Glossar

A

  • Ablaufsteuerung
    Steuerung, bei der einzelne Schritte in einer festgelegten Reihenfolge ablaufen. Typisch in Pneumatik, Elektropneumatik und SPS.
  • Abluftdrossel
    Drossel in der Abluft eines Pneumatikzylinders. In der Praxis oft die bevorzugte Methode, um die Zylindergeschwindigkeit ruhig und kontrolliert einzustellen.
  • Abschaltbedingungen
    Bedingungen, unter denen ein Schutzorgan im Fehlerfall schnell genug abschaltet. Ziel ist, gefährliche Berührungsspannungen nicht zu lange anstehen zu lassen.
  • Ader
    Ein einzelner elektrisch leitender Leiter innerhalb einer Leitung oder eines Kabels.
  • Aktor
    Bauteil, das ein elektrisches Signal in eine Wirkung umsetzt, zum Beispiel Schütz, Relais, Magnetventil oder Motor.
  • Amplitude
    Größter Ausschlag einer periodischen Größe vom Mittelwert aus. Wichtig bei Wechselspannung und Signaltechnik.
  • Analogsignal
    Signal mit stufenlosem Wertebereich, zum Beispiel 0–10 V oder 4–20 mA.
  • Anlaufstrom
    Strom, den ein Motor beim Einschalten aufnimmt. Er ist meist deutlich höher als der Strom im normalen Betrieb.
  • Anlaufmoment
    Drehmoment eines Motors beim Starten. Es entscheidet mit darüber, ob eine Last sicher anlaufen kann.
  • Antriebstechnik
    Bereich der Elektrotechnik, der sich mit Motoren, Schützen, Motorschutz, Frequenzumrichtern und Bewegungsabläufen befasst.
  • Asynchronmotor
    Weit verbreiteter Drehstrommotor, bei dem sich der Rotor etwas langsamer dreht als das magnetische Drehfeld.
  • Außenleiter
    Aktiver Leiter eines Wechsel- oder Drehstromsystems. Im Drehstrom gibt es üblicherweise drei Außenleiter.
  • Außenleiterspannung
    Spannung zwischen zwei Außenleitern eines Drehstromsystems. Sie ist für Motoranschlüsse und Messungen besonders wichtig.
  • Ausgang
    Anschluss einer Steuerung oder SPS, über den ein Aktor angesteuert wird.
  • Auslösezeit
    Zeit, die ein Schutzorgan vom Auftreten des Fehlers bis zur Abschaltung benötigt.
  • Auslösestrom
    Stromwert, bei dem ein Schutzorgan auslöst oder auslösen soll.
  • Automatisierung
    Technisches Gebiet, in dem Abläufe mit Sensoren, Aktoren und Steuerungen selbstständig ausgeführt werden.

B

  • Basisschutz
    Schutz gegen direktes Berühren aktiver Teile, zum Beispiel durch Isolierung oder Abdeckung.
  • Batterie
    Elektrische Spannungsquelle aus einer oder mehreren galvanischen Zellen.
  • Bauelement
    Grundlegender Bestandteil einer elektrischen oder elektronischen Schaltung, zum Beispiel Widerstand, Diode oder Kondensator.
  • Bemessungsdrehzahl
    Drehzahl, für die ein Motor unter vorgesehenen Betriebsbedingungen ausgelegt ist.
  • Bemessungsdifferenzstrom
    Vorgesehener Differenzstrom eines RCD, bei dem die Schutzeinrichtung auslösen soll.
  • Bemessungsstrom
    Stromwert, auf den ein Betriebsmittel ausgelegt ist.
  • Bemessungsspannung
    Spannung, für die ein Betriebsmittel vorgesehen ist.
  • Berührungsspannung
    Spannung, die zwischen gleichzeitig berührbaren leitfähigen Teilen auftreten kann.
  • Betriebsdruck
    Druck, mit dem ein pneumatisches System normalerweise betrieben wird.
  • Betriebserdung
    Erdverbindung eines Systems aus funktionalen Gründen des Betriebs, nicht nur aus Schutzgründen.
  • Betriebsmittel
    Technisches Gerät oder Bauteil, das in einer Anlage verwendet wird.
  • Bistabil
    Schaltverhalten mit zwei stabilen Zuständen. Ein bistabiles Ventil oder Relais bleibt nach dem Umschalten in seiner Stellung.
  • Blindleistung
    Leistungsanteil im Wechselstromkreis, der zwischen Quelle und Verbraucher pendelt, ohne dauerhaft Nutzarbeit zu verrichten.
  • Blindwiderstand
    Frequenzabhängiger Widerstandsanteil in Wechselstromkreisen. Er entsteht bei Spulen und Kondensatoren.
  • Brückengleichrichter
    Schaltung aus vier Dioden zur Umwandlung von Wechselspannung in pulsierende Gleichspannung.

C

  • Case Study
    Praxisnaher Fehler- oder Anwendungsfall zur Lern- und Prüfungsvorbereitung.
  • cos φ
    Leistungsfaktor im Wechselstromkreis. Er beschreibt das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung.
  • CPU
    Zentrale Verarbeitungseinheit einer SPS oder Steuerung.

D

  • DC
    Abkürzung für Gleichstrom oder gleichspannungsbezogene Größen.
  • Delta
    Andere Bezeichnung für Dreieckschaltung.
  • Differenzstrom
    Stromdifferenz zwischen hin- und zurückfließendem Strom. Er ist die Grundlage für die Auslösung eines RCD.
  • Diode
    Halbleiterbauelement, das bevorzugt in einer Richtung leitet und in der anderen sperrt.
  • Diodenkennlinie
    Zusammenhang zwischen Strom und Spannung an einer Diode.
  • Digitalsignal
    Signal mit diskreten Zuständen, meist 0 und 1.
  • Dimmer
    Gerät oder Schaltung zur Helligkeitssteuerung elektrischer Verbraucher.
  • Direktes Messen
    Strommessung oder Spannungsmessung durch unmittelbares Anschließen des Messgeräts an den Messpunkt.
  • Doppelwirkender Zylinder
    Pneumatikzylinder, der für beide Bewegungsrichtungen mit Druckluft beaufschlagt wird.
  • Dotierung
    Gezielte Veränderung eines Halbleitermaterials, damit seine elektrische Leitfähigkeit beeinflusst wird.
  • Drehfeld
    Rotierendes magnetisches Feld im Drehstromsystem. Es ist die Grundlage für den Betrieb von Drehstrommotoren.
  • Drehrichtung
    Richtung, in die ein Motor oder Drehfeld läuft.
  • Drehrichtungsumkehr
    Änderung der Drehrichtung eines Motors, oft durch Vertauschen zweier Phasen.
  • Drehstrom
    Mehrphasensystem mit drei zeitlich versetzten Wechselspannungen. In der Praxis Standard für Motoren und Industrieanlagen.
  • Dreieckschaltung
    Schaltung von drei Wicklungen oder Verbrauchern in Dreieckform.
  • Durchgang
    Elektrisch vorhandene Verbindung zwischen zwei Punkten.
  • Durchgangsprüfung
    Prüfung, ob eine leitende Verbindung vorhanden ist. Sie wird nur im spannungsfreien Zustand durchgeführt.
  • Durchlassspannung
    Spannungsabfall an einer leitenden Diode.
  • Durchschlagsfestigkeit
    Grenze, bis zu der ein Isolierstoff oder Bauteil eine Spannung aushält, ohne dass ein Durchschlag entsteht.

E

  • Einfachwirkender Zylinder
    Pneumatikzylinder, der nur in eine Richtung aktiv mit Druck beaufschlagt wird.
  • Eingang
    Anschluss einer Steuerung, über den ein Signal aufgenommen wird.
  • Einschaltverzögerung
    Zeitfunktion, bei der ein Ausgang erst nach einer eingestellten Zeit eingeschaltet wird.
  • Elektrische Arbeit
    Energie, die durch elektrische Leistung über eine Zeit umgesetzt wird.
  • Elektrische Feldstärke
    Maß dafür, wie stark ein elektrisches Feld an einem Ort wirkt.
  • Elektrischer Strom
    Gerichtete Bewegung elektrischer Ladungsträger. Grundbegriff der Elektrotechnik.
  • Elektrische Spannung
    Potentialdifferenz zwischen zwei Punkten. Sie treibt den Stromfluss an.
  • Elektrischer Widerstand
    Maß dafür, wie stark ein Bauteil oder Material den Stromfluss hemmt.
  • Elektromagnetismus
    Zusammenhang von elektrischen Strömen und magnetischen Feldern.
  • Elektropneumatik
    Kombination aus elektrischer Steuerung und pneumatischer Arbeit.
  • EMV
    Elektromagnetische Verträglichkeit. Beschreibt, wie störarm ein Gerät arbeitet und wie unempfindlich es gegen Störungen ist.
  • Emitter
    Anschluss eines Bipolartransistors.
  • Endlage
    Mechanisch oder funktional definierte Endposition eines bewegten Teils.
  • Endschalter
    Schalter zur Erfassung einer Endlage.
  • Energie
    Fähigkeit, Arbeit zu verrichten. In der Elektrotechnik oft über Leistung und Zeit beschrieben.
  • Entkopplung
    Maßnahme, um Signale oder Schaltungsteile elektrisch oder funktional voneinander zu trennen.
  • Entstörung
    Maßnahmen zur Verringerung elektrischer Störungen.
  • ESR
    Verlustbehafteter Innenwiderstandsanteil eines Kondensators.

F

  • Fehlerbild
    Typisches Erscheinungsbild einer Störung, zum Beispiel „Motor brummt“, „RCD löst aus“ oder „Zylinder fährt nicht“.
  • Fehlerstrom
    Strom, der durch einen Fehler einen unerwünschten Weg nimmt, etwa gegen Erde oder über ein Gehäuse.
  • Fehlerschutz
    Schutzmaßnahme gegen elektrischen Schlag bei indirektem Berühren, also wenn ein Fehler ein berührbares Teil unter Spannung setzt.
  • Fehlersuche
    Systematisches Eingrenzen und Auffinden von Fehlerursachen.
  • Feldbus
    Kommunikationssystem zwischen Automatisierungskomponenten.
  • FI
    Ältere gebräuchliche Bezeichnung für RCD.
  • Filter
    Bauteil oder Schaltung zur Beeinflussung bestimmter Frequenzanteile. In der Pneumatik auch Bestandteil einer Wartungseinheit.
  • Flip-Flop
    Digitales Speicherelement für einen binären Zustand.
  • Fluchtung
    Richtige Ausrichtung zweier Bauteile oder Achsen zueinander.
  • Freigabe
    Signal oder Bedingung, durch die ein Ablauf oder Antrieb erst erlaubt wird.
  • Freilaufdiode
    Schutzdiode parallel zu einer Spule, damit beim Abschalten keine zu hohe Spannungsspitze entsteht.
  • Frequenz
    Anzahl periodischer Wiederholungen pro Sekunde. Einheit: Hertz.
  • Frequenzteiler
    Digitale Schaltung, die eine Eingangsfrequenz auf einen kleineren Wert teilt.
  • Frequenzumrichter
    Elektronisches Gerät zur variablen Versorgung eines Motors mit veränderbarer Frequenz und meist angepasster Spannung.
  • FU
    Kurzform für Frequenzumrichter.

G

  • Galvanische Trennung
    Elektrische Trennung zweier Stromkreise ohne direkte leitende Verbindung.
  • Gehäuse
    Äußerer mechanischer Schutz eines Geräts oder Betriebsmittels.
  • Gegenspannung
    Spannung, die einer anderen Spannung oder Stromänderung entgegenwirkt.
  • Gleichrichter
    Schaltung oder Bauteil zur Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom.
  • Gleichrichtung
    Vorgang der Umwandlung einer Wechselgröße in eine Gleichgröße.
  • Gleichspannung
    Spannung mit konstanter Polarität.
  • Gleichstrom
    Strom mit gleichbleibender Richtung.
  • Glättung
    Verringerung der Restwelligkeit einer gleichgerichteten Spannung.
  • Glossar
    Nachschlagebereich mit kurzen, klaren und praxisbezogenen Begriffserklärungen.
  • Grenzfrequenz
    Frequenz, bei der ein Filter oder frequenzabhängiges Netzwerk einen definierten Übergang zeigt.
  • Grundgrößen
    Basisgrößen wie Spannung, Strom, Widerstand, Leistung, Energie und Frequenz.

H

  • Halbleiter
    Werkstoff mit einer elektrischen Leitfähigkeit zwischen Leiter und Isolator.
  • HMI
    Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Bedienung und Anzeige.
  • Hilfskontakt
    Zusätzlicher Kontakt an Relais oder Schütz zur Steuerung, Rückmeldung oder Verriegelung.
  • Hub-Seite
    Zentrale Übersichtsseite, von der aus Nutzer in Themenbereiche verzweigen.

I

  • IC
    Integrierte Schaltung. Mehrere Funktionen sind in einem Bauteil zusammengefasst.
  • IΔn
    Bemessungsdifferenzstrom eines RCD.
  • Impedanz
    Gesamtwiderstand eines Wechselstromkreises aus ohmschen und frequenzabhängigen Anteilen.
  • Indirektes Berühren
    Berühren eines leitfähigen berührbaren Teils, das erst durch einen Fehler Spannung führt.
  • Induktion
    Erzeugung einer Spannung durch Änderung eines Magnetfeldes.
  • Induktiver Blindwiderstand
    Blindwiderstand einer Spule im Wechselstromkreis.
  • Induktivität
    Eigenschaft einer Spule, Stromänderungen entgegenzuwirken und magnetische Energie zu speichern.
  • Inbetriebnahme
    Geordneter Start eines Stromkreises, einer Maschine oder Anlage nach Prüfung oder Montage.
  • Influenz
    Ladungstrennung durch das Einwirken eines elektrischen Feldes.
  • Instandhaltung
    Gesamtheit aller Maßnahmen zum Erhalten oder Wiederherstellen der Funktion einer Anlage.
  • Inspektion
    Teil der Instandhaltung. Dient dem Feststellen und Beurteilen des Ist-Zustands.
  • Installation
    Errichtung elektrischer Anlagen in Gebäuden oder vergleichbaren Umgebungen.
  • Installationstester
    Messgerät für Installationsprüfungen, zum Beispiel RCD-Test, Schleifenimpedanz und Isolation.
  • Isolationsmessung
    Messung des Isolationswiderstands zwischen aktiven Leitern und Erde oder Gehäuse.
  • Isolator
    Werkstoff mit sehr geringer elektrischer Leitfähigkeit.

K

  • Kapazität
    Fähigkeit eines Kondensators, elektrische Ladung zu speichern.
  • Kapazitiver Blindwiderstand
    Blindwiderstand eines Kondensators im Wechselstromkreis.
  • Kippmoment
    Maximal nutzbares Drehmoment eines Motors unter bestimmten Bedingungen.
  • Kirchhoffsche Regeln
    Grundregeln für Strom- und Spannungsverteilung in Netzwerken. Knotenregel und Maschenregel sind zentrale Inhalte.
  • Klemme
    Verbindungsstelle zum elektrischen Anschließen von Leitern.
  • Klemmenplan
    Übersicht der Anschlusspunkte eines Geräts oder Schaltschranks.
  • Knotenregel
    Kirchhoff-Regel: Summe der zufließenden und abfließenden Ströme an einem Knoten ist gleich.
  • Kollektor
    Anschluss eines Bipolartransistors.
  • Kondensator
    Bauelement zur Speicherung elektrischer Ladung und Energie.
  • Konstantstromquelle
    Quelle, die einen weitgehend konstanten Strom liefert.
  • Konstantspannungsquelle
    Quelle, die eine weitgehend konstante Spannung liefert.
  • Kontakt
    Elektrische leitende Verbindung, meist in Schaltern, Relais oder Steckverbindern.
  • Körperschluss
    Fehler, bei dem ein aktiver Leiter ein berührbares leitfähiges Teil berührt.
  • Kurzschluss
    Nahezu widerstandslose Verbindung zwischen Punkten mit unterschiedlichem Potential. Führt zu sehr hohem Strom.

L

  • Ladungsträger
    Teilchen, die elektrische Ladung transportieren, zum Beispiel Elektronen.
  • Lager
    Maschinenelement zur Führung und Abstützung drehender oder bewegter Teile.
  • Lagerluft
    Spiel im Lager zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen.
  • Leckage
    Unerwünschter Austritt eines Mediums, in der Pneumatik meist Druckluftverlust.
  • Leistung
    Elektrische Energie pro Zeit.
  • Leistungsfaktor
    Praktische Bezeichnung für cos φ.
  • Leiter
    Elektrisch gut leitender Werkstoff oder stromführender Leiter in einer Anlage.
  • Leiterstrom
    Strom in einem Außenleiter eines Drehstromsystems.
  • Leiterspannung
    Spannung zwischen zwei Außenleitern eines Drehstromsystems.
  • Leiterwiderstand
    Widerstand eines Leiters in Abhängigkeit von Material, Länge, Querschnitt und Temperatur.
  • Leitung
    Mehrere isolierte Adern in gemeinsamer Umhüllung zur Energie- oder Signalübertragung.
  • Leitungsschutzschalter
    Schutzorgan gegen Überlast und Kurzschluss.
  • Lernpfad
    Didaktisch empfohlene Reihenfolge von Themen.
  • Logik
    Verknüpfung von Zuständen und Signalen nach festen Regeln.

M

  • Magnetfeld
    Feld, das von Magneten oder stromdurchflossenen Leitern erzeugt wird.
  • Magnetischer Fluss
    Größe zur Beschreibung eines Magnetfeldes durch eine Fläche.
  • Magnetventil
    Ventil, das elektrisch über eine Spule betätigt wird.
  • Maschenregel
    Kirchhoff-Regel: Summe aller Spannungen in einer geschlossenen Masche ist null.
  • Mechanik
    Technischer Bereich zu Kräften, Bewegungen, Verbindungen, Lagern und Montage.
  • Merker
    Interne Speicherstelle einer SPS oder Steuerung.
  • Messbereich
    Bereich, in dem ein Messgerät eine Größe erfassen kann.
  • Messbereichsüberschreitung
    Zustand, bei dem der eingestellte Bereich des Messgeräts zu klein ist.
  • Messfehler
    Abweichung zwischen angezeigtem und tatsächlichem Wert.
  • Messgerät
    Gerät zur Erfassung elektrischer oder mechanischer Größen.
  • Messkategorie
    Einstufung eines Messgeräts hinsichtlich zulässiger Einsatzumgebung und Überspannungsfestigkeit.
  • Messpunkt
    Definierte Stelle, an der gemessen wird.
  • Messprotokoll
    Dokumentation von Prüfablauf, Messwerten und Bewertung.
  • Messstrategie
    Geplantes Vorgehen zur systematischen Fehlersuche.
  • Monostabil
    Schaltverhalten mit nur einem stabilen Ruhezustand. Nach Wegfall der Betätigung kehrt das Bauteil zurück.
  • Motor
    Maschine, die elektrische Energie in mechanische Bewegung umwandelt.
  • Motorklemmbrett
    Anschlussbereich eines Motors, an dem die Wicklungen verschaltet werden.
  • Motorschutz
    Maßnahmen und Geräte zum Schutz eines Motors vor Überlast und Fehlbetrieb.
  • Motorschutzschalter
    Schutzgerät zum Schutz von Motoren, meist gegen Überlast und teilweise gegen Kurzschluss.
  • Multimeter
    Vielseitiges Messgerät für Spannung, Strom, Widerstand und weitere Größen.

N

  • N
    Kurzbezeichnung für Neutralleiter.
  • Näherungsschalter
    Sensor, der das Vorhandensein eines Objekts ohne mechanischen Kontakt erkennt.
  • Nennleistung
    Leistung, für die ein Betriebsmittel vorgesehen ist.
  • Nennspannung
    Spannung, für die ein Betriebsmittel vorgesehen ist.
  • Nennstrom
    Strom, für den ein Betriebsmittel vorgesehen ist.
  • Netzform
    Art der Erdung und Leiterführung eines Netzes, typischerweise TN, TT oder IT.
  • Neutralleiter
    Leiter, der als Rückleiter dienen kann und mit dem Sternpunkt verbunden sein kann.
  • Neutralpunkt
    Punkt eines Systems, an dem Leiter zusammengeführt sind; im Drehstrom oft mit dem Sternpunkt verknüpft.
  • Niederohmigkeit
    Sehr kleiner Widerstandswert. Relevant etwa bei Schutzleiterprüfungen.
  • Not-Halt
    Funktion zum schnellen Stillsetzen oder in einen sicheren Zustand bringen einer Maschine.
  • NPN
    Sensorausgangs- oder Transistorprinzip, das bei der Verdrahtung und Auswertung wichtig ist.

O

  • Ohmsches Gesetz
    Zusammenhang zwischen Spannung, Strom und Widerstand.
  • Optokoppler
    Bauteil zur galvanischen Trennung von Signalwegen über Lichtübertragung.
  • Oszilloskop
    Messgerät zur Darstellung von Spannungsverläufen über der Zeit.

P

  • Parallelschaltung
    Schaltung, bei der mehrere Zweige an denselben Punkten angeschlossen sind.
  • Passung
    Zusammenwirken von Welle und Bohrung im Maschinenbau.
  • PE
    Schutzleiter. Er verbindet berührbare leitfähige Teile mit Schutzpotential.
  • PE-Durchgängigkeit
    Prüfung, ob der Schutzleiterpfad zuverlässig verbunden ist.
  • Periodendauer
    Zeit für einen vollständigen Zyklus einer periodischen Größe.
  • Phasenanschnitt
    Verfahren zur Leistungssteuerung bei Wechselspannung.
  • Phasenfolge
    Reihenfolge der Außenleiter im Drehstromsystem. Sie beeinflusst die Drehrichtung des Drehfelds.
  • Phasenverschiebung
    Zeitliche Verschiebung zwischen Strom und Spannung im Wechselstromkreis.
  • Polpaarzahl
    Anzahl der Polpaare eines Motors. Sie beeinflusst die Synchrondrehzahl.
  • Polarität
    Zuordnung von Plus und Minus oder die Richtung einer Spannung.
  • Potential
    Elektrischer Spannungszustand eines Punktes.
  • Potentialausgleich
    Elektrische Verbindung leitfähiger Teile, damit Potentialunterschiede verringert werden.
  • Potentiometer
    Veränderbarer Widerstand mit Schleifer.
  • Pneumatik
    Technik, die Druckluft zur Bewegung, Steuerung oder Kraftübertragung nutzt.
  • PNP
    Sensorausgangs- oder Transistorprinzip, in der Automatisierung häufig verwendet.
  • pn-Übergang
    Grenzbereich zwischen p- und n-dotiertem Halbleitermaterial, Grundlage von Dioden und vielen Halbleiterbauteilen.
  • Prozessabbild
    Speicherbereich einer SPS, in dem Eingänge und Ausgänge zyklisch verarbeitet werden.
  • Prüfablauf
    Geordnete Reihenfolge von Sichtprüfung, Erprobung, Messen und Bewertung.
  • Prüfprotokoll
    Dokumentation eines Prüfvorgangs mit Ergebnis.

Q

  • Querschnitt
    Fläche eines Leiters senkrecht zur Längsrichtung. Er beeinflusst Strombelastbarkeit und Spannungsfall.

R

  • RC-Glied
    Schaltung aus Widerstand und Kondensator, etwa für Verzögerung oder Filterung.
  • RCD
    Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, die bei Differenzstrom auslöst.
  • RCD-Prüfung
    Prüfung eines RCD auf korrektes Auslöseverhalten.
  • Reed-Kontakt
    Magnetisch betätigter Kontakt, häufig zur Zylinder-Endlagenabfrage.
  • Referenzpotential
    Bezugspotential, gegen das gemessen oder ausgewertet wird.
  • Reihenschaltung
    Schaltung, bei der Bauteile im selben Strompfad hintereinander liegen.
  • Relais
    Elektrisch betätigter Schalter.
  • Resonanz
    Zustand, bei dem sich frequenzabhängige Wirkungen gegenseitig aufheben oder stark verstärken.
  • Restdruck
    Nach dem Abschalten noch vorhandener Druck in einem pneumatischen System.
  • Ripple
    Restwelligkeit einer geglätteten Gleichspannung.
  • RISO
    Abkürzung für Isolationswiderstand.
  • RPE
    Abkürzung für Schutzleiterwiderstand oder Schutzleiterprüfung.
  • Rotor
    Drehender Teil einer elektrischen Maschine.
  • Ruhestellung
    Grundstellung eines Schalters oder Ventils ohne Betätigung.

S

  • Sättigung
    Betriebszustand, in dem eine weitere Erhöhung einer Einflussgröße kaum noch zusätzliche Wirkung bringt, etwa bei Magnetkreisen oder Transistoren.
  • Schaltschrank
    Gehäuse mit Betriebsmitteln für Energieverteilung, Steuerung oder Antriebstechnik.
  • Schaltbild
    Grafische Darstellung einer Schaltung mit Symbolen.
  • Schalter
    Bauteil zum Öffnen oder Schließen eines Strompfads.
  • Schaltlogik
    Logischer Zusammenhang von Signalen und Zuständen.
  • Schaltplan
    Dokumentation einer elektrischen Verbindung oder Funktion.
  • Schaltzeichen
    Normiertes Symbol eines Bauteils oder Geräts.
  • Scheinleistung
    Gesamtleistung im Wechselstromkreis aus Wirk- und Blindleistung.
  • Schirmung
    Maßnahme zur Verringerung elektromagnetischer Störungen.
  • Schleifenimpedanz
    Gesamtimpedanz des Fehlerstromwegs. Wichtig, um die Wirksamkeit der Abschaltung zu beurteilen.
  • Schlupf
    Differenz zwischen Synchrondrehzahl und tatsächlicher Rotordrehzahl bei einem Asynchronmotor.
  • Schmierstoff
    Betriebsstoff zur Verringerung von Reibung und Verschleiß.
  • Schrittkette
    Darstellung oder Umsetzung einer Ablaufsteuerung in aufeinanderfolgenden Schritten.
  • Schrittfolge
    Definierte Reihenfolge von Zuständen oder Bewegungen.
  • Schütz
    Elektromagnetisch betätigtes Schaltgerät für Lastkreise, vor allem Motoren.
  • Schützlogik
    Verschaltung von Schützen, Hilfskontakten und Tastern für Start, Stop, Verriegelung und Umschaltung.
  • Schutz durch Abschaltung
    Schutzprinzip, bei dem bei einem Fehler automatisch abgeschaltet wird.
  • Schutzklasse
    Konstruktive Art des Schutzes gegen elektrischen Schlag.
  • Schutzleiter
    Leiter zum Schutz gegen gefährliche Berührungsspannung.
  • Schutzmaßnahme
    Technische Maßnahme gegen elektrische Gefährdung.
  • Schutzorgan
    Bauteil mit Schutzfunktion, etwa Sicherung, LS, RCD oder Motorschutzschalter.
  • Schutztrennung
    Schutzmaßnahme durch galvanisch getrennte Versorgung.
  • Selbsthaltung
    Schaltung, bei der sich ein Relais oder Schütz nach dem Start selbst eingeschaltet hält.
  • Selbstinduktion
    Induktion einer Spannung in derselben Spule durch Änderung des eigenen Stroms.
  • Selektivität
    Abstimmung mehrerer Schutzorgane, damit im Fehlerfall möglichst nur das nächstgelegene auslöst.
  • Sensor
    Bauteil zur Erfassung physikalischer Zustände.
  • Serienschaltung (Serienschalter)
    Installationsschaltung zum getrennten Schalten von zwei Verbrauchern von einer Stelle aus.
  • Sicherung
    Schutzorgan, das bei zu hohem Strom den Stromkreis unterbricht.
  • Signal
    Elektrische Größe zur Übertragung von Information oder Zustand.
  • SPS
    Speicherprogrammierbare Steuerung.
  • Spannungsabfall
    Differenz der Spannung entlang eines Leiters, Bauteils oder Lastwegs.
  • Spannungsart
    Art einer Spannung, zum Beispiel Gleichspannung, Wechselspannung oder Mischspannung.
  • Spannungsquelle
    Quelle, die elektrische Spannung bereitstellt.
  • Spannungsteiler
    Schaltung zur Aufteilung einer Spannung auf mehrere Bauteile.
  • Spannungsprüfung
    Messung, ob und in welcher Höhe Spannung anliegt.
  • Sperrschicht
    Bereich im pn-Übergang mit verarmten Ladungsträgern.
  • Sperrspannung
    Spannung in Sperrrichtung eines Halbleiterbauteils.
  • Spickzettel
    Kompakte Übersicht mit typischen Kernthemen, Symbolen oder Abläufen.
  • Spule
    Bauelement mit Induktivität zur magnetischen Energiespeicherung.
  • Stator
    Feststehender Teil einer elektrischen Maschine.
  • Stern-Dreieck
    Anlaufverfahren für Drehstrommotoren mit Start in Stern und Umschaltung auf Dreieck.
  • Sternpunkt
    Gemeinsamer Verbindungspunkt der drei Stränge einer Sternschaltung.
  • Sternschaltung
    Schaltung von drei Wicklungen oder Verbrauchern mit gemeinsamem Sternpunkt.
  • Steuerkreis
    Schaltungsteil für Bedienen, Logik und Signale.
  • Steuerungstechnik
    Gebiet der Technik, das logische und zeitliche Abläufe behandelt.
  • Störmeldung
    Signal oder Anzeige, dass eine Störung erkannt wurde.
  • Strom
    Gerichtete Bewegung elektrischer Ladungsträger.
  • Stromart
    Art eines Stroms, zum Beispiel Gleichstrom oder Wechselstrom.
  • Strombelastbarkeit
    Zulässiger Strom eines Leiters oder Betriebsmittels ohne unzulässige Erwärmung.
  • Stromkreis
    Zusammenhängender Weg für elektrischen Strom.
  • Stromstoßschaltung
    Schaltung, bei der Taster einen Stromstoßschalter oder ein Relais betätigen.
  • Stromzange
    Messgerät zur berührungslosen Strommessung über das Magnetfeld des Leiters.
  • Strang
    Ein einzelner Zweig einer mehrphasigen Schaltung oder Wicklungsanordnung.
  • Strangstrom
    Strom in einem einzelnen Strang einer Drehstromschaltung.
  • Strangspannung
    Spannung an einem einzelnen Strang einer Drehstromschaltung.
  • Synchrondrehzahl
    Drehzahl des magnetischen Drehfelds eines Motors. Sie hängt unter anderem von Frequenz und Polpaarzahl ab.

T

  • Taster
    Bedienelement, das nur während der Betätigung seinen Zustand ändert.
  • Temperaturkoeffizient
    Kennwert, der beschreibt, wie stark sich eine Größe mit der Temperatur ändert.
  • Thermik
    Zusammenhang von Verlusten, Erwärmung und Temperaturverhalten.
  • Timer
    Zeitfunktion in einer SPS oder Steuerung.
  • TN-Netz
    Netzform mit geerdetem Versorgungspunkt und Verbindung berührbarer leitfähiger Teile mit diesem Punkt.
  • Transistor
    Halbleiterbauelement zum Schalten oder Verstärken.
  • Treppenhausautomat
    Zeitgesteuertes Schaltgerät für Beleuchtung.
  • Trenntransformator
    Transformator zur galvanischen Trennung zweier Stromkreise.
  • TT-Netz
    Netzform mit eigener Erdverbindung der Anlage.
  • TVS-Diode
    Schutzdiode gegen kurzzeitige Überspannungen.

U

  • Überlast
    Betriebszustand mit zu hoher Strom- oder Leistungsaufnahme.
  • Überlastrelais
    Schutzgerät zum Schutz eines Motors gegen thermische Überlast.
  • Überspannungsschutz
    Maßnahme oder Bauteil zum Begrenzen zu hoher Spannungsspitzen.
  • Umschaltpause
    Kurze Zeitspanne zwischen zwei Schaltzuständen, damit keine unzulässige Überlappung entsteht.
  • Umschaltzeit
    Zeitpunkt oder Zeitdauer, nach der von einem Schaltzustand in den anderen gewechselt wird.
  • UND
    Logische Verknüpfung, bei der der Ausgang nur aktiv ist, wenn alle Bedingungen erfüllt sind.
  • Unterspannung
    Zu niedrige Versorgungsspannung gegenüber dem vorgesehenen Wert.

V

  • Varistor
    Spannungsabhängiger Widerstand zum Überspannungsschutz.
  • Ventil
    Bauteil zur Steuerung des Durchflusses eines Fluids, in der Pneumatik meist Druckluft.
  • Verriegelung
    Schaltungstechnische oder mechanische Maßnahme, die unzulässige gleichzeitige Zustände verhindert.
  • Verlustleistung
    Leistungsanteil, der nicht als Nutzleistung wirkt, sondern meist in Wärme übergeht.
  • Verteiler
    Bereich oder Gehäuse, in dem Stromkreise aufgeteilt, abgesichert und angeschlossen werden.
  • Verteilerfeld
    Abschnitt eines Verteilers mit bestimmten Betriebsmitteln oder Stromkreisen.

W

  • Wartung
    Teil der Instandhaltung zur Erhaltung des Sollzustands.
  • Wartungseinheit
    Pneumatische Kombination aus Filter, Druckregler und je nach Anwendung weiteren Elementen.
  • Wechselspannung
    Spannung, die ihren Wert und ihre Polarität periodisch ändert.
  • Wechselstrom
    Strom, der seinen Wert und seine Richtung periodisch ändert.
  • Wechselschaltung
    Installationsschaltung, mit der ein Verbraucher von zwei Stellen geschaltet wird.
  • Wegeventil
    Ventil, das Schaltstellungen und Anschlusswege einer pneumatischen Verbindung festlegt.
  • Wendeschützschaltung
    Schützschaltung zur Drehrichtungsumkehr eines Motors.
  • Widerstand
    Maß für die Hemmung des Stromflusses.
  • Widerstandsmessung
    Messung eines Widerstands im spannungsfreien Zustand.
  • Wirkfläche
    Wirksame Fläche, auf die in der Pneumatik Druck wirkt.
  • Wirkleistung
    Leistungsanteil, der tatsächlich in Wärme, Licht oder Bewegung umgesetzt wird.
  • Wirkungsgrad
    Verhältnis von abgegebener Nutzleistung zu zugeführter Leistung.
  • Wirkwiderstand
    Ohmscher Widerstandsanteil im Wechselstromkreis.

X

  • XOR
    Exklusiv-ODER-Verknüpfung. Ausgang aktiv, wenn die Eingänge unterschiedlich sind.

Y

  • Y
    Kurzbezeichnung für Sternschaltung.

Z

  • Zähler
    Digitales Funktionsglied zum Erfassen von Impulsen oder Ereignissen.
  • Zeitkonstante
    Kennwert für das zeitliche Verhalten von RC- oder RL-Gliedern.
  • Zeitrelais
    Relais mit zeitabhängigem Schaltverhalten.
  • Zener-Diode
    Diode für definierten Betrieb im Durchbruchbereich, etwa zur Spannungsstabilisierung.
  • Zs
    Abkürzung für Schleifenimpedanz.
  • Zugfederklemme
    Klemme, bei der der Leiter durch Federkraft sicher gehalten wird.
  • Zuluftdrossel
    Drossel im Zuluftweg eines Pneumatikzylinders.
  • Zustandslogik
    Darstellung oder Umsetzung von Abläufen über definierte Zustände und Übergänge.
  • Zustandsüberwachung
    Erfassung von Zustandsgrößen wie Temperatur, Schwingung oder Druck zur Fehlerfrüherkennung.
  • Zweipoliger Spannungsprüfer
    Prüfgerät zur sicheren Spannungsfeststellung an zwei Messpunkten.
  • Zyklus
    Wiederkehrender Ablauf einer Steuerung oder SPS.
  • Zykluszeit
    Zeit für einen vollständigen SPS-Bearbeitungsdurchlauf.
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