Drehstrom-Asynchronmotor – Aufbau und Funktion
Wer in einer Werkshalle einen Motor brummen hört, hört mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Drehstrom-Asynchronmotor. Er treibt Pumpen, Lüfter, Werkzeugmaschinen und Förderbänder an — vom kleinen 0,75-kW-Motor bis zu Megawatt-Maschinen in der Schwerindustrie. Robust, bürstenlos und vergleichsweise günstig: kaum eine andere Antriebsart hat sich so durchgesetzt.
Dieser Beitrag erklärt, woraus der Motor besteht und wie aus drei phasenverschobenen Wechselströmen am Klemmenkasten ein Drehmoment an der Welle wird. Wer das verstanden hat, hat das Fundament für alle weiterführenden Themen: Käfig- oder Schleifringläufer, Schlupf-Kennlinie, Stern-Dreieck-Schaltung, Anlaufverfahren am Frequenzumrichter.
Vorwissen
- Drehstrom – Erzeugung und Grundprinzip
- Elektromagnetische Induktion
- Lorentzkraft
Lernziele
Nach diesem Beitrag kannst du:
- den Aufbau eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Ständer und Läufer beschreiben
- das Funktionsprinzip aus Drehfeld, induzierter Spannung und Lorentzkraft erklären
- die Synchrondrehzahl aus Netzfrequenz und Polpaarzahl berechnen
- den Schlupf eines ASM berechnen und einordnen
- typische Einsatzgebiete sowie Stärken und Schwächen des ASM nennen
1. Der Drehstrom-Asynchronmotor – Standardantrieb der Industrie
Der Drehstrom-Asynchronmotor, kurz ASM, ist der am weitesten verbreitete Elektromotor in der Industrie. Verlässliche Zahlen schwanken je nach Quelle, doch die meisten elektromechanischen Antriebe in Produktion, Gebäudetechnik und Maschinenbau sind Asynchronmaschinen.
Der Grund liegt im Aufbau. Im Gegensatz zum Gleichstrommotor braucht der ASM weder Kommutator noch Bürsten — zumindest in seiner gängigsten Bauform, dem Käfigläufer. Damit entfällt der größte Verschleißteil klassischer Motoren. Was bleibt, sind im Wesentlichen zwei Wälzlager und der Lüfter. Eine ASM-Wartung beschränkt sich in der Praxis meist auf einen Lagerwechsel nach vielen Betriebsjahren.
Hinzu kommt: Der Motor lässt sich direkt am dreiphasigen Niederspannungsnetz betreiben. Strom rein, Welle dreht — kein Aufwand mit Gleichrichter oder Vorschaltgerät, sofern Drehzahlsteuerung nicht gefragt ist. Wird sie gebraucht, kommt heute ein Frequenzumrichter dazu (eigener Beitrag „Frequenzumrichter – Funktion und Anwendung“).
Welche Eigenschaft macht den Käfigläufer-Asynchronmotor besonders wartungsarm im Vergleich zum klassischen Gleichstrommotor?
- a) Er besitzt weder Kommutator noch Bürsten
- b) Er hat keine Lager
- c) Er benötigt keine elektrische Versorgung
- d) Er ist hermetisch versiegelt
Richtig: a)
Der Käfigläufer-ASM kommt ohne Kommutator und Bürsten aus, die beim Gleichstrommotor regelmäßig verschleißen und gewartet werden müssen. Lager und elektrische Versorgung sind selbstverständlich vorhanden, und versiegelt ist der Motor nur in speziellen Schutzarten, nicht prinzipiell.
Warum wird in einer typischen Industrieanlage zuerst nach einem Standard-Asynchronmotor gesucht, bevor andere Motortypen überlegt werden?
- a) Weil er als einziger Motortyp drehzahlvariabel betrieben werden kann
- b) Weil er deutlich höhere Drehzahlen erreicht als andere Motoren
- c) Weil Baugrößen, Anschlüsse und Zubehör auf diese Baureihen abgestimmt sind
- d) Weil er ohne elektrische Versorgung läuft
Richtig: c)
Die gesamte Antriebsperipherie — Getriebe, Kupplungen, Schutzschalter — orientiert sich an den IEC-Baugrößen der ASM-Standardreihen. Drehzahlvariabler Betrieb ist mit Frequenzumrichter möglich, aber kein Alleinstellungsmerkmal des ASM. Höhere Drehzahlen erreichen andere Motoren ebenfalls, und ohne Stromversorgung läuft kein Elektromotor.
2. Aufbau des Asynchronmotors
Der ASM besteht aus zwei mechanisch und elektrisch unabhängigen Hauptteilen: dem feststehenden Ständer (auch Stator) und dem drehbar gelagerten Läufer (auch Rotor). Beide tragen ein Blechpaket — geschichtete, gegeneinander isolierte Eisenbleche, die Wirbelstromverluste klein halten. Volles Material würde sich im Wechselfeld stark erhitzen.
Der Ständer
Der Ständer ist der feststehende Teil. Sein Blechpaket hat innen Nuten, in denen die Ständerwicklung liegt — drei voneinander unabhängige Wicklungsstränge, räumlich um 120° gegeneinander versetzt. Diese drei Stränge werden später vom Drehstrom gespeist.
Außen am Ständer sitzt das Motorgehäuse mit Kühlrippen. Die Wicklungsenden werden in den Klemmenkasten geführt und dort an sechs Anschlussklemmen aufgelegen: U1, V1, W1 als Stranganfänge und U2, V2, W2 als Strangenden. Über diese sechs Klemmen lässt sich die Wicklung in Stern oder Dreieck schalten — eigener Beitrag „Motoranschluss und Klemmenbrett“.
Der Läufer
Der Läufer sitzt auf der Welle und dreht sich im Inneren des Ständers, getrennt durch einen schmalen Luftspalt von typisch 0,2 bis 1 mm. Auch der Läufer hat ein Blechpaket mit Nuten — aber statt einer Drahtwicklung wie im Ständer trägt er meist einen Käfigläufer: blanke Aluminium- oder Kupferstäbe in den Nuten, an beiden Enden durch kurzschließende Ringe verbunden. Der Käfig ist mechanisch und elektrisch sehr robust.
Daneben gibt es den Schleifringläufer mit echter Drahtwicklung, deren Enden über Schleifringe nach außen geführt sind. Beide Bauformen sind in eigenen Beiträgen ausführlich behandelt.
Mechanische Komponenten
Welle, Lager, Lagerschilde und Lüfter ergänzen die elektrisch aktiven Teile. Wälzlager — meist Rillenkugellager — tragen die Welle und sind die einzigen nennenswerten Verschleißteile am Käfigläufer-ASM. Der Eigenlüfter sitzt auf der Welle und drückt Kühlluft über die Gehäuserippen.
Warum bestehen Ständer und Läufer eines Asynchronmotors aus geschichteten, gegeneinander isolierten Blechen statt aus vollem Material?
- a) Damit das material günstiger wird
- b) Um Wirbelstromverluste im wechselnden Magnetfeld zu reduzieren
- c) Damit der Motor leichter wird
- d) Um die mechanische Festigkeit zu erhöhen
Richtig: b)
Im wechselnden Magnetfeld würden in massivem Eisen kreisförmige Ströme (Wirbelströme) induziert, die zu erheblicher Erwärmung führen. Durch die Schichtung mit Isolation werden diese Stromkreise unterbrochen. Kosten, Gewicht und Festigkeit sind nicht der Hauptgrund.
Wie sind die drei Wicklungsstränge im Ständer eines Drehstrom-Asynchronmotors räumlich angeordnet?
- a) Übereinander gestapelt
- b) Im rechten Winkel zueinander
- c) Parallel nebeneinander auf einer Linie
- d) Räumlich um 120° gegeneinander versetzt
Richtig: d)
Die drei Stränge sind über den Innenumfang des Ständers gleichmäßig verteilt, also räumlich um 120° versetzt. Diese Anordnung ist die Voraussetzung, damit drei zeitlich um 120° verschobene Wechselströme im Inneren ein magnetisches Drehfeld erzeugen.
Was unterscheidet einen Käfigläufer von einem Schleifringläufer?
- a) Der Käfigläufer hat statt einer isolierten Wicklung blanke Stäbe, an beiden Enden durch Ringe kurzgeschlossen
- b) Der Käfigläufer hat eine zusätzliche Erregerwicklung
- c) Der Schleifringläufer wird mit Gleichstrom betrieben, der Käfigläufer mit Drehstrom
- d) Beim Käfigläufer dreht sich der Ständer mit, beim Schleifringläufer nicht
Richtig: a)
Der Käfigläufer trägt blanke Stäbe in den Nuten des Blechpakets, beidseitig durch kurzschließende Ringe verbunden. Beim Schleifringläufer ist eine echte dreiphasige Drahtwicklung verbaut, die über Schleifringe nach außen geführt wird. Erregerwicklung gehört zur Synchronmaschine, und der Ständer steht in beiden Fällen still.
3. Funktionsprinzip – wie der Läufer in Bewegung kommt
Bevor wir zum Funktionsablauf kommen, ein Satz zum Drehfeld: Die drei zeitlich um 120° versetzten Ströme in den drei räumlich um 120° versetzten Wicklungen erzeugen im Inneren des Ständers ein magnetisches Feld, das mit konstantem Betrag im Kreis herumläuft. Wie das physikalisch zustande kommt, ist im eigenen Beitrag „Drehfeld“ ausführlich beschrieben. Für den ASM brauchen wir nur das Ergebnis: ein rotierendes Magnetfeld im Luftspalt.
Damit beginnt der eigentliche Funktionsablauf in vier Schritten.
Schritt 1 – Drehfeld läuft am stillstehenden Läufer vorbei
Der Motor wird eingeschaltet, das Drehfeld baut sich im Ständer auf und rotiert sofort mit voller Geschwindigkeit. Der Läufer steht zunächst still.
Schritt 2 – Spannung wird im Läufer induziert
Da das Magnetfeld an den Läuferleitern vorbeizieht, „schneidet“ es deren Leiterquerschnitt. Genau das ist die Bedingung für elektromagnetische Induktion: ändert sich der magnetische Fluss durch eine Leiterschleife, wird eine Spannung induziert. Die Läuferstäbe sind diese Leiter, das vorbeiziehende Drehfeld liefert die Flussänderung.
Schritt 3 – Strom fließt im kurzgeschlossenen Läufer
Beim Käfigläufer über die Kurzschlussringe verbunden. Die induzierte Spannung treibt deshalb einen sehr hohen Strom durch die Läuferstäbe. Im Schleifringläufer fließt der Strom über die geschlossene äußere Wicklung — funktional dasselbe Bild.
Schritt 4 – Lorentzkraft erzeugt Drehmoment
Die stromdurchflossenen Läuferstäbe stecken im Magnetfeld des Ständers. Auf jeden stromdurchflossenen Leiter im Magnetfeld wirkt eine Kraft — die Lorentzkraft. Diese Kräfte greifen tangential am Läuferumfang an und erzeugen ein Drehmoment, das den Läufer in Richtung des Drehfeldes beschleunigt.
Warum „asynchron“?
Der Läufer beschleunigt — kann das Drehfeld aber prinzipiell nie ganz einholen. Würde er exakt mit Drehfeld-Geschwindigkeit drehen, hätten die Läuferstäbe relativ zum Drehfeld keine Bewegung mehr. Damit gäbe es keine Flussänderung, keine induzierte Spannung, keinen Strom — und keine Kraft. Der Motor würde sofort verzögern.
Im Betrieb stellt sich deshalb eine Läuferdrehzahl ein, die etwas kleiner ist als die Drehfeld-Drehzahl. Genau diese Differenz heißt Schlupf, und genau deshalb heißt der Motor „asynchron“: Läufer- und Drehfeld-Drehzahl sind nicht synchron.
Welche physikalische Wirkung erzeugt das Drehmoment im Drehstrom-Asynchronmotor?
- a) Die magnetische Anziehung zwischen Stator- und Rotormagneten
- b) Die Reibung zwischen Läufer und Luft
- c) Die Lorentzkraft auf die stromdurchflossenen Läuferleiter im Ständermagnetfeld
- d) Die Schwerkraft des rotierenden Läufers
Richtig: c)
Im Läufer wird durch das Ständerdrehfeld eine Spannung induziert, die einen Strom durch die kurzgeschlossenen Stäbe treibt. Auf diese stromdurchflossenen Leiter wirkt im Magnetfeld die Lorentzkraft, die tangential angreift und das Drehmoment erzeugt. Es gibt keine Permanentmagnete im Läufer, und weder Reibung noch Schwerkraft tragen zum Antrieb bei.
Warum der Läufer eines Asynchronmotors die Synchrondrehzahl niemals dauerhaft erreichen?
- a) Bei Synchronlauf gäbe es keine Relativbewegung zwischen Drehfeld und Läufer, also keine Induktion und kein Drehmoment
- b) Bei Synchrondrehzahl würden die Lager überhitzen
- c) Bei Synchrondrehzahl reicht die Netzspannung nicht aus
- d) Die Schwungmasse des Läufers verhindert es
Richtig: a)
Würde der Läufer exakt mit dem Drehfeld mitlaufen, bewegen sich die Läuferstäbe relativ zum Magnetfeld nicht. Ohne Flussänderung keine induzierte Spannung, ohne Spannung kein Strom und ohne Strom keine Kraft. Der Motor würde sofort wieder verzögern, bis sich erneut eine Drehzahldifferenz einstellt. Lager, Netzspannung und Trägheit sind nicht der Grund.
Was passiert mit der induzierten Läuferspannung, wenn ein ASM stärker belastet wird und seine Drehzahl etwas sinkt?
- a) Sie sinkt, weil der Motor mehr Strom verbraucht
- b) Sie steigt, weil die Relativbewegung zwischen Drehfeld und Läufer größer wird
- c) Sie bleibt konstant — die Spannung hängt nur vom Netz ab
- d) Sie wird zu null, sobald Last anliegt
Richtig: b)
Wenn der Läufer durch Belastung langsamer wird, vergrößert sich die Relativgeschwindigkeit zwischen Drehfeld und Läufer — der Schlupf steigt. Damit wird das Drehfeld pro Zeiteinheit „schneller“ an den Läuferstäben vorbeigezogen, und die induzierte Spannung steigt. Das ist genau der Mechanismus, mit dem der ASM auf Last reagiert: mehr Schlupf → mehr Spannung → mehr Strom → mehr Drehmoment.
4. Synchrondrehzahl, Schlupf und Nenndrehzahl
Mit dem Funktionsprinzip im Hinterkopf werden die zentralen Drehzahlgrößen des ASM einfach.
Synchrondrehzahl
Die Synchrondrehzahl n_s ist die Drehzahl, mit der das Drehfeld im Ständer rotiert. Sie hängt nur von der Netzfrequenz f und der Polpaarzahl p der Wicklung ab — nicht von der Last, nicht von der Bauart des Läufers.
n_s = f · 60 / p
- n_s … Synchrondrehzahl in 1/min
- f ….. Netzfrequenz in Hz
- p ….. Polpaarzahl (1, 2, 3, …)
Die Polpaarzahl beschreibt, wie viele magnetische Polpaare die Ständerwicklung erzeugt. Eine 2-polige Wicklung (1 Polpaar) hat einen Nord- und einen Südpol, ein 4-poliger Motor zwei Nord- und zwei Südpole, und so weiter. Die Polzahl 2p ist die Gesamtzahl der Pole.
Bei der in Österreich üblichen Netzfrequenz von 50 Hz ergeben sich folgende Synchrondrehzahlen:
| Polpaarzahl p | Polzahl 2p | Synchrondrehzahl n_s bei 50 Hz |
|---|---|---|
| 1 | 2 | 3000/min |
| 2 | 4 | 1500/min |
| 3 | 6 | 1000/min |
| 4 | 8 | 750/min |
| 6 | 12 | 500/min |
Schlupf
Wie im vorigen Kapitel erklärt, dreht der Läufer immer langsamer als das Drehfeld. Die relative Differenz zwischen Synchrondrehzahl und tatsächlicher Läuferdrehzahl ist der Schlupf s. Er wird üblicherweise in Prozent angegeben.
s = (n_s – n) / n_s · 100 %
- s ….. Schlupf in %
- n_s … Synchrondrehzahl in 1/min
- n ….. Läuferdrehzahl in 1/min
Im Nennbetrieb liegt der Schlupf bei Standard-ASM typisch zwischen 2 % und 8 %. Kleine Motoren haben tendenziell höheren Schlupf, große Motoren niedrigeren. Im Leerlauf — fast keine Last — liegt der Schlupf nahe null, im Stillstand bei Anlauf bei 100 %.
Nenndrehzahl
Die Nenndrehzahl ist die Drehzahl, die der Motor unter Nennlast liefert. Sie steht auf dem Typenschild und liegt knapp unter der Synchrondrehzahl. Daraus lässt sich die Polpaarzahl leicht ablesen.
Beispiel: Ein Motor mit Typenschild-Drehzahl 1440/min am 50-Hz-Netz. Die nächst höhere Synchrondrehzahl ist 1500/min — also p = 2, ein 4-poliger Motor. Der Nennschlupf beträgt (1500 − 1440) / 1500 · 100 % = 4 %.
Wer Schlupf und Drehzahl-Kennlinie vertiefen will: eigener Beitrag „Schlupf und M-n-Kennlinie beim ASM“.
Gelöstes Beispiel
Ein 4-poliger Drehstrom-Asynchronmotor läuft am österreichischen 50-Hz-Netz und hat eine Nenndrehzahl von 1455/min. Berechne die Synchrondrehzahl und den Nennschlupf.
Gegeben: f = 50 Hz, Polzahl 2p = 4, also p = 2, n = 1455/min
Gesucht: n_s in 1/min und s in %
Lösungsweg:
- Schritt 1 — Synchrondrehzahl: n_s = f · 60 / p = 50 · 60 / 2 = 1500/min
- Schritt 2 — Schlupf: s = (n_s − n) / n_s · 100 % = (1500 − 1455) / 1500 · 100 % = 3,0 %
Ergebnis: n_s = 1500/min, s = 3,0 %
Übungen
Berechne die Synchrondrehzahl eines 2-poligen ASM am 50-Hz-Netz.
n_s = 50 · 60 / 1 = 3000/min
Ein 6-poliger Motor läuft mit 970/min am 50-Hz-Netz. Wie groß ist der Schlupf?
n_s = 50 · 60 / 3 = 1000/min; s = (1000 − 970) / 1000 · 100 % = 3,0 %
Auf dem Typenschild eines Drehstrommotors steht „n = 2880/min, 50 Hz“. Wie viele Polpaare hat der Motor?
Die nächst höhere Synchrondrehzahl über 2880/min bei 50 Hz ist 3000/min → p = 1.
Ein 4-poliger ASM wird mit einem Frequenzumrichter bei 35 Hz betrieben und läuft mit 1020/min. Berechne Synchrondrehzahl und Schlupf bei dieser Frequenz.
n_s = 35 · 60 / 2 = 1050/min; s = (1050 − 1020) / 1050 · 100 % = 2,86 %
Ein 8-poliger Motor (50 Hz) hat einen Nennschlupf von 5 %. Berechne die Nenndrehzahl.
n_s = 50 · 60 / 4 = 750/min; n = n_s · (1 − s) = 750 · 0,95 = 712,5/min
Ein Drehstrommotor läuft am 50-Hz-Netz und hat laut Typenschild 720/min. Wie viele Pole hat dieser Motor?
- a) 2 Pole
- b) 4 Pole
- c) 6 Pole
- d) 8 Pole
Richtig: d)
Die nächst höhere mögliche Synchrondrehzahl über 720/min bei 50 Hz ist 750/min, das entspricht p = 4 und damit Polzahl 2p = 8. Der Schlupf beträgt 30/750 = 4 %, ein realistischer Wert. Bei 6 Polen wäre n_s = 1000/min, bei 4 Polen 1500/min — beides liegt deutlich zu weit von 720/min entfernt.
Wovon ist die Synchrondrehzahl eines Drehstrom-Asynchronmotors abhängig?
- a) Von der Belastung der Welle
- b) Vom Lagerzustand und der Reibung
- c) Von der Schlupfzahl
- d) Von der Netzfrequenz und der Polpaarzahl
Richtig: d)
Die Synchrondrehzahl ist die Drehzahl des Drehfeldes im Ständer und wird ausschließlich durch n_s = f · 60 / p bestimmt. Belastung und Reibung wirken auf die Läuferdrehzahl (und damit auf den Schlupf), nicht auf das Drehfeld. Der Schlupf ist eine Folge der Belastung, kein Eingabewert.
Ein 4-poliger ASM hat im Leerlauf eine Drehzahl von 1498/min und unter Volllast 1460/min am 50-Hz-Netz. Was sagt das über das Verhalten aus?
- a) Im Leerlauf läuft der Motor synchron mit dem Drehfeld
- b) Der Schlupf ist im Leerlauf größer als unter Last
- c) Der Schlupf steigt mit der Belastung, weil mehr Drehmoment benötigt wird
- d) Der Motor ist defekt — er sollte unter Last schneller laufen
Richtig: c)
Im Leerlauf reicht ein winziger Schlupf (≈ 0,13 %), um die Reibungsverluste zu decken. Unter Last muss der Motor mehr Drehmoment liefern, dafür wird im Läufer mehr Strom gebraucht, dafür eine höhere induzierte Spannung, dafür ein größerer Schlupf. Das ist normales ASM-Verhalten. Echte Synchronität gibt es nie, und schneller als das Drehfeld kann der ASM nicht laufen.
5. Einsatz und Eigenschaften in der Praxis
Der ASM treibt nahezu alles an, was sich in der Industrie und Gebäudetechnik dreht: Wasserpumpen, Lüfter in Klimaanlagen, Kompressoren, Förderbänder, Hebezeuge, Werkzeugmaschinen, Holzbearbeitung, Mischer in der Lebensmittelindustrie. Vom kleinen Untertischboiler bis zum Bahnantrieb deckt der ASM einen riesigen Leistungsbereich ab.
Stärken
Robustheit ist die wichtigste Eigenschaft. Käfigläufer haben keine elektrisch beanspruchten Verschleißteile — die Stäbe sind aus einem Stück gegossen oder eingeschlagen. Das Lager ist nach vielen Jahren Dauerbetrieb meist die einzige Komponente, die getauscht werden muss.
Wirtschaftlich punktet der ASM durch niedrigen Anschaffungspreis, weil die Bauteile vergleichsweise einfach und in großen Stückzahlen gefertigt werden. Genauso günstig ist die Beschaffung in Standard-Baugrößen — IEC-genormte Wellenenden, Befestigungsmaße und Klemmenkästen erlauben den problemlosen Austausch zwischen Herstellern.
Der Wirkungsgrad moderne ASM-Bauformen ist hoch. Mindestwirkungsgrade sind in Wirkungsgradklassen IE1 bis IE4 definiert — Details siehe eigener Beitrag „Wirkungsgradklassen nach IEC“. In Österreich sind für Neumotoren im allgemeinen Industrieeinsatz mindestens IE3-Wirkungsgrade vorgeschrieben.
Schwächen
Direkt am Netz angefahren zieht der ASM einen sehr hohen Anlaufstrom — typisch das 5- bis 8-Fache des Nennstroms. Das belastet das Netz, kann die Sicherungen kurzzeitig stark beanspruchen und führt bei großen Motoren zu sichtbaren Lichtflackerern im Versorgungsnetz. Deshalb gibt es Anlaufverfahren wie Stern-Dreieck-Anlauf, Sanftanlauf oder Anlauf über Frequenzumrichter — eigener Beitrag „Anlaufverfahren im Überblick“.
Drehzahlsteuerung ist die zweite Schwachstelle. Am festen Netz läuft der ASM praktisch mit fester Drehzahl, da der Schlupf nur wenige Prozent ausmacht. Wer die Drehzahl variieren will, braucht einen Frequenzumrichter, der die Speisefrequenz verändert. Heute ist das Standard — vor 30 Jahren war das ein deutlicher Mehraufwand.
Warum sind ASM in Standard-IEC-Baugrößen für Industrieanwendungen so attraktiv?
- a) Sie erreichen höhere Drehzahlen als andere Motortypen
- b) Wellenenden, Befestigungsmaße und Klemmenkästen sind genormt und herstellerübergreifend austauschbar
- c) Sie sind die einzigen Motoren, die für Dauerbetrieb zugelassen sind
- d) Sie kommen ohne elektrische Anschlüsse aus
Richtig: b)
Die IEC-Normung der mechanischen und elektrischen Anschlussmaße macht ASM unterschiedlicher Hersteller austauschbar — ein wesentlicher praktischer Vorteil in Konstruktion und Instandhaltung. Höhere Drehzahlen, einzigartige Dauerbetriebszulassung oder fehlende elektrische Anschlüsse sind keine Eigenschaften des ASM.
Beim direkten Einschalten eines großen Asynchronmotors am Netz flackert kurz das Licht im Gebäude. Was ist die Ursache?
- a) Der Motor erzeugt elektromagnetische Störungen, die die Beleuchtung beeinflussen
- b) Die Lager sind defekt und ziehen extra Strom
- c) Der Motor verursacht ein Kurzschlussverhalten in den Lampen
- d) Der hohe Anlaufstrom verursacht einen kurzzeitigen Spannungsabfall im Netz
Richtig: d)
Beim Direktanlauf zieht ein ASM kurzzeitig den 5- bis 8-fachen Nennstrom. Dieser hohe Strom verursacht im Versorgungsnetz einen Spannungsabfall an Leitungswiderständen und Transformator-Innenimpedanz, der sich als kurzes Helligkeitsschwanken der Beleuchtung bemerkbar macht. Lager, Störstrahlung oder Kurzschlussverhalten sind nicht die Ursache.
Abschlusstest
Aufgabe 1: Ein 4-poliger Drehstrom-Asynchronmotor läuft am 50-Hz-Netz. Auf dem Typenschild stehen 1465/min als Nenndrehzahl. Berechne die Synchrondrehzahl und den Nennschlupf.
Gegeben: 2p = 4, f = 50 Hz, n = 1465/min
Gesucht: n_s in 1/min, s in %
Lösungsweg:
- n_s = f · 60 / p = 50 · 60 / 2 = 1500/min
- s = (n_s − n) / n_s · 100 % = (1500 − 1465) / 1500 · 100 % = 2,33 %
Ergebnis: n_s = 1500/min, s = 2,33 %
Aufgabe 2: Ein 8-poliger ASM wird über einen Frequenzumrichter mit 30 Hz betrieben. Der Motor läuft mit 430/min. Berechne die Synchrondrehzahl und den Schlupf bei dieser Frequenz.
Gegeben: 2p = 8, f = 30 Hz, n = 430/min
Gesucht: n_s in 1/min, s in %
Lösungsweg:
- n_s = f · 60 / p = 30 · 60 / 4 = 450/min
- s = (n_s − n) / n_s · 100 % = (450 − 430) / 450 · 100 % = 4,44 %
Ergebnis: n_s = 450/min, s = 4,44 %
Aufgabe 3: Ein 6-poliger ASM hat am 50-Hz-Netz einen Nennschlupf von 4 %. Berechne die Nenndrehzahl.
Gegeben: 2p = 6, f = 50 Hz, s = 4 %
Gesucht: n in 1/min
Lösungsweg:
- n_s = f · 60 / p = 50 · 60 / 3 = 1000/min
- n = n_s · (1 − s) = 1000 · (1 − 0,04) = 960/min
Ergebnis: n = 960/min
Aufgabe 4: Ein Motor läuft mit 2880/min am 50-Hz-Netz. Welche Polzahl hat er, und wie groß ist sein Nennschlupf?
Gegeben: n = 2880/min, f = 50 Hz
Gesucht: 2p, s in %
Lösungsweg:
- Nächst höhere Synchrondrehzahl über 2880/min: n_s = 3000/min → p = 1, also 2-polig
- s = (3000 − 2880) / 3000 · 100 % = 4,0 %
Ergebnis: 2-polig (2p = 2), s = 4,0 %
Welche der folgenden Aussagen zum Aufbau des Drehstrom-Asynchronmotors ist richtig?
- a) Der Ständer trägt die Welle und das Lager
- b) Der Läufer ist mit Drehstrom direkt verbunden
- c) Ständer- und Läuferblechpaket bestehen aus geschichteten, isolierten Eisenblechen
- d) Der Käfigläufer besitzt drei Wicklungsstränge mit Schleifringen
Richtig: c)
Beide Blechpakete sind geschichtet, um Wirbelstromverluste klein zu halten. Die Welle und das Lager gehören zum Läufer und zu den Lagerschilden, nicht zum Ständer. Der Läufer beim Käfigläufer ist elektrisch nicht von außen angeschlossen — die Stäbe sind durch Kurzschlussringe verbunden. Drei Wicklungsstränge mit Schleifringen gehören zum Schleifringläufer.
Wodurch entsteht das Drehmoment im Asynchronmotor?
- a) Durch direkte Anziehung zwischen Stator- und Rotormagneten
- b) Durch die Lorentzkraft auf die im Läufer induzierten Ströme im Ständermagnetfeld
- c) Durch die Reibung im Luftspalt
- d) Durch die Verformung der Läuferbleche unter dem Magnetfeld
Richtig: b)
Das Ständerdrehfeld induziert in den Läuferleitern eine Spannung, die einen Strom treibt. Auf diesen stromdurchflossenen Leiter wirkt im Magnetfeld die Lorentzkraft — tangential angreifend erzeugt sie das Drehmoment. Permanentmagnete gibt es im ASM-Läufer nicht. Reibung und Verformung sind nicht relevant.
Was beschreibt der Schlupf eines Asynchronmotors?
- a) Die relative Drehzahldifferenz zwischen Drehfeld und Läufer
- b) Den Energieverlust durch Reibung im Lager
- c) Die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom
- d) Den Unterschied zwischen Soll- und Ist-Drehmoment
Richtig: a)
Der Schlupf s = (n_s − n) / n_s gibt an, um wie viel die Läuferdrehzahl unter der Synchrondrehzahl liegt — als relativen Anteil. Lagerreibung, Phasenverschiebung und Drehmomentdifferenz sind eigenständige Größen mit anderer Bedeutung.
Ein 2-poliger ASM läuft am 50-Hz-Netz. Welche Synchrondrehzahl hat er?
- a) 750/min
- b) 1000/min
- c) 1500/min
- d) 3000/min
Richtig: d)
Bei 2 Polen ist p = 1. Damit ergibt sich n_s = 50 · 60 / 1 = 3000/min. 1500/min entspricht einem 4-poligen, 1000/min einem 6-poligen und 750/min einem 8-poligen Motor — jeweils bei 50 Hz.
Welche Aussage zum Anlauf eines Asynchronmotors direkt am Netz ist korrekt?
- a) Der Anlaufstrom ist kleiner als der Nennstrom
- b) Der Anlaufstrom kann das 5- bis 8-Fache des Nennstroms erreichen
- c) Der Anlaufstrom ist exakt gleich dem Nennstrom
- d) Der Anlaufstrom ist null, bis der Motor läuft
Richtig: b)
Beim Direktanlauf steht der Läufer still — Schlupf 100 % —, die induzierte Spannung im Läufer ist maximal und der Läuferstrom entsprechend hoch. Über die transformatorische Kopplung schlägt das auf den Ständerstrom durch. Werte um den 5- bis 8-fachen Nennstrom sind typisch.
Warum ist die Drehzahl eines ASM am festen 50-Hz-Netz praktisch nicht verstellbar?
- a) Die Drehrichtung lässt sich nicht umkehren
- b) Die Lagerung verhindert Drehzahländerungen
- c) Die Synchrondrehzahl ist durch Frequenz und Polpaarzahl fest vorgegeben, der Schlupf ändert sich nur wenig
- d) Die Spannung am Klemmenkasten ist konstant
Richtig: c)
Die Drehzahl follows der Synchrondrehzahl n_s = f · 60 / p abzüglich des kleinen Schlupfs. Am festen Netz sind Frequenz und Polpaarzahl konstant, und der Schlupf bewegt sich auch unter starken Lastunterschieden nur in einem schmalen Bereich. Eine echte Drehzahlsteuerung erfordert Frequenzänderung über einen Frequenzumrichter. Drehrichtungsumkehr und Spannung haben damit nichts zu tun.
Im Klemmenkasten eines Drehstrom-Asynchronmotors finden sich sechs Anschlussklemmen mit den Bezeichnungen U1, V1, W1 und U2, V2, W2. Was bedeutet diese Bezeichnung?
- a) Es handelt sich um die Anfänge und Enden der drei Wicklungsstränge
- b) U bezeichnet die Spannung, V den Strom, W die Leistung
- c) Die Zahlen geben die Polpaarzahl an
- d) U1 ist immer Phase L1, V1 ist L2, W1 ist L3
Richtig: a)
U1/V1/W1 sind die Stranganfänge, U2/V2/W2 die Strangenden der drei Wicklungsstränge im Ständer. Über die Brücken im Klemmenkasten werden sie in Stern oder Dreieck geschaltet. Phasen heißen L1/L2/L3, und welche Phase auf welche Klemme geht, kann variieren — bestimmt die Drehrichtung. Die Zahlen haben nichts mit der Polpaarzahl zu tun.
Ein Motor wird beim Anlauf in Sternschaltung betrieben und nach Hochlauf auf Dreieck umgeschaltet. Welcher Effekt soll damit erreicht werden?
- a) Die Drehrichtung wird umgekehrt
- b) Die Frequenz wird verdoppelt
- c) Der Motor wird vor Übertemperatur geschützt
- d) Der Anlaufstrom wird reduziert
Richtig: d)
Im Stern-Anlauf liegt an jedem Wicklungsstrang nur die Strangspannung — Faktor 1/√3 gegenüber Dreieck. Ständerstrom und Anlaufdrehmoment sinken etwa auf ein Drittel, das Netz wird beim Anlauf entlastet. Drehrichtung, Frequenz und Übertemperaturschutz haben damit nichts zu tun. (Detail: eigener Beitrag „Stern-Dreieck-Schaltung“.)
Ein 4-poliger ASM läuft am 60-Hz-Netz (z. B. in den USA). Welche Synchrondrehzahl hat er?
- a) 1500/min
- b) 1800/min
- c) 2000/min
- d) 3600/min
Richtig: b)
Bei 4 Polen ist p = 2. Damit n_s = 60 · 60 / 2 = 1800/min. Die 1500/min gelten nur bei 50 Hz. 3600/min entsprächen einem 2-poligen Motor bei 60 Hz, 2000/min ist ein Phantasiewert.
Ein ASM wird unter Volllast warm. Wie wirkt sich diese Erwärmung typischerweise auf den Schlupf aus?
- a) Der Schlupf bleibt konstant — er ist nur von Frequenz und Polzahl abhängig
- b) Der Schlupf wird kleiner, weil die Lager wärmer und damit leichtgängiger werden
- c) Der Schlupf wird etwas größer, weil der Läuferwiderstand mit der Temperatur steigt
- d) Der Schlupf wird zu null, sobald die Betriebstemperatur erreicht ist
Richtig: c)
Die Läuferstäbe haben einen Widerstand, der mit der Temperatur steigt — Kupfer und Aluminium zeigen einen positiven Temperaturkoeffizienten. Größerer Widerstand bei gleicher induzierter Spannung bedeutet geringeren Läuferstrom, also weniger Drehmoment für ein gegebenes Drehfeld. Um das nachzuziehen, stellt sich ein etwas größerer Schlupf ein. Der Schlupf hängt sehr wohl von Last und Temperatur ab, nicht nur von Frequenz und Polzahl.
Glossar
- Asynchronmotor
- Elektromotor, bei dem die Läuferdrehzahl im Betrieb stets unter der Synchrondrehzahl des Drehfeldes liegt; das Drehmoment entsteht durch Induktion und Lorentzkraft im Läufer.
- Ständer
- Auch Stator. Feststehender Teil des Motors mit Blechpaket und dreisträngiger Wicklung.
- Läufer
- Auch Rotor. Drehbar gelagerter Teil des Motors auf der Welle, mit eigenem Blechpaket und Läuferwicklung oder -käfig.
- Blechpaket
- Geschichteter Eisenkern aus dünnen, gegeneinander isolierten Blechen zur Reduktion von Wirbelstromverlusten im Wechselfeld.
- Käfigläufer
- Häufigste Läuferbauform mit blanken Aluminium- oder Kupferstäben in den Läufernuten, an beiden Enden durch Kurzschlussringe verbunden.
- Schleifringläufer
- Läufer mit echter dreisträngiger Drahtwicklung, deren Anschlüsse über Schleifringe nach außen geführt sind.
- Synchrondrehzahl
- Drehzahl des Drehfeldes im Ständer, n_s = f · 60 / p; hängt nur von Netzfrequenz und Polpaarzahl ab.
- Polpaarzahl p
- Anzahl der magnetischen Polpaare einer Ständerwicklung; bestimmt zusammen mit der Frequenz die Synchrondrehzahl. Die Polzahl 2p ist die Gesamtzahl der Pole.
- Schlupf
- Relative Differenz zwischen Synchrondrehzahl und Läuferdrehzahl, s = (n_s − n) / n_s; im Nennbetrieb typisch 2–8 %.
- Anlaufstrom
- Stromaufnahme beim Einschalten am festen Netz, typisch das 5- bis 8-Fache des Nennstroms; sinkt mit zunehmender Läuferdrehzahl rasch ab.
- Klemmenkasten
- Anschlusskasten am Motorgehäuse mit den sechs Klemmen U1/V1/W1 und U2/V2/W2; ermöglicht Stern- oder Dreieckschaltung.
