Adressierung von Eingängen, Ausgängen und Merkern

Eine SPS hat keine Augen. Wenn ein Endschalter schließt, sieht die Steuerung das nicht — sie liest einen Wert aus einer bestimmten Speicherzelle und schließt daraus, dass der Schalter betätigt ist. Genau dafür braucht jedes Signal eine Adresse: eine eindeutige Bezeichnung, über die das Programm den Zustand einer Klemme oder einer internen Speicherzelle anspricht.

Wer diese Adressierung versteht, kann ein SPS-Programm lesen wie eine Landkarte. Man erkennt sofort, welche Programmzeile zu welcher Klemme gehört, kann Verdrahtung gegen Programm prüfen und Fehler eingrenzen. Ohne dieses Verständnis bleibt ein Programm eine Ansammlung kryptischer Kürzel wie E0.0, A4.7 oder M10.3. Die folgenden Kapitel erklären, was diese Kürzel bedeuten, wie sie aufgebaut sind und wie man von der physischen Klemme zur richtigen Adresse im Programm kommt.

Vorwissen

  • Was ist eine SPS? – Aufbau und Funktionsweise
  • Zyklischer Programmablauf (EVA-Prinzip)
  • Zahlensysteme: binär und hexadezimal

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • die drei Operandenbereiche Eingang, Ausgang und Merker unterscheiden und erklären, wofür jeder gebraucht wird
  • den Zusammenhang zwischen Bit, Byte, Wort und Doppelwort beschreiben und auf Adressen anwenden
  • eine Adresse im Format Byte.Bit korrekt lesen und selbst bilden — sowohl in klassischer als auch in IEC-Schreibweise
  • nachvollziehen, wie sich eine Hardware-Baugruppe im Adressraum verteilt und einer Klemme die richtige Adresse zuordnen
  • mit Hilfe einer Zuordnungsliste systematisch von der Verdrahtung zum Programm-Operanden kommen

1. Warum überhaupt Adressen?

Stell dir vor, an einer Steuerung hängen zwanzig Sensoren und fünfzehn Aktoren. Im Programm muss jede Programmzeile genau wissen, von welchem Sensor sie gerade redet und welchen Aktor sie schaltet. Würde man die Geräte nur über Drähte unterscheiden, käme niemand mehr mit. Also bekommt jedes Signal eine feste, eindeutige Bezeichnung — und über diese Bezeichnung greift das Programm darauf zu.

Diese Bezeichnung heißt Operand. Ein Operand setzt sich immer aus zwei Teilen zusammen: einem Operandenkennzeichen, das sagt um welche Art von Signal es geht (Eingang, Ausgang, Merker), und einer Adresse, die sagt welches konkrete Signal gemeint ist. Aus E0.0 liest man also: ein Eingang (das Kennzeichen E), und zwar der ganz bestimmte mit der Adresse 0.0.

Ein Vergleich, der das greifbar macht: Eine Postanschrift besteht auch aus mehreren Teilen — Straße, Hausnummer, Türnummer. Erst die Kombination macht sie eindeutig. Genauso ist es bei der SPS-Adresse. Das Kennzeichen ist gewissermaßen die Postleitzahl-Region (Eingang oder Ausgang oder Merker), die Adresse darin der konkrete Briefkasten.

Wichtig ist die Trennung zwischen der physischen Klemme an der Hardware und der logischen Adresse im Programm. Die Klemme ist der Metallanschluss, an den der Draht angeschraubt wird. Die Adresse ist the Name, unter dem die Steuerung den Zustand dieser Klemme intern führt. Beide gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe — und genau diese Zuordnung herzustellen ist die eigentliche Arbeit beim Adressieren.

Eine Programmzeile enthält den Operanden A2.3. Welche Information steckt in diesem Operanden?

  • a) Die Art des Signals (Ausgang) und der konkrete Anschluss (Adresse 2.3)
  • b) Nur die Art des Signals, nicht der konkrete Anschluss
  • c) Nur die physische Klemmennummer an der Hardware
  • d) Die Drahtfarbe der angeschlossenen Leitung

Richtig: a)

Ein Operand vereint immer beides: das Operandenkennzeichen (hier A für Ausgang) sagt die Art, die Adresse (hier 2.3) sagt das konkrete Signal. Antwort b und c greifen zu kurz, weil jeweils ein Teil fehlt. Die Drahtfarbe (d) hat mit der logischen Adresse nichts zu tun.

Worin unterscheiden sich physische Klemme und logische Adresse?

  • a) Sie sind dasselbe, nur unterschiedlich benannt
  • b) Die Klemme ist der Programmname, die Adresse der Metallanschluss
  • c) Die Adresse existiert nur bei Ausgängen, die Klemme nur bei Eingängen
  • d) Die Klemme ist der Metallanschluss am Gerät, die Adresse der Name im Programm

Richtig: d)

Die Klemme ist der reale Anschlusspunkt, an den der Draht kommt. Die Adresse ist die logische Bezeichnung, unter der das Programm diesen Anschluss führt. Antwort b verdreht beides, a leugnet den Unterschied, und c erfindet eine Trennung, die es nicht gibt — beide Begriffe gelten für Eingänge wie Ausgänge.

2. Die drei Operandenbereiche: Eingang, Ausgang, Merker

Eine SPS unterscheidet im Kern drei Bereiche, mit denen man im Programm arbeitet. Sie heißen Eingang, Ausgang und Merker — und sie haben grundlegend verschiedene Aufgaben.

Der Eingang (Kennzeichen E, in der IEC-Schreibweise I für Input) bildet ab, was von außen an die Steuerung gemeldet wird. An einem Eingang hängt ein Sensor, ein Taster, ein Endschalter, ein Näherungsschalter. Der Eingang sagt dem Programm: Dieses Signal ist gerade da oder nicht da. Man liest Eingänge — beschreiben kann man sie nicht, ihr Zustand kommt aus der realen Welt.

Der Ausgang (Kennzeichen A, in IEC Q für Output) ist die Gegenrichtung. Hier hängt ein Aktor: ein Schütz, ein Magnetventil, eine Meldeleuchte, ein Relais. Das Programm beschreibt den Ausgang und schaltet damit das angeschlossene Gerät ein oder aus. Ausgänge werden also vom Programm gesetzt.

Der Merker (Kennzeichen M) ist der interessante Sonderfall: Er hat keinen physischen Anschluss. Ein Merker ist eine interne Speicherzelle, ein Hilfsbit, das nur innerhalb der Steuerung existiert. Man nutzt ihn, um Zwischenergebnisse festzuhalten oder einen Zustand zu merken. Klassisches Beispiel: Ein Taster wird kurz gedrückt und wieder losgelassen, die Anlage soll aber dauerhaft laufen. Den Dauerzustand „läuft“ speichert man in einem Merker, weil der Eingang ja nach dem Loslassen sofort wieder auf 0 fällt. Merker sind das Gedächtnis des Programms.

So fließen die Signale durch die Steuerung:

Sensoren Taster E Eingang Programm M A Ausgang Aktoren Merker bleiben intern — kein Anschluss nach außen

Eingänge und Ausgänge werden in der SPS nicht direkt von der Hardware verarbeitet, sondern über ein internes Abbild im Speicher — das Prozessabbild der Eingänge (PAE) und der Ausgänge (PAA). Wie dieses Abbild zyklisch eingelesen und ausgegeben wird, gehört zum EVA-Prinzip und ist dort ausführlich erklärt. Für die Adressierung reicht zu wissen: Wenn das Programm E0.0 liest, liest es diesen Wert aus dem Prozessabbild, nicht direkt von der Klemme.

Ein Programm soll sich merken, dass eine Anlage eingeschaltet wurde, obwohl der Start-Taster nur kurz betätigt und sofort wieder losgelassen wird. Welcher Operandenbereich ist dafür geeignet?

  • a) Ein Eingang, weil dort der Tastersignal ankommt
  • b) Ein Ausgang, weil er dauerhaft eingeschaltet bleibt
  • c) Gar keiner — das geht ohne zusätzliche Hardware nicht
  • d) Ein Merker, weil er einen Zustand intern speichern kann

Richtig: d)

Der Eingang falls nach dem Loslassen sofort wieder auf 0, kann den Zustand also nicht halten. Der Merker ist genau dafür gemacht: Er speichert intern, dass eingeschaltet wurde. Den Ausgang könnte man theoretisch nutzen, aber der gehört dem Aktor und ist nicht der saubere Ort für eine interne Zustandsinformation. Zusätzliche Hardware (c) braucht es nicht.

Welche Aussage über Merker ist korrekt?

  • a) Merker werden über Klemmen an der Baugruppe angeschlossen
  • b) Merker können nur gelesen, nie beschrieben werden
  • c) Merker existieren nur intern im Speicher und haben keinen physischen Anschluss
  • d) Merker sind nur bei analogen Signalen verfügbar

Richtig: c)

Der Merker ist eine rein interne Speicherzelle, deshalb hat er auch keine Klemme (a falsch). Beschreiben lässt er sich sehr wohl — das ist sogar sein Hauptzweck (b falsch). Mit analog oder digital hat das nichts zu tun (d falsch). Richtig ist allein c.

An einem Eingang der SPS ist ein induktiver Näherungsschalter angeschlossen. Wie greift das Programm auf dessen Signal zu?

  • a) Das Programm liest den Eingangszustand aus dem Prozessabbild
  • b) Das Programm beschreibt den Eingang mit dem gewünschten Sollwert
  • c) Das Programm schaltet den Sensor über den Ausgang ein
  • d) Das Programm kann auf Sensoren grundsätzlich nicht zugreifen

Richtig: a)

Eingänge werden gelesen, nicht beschrieben (b falsch). Der Zugriff erfolgt über das Prozessabbild der Eingänge, das zu Zyklusbeginn aktualisiert wird (a richtig). Einen Sensor schaltet man nicht über einen Ausgang ein (c falsch), und selbstverständlich kann das Programm auf Sensorsignale zugreifen — dafür sind Eingänge ja da (d falsch).

3. Bit, Byte, Wort — die Datenbreiten

Bevor man Adressen sicher bilden kann, muss eine Frage geklärt sein: Wie viel Information passt eigentlich in eine Adresse? Die Antwort hängt von der Datenbreite ab. Hier kommen vier Begriffe ins Spiel.

Ein Bit ist die kleinste Einheit: ein einzelner Zustand, entweder 0 oder 1. Ein digitaler Sensor liefert genau ein Bit — er ist betätigt (1) oder nicht (0). Mehr Zustände gibt es bei ihm nicht.

Acht Bit zusammengefasst ergeben ein Byte. Die acht Bits in einem Byte werden von rechts nach links durchnummeriert, von Bit 0 bis Bit 7. Diese Nummerierung ist später für die Adressbildung entscheidend.

Zwei Byte ergeben ein Wort (englisch Word), also 16 Bit. Und zwei Wort wiederum ergeben ein Doppelwort (Double Word), also 32 Bit. Größere Werte — eine Temperatur, eine Drehzahl, ein Analogmesswert — brauchen mehr als ein einzelnes Bit und belegen deshalb ein ganzes Wort oder Doppelwort.

So ist ein Byte aufgebaut:

1 Byte = 8 Bit 7 6 5 4 3 2 1 0 Bit 0 Bit 7

Der Zusammenhang in der Übersicht:

Einheit Anzahl Bit Anzahl Byte Typische Verwendung
Bit 1 ein digitaler Sensor, ein Schaltbefehl
Byte 8 1 acht zusammengehörige Bits
Wort 16 2 Analogwert, Zählerstand
Doppelwort 32 4 große Zahlenwerte, Berechnungen

Der praktische Kern: Ein digitaler Ein- oder Ausgang belegt genau ein Bit. Ein Analogwert dagegen passt nicht in ein Bit — er braucht den feineren Wertebereich eines ganzen Wortes.

Aus wie vielen Bit besteht ein Doppelwort?

  • a) 8 Bit
  • b) 16 Bit
  • c) 32 Bit
  • d) 64 Bit

Richtig: c)

Ein Byte hat 8 Bit, ein Wort 2 Byte (16 Bit), und ein Doppelwort 2 Wort. 2 × 16 Bit = 32 Bit. Antwort a entspricht einem Byte, b einem einfachen Wort, d wäre ein Quadword, das in dieser Reihe nicht vorkommt.

Ein analoger Temperatursensor liefert einen Messwert, der einen großen Wertebereich abdeckt. Warum belegt dieser Wert kein einzelnes Bit?

  • a) Weil analoge Signale grundsätzlich keine Adresse bekommen
  • b) Weil ein Bit nur zwei Zustände kennt und keinen feinen Wertebereich abbilden kann
  • c) Weil analoge Sensoren immer an Ausgängen hängen
  • d) Weil ein Bit ausschließlich für Merker reserviert ist

Richtig: b)

Ein Bit kann nur 0 oder 1 sein — damit lässt sich kein abgestufter Messwert darstellen. Deshalb belegt ein Analogwert ein ganzes Wort mit 16 Bit (b richtig). Analoge Signale bekommen selbstverständlich Adressen (a falsch), sie hängen an Eingängen, nicht an Ausgängen (c falsch), und Bits sind keineswegs nur für Merker da (d falsch).

Wie sind die acht Bits innerhalb eines Bytes nummeriert?

  • a) Von 0 bis 7
  • b) Von 1 bis 8
  • c) Von 7 bis 14
  • d) Von 0 bis 15

Richtig: a)

Die Bitzählung beginnt bei 0 und endet bei 7 — das sind acht Stellen. Genau diese Zählung taucht später in der Adresse hinter dem Punkt wieder auf. Eine Zählung von 1 bis 8 (b) gibt es nicht, c ergibt keine acht Stellen, und 0 bis 15 (d) wären 16 Bit, also ein ganzes Wort.

4. Das Adressformat: Byte.Bit lesen und schreiben

Jetzt setzt sich alles zusammen. Eine Bit-Adresse besteht aus drei Teilen: dem Operandenkennzeichen, der Byteadresse, einem Punkt und der Bitadresse. Am Beispiel E0.0:

  • E ist das Operandenkennzeichen — hier ein Eingang.
  • 0 vor dem Punkt ist die Byteadresse — das nullte Byte.
  • .0 nach dem Punkt ist die Bitadresse — das nullte Bit in diesem Byte.

Gelesen also: erstes Bit des ersten Eingangsbytes. Bei A4.7 entsprechend: das achte Bit (Bit 7) des fünften Ausgangsbytes (Byte 4). Bei M10.3: das vierte Bit (Bit 3) des elften Merkerbytes (Byte 10).

Die Bitadresse läuft immer von 0 bis 7, weil ein Byte nun einmal acht Bit hat. Nach E0.7 kommt also nicht E0.8 — diese Adresse existiert nicht. Stattdessen springt es ins nächste Byte: E1.0. Das ist eine der häufigsten Stolperfallen beim Adressieren.

Daneben gibt es Adressen, die nicht ein einzelnes Bit, sondern eine ganze Datenbreite ansprechen. Sie tragen einen zusätzlichen Buchstaben für die Breite und haben keinen Punkt mehr:

Schreibweise Bedeutung Breite
E0.0 Eingangs-Bit 1 Bit
EB0 Eingangs-Byte 0 8 Bit
EW0 Eingangs-Wort ab Byte 0 16 Bit
MB10 Merker-Byte 10 8 Bit
MW10 Merker-Wort ab Byte 10 16 Bit

Ein Wort wie EW0 umfasst dabei zwei aufeinanderfolgende Bytes — also Byte 0 und Byte 1 zusammen. Das nächste lückenlose Wort wäre EW2.

Klassische und IEC-Schreibweise

In der Praxis trifft man auf zwei Schreibweisen für dasselbe. Die klassische Schreibweise (lange durch Siemens geprägt) nutzt die deutschen Kennzeichen E, A, M. Die genormte Schreibweise nach IEC 61131-3 nutzt englische Kennzeichen mit vorangestelltem Prozentzeichen und einem zusätzlichen Buchstaben für die Datenbreite (X für Bit, B für Byte, W für Wort).

Klassisch IEC 61131-3 Bedeutung
E0.0 %IX0.0 Eingangs-Bit 0.0
A4.7 %QX4.7 Ausgangs-Bit 4.7
M10.3 %MX10.3 Merker-Bit 10.3
EB0 %IB0 Eingangs-Byte 0
EW0 %IW0 Eingangs-Wort 0
MW10 %MW10 Merker-Wort 10

Beide meinen exakt denselben Speicherplatz. Welche Schreibweise im Programm erscheint, hängt vom Hersteller und der Programmierumgebung ab — verstehen muss man beide.

Gelöstes Beispiel

Ein Merker hat die Adresse M10.7. Welche Adresse hat das unmittelbar darauf folgende Bit?

Gegeben: Ausgangsadresse: M10.7

Gesucht: nächste Bit-Adresse

Lösungsweg:

  1. Bitadresse prüfen: Die Bitadresse läuft nur von 0 bis 7. Mit .7 ist das letzte Bit des Bytes 10 erreicht. Eine Adresse M10.8 gibt es nicht.
  2. ins nächste Byte springen: Das nächste Bit liegt im darauffolgenden Byte, also Byte 11, und dort beim untersten Bit 0.

Ergebnis: M11.0

Übungen

Welche Adresse folgt unmittelbar auf E0.3?

Lösung: E0.4 — die Bitadresse erhöht sich um eins und bleibt innerhalb des Bytes, weil 4 noch ≤ 7 ist.

Aus wie vielen Bytes besteht ein Eingangs-Wort EW0, und welche beiden Bytes umfasst es?

Lösung: Ein Wort besteht aus 2 Bytes. EW0 umfasst Byte 0 und Byte 1.

Übersetze die klassischen Adressen A2.5 und MW20 in die IEC-Schreibweise nach IEC 61131-3.

Lösung: A2.5 → %QX2.5 (Q für Ausgang, X für Bit). MW20 → %MW20 (M für Merker, W für Wort).

Ein digitaler Eingang hat die Adresse E1.0. Wie viele einzelne Bit-Eingänge sind in den Bytes 0 und 1 zusammen theoretisch adressierbar, und welches ist das mit der höchsten Adresse?

Lösung: Pro Byte 8 Bit, also 2 × 8 = 16 Bit. Das höchste ist E1.7.

Die IEC-Adresse %IW4 ist gegeben. Welche zwei Byteadressen belegt dieses Wort, und wie lautet die klassische Schreibweise?

Lösung: Ein Wort ab Byte 4 belegt Byte 4 und Byte 5. Klassisch geschrieben EW4.

Welche Adresse folgt direkt auf A0.7?

  • a) A0.8
  • b) A1.0
  • c) A1.7
  • d) A0.0

Richtig: b)

Mit .7 ist das letzte Bit von Byte 0 erreicht. A0.8 existiert nicht, weil die Bitadresse bei 7 endet (a falsch). Es geht ins nächste Byte beim untersten Bit: A1.0 (b richtig). A1.7 würde sieben Bits überspringen (c falsch), und A0.0 wäre ein Rücksprung zum Anfang (d falsch).

Was bezeichnet die Adresse MW10?

  • a) Das zehnte Merker-Bit
  • b) Einen einzelnen Merker im Byte 10, Bit 10
  • c) Zehn aufeinanderfolgende Merker-Bytes
  • d) Ein Merker-Wort, das die Bytes 10 und 11 umfasst

Richtig: d)

Der Buchstabe W steht für Wort, also 16 Bit bzw. 2 Byte. MW10 beginnt bei Byte 10 und umfasst Byte 10 und 11 (d richtig). Ein einzelnes Bit hätte einen Punkt (a und b falsch — Bit 10 gibt es ohnehin nicht, da nur 0–7). Zehn Bytes (c) sind nicht gemeint.

Die IEC-Adresse %QX4.2 entspricht welcher klassischen Schreibweise?

  • a) E4.2
  • b) M4.2
  • c) A4.2
  • d) AW4

Richtig: c)

Im IEC-Format steht Q für Output, also Ausgang — klassisch das Kennzeichen A. X bedeutet Bit, der Rest 4.2 bleibt gleich. Damit ist A4.2 korrekt (c). E wäre Eingang (a), M Merker (b), und AW4 (d) wäre ein Wort statt eines Bits.

Warum kann es keine Adresse E5.9 geben?

  • a) Weil die Bitadresse höchstens bis 7 läuft
  • b) Weil Byte 5 nicht existiert
  • c) Weil Eingänge nur bis Byte 4 gehen
  • d) Weil nach dem Punkt nur gerade Zahlen erlaubt sind

Richtig: a)

Ein Byte hat acht Bit, nummeriert von 0 bis 7. Eine Bitadresse 9 (oder auch 8) liegt außerhalb dieses Bereichs (a richtig). Byte 5 ist völlig zulässig (b falsch), Eingänge sind nicht auf Byte 4 begrenzt (c falsch), und es gibt keine Beschränkung auf gerade Zahlen (d falsch).

5. Von der Klemme zur Adresse — Zuordnung in der Praxis

In der Werkstatt steht man vor einer realen Baugruppe mit einer Klemmenleiste. Daran sind Drähte angeschlossen. Im Programm tauchen Adressen wie E0.0 auf. Die Brücke zwischen beidem ist die Zuordnungsliste (oft kurz ZUL genannt) — eine Tabelle, die jeder Klemme bzw. jedem Signal eine Adresse und einen Klartextnamen zuordnet.

Eine solche Liste sieht im Kern so aus:

Signal (Klartext) Adresse Bauteil Funktion
Starttaster E0.0 Taster S1 Anlage starten
Stopptaster E0.1 Taster S2 Anlage stoppen
Endschalter oben E0.2 Schalter B1 Position erreicht
Motorschütz A4.0 Schütz K1 Antrieb ein
Meldeleuchte A4.1 Leuchte H1 Betriebsanzeige

Mit dieser Liste arbeitet man in beide Richtungen: vom Stromlaufplan zur Adresse (welche Adresse bekommt der Draht an Klemme X?) und von der Adresse zum Bauteil (welches Gerät schaltet das Programm, wenn A4.0 gesetzt wird?).

Wie eine Baugruppe den Adressraum belegt

Hier liegt der entscheidende Punkt für die Praxis. Eine Digital-Eingangsbaugruppe hat nicht ein Bit, sondern viele Kanäle — typischerweise 8, 16 oder 32. Jeder Kanal ist eine Klemme, und jeder Klemme belegt genau ein Bit im Adressraum.

Eine 16-Kanal-Digitaleingangskarte belegt also 16 Bit. Und 16 Bit sind genau zwei Bytes. Beginnt die Karte an der Startadresse Byte 0, dann gilt:

  • Die ersten 8 Kanäle liegen in Byte 0: E0.0 bis E0.7
  • Die nächsten 8 Kanäle liegen in Byte 1: E1.0 bis E1.7

Der erste Kanal der Karte ist E0.0, der letzte ist E1.7. Wer also auf der Klemmenleiste den neunten Eingangskanal verdrahtet, muss im Programm E1.0 ansprechen — nicht E0.8, denn diese Adresse existiert nicht. Genau dieser Sprung von Byte 0 ins Byte 1 ist es, der in der Praxis am häufigsten verwirrt: Die Klemme ist physisch die neunte in der Reihe, die Adresse springt aber auf ein neues Byte.

Absolute und symbolische Adressierung

E0.0 is eine absolute Adresse — sie zeigt direkt auf den physischen Speicherplatz. Daneben gibt es die symbolische Adressierung: Statt E0.0 schreibt man im Programm den Klartextnamen, etwa Starttaster. Die Programmierumgebung verknüpft den Namen über die Zuordnungsliste mit der absoluten Adresse.

Symbolische Namen machen ein Programm lesbar. Eine Zeile wie „wenn Starttaster und nicht Stopptaster, dann Motorschütz“ versteht man auf Anhieb. Dieselbe Zeile mit E0.0, E0.1 und A4.0 erfordert ständiges Nachschlagen in der Zuordnungsliste. In der modernen Programmierung arbeitet man deshalb fast durchgehend symbolisch — die absolute Adresse läuft im Hintergrund mit.

Eine 16-Kanal-Digitaleingangskarte beginnt an der Startadresse Byte 0. Welche Adresse hat ihr zwölfter Kanal?

  • a) E1.3
  • b) E0.11
  • c) E1.4
  • d) E0.12

Richtig: a)

Die ersten 8 Kanäle liegen in Byte 0 (E0.0 bis E0.7). Der zwölfte Kanal ist der vierte im zweiten Byte. Der neunte Kanal ist E1.0, der zehnte E1.1, der elfte E1.2, der zwölfte E1.3 (a richtig). E0.11 und E0.12 existieren nicht, weil die Bitadresse bei 7 endet (b und d falsch). E1.4 wäre der dreizehnte Kanal (c falsch).

Wofür dient die Zuordnungsliste in der Praxis?

  • a) Sie speichert die Programmlogik der SPS
  • b) Sie ersetzt das Prozessabbild der Eingänge
  • c) Sie legt die Zykluszeit der Steuerung fest
  • d) Sie verknüpft Klemme, absolute Adresse und Klartextname miteinander

Richtig: d)

Die Zuordnungsliste ist die Brücke zwischen Hardware und Programm: Sie ordnet jeder Klemme eine Adresse und einen sprechenden Namen zu (d richtig). Die Programmlogik steht im Programm selbst (a falsch), das Prozessabbild ist ein Speicherbereich und wird nicht ersetzt (b falsch), und mit der Zykluszeit hat sie nichts zu tun (c falsch).

Zwei 16-Kanal-Digitaleingangskarten sind nebeneinander angeschlossen. Die erste beginnt bei Byte 0. Bei welcher Adresse beginnt der erste Kanal der zweiten Karte?

  • a) E1.8
  • b) E1.0
  • c) E2.0
  • d) E16.0

Richtig: c)

Die erste Karte belegt mit 16 Kanälen die Bytes 0 und 1 vollständig. Die zweite Karte beginnt damit beim nächsten freien Byte, also Byte 2, beim untersten Bit: E2.0 (c richtig). E1.8 existiert nicht (a falsch), E1.0 gehört noch zur ersten Karte (b falsch), und E16.0 verwechselt die Kanalzahl mit der Byteadresse (d falsch).

Was ist der Vorteil der symbolischen gegenüber der rein absoluten Adressierung?

  • a) Sie arbeitet ohne Prozessabbild und ist dadurch schneller
  • b) Sie macht das Programm durch Klartextnamen lesbarer
  • c) Sie benötigt keine Zuordnung zur physischen Klemme
  • d) Sie ist die einzige Möglichkeit, Merker anzusprechen

Richtig: b)

Symbolische Namen wie Starttaster machen den Programmcode auf einen Blick verständlich (b richtig). Am Prozessabbild ändert sich nichts (a falsch), und die Verknüpfung zur physischen Klemme bleibt bestehen — sie läuft nur über den symbolischen Namen (c falsch). Merker lassen sich genauso absolut wie symbolisch ansprechen (d falsch).

Abschlusstest

Aufgabe 1: Gegeben ist die Bit-Adresse M10.7. Bestimme die nächsten drei aufeinanderfolgenden Bit-Adressen.

Gegeben: Ausgangsadresse M10.7

Gesucht: die drei folgenden Bit-Adressen

Lösungsweg:

Bit 7 ist das letzte Bit des Bytes 10. Das nächste Bit liegt im Byte 11 bei Bit 0, danach Bit 1, danach Bit 2.

Ergebnis: M11.0, M11.1, M11.2

Aufgabe 2: Eine 16-Kanal-Digitaleingangskarte beginnt an der Startadresse Byte 4. Bestimme die Adresse des ersten und des letzten Kanals.

Gegeben: 16 Kanäle, Startadresse Byte 4

Gesucht: Adresse erster und letzter Kanal

Lösungsweg:

16 Kanäle belegen 2 Bytes, also Byte 4 und Byte 5. Erster Kanal ist das unterste Bit des ersten Bytes, letzter Kanal das oberste Bit des zweiten Bytes.

Ergebnis: erster Kanal E4.0, letzter Kanal E5.7

Aufgabe 3: Übersetze die folgenden klassischen Adressen in die IEC-Schreibweise nach IEC 61131-3: E0.4, A12.0, MW8.

Gegeben: drei klassische Adressen

Gesucht: jeweils die IEC-Schreibweise

Lösungsweg:

E → %I, A → %Q, M → %M; Bit erhält X, Wort erhält W; Prozentzeichen voranstellen.

Ergebnis: E0.4 → %IX0.4, A12.0 → %QX12.0, MW8 → %MW8

Aufgabe 4: Ein Eingangs-Wort EW0 is gegeben. Bestimme, welche Byteadressen es belegt und welche einzelne Bit-Adresse das oberste Bit dieses Wortes trägt.

Gegeben: EW0

Gesucht: belegte Bytes und oberstes Bit

Lösungsweg:

Ein Wort umfasst 2 Bytes ab der angegebenen Adresse, also Byte 0 und Byte 1. Das oberste Bit liegt im höherwertigen Byte (Byte 1) bei Bit 7.

Ergebnis: belegt Byte 0 und Byte 1; oberstes Bit E1.7

Ein Operand wird im Programm als %MX5.4 geschrieben. Was bezeichnet er?

  • a) Ein Ausgangs-Bit
  • b) Ein Merker-Bit in Byte 5, Bit 4
  • c) Ein Merker-Wort ab Byte 5
  • d) Ein Eingangs-Byte

Richtig: b)

M steht für Merker, X für Bit, danach Byte 5 und Bit 4. Das ist ein Merker-Bit (b richtig). Ein Ausgang hätte Q (a falsch), ein Wort hätte W statt X und keinen Punkt (c falsch), ein Eingang hätte I (d falsch).

Welche der folgenden Adressen ist ungültig?

  • a) M0.8
  • b) E3.0
  • c) A12.7
  • d) M255.5

Richtig: a)

Die Bitadresse läuft nur von 0 bis 7. M0.8 liegt außerhalb dieses Bereichs und ist damit ungültig (a). E3.0 und A12.7 sind regulär, und auch M255.5 ist formal korrekt aufgebaut — eine hohe Byteadresse ist erlaubt, solange die Bitadresse 0–7 bleibt.

Ein digitaler Näherungsschalter und ein analoger Drucksensor sollen an eine SPS angeschlossen werden. Welche Aussage zur Datenbreite ist korrekt?

  • a) Beide belegen je ein Bit
  • b) Beide belegen je ein Wort
  • c) Der Näherungsschalter belegt ein Bit, der Drucksensor ein Wort
  • d) Der Näherungsschalter belegt ein Wort, der Drucksensor ein Bit

Richtig: c)

Ein digitaler Schalter kennt nur zwei Zustände und belegt deshalb ein Bit. Ein analoger Messwert braucht einen feinen Wertebereich und belegt ein Wort (16 Bit). Damit ist c richtig, alle anderen Kombinationen sind falsch.

Eine 8-Kanal-Digitalausgangskarte beginnt bei Byte 4. Welcher der folgenden Kanäle gehört NICHT zu dieser Karte?

  • a) A4.0
  • b) A4.7
  • c) A4.3
  • d) A5.0

Richtig: d)

Eine 8-Kanal-Karte belegt genau ein Byte, hier Byte 4 mit den Bits A4.0 bis A4.7. A5.0 liegt bereits im nächsten Byte und gehört nicht mehr dazu (d richtig). Die übrigen drei liegen alle innerhalb von Byte 4.

Im Programm steht der symbolische Operand Stopptaster. Worauf zeigt dieser Name letztlich?

  • a) Auf einen frei wählbaren Wert ohne Hardware-Bezug
  • b) Auf eine absolute Adresse, die in der Zuordnungsliste hinterlegt ist
  • c) Auf die Zykluszeit der Steuerung
  • d) Auf einen Merker, der nie beschrieben werden darf

Richtig: b)

Ein symbolischer Name ist über die Zuordnungsliste fest mit einer absoluten Adresse — und damit mit einer realen Klemme — verknüpft (b richtig). Er hat sehr wohl Hardware-Bezug (a falsch), nichts mit der Zykluszeit zu tun (c falsch) und ist nicht zwingend ein Merker (d falsch).

Warum laufen Eingänge und Ausgänge in der SPS über ein Prozessabbild und nicht direkt über die Klemme?

  • a) Weil das Programm während eines Zyklus mit einem stabilen, eingefrorenen Abbild arbeitet
  • b) Weil Klemmen keine elektrischen Signale führen
  • c) Weil Merker sonst nicht funktionieren würden
  • d) Weil das Prozessabbild die Verdrahtung ersetzt

Richtig: a)

Das Prozessabbild wird zu Zyklusbeginn eingelesen, danach arbeitet das Programm mit diesem stabilen Stand — das verhindert, dass sich ein Eingang mitten in der Bearbeitung ändert (a richtig). Klemmen führen sehr wohl Signale (b falsch), mit der Funktion der Merker hat das nichts zu tun (c falsch), und die Verdrahtung wird nicht ersetzt (d falsch).

Welche IEC-Adresse entspricht der klassischen Adresse EW2?

  • a) %IX2
  • b) %IB2
  • c) %IW2
  • d) %QW2

Richtig: c)

E → %I, das W für Wort bleibt erhalten, die Adresse 2 ebenfalls: %IW2 (c richtig). %IX2 wäre ein Bit (a falsch), %IB2 ein Byte (b falsch), %QW2 ein Ausgangs-Wort (d falsch).

Auf der Klemmenleiste einer 16-Kanal-Eingangskarte (Start bei Byte 0) wird der 9. Kanal verdrahtet. Welche Adresse muss im Programm verwendet werden?

  • a) E0.8
  • b) E0.9
  • c) E9.0
  • d) E1.0

Richtig: d)

Die ersten 8 Kanäle füllen Byte 0 (E0.0 bis E0.7). Der 9. Kanal springt ins nächste Byte beim untersten Bit: E1.0 (d richtig). E0.8 und E0.9 existieren nicht, weil die Bitadresse bei 7 endet (a und b falsch), und E9.0 verwechselt die Kanalnummer mit der Byteadresse (c falsch).

Welche Aufgabe hat ein Merker, die ein Eingang nicht erfüllen kann?

  • a) Er liest Sensorsignale direkt von der Klemme
  • b) Er hält einen intern berechneten Zustand über mehrere Zyklen fest
  • c) Er schaltet einen Aktor direkt an
  • d) Er ersetzt die Zuordnungsliste

Richtig: b)

Der Merker speichert intern, etwa ein Zwischenergebnis oder einen gemerkten Zustand, der unabhängig vom momentanen Klemmenzustand bestehen bleibt (b richtig). Sensorsignale liest der Eingang (a falsch), einen Aktor schaltet der Ausgang (c falsch), und mit der Zuordnungsliste hat der Merker nichts zu tun (d falsch).

Ein Programmierer findet im Code den Operanden MB20. Was ist gemeint?

  • a) Ein Merker-Byte mit 8 Bit ab Byteadresse 20
  • b) Das zwanzigste Merker-Bit
  • c) Ein Merker-Wort ab Byte 20
  • d) Zwanzig Merker-Bytes hintereinander

Richtig: a)

Der Buchstabe B steht für Byte, also 8 Bit, ab der Byteadresse 20 (a richtig). Ein einzelnes Bit hätte einen Punkt (b falsch), ein Wort hätte W (c falsch), und MB20 bezeichnet ein einzelnes Byte, nicht zwanzig (d falsch).

Bei der Inbetriebnahme wird der Endschalter B1 (laut Zuordnungsliste E0.2) von Hand betätigt. In der Steuerung geht stattdessen die Adresse E0.3 auf 1. Was ist die wahrscheinlichste Ursache?

  • a) Das Prozessabbild ist defekt
  • b) Die Bitadressierung der SPS funktioniert grundsätzlich nicht
  • c) Zwei Drähte auf der Klemmenleiste sind vertauscht
  • d) Der Endschalter ist ein analoges Bauteil

Richtig: c)

Wenn das richtige Bauteil betätigt wird, aber die falsche — und zwar benachbarte — Adresse reagiert, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit zwei nebeneinanderliegende Klemmen vertauscht verdrahtet (c richtig). Ein grundsätzlicher Defekt von Prozessabbild oder Adressierung (a, b) würde sich nicht so gezielt zeigen, und ein Endschalter ist ein digitales Bauteil (d falsch).

Eine erste 16-Kanal-Eingangskarte belegt die Bytes 0 und 1. Eine zweite identische Karte folgt direkt. Welche Adresse hat der letzte Kanal der zweiten Karte?

  • a) E2.7
  • b) E3.8
  • c) E4.0
  • d) E3.7

Richtig: d)

Die zweite Karte beginnt bei Byte 2 und belegt mit 16 Kanälen die Bytes 2 and 3. Der letzte Kanal ist das oberste Bit von Byte 3: E3.7 (d richtig). E2.7 wäre der achte Kanal der zweiten Karte (a falsch), E3.8 existiert nicht (b falsch), und E4.0 läge schon hinter der Karte (c falsch).

Glossar

Operand
die vollständige Bezeichnung eines Signals im SPS-Programm, bestehend aus Operandenkennzeichen und Adresse, z. B. E0.0.
Operandenkennzeichen
der Buchstabe, der die Art des Signals angibt: E (Eingang), A (Ausgang), M (Merker).
Eingang (E / I)
Operandenbereich für eingelesene Signale von Sensoren und Tastern; wird vom Programm nur gelesen.
Ausgang (A / Q)
Operandenbereich für Schaltbefehle an Aktoren wie Schütze, Ventile und Leuchten; wird vom Programm gesetzt.
Merker (M)
interne Speicherzelle ohne physischen Anschluss, dient zum Festhalten von Zwischenergebnissen und Zuständen.
Bit
kleinste Dateneinheit mit den Werten 0 oder 1; ein digitaler Ein- oder Ausgang belegt genau ein Bit.
Byte
Zusammenfassung von 8 Bit, die von 0 bis 7 nummeriert sind.
Wort
Datenbreite von 16 Bit bzw. 2 Byte, z. B. für Analogwerte.
Doppelwort
Datenbreite von 32 Bit bzw. 4 Byte für große Zahlenwerte.
Byte.Bit-Adresse
Adressformat für ein einzelnes Bit, bestehend aus Byteadresse, Punkt und Bitadresse (0–7), z. B. M10.3.
Absolute Adressierung
direkte Angabe des physischen Speicherplatzes über die feste Adresse wie E0.0.
Symbolische Adressierung
Ansprechen eines Signals über einen Klartextnamen (z. B. Starttaster), der über die Zuordnungsliste mit der absoluten Adresse verknüpft ist.
Zuordnungsliste (ZUL)
Tabelle, die jeder Klemme bzw. jedem Signal eine absolute Adresse und einen Klartextnamen zuordnet; Brücke zwischen Verdrahtung und Programm.
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