Inkremental- und Absolutwertgeber
Eine Werkzeugmaschine fährt ihre Achse auf den Hundertstelmillimeter genau an. Ein Roboterarm dreht sein Gelenk in eine exakte Winkelstellung. Beides funktioniert nur, weil eine Steuerung jederzeit weiß, wo sich die Mechanik gerade befindet. Diese Rückmeldung liefert ein Drehgeber – ein Sensor, der eine Drehbewegung in elektrische Signale umsetzt.
Bei Drehgebern gibt es zwei grundverschiedene Bauarten. Die eine zählt Schritte ab einem Startpunkt. Die andere kennt ihre Position jederzeit eindeutig. Dieser Unterschied klingt klein, entscheidet in der Praxis aber darüber, ob eine Maschine nach dem Einschalten erst eine Referenzfahrt braucht oder sofort weiß, wo sie steht. Genau darum geht es in diesem Beitrag.
Vorwissen
- Sensoren – Signalarten (binär, analog, digital)
- Zahlensysteme: Dualcode (Binärcode)
- Drehbewegung und Drehmoment
Lernziele
Nach diesem Beitrag kannst du:
- den grundsätzlichen Unterschied zwischen inkrementaler und absoluter Positionserfassung erklären
- Aufbau und Signalverhalten eines Inkrementalgebers beschreiben, inklusive Spuren A und B, Referenzimpuls und Flankenauswertung
- die Auflösung beider Gebertypen berechnen – aus Strichzahl mit Auswertungsfaktor bzw. aus der Bit-Angabe
- Single-Turn und Multi-Turn beim Absolutwertgeber unterscheiden und den Sinn des Gray-Codes erklären
- für eine konkrete Anwendung begründet entscheiden, welche Bauart geeignet ist
1. Was ein Drehgeber leistet — und warum es zwei Bauarten gibt
Ein Drehgeber sitzt meist direkt auf einer Welle – am Ende eines Motors, an einer Spindel, an einem Gelenk. Dreht sich die Welle, gibt der Geber elektrische Signale aus, aus denen eine Steuerung den Drehwinkel, die zurückgelegte Strecke oder die Drehzahl ableitet. Der Begriff Encoder meint dasselbe; im deutschsprachigen Raum sind beide Bezeichnungen üblich.
Die meisten Geber erfassen eine Drehbewegung, sind also rotatorisch. Daneben gibt es lineare Ausführungen, die eine geradlinige Bewegung direkt abgreifen – das Messprinzip dahinter ist aber dasselbe. In diesem Beitrag bleiben wir bei der drehenden Variante.
Jetzt zum entscheidenden Punkt. Stell dir vor, du sollst in einem dunklen Treppenhaus sagen, in welchem Stockwerk du bist. Zwei Strategien sind möglich. Entweder du zählst beim Gehen die Stufen mit – dann weißt du deine Position nur, wenn du von einem bekannten Startpunkt losgegangen bist und keine Stufe verpasst hast. Oder an jeder Stufe steht eine eindeutige Nummer – dann genügt ein Blick, und du kennst deine Position sofort, ganz ohne Vorgeschichte.
Genau diese zwei Strategien stecken in den beiden Gebertypen:
- Der Inkrementalgeber zählt Schritte (Inkremente) ab einem Startpunkt. Er liefert eine relative Position.
- Der Absolutwertgeber ordnet jeder Stellung ein eindeutiges Codewort zu. Er liefert eine absolute Position.
Der practical Unterschied zeigt sich beim Spannungsausfall. Fällt beim zählenden Geber die Versorgung aus, ist der Zählerstand weg – nach dem Wiedereinschalten weiß die Steuerung nicht mehr, wo die Mechanik steht, und muss erst eine Referenzfahrt machen. Der absolut messende Geber kennt seine Position dagegen sofort wieder. Diese eine Eigenschaft ist in der Praxis oft das ausschlaggebende Auswahlkriterium – darauf kommen wir in Kapitel 4 zurück.
Die naheliegende Anwendung „aus den Impulsen eine Drehzahl bestimmen“ lassen wir hier bewusst außen vor; die Drehzahl- und Drehmomentmessung ist ein Thema für sich.
Eine Förderanlage verwendet einen Geber, der nach jedem Spannungsausfall eine Referenzfahrt benötigt, bevor die Steuerung die Position kennt. Um welche Bauart handelt es sich, und woran liegt das?
- a) Absolutwertgeber, weil das Codewort beim Ausschalten gelöscht wird
- b) Absolutwertgeber, weil die Codescheibe nach dem Einschalten neu eingelesen werden muss
- c) Inkrementalgeber, weil die Codewörter nicht eindeutig sind
- d) Inkrementalgeber, weil nur die relative Zählung ab Startpunkt erfasst wird
Richtig: d)
Der Inkrementalgeber zählt Schritte ab einem Startpunkt und hält keinen absoluten Positionswert. Nach Spannungsausfall is der Zählerstand verloren, daher die Referenzfahrt. d ist richtig. a und b sind falsch, weil ein Absolutwertgeber seine Position gerade ohne Referenzfahrt kennt. c beschreibt kein Merkmal des Inkrementalgebers – seine Impulse sind nicht „uneindeutig“, er hält schlicht keinen Absolutwert.
Was beschreibt den Begriff „relative Position“ bei einem Drehgeber am treffendsten?
- a) Die Position wird relativ zur Netzfrequenz gemessen
- b) Die Position gilt nur im Verhältnis zur Drehzahl
- c) Die Position ist nur als Differenz zu einem vorher festgelegten Startpunkt bekannt
- d) Die Position wird relativ zur Umgebungstemperatur korrigiert
Richtig: c)
Relativ heißt hier: Der Geber kennt nur, wie weit er sich seit dem Startpunkt gedreht hat, nicht seine Lage im absoluten Sinn. c ist richtig. a, b und d führen Größen ein (Netzfrequenz, Drehzahl, Temperatur), die mit dem Begriff der relativen Wegerfassung nichts zu tun haben.
2. Der Inkrementalgeber
Im Inneren eines optischen Inkrementalgebers dreht sich eine Strichscheibe – eine Glas- oder Kunststoffscheibe mit vielen feinen, gleichmäßig verteilten Strichen am Rand, abwechselnd durchlässig und undurchlässig. Auf der einen Seite sitzt eine Lichtquelle, auf der anderen ein lichtempfindlicher Empfänger. Dreht sich die Scheibe, unterbrechen die Striche das Licht im Takt – der Empfänger gibt eine Folge von Impulsen aus. Neben der optischen gibt es die magnetische Abtastung, bei der ein magnetisierter Maßstab über einen Magnetfeldsensor abgetastet wird; das Signalverhalten ist vergleichbar.
Die Anzahl der Striche heißt Strichzahl und wird als Impulse pro Umdrehung angegeben. Je mehr Striche, desto feiner die Auflösung.
Spuren A und B – Richtung erkennen
Eine einzelne Impulsfolge sagt nur: „Es dreht sich.“ In welche Richtung, bleibt offen. Deshalb hat der Inkrementalgeber zwei Abtastspuren, Spur A und Spur B, die räumlich so versetzt angeordnet sind, dass ihre Signale um eine Viertelperiode – also 90° phasenverschoben – zueinander liegen.
Aus der Reihenfolge, in der die Flanken von A und B auftreten, erkennt die Auswerteelektronik die Drehrichtung: Eilt A vor B, dreht die Welle in die eine Richtung; ist es umgekehrt, in die andere. Diese 90°-Versetzung ist das Herzstück des Inkrementalgebers.
Referenzimpuls
Zusätzlich gibt es eine dritte Spur mit nur einem einzigen Strich pro Umdrehung. Sie liefert einmal je Umdrehung den Referenzimpuls (auch Nullimpuls oder Indexspur genannt). Er dient als definierter Bezugspunkt: Bei der Referenzfahrt fährt die Mechanik so lange, bis dieser Impuls kommt – ab da ist der Startpunkt der Zählung festgelegt.
Flankenauswertung – mehr Auflösung aus denselben Strichen
Jeder Impuls hat zwei Flanken: eine steigende (Signal geht auf High) und eine fallende (Signal geht auf Low). Eine clevere Auswertung nutzt nicht nur einen Punkt pro Impuls, sondern mehrere Flanken – und gewinnt so Auflösung, ohne dass sich an der Scheibe etwas ändert:
- Einfachauswertung: Es wird nur eine Flanke einer Spur ausgewertet. Auswertefaktor 1.
- Zweifachauswertung: Beide Flanken einer Spur (steigend und fallend) werden gezählt. Auswertefaktor 2.
- Vierfachauswertung: Alle Flanken beider Spuren A und B werden gezählt. Auswertefaktor 4.
Die tatsächlich nutzbare Auflösung ist also nicht die reine Strichzahl, sondern die Strichzahl mal Auswertefaktor.
i_ges = z * k
- i_ges … Gesamtimpulse pro Umdrehung
- z ……. Strichzahl in Impulse/Umdrehung
- k ……. Auswertefaktor (1, 2 oder 4)
phi = 360 / i_ges
- phi ….. Winkelauflösung in Grad
- i_ges … Gesamtimpulse pro Umdrehung
Signalpegel und Störsicherheit
Die Ausgangssignale liegen meist als TTL-Pegel (rund 5 V) oder als HTL-Pegel (höhere Spannung, oft um 24 V) vor. Bei längeren Leitungswegen reicht ein einfaches Signal pro Spur aber nicht aus, weil eingekoppelte Störungen den Pegel verfälschen können.
Deshalb werden Inkrementalgeber in der Industrie bei längeren Strecken differentiell betrieben: Zu jeder Spur wird zusätzlich das invertierte Signal übertragen, also A und A̅, B und B̅, sowie N und N̅ für den Referenzimpuls. Der Empfänger wertet nur die Differenz der beiden Leitungen aus. Eine Störung, die auf beide Adern gleich einwirkt (Gleichtaktstörung), hebt sich bei der Differenzbildung weg. Diese Übertragungsart ist als Schnittstelle nach RS422 verbreitet und macht das Signal über viele Meter Leitung sicher.
Gelöstes Beispiel
Ein Inkrementalgeber hat eine Strichzahl von 2500 Impulsen pro Umdrehung und wird in Vierfachauswertung betrieben. Wie viele Zählschritte ergeben sich pro Umdrehung, und welche Winkelauflösung folgt daraus?
Gegeben: Strichzahl z = 2500 Impulse/Umdrehung, Auswertefaktor k = 4
Gesucht: Gesamtimpulse i_ges und Winkelauflösung phi in Grad
Lösungsweg:
- Schritt 1 — Gesamtimpulse: i_ges = z * k = 2500 * 4 = 10000 Impulse/Umdrehung
- Schritt 2 — Winkelauflösung: phi = 360 / i_ges = 360 / 10000 = 0,036 Grad
Ergebnis: 10000 Zählschritte pro Umdrehung, Winkelauflösung 0,036°
Übungen
Ein Geber hat 360 Striche und wird in Einfachauswertung betrieben. Welche Winkelauflösung in Grad ergibt sich?
i_ges = 360 * 1 = 360; phi = 360 / 360 = 1,0°
Ein Geber mit 500 Strichen arbeitet in Zweifachauswertung. Wie viele Zählschritte pro Umdrehung liefert er?
i_ges = 500 * 2 = 1000 Zählschritte/Umdrehung
Welche Strichzahl ist nötig, um in Vierfachauswertung genau 4000 Zählschritte pro Umdrehung zu erreichen?
z = i_ges / k = 4000 / 4 = 1000 Striche
Ein Geber mit 1024 Strichen läuft in Vierfachauswertung. Welche Winkelauflösung in Grad ergibt sich, gerundet auf vier Nachkommastellen?
i_ges = 1024 * 4 = 4096; phi = 360 / 4096 = 0,0879°
Eine Vorschubspindel hat 5 mm Steigung pro Umdrehung. Am Spindelmotor sitzt ein Geber mit 2000 Strichen, ausgewertet vierfach. Welcher Verfahrweg entspricht einem einzelnen Zählschritt?
i_ges = 2000 * 4 = 8000 Schritte/Umdrehung; Weg pro Schritt = 5 mm / 8000 = 0,000625 mm = 0,625 µm
Warum sind die Spuren A und B eines Inkrementalgebers um 90° phasenverschoben angeordnet?
- a) Um die Strichzahl zu verdoppeln
- b) Um den Referenzimpuls zu erzeugen
- c) Um TTL- in HTL-Pegel umzuwandeln
- d) Um aus der Flankenreihenfolge die Drehrichtung zu erkennen
Richtig: d)
Die Drehrichtung folgt aus der zeitlichen Reihenfolge der Flanken von A und B, was nur durch den 90°-Versatz eindeutig wird. d ist richtig. a verwechselt das mit der Flankenauswertung. b ist falsch – der Referenzimpuls kommt aus einer eigenen Spur. c hat mit der Phasenlage nichts zu tun.
Ein Inkrementalgeber mit 1000 Strichen wird in Vierfachauswertung betrieben. Wie viele Zählschritte erfasst die Auswertung pro Umdrehung?
- a) 250
- b) 1000
- c) 2000
- d) 4000
Richtig: d)
i_ges = z * k = 1000 * 4 = 4000. d ist richtig. b ist die reine Strichzahl ohne Auswertung, c entspräche Zweifach-, a wäre eine Division statt Multiplikation.
Wozu dient die differentielle Signalübertragung mit invertierten Spuren wie A̅ und B̅?
- a) Sie unterdrückt Gleichtaktstörungen auf langen Leitungen
- b) Sie erhöht die Strichzahl der Scheibe
- c) Sie ersetzt den Referenzimpuls
- d) Sie wandelt das Signal in einen Absolutwert um
Richtig: a)
Der Empfänger bildet die Differenz beider Leitungen; gleichphasig eingekoppelte Störungen heben sich dabei auf. a ist richtig. b und c beschreiben Funktionen anderer Bauteile, d ist falsch, weil differentielle Übertragung nichts an der relativen Natur des Signals ändert.
Welche Aufgabe hat der Referenzimpuls (Nullimpuls)?
- a) Er liefert einmal pro Umdrehung einen definierten Bezugspunkt
- b) Er verdoppelt die Auflösung gegenüber Einfachauswertung
- c) Er gibt die Drehrichtung an
- d) Er stabilisiert den Signalpegel
Richtig: a)
Der Referenzimpuls tritt einmal je Umdrehung auf und dient als fester Bezugspunkt, etwa für die Referenzfahrt. a ist richtig. b beschreibt die Flankenauswertung, c die Spuren A und B, d die Übertragungsart.
3. Der Absolutwertgeber
Der Absolutwertgeber löst das Problem der verlorenen Position grundsätzlich anders. Statt einer Strichscheibe mit lauter gleichen Strichen trägt er eine Codescheibe: Sie ist in mehrere konzentrische Spuren unterteilt, und jede Winkelstellung erzeugt über alle Spuren hinweg ein eigenes, eindeutiges Bitmuster – ein Codewort. Liest die Elektronik dieses Muster ab, kennt sie die absolute Position sofort, ohne zu zählen und ohne Referenzfahrt.
Die Zahl der Spuren bestimmt, wie fein die Scheibe unterteilt ist. Bei n Spuren gibt es 2 hoch n verschiedene Codewörter, also ebenso viele unterscheidbare Positionen pro Umdrehung. Man spricht deshalb von einer Auflösung in Bit.
s = 2 ** n
- s … Schritte pro Umdrehung
- n … Bit-Auflösung (Anzahl der Spuren bzw. Codestellen)
phi = 360 / s
- phi … Winkelauflösung in Grad
- s ….. Schritte pro Umdrehung
Warum Gray-Code statt einfachem Dualcode
Würde man die Positionen einfach im gewohnten Dualcode durchnummerieren, gäbe es ein Problem an den Übergängen. Beim Sprung von 0111 auf 1000 ändern sich vier Bit gleichzeitig. Auf einer realen Scheibe schalten die Abtaster aber nie perfekt im selben Moment. Für einen winzigen Augenblick könnte ein völlig falsches Zwischenmuster entstehen – die Steuerung läse kurz eine ganz andere Position.
Der Gray-Code umgeht das: Er ist so aufgebaut, dass sich von einer Position zur nächsten immer nur ein einziges Bit ändert. Selbst wenn dieses eine Bit beim Übergang kurz „flackert“, entsteht höchstens ein Lesefehler von einem einzigen Schritt – nie ein wilder Sprung. Deshalb tragen Absolutwert-Codescheiben praktisch immer den Gray-Code.
Single-Turn und Multi-Turn
Ein Single-Turn-Geber erfasst die Position innerhalb einer einzigen Umdrehung eindeutig. Dreht sich die Welle über 360° hinaus weiter, beginnt das Codewort wieder von vorn – über die Zahl der vollen Umdrehungen weiß ein reiner Single-Turn-Geber nichts.
Ein Multi-Turn-Geber zählt zusätzlich die vollen Umdrehungen mit und hält auch diese Zahl absolut. Erreicht wird das über ein nachgeschaltetes Getriebe mit weiteren Codescheiben oder über eine elektronische Umdrehungszählung. Entscheidend: Auch die Umdrehungszahl bleibt ohne Spannung erhalten – beim Getriebeprinzip rein mechanisch, bei der elektronischen Variante über eine gepufferte Zählung.
Die Gesamtauflösung eines Multi-Turn-Gebers setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Auflösung innerhalb einer Umdrehung (Single-Turn-Bit) und der Zahl der erfassbaren Umdrehungen (Multi-Turn-Bit). Industriell wird das fast immer im Schema „Single-Turn × Multi-Turn“ angegeben, etwa 13/12 Bit.
s_st = 2 ** n_st
- s_st … Schritte pro Umdrehung
- n_st … Single-Turn-Bit
u = 2 ** n_mt
- u …… erfassbare Umdrehungen
- n_mt … Multi-Turn-Bit
s_ges = s_st * u
- s_ges .. Gesamtschritte über alle Umdrehungen
Gelöstes Beispiel
Ein Single-Turn-Absolutwertgeber hat eine Auflösung von 12 Bit. Wie viele Schritte pro Umdrehung sind das, und welche Winkelauflösung ergibt sich?
Gegeben: Single-Turn-Auflösung n_st = 12 Bit
Gesucht: Schritte pro Umdrehung s_st und Winkelauflösung phi
Lösungsweg:
- Schritt 1 — Schritte pro Umdrehung: s_st = 2^12 = 4096 Schritte/Umdrehung
- Schritt 2 — Winkelauflösung: phi = 360 / 4096 = 0,0879 Grad
Ergebnis: 4096 Schritte pro Umdrehung, Winkelauflösung rund 0,0879°
Übungen
Wie viele Positionen pro Umdrehung erfasst ein Single-Turn-Geber mit 10 Bit?
s = 2^10 = 1024 Positionen
Welche Winkelauflösung in Grad ergibt sich bei einer Single-Turn-Auflösung von 8 Bit?
s = 2^8 = 256; phi = 360 / 256 = 1,40625°
Ein Multi-Turn-Geber hat 11 Bit Single-Turn und 12 Bit Multi-Turn. Wie viele volle Umdrehungen kann er eindeutig erfassen?
u = 2^12 = 4096 Umdrehungen
Berechne die Gesamtschrittzahl eines Gebers mit 13 Bit Single-Turn und 12 Bit Multi-Turn.
s_st = 2^13 = 8192; u = 2^12 = 4096; s_ges = 8192 * 4096 = 33 554 432 Schritte
Eine Spindel mit 10 mm Steigung wird über einen Multi-Turn-Geber mit 14 Bit Single-Turn erfasst. Welcher Verfahrweg entspricht einem Schritt innerhalb einer Umdrehung?
s_st = 2^14 = 16384 Schritte/Umdrehung; Weg pro Schritt = 10 mm / 16384 = 0,00061 mm ≈ 0,61 µm
Warum verwenden Absolutwert-Codescheiben den Gray-Code statt eines einfachen Dualcodes?
- a) Weil der Gray-Code mehr Positionen pro Spur erlaubt
- b) Weil sich von Schritt zu Schritt nur ein Bit ändert und so grobe Lesefehler vermieden werden
- c) Weil der Gray-Code ohne Referenzimpuls auskommt
- d) Weil er die Scheibe billiger macht
Richtig: b)
Beim Dualcode ändern sich an manchen Übergängen mehrere Bit gleichzeitig, was kurzzeitig ein völlig falsches Muster erzeugen kann. Der Gray-Code ändert pro Schritt nur ein Bit, der maximale Lesefehler bleibt ein Schritt. b ist richtig. a ist falsch – die Positionszahl hängt von der Bitzahl ab, nicht vom Code. c und d treffen nicht zu.
Ein Single-Turn-Absolutwertgeber hat eine Auflösung von 14 Bit. Wie viele Positionen pro Umdrehung sind das?
- a) 8192
- b) 16384
- c) 4096
- d) 32768
Richtig: b)
s = 2 hoch 14 = 16384. b ist richtig. c entspricht 12 Bit, a 13 Bit, d 15 Bit.
Worin unterscheidet sich ein Multi-Turn- von einem Single-Turn-Geber?
- a) Der Multi-Turn-Geber hat eine feinere Winkelauflösung innerhalb einer Umdrehung
- b) Der Multi-Turn-Geber benötigt eine Referenzfahrt, der Single-Turn nicht
- c) Der Single-Turn-Geber arbeitet ohne Codescheibe
- d) Der Multi-Turn-Geber zählt zusätzlich die vollen Umdrehungen absolut mit
Richtig: d)
Der Multi-Turn-Geber erfasst nicht nur die Position innerhalb einer Umdrehung, sondern auch die Anzahl voller Umdrehungen, und hält beides absolut. d ist richtig. a ist falsch, weil die Single-Turn-Auflösung davon unabhängig ist. b trifft auf keinen der beiden absolut messenden Geber zu, c ist falsch.
Ein Geber ist mit „12/12 Bit“ angegeben. Wie viele Gesamtschritte über alle Umdrehungen ergeben sich?
- a) 4096
- b) 8192
- c) 24
- d) 16 777 216
Richtig: d)
s_st = 2 hoch 12 = 4096, u = 2 hoch 12 = 4096, s_ges = 4096 * 4096 = 16 777 216. d ist richtig. a ist nur die Single-Turn-Zahl, c addiert fälschlich die Bit (12+12), b entspricht 13 Bit.
4. Auswahl in der Praxis — welcher Geber wofür
Die Entscheidung zwischen den beiden Bauarten lässt sich an wenigen Kriterien festmachen. Das wichtigste haben wir schon in Kapitel 1 gesehen: das Verhalten nach einem Spannungsausfall.
| Kriterium | Inkrementalgeber | Absolutwertgeber |
|---|---|---|
| Position nach Einschalten | erst nach Referenzfahrt bekannt | sofort eindeutig bekannt |
| Positionsart | relativ (gezählt) | absolut (codiert) |
| Verhalten bei Spannungsausfall | Zählerstand verloren | Position bleibt bekannt |
| Aufbau | einfache Strichscheibe | aufwändigere Codescheibe |
| Kosten | meist günstiger | meist höher |
| Auflösung erweitern | über Flankenauswertung | über Bitzahl der Scheibe |
Daraus ergeben sich klare Einsatzfälle. Wo eine kurze Referenzfahrt beim Einschalten unkritisch ist und es auf Kosten ankommt – etwa bei vielen einfachen Drehzahl- und Positionieraufgaben – genügt der Inkrementalgeber. Wo eine Referenzfahrt gefährlich, unmöglich oder schlicht unerwünscht ist – bei großen Achsen, bei sicherheitsrelevanten Bewegungen oder dort, wo die Anlage nach Stromausfall sofort weiterlaufen soll – führt am Absolutwertgeber kein Weg vorbei.
Ein zweiter Punkt ist die Störsicherheit über die Leitung. Bei langen Leitungswegen spielt die differentielle Übertragung des Inkrementalgebers ihre Stärke aus, während Absolutwertgeber ihre Position über serielle Schnittstellen oder Bussysteme übertragen. Begriffe wie SSI, die inkrementale A/B-Schnittstelle oder die Anbindung über ein Feldbussystem begegnen einem hier ständig – die Schnittstellentechnik im Detail ist aber ein Thema für sich.
Wie ein Geber konkret an einer Steuerung ausgewertet oder als Rückführung in einem geregelten Antrieb eingesetzt wird, wird ebenfalls eigenständig behandelt; die Encoder-Rückführung beim Servoantrieb und die Zählerauswertung in der SPS bauen direkt auf dem hier gelegten Grundverständnis auf.
Eine große Hubachse darf nach einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen keine Referenzfahrt durchführen, sondern muss ihre Position sofort kennen. Welcher Geber ist geeignet, und warum?
- a) Inkrementalgeber, weil er differentiell überträgt
- b) Inkrementalgeber, weil er günstiger ist
- c) Absolutwertgeber, weil seine Position auch ohne Referenzfahrt eindeutig bekannt ist
- d) Beide gleichermaßen, weil die Bauart hier keine Rolle spielt
Richtig: c)
Der Absolutwertgeber liefert nach dem Einschalten sofort die eindeutige Position, ganz ohne Referenzfahrt. c ist richtig. a und b nennen Eigenschaften des Inkrementalgebers, der aber gerade eine Referenzfahrt bräuchte. d ist falsch, weil genau dieser Unterschied entscheidend ist.
Welche Aussage zum Kostenvergleich der beiden Bauarten trifft in der Praxis am ehesten zu?
- a) Der Absolutwertgeber ist wegen der aufwändigeren Codescheibe meist teurer
- b) Der Inkrementalgeber ist immer teurer als der Absolutwertgeber
- c) Beide kosten grundsätzlich gleich viel
- d) Die Kosten richten sich allein nach der Leitungslänge
Richtig: a)
Die mehrspurige Codescheibe und die aufwändigere Auswertung machen den Absolutwertgeber in der Regel teurer als den einfacher aufgebauten Inkrementalgeber. a ist richtig. b kehrt das Verhältnis um, c und d treffen nicht zu.
Warum kann es sinnvoll sein, trotz höherer Kosten einen Multi-Turn-Absolutwertgeber an einer langen Lineareinheit einzusetzen?
- a) Weil er keine Codescheibe benötigt
- b) Weil er Position und Umdrehungszahl über den gesamten Verfahrbereich absolut hält
- c) Weil er grundsätzlich störsicherer als jede differentielle Übertragung ist
- d) Weil er ohne jede Auflösungsgrenze arbeitet
Richtig: b)
An einer langen Lineareinheit dreht die Spindel über viele Umdrehungen; der Multi-Turn-Geber hält sowohl die Position innerhalb der Umdrehung als auch die Umdrehungszahl absolut, sodass keine Referenzfahrt nötig ist. b ist richtig. a ist falsch (er braucht eine Codescheibe), c ist eine unbelegte Pauschalaussage, d ist falsch, da auch er eine endliche, durch die Bitzahl bestimmte Auflösung hat.
Abschlusstest
Aufgabe 1: Ein Inkrementalgeber mit 1250 Strichen wird in Vierfachauswertung betrieben.
Gegeben: z = 1250 Impulse/Umdrehung, k = 4
Gesucht: Gesamtimpulse i_ges und Winkelauflösung phi in Grad
Lösungsweg:
- i_ges = z * k = 1250 * 4 = 5000
- phi = 360 / 5000 = 0,072°
Ergebnis: 5000 Zählschritte pro Umdrehung, Winkelauflösung 0,072°
Aufgabe 2: Welche Strichzahl braucht ein Inkrementalgeber, um in Zweifachauswertung eine Winkelauflösung von 0,18° zu erreichen?
Gegeben: phi = 0,18°, k = 2
Gesucht: Strichzahl z
Lösungsweg:
- i_ges = 360 / phi = 360 / 0,18 = 2000
- z = i_ges / k = 2000 / 2 = 1000
Ergebnis: 1000 Striche
Aufgabe 3: Ein Single-Turn-Absolutwertgeber hat 13 Bit Auflösung.
Gegeben: n_st = 13 Bit
Gesucht: Schritte pro Umdrehung s_st und Winkelauflösung phi
Lösungsweg:
- s_st = 2^13 = 8192
- phi = 360 / 8192 = 0,04395°
Ergebnis: 8192 Schritte pro Umdrehung, Winkelauflösung rund 0,044°
Aufgabe 4: Berechne die Gesamtschrittzahl eines Multi-Turn-Gebers mit 12 Bit Single-Turn und 16 Bit Multi-Turn.
Gegeben: n_st = 12 Bit, n_mt = 16 Bit
Gesucht: Gesamtschritte s_ges
Lösungsweg:
- s_st = 2^12 = 4096
- u = 2^16 = 65536
- s_ges = 4096 * 65536 = 268 435 456
Ergebnis: 268 435 456 Gesamtschritte
Ein Inkrementalgeber liefert nach einem kurzen Stromausfall eine falsche Maschinenposition. Was ist die wahrscheinlichste Ursache?
- a) Die Codescheibe wurde beschädigt
- b) Der Zählerstand ging verloren und es fehlte die Referenzfahrt
- c) Der Gray-Code wurde falsch eingelesen
- d) Die Multi-Turn-Stufe war nicht gepuffert
Richtig: b)
Der Inkrementalgeber hält keine absolute Position; nach Spannungsausfall ist der Zählerstand weg und ohne Referenzfahrt stimmt die Position nicht. b ist richtig. a, c und d nennen Bauteile (Codescheibe, Gray-Code, Multi-Turn-Stufe), die zum Absolutwertgeber gehören.
Welche Sputkombination eines Inkrementalgebers erlaubt die Erkennung der Drehrichtung?
- a) eine einzelne Spur mit hoher Strichzahl
- b) die Referenzspur allein
- c) die invertierten Spuren A̅ und B̅ allein
- d) zwei um 90° phasenverschobene Spuren A und B
Richtig: d)
Erst die 90°-Phasenverschiebung zwischen A und B macht die Flankenreihenfolge und damit die Richtung eindeutig. d ist richtig. a liefert keine Richtung, b ist nur der Bezugspunkt, c sind die invertierten Leitungen für die Störsicherheit, nicht für die Richtungserkennung.
Ein Absolutwertgeber ist mit 14/12 Bit angegeben. Wie viele unterscheidbare Umdrehungen erfasst er?
- a) 4096
- b) 8192
- c) 16384
- d) 26
Richtig: a)
Die zweite Zahl ist die Multi-Turn-Auflösung: u = 2^12 = 4096. a ist richtig. b und c gehören zur Single-Turn-Seite (13 bzw. 14 Bit), d addiert fälschlich die Bit.
Worin liegt der zentrale Vorteil der Vierfachauswertung gegenüber der Einfachauswertung beim selben Geber?
- a) Die Drehrichtung wird erst dadurch erkennbar
- b) Die Störsicherheit auf langen Leitungen steigt
- c) Die nutzbare Auflösung vervierfacht sich ohne Änderung der Scheibe
- d) Die Position bleibt nach Spannungsausfall erhalten
Richtig: c)
Durch Auswerten aller Flanken beider Spuren steigt die Zahl der Zählschritte auf das Vierfache der Strichzahl, ohne dass sich an der Scheibe etwas ändert. c ist richtig. a ist falsch (Richtung erkennt man schon mit A und B), b betrifft die differentielle Übertragung, d ist eine Eigenschaft des Absolutwertgebers.
Welche Aussage zum Gray-Code ist korrekt?
- a) Bei jedem Schritt ändert sich genau ein Bit
- b) Er ermöglicht doppelt so viele Positionen wie der Dualcode bei gleicher Spurzahl
- c) Er wird vor allem bei Inkrementalgebern verwendet
- d) Er erübrigt die Codescheibe
Richtig: a)
Das Merkmal des Gray-Codes ist, dass sich von Position zu Position immer nur ein einziges Bit ändert. a ist richtig. b ist falsch, da die Positionszahl von der Spurzahl abhängt, c verwechselt die Gebertypen, d ist unsinnig, weil der Code gerade auf der Codescheibe sitzt.
Eine Vorschubachse mit 5 mm Spindelsteigung trägt einen Inkrementalgeber mit 2500 Strichen in Vierfachauswertung. Welcher Verfahrweg entspricht einem Zählschritt?
- a) 2 µm
- b) 0,5 µm
- c) 5 µm
- d) 0,2 µm
Richtig: b)
i_ges = 2500 * 4 = 10000 Schritte/Umdrehung; Weg pro Schritt = 5 mm / 10000 = 0,0005 mm = 0,5 µm. b ist richtig. Die anderen Werte ergeben sich aus falschem Auswertefaktor oder falscher Stellenrechnung.
Warum verschlechtert sich beim Dualcode an bestimmten Übergängen die Lesesicherheit gegenüber dem Gray-Code?
- a) Weil der Dualcode weniger Positionen darstellen kann
- b) Weil der Dualcode keine Spuren besitzt
- c) Weil der Dualcode nur für Multi-Turn-Geber geeignet ist
- d) Weil sich dort mehrere Bit gleichzeitig ändern und kurzzeitig ein falsches Muster entstehen kann
Richtig: d)
An Übergängen wie 0111 auf 1000 wechseln mehrere Bit gleichzeitig; schalten die Abtaster nicht exakt gleichzeitig, kann kurz ein falsches Codewort gelesen werden. d ist richtig. a, b und c sind sachlich falsch.
Ein Anwender will an einer Maschine jede Referenzfahrt nach dem Einschalten vermeiden. Welche Lösung passt?
- a) Absolutwertgeber
- b) Inkrementalgeber in Vierfachauswertung
- c) Inkrementalgeber mit höherer Strichzahl
- d) Inkrementalgeber mit differentieller Übertragung
Richtig: a)
Nur der Absolutwertgeber kennt seine Position sofort nach dem Einschalten, eine Referenzfahrt entfällt. a ist richtig. b, c und d verbessern Auflösung oder Störsicherheit des Inkrementalgebers, ändern aber nichts an der nötigen Referenzfahrt.
Welche Signalgruppe gehört zu einem differentiell betriebenen Inkrementalgeber?
- a) nur A und B
- b) A, B und N ohne invertierte Signale
- c) A, A̅, B, B̅, N, N̅
- d) nur das Codewort der aktuellen Position
Richtig: c)
Differentiell wird zu jeder Spur das invertierte Signal mitgeführt, also A/A̅, B/B̅ und N/N̅. c ist richtig. a und b sind nicht differentiell, d beschreibt einen Absolutwertgeber.
Ein Single-Turn-Geber mit 16 Bit wird eingesetzt. Welche Winkelauflösung pro Schritt ergibt sich, gerundet?
- a) rund 0,022°
- b) rund 0,0055°
- c) rund 0,088°
- d) rund 0,35°
Richtig: b)
s = 2 hoch 16 = 65536; phi = 360 / 65536 ≈ 0,00549°. b ist richtig. a entspräche 14 Bit, c 12 Bit, d 10 Bit.
Wofür dient der Referenzimpuls bei einer Maschine mit Inkrementalgeber konkret?
- a) zur dauerhaften absoluten Positionsspeicherung
- b) zur Verdopplung der Auflösung
- c) als definierter Nullpunkt, den die Referenzfahrt anfährt
- d) zur Unterdrückung von Gleichtaktstörungen
Richtig: c)
Der Referenzimpuls liefert einmal pro Umdrehung einen festen Bezugspunkt; die Referenzfahrt nutzt ihn als Nullpunkt für die anschließende Zählung. c ist richtig. a beschreibt den Absolutwertgeber, b die Flankenauswertung, d die differentielle Übertragung.
Welche Kombination aus Eigenschaft und Gebertyp ist korrekt?
- a) absolute Position ohne Referenzfahrt – Inkrementalgeber
- b) relative Zählung ab Startpunkt – Absolutwertgeber
- c) eindeutiges Codewort je Stellung – Absolutwertgeber
- d) Gray-Code auf der Strichscheibe – Inkrementalgeber
Richtig: c)
Das eindeutige Codewort je Winkelstellung ist das Kennzeichen des Absolutwertgebers. c ist richtig. a und b vertauschen die Gebertypen, d ist falsch, weil der Inkrementalgeber eine Strichscheibe ohne Gray-Code trägt.
Glossar
- Drehgeber (Encoder)
- Sensor, der eine Drehbewegung in elektrische Signale umsetzt, aus denen Winkel, Weg oder Drehzahl bestimmt werden.
- Inkrementalgeber
- Drehgeber, der Schritte ab einem Startpunkt zählt und damit eine relative Position liefert.
- Absolutwertgeber
- Drehgeber, der jeder Stellung ein eindeutiges Codewort zuordnet und so die absolute Position ohne Referenzfahrt kennt.
- Strichscheibe
- Scheibe mit gleichmäßig verteilten, abwechselnd durchlässigen und undurchlässigen Strichen, deren Abtastung die Impulse des Inkrementalgebers erzeugt.
- Strichzahl
- Anzahl der Striche bzw. Impulse pro Umdrehung; Grundmaß für die Auflösung eines Inkrementalgebers.
- Spur A und Spur B
- die beiden um 90° phasenverschobenen Abtastspuren eines Inkrementalgebers, aus deren Flankenreihenfolge sich die Drehrichtung ergibt.
- Referenzimpuls (Nullimpuls)
- einmal pro Umdrehung auftretendes Signal, das einen definierten Bezugspunkt für die Referenzfahrt liefert.
- Flankenauswertung
- Verfahren, das durch Auswerten mehrerer Signalflanken (ein-, zwei- oder vierfach) die nutzbare Auflösung ohne Änderung der Scheibe erhöht.
- Differentielle Signalübertragung
- Übertragung jeder Spur zusammen mit ihrem invertierten Signal (A/A̅, B/B̅, N/N̅), damit Gleichtaktstörungen auf langen Leitungen unterdrückt werden.
- Codescheibe
- mehrspurige Scheibe des Absolutwertgebers, die jeder Winkelstellung ein eindeutiges Bitmuster zuordnet.
- Gray-Code
- Codierung, bei der sich von einer Position zur nächsten nur ein einziges Bit ändert, was grobe Lesefehler an den Übergängen verhindert.
- Single-Turn
- Absolutwertgeber, der die Position innerhalb einer einzigen Umdrehung eindeutig erfasst.
- Multi-Turn
- Absolutwertgeber, der zusätzlich die Zahl der vollen Umdrehungen absolut mitzählt und auch ohne Spannung behält.
- Bit-Auflösung
- Angabe der Geberauflösung als Zweierpotenz: n Bit ergeben 2 hoch n unterscheidbare Positionen.
