existiert. Selbstleitend; wird durch ein Gate-Feld in entgegengesetzter Polarität verarmt und schließlich gesperrt.
