Sanftanlaufgeräte

Ein Drehstrom-Asynchronmotor, der direkt ans Netz geschaltet wird, zieht im ersten Moment ein Vielfaches seines Nennstroms und reißt mit voller Kraft an. Für kleine Motoren ist das egal. Bei größeren Antrieben wird daraus ein echtes Problem: das Netz bricht ein, Getriebe und Riemen bekommen einen Schlag, Förderbänder rucken an. Das Sanftanlaufgerät – oft Softstarter genannt – löst genau das, indem es die Motorspannung beim Start kontrolliert hochfährt. In diesem Beitrag geht es darum, wie das technisch funktioniert, welche Parameter man einstellt und wann ein Softstarter die richtige Wahl ist – und wann nicht.

Vorwissen

  • Drehstrom-Asynchronmotor – Aufbau und Funktion
  • Thyristor und Triac
  • Anlaufverfahren im Überblick

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • erklären, warum der Direktanlauf bei größeren Motoren Probleme macht und wie ein Sanftanlaufgerät diese löst
  • den Aufbau eines Softstarters mit antiparallelen Thyristoren und das Prinzip der Phasenanschnittsteuerung beschreiben
  • den Zusammenhang zwischen Startspannung, Anlaufstrom und Anlaufmoment quantitativ angeben (I ~ U, M ~ U²)
  • die wichtigsten Einstellparameter und Betriebsfunktionen eines Softstarters benennen
  • ein Sanftanlaufgerät grob auswählen und gegen Stern-Dreieck und Frequenzumrichter abgrenzen

1. Warum überhaupt sanft anlaufen?

Schaltet man einen Drehstrom-Asynchronmotor direkt ans Netz (die sogenannte Direkteinschaltung, kurz DOL für „direct on line“), passieren zwei Dinge gleichzeitig: Der Motor zieht einen Anlaufstrom, der typisch beim Fünf- bis Achtfachen des Nennstroms liegt, und er entwickelt sofort sein volles Anzugsmoment.

Der hohe Strom belastet das Netz. Bei großen Motoren sackt die Spannung am Anschlusspunkt kurz ab – Lampen flackern, empfindliche Geräte in der Nähe können aussteigen. Die Energieversorger schreiben deshalb ab bestimmten Motorleistungen vor, dass der Anlaufstrom begrenzt werden muss.

Das schlagartige Anzugsmoment ist die zweite Baustelle. Eine Pumpe, die aus dem Stand sofort mit vollem Drehmoment hochgerissen wird, schickt einen Druckstoß durch die Rohrleitung. Ein Förderband ruckt an und überlastet Kupplung und Getriebe. Riementriebe rutschen oder verschleißen schneller. Mechanisch ist der harte Anlauf oft schädlicher als der Strom.

Es gibt mehrere Wege, den Anlauf zu entschärfen. Die Stern-Dreieck-Schaltung schaltet den Motor zuerst in Stern und reduziert so Strom und Moment in festen Stufen. Der Frequenzumrichter regelt Spannung und Frequenz gemeinsam und kann den Motor auch im Betrieb in der Drehzahl verstellen. Das Sanftanlaufgerät sitzt dazwischen: Es senkt die Spannung stufenlos ab, lässt die Frequenz aber unverändert. Damit ist es einfacher und günstiger als ein Frequenzumrichter, aber feiner und schonender als die starre Stern-Dreieck-Umschaltung. Für alles, was nur sanft anlaufen und auslaufen soll – ohne Drehzahlverstellung im Betrieb – ist der Softstarter die passende Lösung.

Ein Förderbandantrieb mit großem Getriebe soll vor allem mechanisch geschont werden. Welche Aussage trifft den eigentlichen Grund für einen Sanftanlauf hier am besten?

  • a) Der reduzierte Anlaufstrom verhindert das Durchbrennen der Wicklung
  • b) Das stufenlos ansteigende Drehmoment vermeidet ruckartige Stöße auf Getriebe und Kupplung
  • c) Die geringere Frequenz senkt die Drehzahl dauerhaft
  • d) Der Sanftanlauf erhöht das verfügbare Anzugsmoment

Richtig: b)

Bei einem Getriebeantrieb steht die mechanische Schonung im Vordergrund – das langsam ansteigende Moment ist hier der Hauptnutzen (b). Antwort a verwechselt Ursache und Wirkung; der Motor brennt beim DOL-Anlauf normalerweise nicht durch. c ist falsch, weil der Softstarter die Frequenz nicht verändert. d ist sogar gegenteilig: Der Sanftanlauf reduziert das Anzugsmoment.

Warum schreiben Energieversorger ab einer bestimmten Motorleistung eine Anlaufstrombegrenzung vor?

  • a) Weil hohe Anlaufströme die Motorlager beschädigen
  • b) Weil der Energieversorger sonst mehr Wirkleistung abrechnen müsste
  • c) Weil der Anlaufstrom die Netzfrequenz absenkt
  • d) Weil der hohe Anlaufstrom am Anschlusspunkt einen Spannungseinbruch verursacht, der andere Verbraucher stört

Richtig: d)

Der kurzzeitig sehr hohe Anlaufstrom erzeugt an den Netzimpedanzen einen Spannungsabfall, sodass die Spannung am Anschlusspunkt einbricht und benachbarte Verbraucher gestört werden (d). a betrifft die Mechanik des eigenen Motors, nicht das Netz. b ist abrechnungstechnischer Unsinn. c ist falsch – die Netzfrequenz wird durch einen einzelnen Motoranlauf praktisch nicht beeinflusst.

2. Aufbau und Funktionsprinzip

Das Herz eines Sanftanlaufgeräts sind Thyristoren – steuerbare Halbleiterschalter, die Strom erst durchlassen, wenn man sie über einen Zündimpuls am Steueranschluss („Gate“) einschaltet. Ein einzelner Thyristor leitet nur in eine Richtung. Für Wechselstrom braucht man deshalb pro Phase zwei Thyristoren, die antiparallel geschaltet sind – also gegeneinander, sodass einer die positive und der andere die negative Halbwelle übernimmt.

Der Trick heißt Phasenanschnittsteuerung. Statt die Spannung früh in jeder Halbwelle durchzulassen, zündet die Steuerelektronik die Thyristoren erst später – ein Stück nach dem Nulldurchgang. Je später der Zündzeitpunkt, desto kleiner das durchgelassene Spannungsstück, desto kleiner die effektive Spannung am Motor. Fährt die Elektronik den Zündzeitpunkt während des Anlaufs langsam nach vorne, steigt die effektive Spannung von einem niedrigen Startwert stufenlos bis zur vollen Netzspannung. Diesen Anstieg nennt man die Spannungsrampe.

So entsteht der sanfte Anlauf: Der Motor bekommt am Anfang nur einen Bruchteil der Spannung, dadurch wenig Strom und wenig Moment, und wird dann gleichmäßig „hochgefahren“, bis er bei voller Spannung seine Nenndrehzahl erreicht hat.

2-phasige und 3-phasige Steuerung

Nicht jeder Softstarter steuert alle drei Phasen an. Man unterscheidet zwei Bauarten:

Beim 3-phasig gesteuerten Gerät sitzt in jeder der drei Phasen ein antiparalleles Thyristorpaar. Alle drei Phasen werden gleichmäßig angeschnitten, der Motor bekommt ein symmetrisches Drehspannungssystem mit reduzierter Amplitude.

Beim 2-phasig gesteuerten Gerät sind nur in zwei Phasen Thyristoren verbaut. Die dritte Phase ist direkt durchverbunden. Das spart ein Thyristorpaar und damit Kosten. Der Nachteil: Während der Anschnittphase fließen in den drei Phasen unterschiedlich große Ströme – das System läuft asymmetrisch. Das erzeugt zusätzliche Oberschwingungen und eine ungleichmäßige Erwärmung im Motor. Sobald der Hochlauf abgeschlossen ist und volle Spannung anliegt, verschwindet die Asymmetrie wieder.

Welche Bauart sinnvoll ist, hängt vom Einsatz ab – darauf kommen wir in Kapitel 5 zurück.

Netz L1 L2 L3 L1 L2 L3 Steuer- elektronik M 3~ je Phase: 2 antiparallele Thyristoren
Prinzipschaltbild eines 3-phasig gesteuerten Softstarters

Warum sind in einem Softstarter pro Phase zwei antiparallele Thyristoren nötig und nicht nur einer?

  • a) Um die doppelte Stromtragfähigkeit zu erreichen
  • b) Weil ein einzelner Thyristor nur eine Stromrichtung leitet, beim Wechselstrom aber beide Halbwellen geschaltet werden müssen
  • c) Um eine Redundanz bei Ausfall eines Thyristors zu schaffen
  • d) Weil der zweite Thyristor die Frequenz halbiert

Richtig: b)

Ein Thyristor leitet nur in Durchlassrichtung, also nur eine Halbwelle. Beim Wechselstrom müssen positive und negative Halbwelle gesteuert werden, dafür braucht es das antiparallele Paar (b). a ist nicht der Grund – die Stromtragfähigkeit ergibt sich aus dem einzelnen Bauteil. c beschreibt keine übliche Auslegung. d ist physikalisch falsch.

Bei der Phasenanschnittsteuerung wird der Zündzeitpunkt der Thyristoren während des Anlaufs schrittweise nach vorne (näher zum Nulldurchgang) verschoben. Was bewirkt das?

  • a) Die Netzfrequenz steigt
  • b) Die effektive Motorspannung sinkt kontinuierlich
  • c) Die effektive Motorspannung steigt von einem niedrigen Startwert bis zur vollen Netzspannung
  • d) Der Motor wird in Stern geschaltet

Richtig: c)

Je früher (näher am Nulldurchgang) gezündet wird, desto größer das durchgelassene Spannungsstück und desto höher die effektive Spannung. Über den Anlauf nach vorne verschoben, steigt die Spannung also bis zum Vollwert (c). b beschreibt die umgekehrte Richtung. a und d haben mit der Anschnittsteuerung nichts zu tun.

Ein 2-phasig gesteuertes Sanftanlaufgerät wird eingesetzt. Welche Aussage über den Hochlauf ist korrekt?

  • a) Während der Anschnittphase fließen in den drei Phasen unsymmetrische Ströme
  • b) Es können grundsätzlich keine Asynchronmotoren betrieben werden
  • c) Die dritte Phase wird über ein zusätzliches Thyristorpaar geregelt
  • d) Die Asymmetrie bleibt auch nach Erreichen der vollen Spannung bestehen

Richtig: a)

Beim 2-phasigen Gerät ist eine Phase direkt durchverbunden, die beiden anderen werden angeschnitten – während des Hochlaufs entstehen dadurch unsymmetrische Ströme (a). b ist falsch, der Betrieb ist möglich. c widerspricht dem Prinzip (die dritte Phase ist gerade nicht geregelt). d ist falsch: Bei voller Spannung sind alle Phasen wieder symmetrisch.

3. Spannung, Strom und Moment beim Sanftanlauf

Jetzt zum Kern der Sache – und zu der Eigenschaft, die man beim Auslegen verstehen muss. Wenn der Softstarter die Spannung absenkt, ändern sich Strom und Moment nicht im gleichen Verhältnis.

Der Anlaufstrom des Asynchronmotors ist näherungsweise proportional zur Spannung:

I_a ~ U

  • I_a … Anlaufstrom
  • U … Motorspannung

Das Anlaufmoment dagegen ist proportional zum Quadrat der Spannung:

M_a ~ U²

  • M_a … Anlaufmoment
  • U … Motorspannung

Das ist der entscheidende Punkt. Senkt man die Spannung beispielsweise auf 70 % der Nennspannung, sinkt der Strom auf 70 %, das Moment aber auf 0,7² = 49 %, also rund die Hälfte. Bei 50 % Spannung bleiben 50 % Strom, aber nur 25 % Moment übrig.

Daraus folgt die zentrale Praxisregel: Wer den Anlaufstrom stark begrenzt, verliert überproportional viel Anlaufmoment. Wenn die Last ein hohes Losbrechmoment hat – also viel Moment braucht, um überhaupt loszukommen –, kann es passieren, dass der Motor bei zu niedriger Startspannung gar nicht anläuft. Er „hängt“, zieht Strom, kommt aber nicht in Fahrt. Deshalb funktioniert der Sanftanlauf gut bei Lasten, die leicht losbrechen (Pumpen, Lüfter), und schlecht bei Lasten mit hohem Anfahrwiderstand.

Eingestellt wird der Anlauf über drei Hauptgrößen: die Startspannung (wie hoch die Spannung beim Losfahren ist), die Hochlaufzeit (über welche Zeit die Rampe bis zur vollen Spannung läuft) und optional eine Strombegrenzung (eine Obergrenze, die der Anlaufstrom nicht überschreiten darf).

Gelöstes Beispiel

Ein Asynchronmotor zieht beim Direktanlauf 540 A und entwickelt dabei ein Anlaufmoment von 180 Nm. Er wird über einen Softstarter mit einer Startspannung von 60 % der Nennspannung gestartet. Wie groß sind Anlaufstrom und Anlaufmoment beim Sanftanlauf?

Gegeben: Anlaufstrom Direktanlauf I_DOL = 540 A, Anlaufmoment Direktanlauf M_DOL = 180 Nm, Spannungsverhältnis U/U_N = 0,60

Gesucht: Anlaufstrom I_a in A und Anlaufmoment M_a in Nm

Lösungsweg:

  1. Anlaufstrom (proportional zu U):
    I_a = I_DOL · (U/U_N) = 540 A · 0,60 = 324 A
  2. Anlaufmoment (proportional zu U²):
    M_a = M_DOL · (U/U_N)² = 180 Nm · 0,60² = 180 Nm · 0,36 = 64,8 Nm

Ergebnis: Anlaufstrom 324 A, Anlaufmoment 64,8 Nm. Der Strom geht auf 60 % zurück, das Moment auf 36 %.

Übungen

Ein Motor zieht beim Direktanlauf 480 A. Bei welcher Startspannung (in % der Nennspannung) sinkt der Anlaufstrom auf 300 A?

U/U_N = 300/480 = 0,625 → 62,5 % der Nennspannung.

Das Direktanlaufmoment beträgt 200 Nm. Wie groß ist das Anlaufmoment bei 50 % Startspannung?

M_a = 200 Nm · 0,50² = 200 Nm · 0,25 = 50 Nm.

Ein Antrieb braucht ein Losbrechmoment von 70 Nm. Das Direktanlaufmoment des Motors ist 160 Nm. Welche Mindest-Startspannung (in % von U_N) ist nötig, damit der Motor losbricht?

(U/U_N)² = 70/160 = 0,4375 → U/U_N = √0,4375 ≈ 0,661 → mindestens rund 66 % der Nennspannung.

Bei 400 V Nennspannung wird eine Startspannung von 240 V eingestellt. Der Direktanlaufstrom ist 600 A, das Direktanlaufmoment 150 Nm. Berechne beide Anlaufwerte.

U/U_N = 240/400 = 0,60. I_a = 600 A · 0,60 = 360 A. M_a = 150 Nm · 0,60² = 150 Nm · 0,36 = 54 Nm.

Ein Lüfter (geringes Losbrechmoment) soll mit möglichst kleinem Anlaufstrom starten. Der Direktanlaufstrom beträgt 720 A, das verfügbare Direktanlaufmoment 220 Nm, das Lastmoment beim Anfahren rund 30 Nm. Wie weit kann die Startspannung theoretisch abgesenkt werden, bis das Moment knapp nicht mehr ausreicht, und welcher Anlaufstrom ergibt sich dabei?

Grenzbedingung M_a = 30 Nm: (U/U_N)² = 30/220 ≈ 0,1364 → U/U_N ≈ 0,369, also rund 37 %. Anlaufstrom: I_a = 720 A · 0,369 ≈ 266 A. In der Praxis wählt man mit Sicherheitsabstand etwas mehr.

Die Startspannung eines Softstarters wird auf 50 % der Nennspannung eingestellt. Auf welchen Anteil sinken Anlaufstrom und Anlaufmoment?

  • a) Strom 25 %, Moment 50 %
  • b) Strom 50 %, Moment 25 %
  • c) Strom 50 %, Moment 50 %
  • d) Strom 25 %, Moment 25 %

Richtig: b)

I ~ U, also Strom auf 50 %. M ~ U², also Moment auf 0,5² = 25 % (b). Die anderen Antworten vertauschen oder verwechseln die beiden Proportionalitäten.

Ein Antrieb mit hohem Losbrechmoment läuft nach dem Einstellen einer niedrigen Startspannung nicht an, zieht aber Strom. Was ist die plausibelste Ursache?

  • a) Das durch die niedrige Spannung quadratisch reduzierte Anlaufmoment reicht nicht aus, um das Losbrechmoment zu überwinden
  • b) Die Frequenz wurde zu niedrig eingestellt
  • c) Der Thyristor ist defekt
  • d) Der Motor ist falsch gepolt

Richtig: a)

Bei niedriger Startspannung fällt das Moment quadratisch ab und kann unter das Losbrechmoment der Last rutschen – der Motor bleibt stehen und zieht Blockierstrom (a). c wäre ein Hardwarefehler, hier nicht angedeutet. b ist falsch, der Softstarter verändert die Frequenz nicht. d ist bei Drehstrom keine sinnvolle Fehlerursache für dieses Symptom.

Warum eignet sich der Sanftanlauf gut für Pumpen und Lüfter, aber schlecht für Antriebe mit hohem Anfahrwiderstand?

  • a) Pumpen und Lüfter ziehen keinen Anlaufstrom
  • b) Antriebe mit hohem Anfahrwiderstand vertragen keine Thyristoren
  • c) Bei Lüftern ist das Moment proportional zur Spannung statt zum Quadrat
  • d) Pumpen und Lüfter haben ein geringes Losbrechmoment und kommen auch mit reduziertem Moment los

Richtig: d)

Pumpen und Lüfter brechen leicht los, deshalb genügt das reduzierte Anlaufmoment (d). a ist falsch. b ist technischer Unsinn. c ist falsch – die M~U²-Beziehung gilt für den Motor unabhängig von der Lastart.

4. Einstellparameter und Betriebsfunktionen

Über die reinen Anlaufgrößen hinaus bieten Sanftanlaufgeräte eine Reihe von Funktionen, die in der Praxis den Unterschied machen.

Die Startspannung legt fest, mit wie viel Spannung der Motor losfährt. Sie wird so hoch eingestellt, dass der Motor sicher losbricht, aber nicht höher als nötig. Die Hochlaufzeit (oft 1 bis 30 Sekunden) bestimmt, wie lange die Rampe bis zur vollen Spannung dauert – ein langsamer Hochlauf ist schonender, belastet den Motor thermisch aber länger. Die Strombegrenzung kappt den Anlaufstrom auf einen Maximalwert; sie ist wichtig, wenn das Netz oder eine vorgeschaltete Sicherung den Strom nicht hergibt.

Viele Geräte können nicht nur sanft anlaufen, sondern auch sanft auslaufen. Dabei wird die Spannung beim Abschalten kontrolliert heruntergefahren, statt den Motor einfach abzuschalten. Das ist besonders bei Pumpen wertvoll: Beim harten Abschalten einer Pumpe entsteht in der Rohrleitung ein Druckstoß (Wasserschlag), der Leitungen und Armaturen beschädigen kann. Der sanfte Auslauf lässt den Volumenstrom langsam abklingen und vermeidet das.

Nach Abschluss des Hochlaufs läuft der Motor mit voller Netzspannung. Die Thyristoren müssten dann ständig den vollen Motorstrom führen und würden dabei Verlustwärme erzeugen. Deshalb haben many Softstarter ein Bypass-Schütz: Sobald die volle Spannung erreicht ist, überbrückt ein Schütz die Thyristoren und führt den Betriebsstrom direkt. Die Thyristoren sind dann stromlos, das Gerät bleibt kühl, und der Wirkungsgrad steigt. Für den nächsten Sanftauslauf wird das Bypass-Schütz wieder geöffnet.

Schließlich integrieren viele Geräte einen Motorschutz: Überlast, Phasenausfall, zu lange Anlaufzeit (festgefahrener Motor) werden überwacht und führen zur Abschaltung.

Wozu dient das Bypass-Schütz in einem Sanftanlaufgerät?

  • a) Es ersetzt die Thyristoren beim Anlauf
  • b) Es überbrückt nach dem Hochlauf die Thyristoren, damit im Dauerbetrieb keine Verlustwärme an ihnen entsteht
  • c) Es schaltet den Motor in Stern
  • d) Es begrenzt den Anlaufstrom

Richtig: b)

Nach Erreichen der vollen Spannung übernimmt das Bypass-Schütz den Betriebsstrom, die Thyristoren werden stromlos und bleiben kühl (b). a ist falsch – beim Anlauf arbeiten gerade die Thyristoren. c und d beschreiben andere Funktionen.

Bei einer Kreiselpumpe wird der Sanftauslauf aktiviert. Welches Problem soll damit vermieden werden?

  • a) Überhitzung des Motors beim Auslauf
  • b) Ein zu hoher Anlaufstrom
  • c) Ein Druckstoß (Wasserschlag) in der Rohrleitung durch zu schnelles Abschalten
  • d) Phasenausfall im Netz

Richtig: c)

Wird eine Pumpe hart abgeschaltet, reißt der Volumenstrom schlagartig ab und erzeugt einen Druckstoß. Der Sanftauslauf lässt den Strom langsam abklingen (c). a, b und d betreffen andere Vorgänge; der Anlaufstrom (b) spielt beim Auslauf keine Rolle.

5. Auswahl und Einsatz in der Praxis

Sanftanlaufgeräte sind überall dort sinnvoll, wo ein Motor schonend hochlaufen soll, die Drehzahl im Betrieb aber konstant bleibt. Typische Anwendungen sind Pumpen, Lüfter, Förderbänder, Kompressoren und Zentrifugen – also Lasten mit moderatem Losbrechmoment, bei denen der harte Direktanlauf entweder das Netz oder die Mechanik überfordern würde.

Schaltungsart: In-Line und Inside-Delta

Beim Einbau gibt es zwei grundsätzliche Verschaltungen, und die Wahl entscheidet maßgeblich über die Kosten.

Bei der In-Line-Schaltung sitzt das Sanftanlaufgerät einfach in der Netzzuleitung, in Reihe vor dem Motor. Durch das Gerät fließt der volle Motorstrom. Das Gerät muss also für den vollen Motornennstrom ausgelegt sein. Diese Variante ist die einfachste und funktioniert mit jedem Motor.

Bei der Inside-Delta-Schaltung (auch Wurzel-3- oder √3-Schaltung) wird das Sanftanlaufgerät nicht in die Zuleitung, sondern in die einzelnen Dreieckstränge des Motors geschaltet. Voraussetzung ist ein Motor, der alle sechs Wicklungsenden auf dem Klemmenbrett herausführt – wie bei einer Stern-Dreieck-Schaltung. Der Vorteil: Durch die Wicklungsstränge fließt nur der Strangstrom, und der beträgt beim Dreieck nur das 1/√3-Fache des Außenleiterstroms, also rund 58 % des Motornennstroms. Das Sanftanlaufgerät kann dadurch deutlich kleiner und günstiger dimensioniert werden.

I_Strang = I_Leiter / √3 ≈ 0,58 · I_Leiter

  • I_Strang … Strom durch den Dreieckstrang
  • I_Leiter … Außenleiterstrom (Motornennstrom)

Für große Motoren ist das ein erheblicher Kostenfaktor. Auch bestehende Stern-Dreieck-Schaltungen lassen sich oft auf einen Inside-Delta-Softstarter umrüsten, weil die nötige Sechs-Klemmen-Verdrahtung schon vorhanden ist.

2-phasig oder 3-phasig wählen

Die in Kapitel 2 beschriebene Bauart ist ebenfalls ein Auswahlkriterium. 2-phasig gesteuerte Geräte sind günstiger, weil ein Thyristorpaar entfällt. Sie eignen sich für kleinere Antriebe und unkritische Anwendungen, bei denen die kurzzeitige Stromasymmetrie und die zusätzlichen Oberschwingungen während des Hochlaufs nicht stören. 3-phasig gesteuerte Geräte laufen symmetrisch, belasten Motor und Netz gleichmäßiger und sind die Wahl für größere Leistungen und empfindlichere Netze.

Abgrenzung: Was ein Softstarter nicht kann

Der wichtigste Punkt zum Schluss: Ein Sanftanlaufgerät verändert nur die Spannung, nicht die Frequenz. Es kann den Motor sanft anlaufen und auslaufen lassen – die Drehzahl im laufenden Betrieb kann es nicht verstellen. Sobald der Hochlauf abgeschlossen ist, läuft der Motor mit Netzfrequenz auf seiner normalen Drehzahl. Wer die Drehzahl im Betrieb regeln will, braucht einen Frequenzumrichter. Und wo ein sehr hohes Losbrechmoment gefragt ist, stößt der Sanftanlauf an seine Grenze, weil das Moment mit der Spannung quadratisch wegbricht.

Ein 110-kW-Motor mit sechs herausgeführten Wicklungsenden soll möglichst kostengünstig mit Sanftanlauf ausgestattet werden. Welche Schaltungsart ist hier wirtschaftlich vorteilhaft?

  • a) Inside-Delta-Schaltung, weil das Gerät nur für rund 58 % des Nennstroms ausgelegt werden muss
  • b) In-Line-Schaltung, weil sie am einfachsten ist
  • c) Eine reine Stern-Dreieck-Schaltung ohne Softstarter
  • d) Ein Frequenzumrichter, weil er immer billiger ist

Richtig: a)

Bei Inside-Delta fließt durch das Gerät nur der Strangstrom (1/√3 ≈ 58 % des Leiterstroms), was bei großen Motoren eine kleinere und billigere Auslegung erlaubt – die sechs Klemmen sind vorhanden (a). b ignoriert den Kostenvorteil. c liefert keinen Sanftanlauf im eigentlichen Sinn. d ist falsch, ein FU ist in der Regel teurer.

Ein Anlagenplaner möchte die Förderleistung eines Bandantriebs während des Betriebs stufenlos verändern. Ist ein Sanftanlaufgerät dafür geeignet?

  • a) Ja, über die Startspannung lässt sich die Betriebsdrehzahl einstellen
  • b) Ja, über die Strombegrenzung
  • c) Nein, ein Softstarter regelt nur den Anlauf und Auslauf, nicht die Betriebsdrehzahl – dafür ist ein Frequenzumrichter nötig
  • d) Nein, dafür ist eine Stern-Dreieck-Schaltung nötig

Richtig: c)

Der Softstarter verändert nur die Spannung beim Hoch- und Auslauf; im Betrieb läuft der Motor mit Netzfrequenz auf konstanter Drehzahl. Für stufenlose Drehzahlregelung im Betrieb braucht es einen Frequenzumrichter (c). a und b verwechseln Anlaufparameter mit Drehzahlregelung. d ist ebenfalls keine Drehzahlregelung.

Worin liegt der wesentliche Nachteil eines 2-phasig gesteuerten Sanftanlaufgeräts gegenüber einem 3-phasigen?

  • a) Es kann den Motor nicht auslaufen lassen
  • b) Während des Hochlaufs entstehen asymmetrische Ströme und zusätzliche Oberschwingungen
  • c) Es benötigt zwingend sechs Wicklungsenden
  • d) Es kann keinen Bypass nutzen

Richtig: b)

Weil nur zwei Phasen angeschnitten werden und eine direkt durchverbunden ist, fließen während des Hochlaufs unsymmetrische Ströme mit zusätzlichen Oberschwingungen (b). a, c und d sind keine prinzipiellen Eigenschaften der 2-phasigen Bauart.

Abschlusstest

Aufgabe 1: Ein Asynchronmotor zieht beim Direktanlauf 660 A und entwickelt ein Anlaufmoment von 240 Nm. Über einen Softstarter wird mit 65 % der Nennspannung gestartet. Berechne Anlaufstrom und Anlaufmoment beim Sanftanlauf.

Gegeben: I_DOL = 660 A, M_DOL = 240 Nm, U/U_N = 0,65

Gesucht: I_a in A, M_a in Nm

Lösungsweg:

  1. I_a = 660 A · 0,65 = 429 A
  2. M_a = 240 Nm · 0,65² = 240 Nm · 0,4225 = 101,4 Nm

Ergebnis: Anlaufstrom 429 A, Anlaufmoment 101,4 Nm.

Aufgabe 2: Eine Last hat ein Losbrechmoment von 90 Nm. Der Motor liefert beim Direktanlauf 200 Nm. Welche Mindest-Startspannung (in % der Nennspannung) ist nötig, damit der Motor sicher losbricht?

Gegeben: M_Losbrech = 90 Nm, M_DOL = 200 Nm

Gesucht: U/U_N in %

Lösungsweg:

  1. (U/U_N)² = 90/200 = 0,45
  2. U/U_N = √0,45 ≈ 0,671

Ergebnis: mindestens rund 67 % der Nennspannung.

Aufgabe 3: Ein Motor hat einen Außenleiter-Nennstrom von 300 A. Das Sanftanlaufgerät wird in Inside-Delta-Schaltung verbaut. Für welchen Strom muss das Gerät mindestens ausgelegt sein?

Gegeben: I_Leiter = 300 A

Gesucht: I_Strang in A

Lösungsweg:

  1. I_Strang = I_Leiter / √3 = 300 A / 1,732 ≈ 173 A

Ergebnis: rund 173 A, also etwa 58 % des Nennstroms.

Aufgabe 4: Bei 400 V Nennspannung wird die Startspannung auf 220 V eingestellt. Der Direktanlaufstrom beträgt 580 A, das Direktanlaufmoment 175 Nm. Berechne Anlaufstrom und Anlaufmoment.

Gegeben: U_N = 400 V, U_start = 220 V, I_DOL = 580 A, M_DOL = 175 Nm

Gesucht: I_a, M_a

Lösungsweg:

  1. U/U_N = 220/400 = 0,55
  2. I_a = 580 A · 0,55 = 319 A
  3. M_a = 175 Nm · 0,55² = 175 Nm · 0,3025 = 52,9 Nm

Ergebnis: Anlaufstrom 319 A, Anlaufmoment 52,9 Nm.

Welche physikalische Beziehung beschreibt das Verhalten von Anlaufstrom und Anlaufmoment bei abgesenkter Spannung beim Asynchronmotor korrekt?

  • a) Strom sinkt proportional zur Spannung, Moment proportional zum Quadrat der Spannung
  • b) Strom und Moment sinken beide proportional zur Spannung
  • c) Strom sinkt quadratisch, Moment proportional zur Spannung
  • d) Beide sinken proportional zum Quadrat der Spannung

Richtig: a)

I ~ U und M ~ U² – der Strom linear, das Moment quadratisch (a). Die anderen Optionen vertauschen oder verdoppeln die Exponenten falsch.

Ein Softstarter ist in In-Line-Schaltung verbaut. Wie groß ist der Strom durch das Gerät im Vergleich zum Motornennstrom?

  • a) Etwa 58 % des Nennstroms
  • b) Die Hälfte des Nennstroms
  • c) Der volle Motornennstrom
  • d) Das √3-Fache des Nennstroms

Richtig: c)

In der Zuleitung fließt der volle Außenleiterstrom, also der volle Motornennstrom (c). Die 58 % (a) gelten nur für die Inside-Delta-Schaltung. b und d sind falsch.

Welche Aufgabe übernimmt das Bypass-Schütz nach dem Hochlauf?

  • a) Es senkt die Frequenz für den Dauerbetrieb
  • b) Es schaltet von Dreieck auf Stern um
  • c) Es erhöht die Startspannung
  • d) Es überbrückt die Thyristoren, sodass im Betrieb keine Verlustwärme an ihnen entsteht

Richtig: d)

Nach dem Hochlauf führt das Bypass-Schütz den Betriebsstrom, die Thyristoren bleiben stromlos und kühl (d). a, b und c beschreiben Funktionen, die der Softstarter nicht hat.

Warum ist der Sanftanlauf für einen Antrieb mit sehr hohem Losbrechmoment problematisch?

  • a) Weil das Moment mit sinkender Spannung quadratisch abnimmt und schnell unter das Losbrechmoment fällt
  • b) Weil der Anlaufstrom dabei zu stark steigt
  • c) Weil die Thyristoren bei hohem Moment durchbrennen
  • d) Weil das Bypass-Schütz nicht schließt

Richtig: a)

Sinkt die Spannung, bricht das Moment quadratisch ein und kann das hohe Losbrechmoment nicht mehr überwinden (a). b ist gegenläufig. c und d sind keine prinzipiellen Ursachen.

Ein bestehender Motor ist für Stern-Dreieck-Anlauf verdrahtet (sechs Klemmen herausgeführt). Welche Sanftanlauf-Schaltungsart bietet sich für eine kostengünstige Umrüstung an?

  • a) In-Line-Schaltung
  • b) Reihenschaltung zweier Softstarter
  • c) Inside-Delta-Schaltung
  • d) Sternpunkt-Erdung

Richtig: c)

Die sechs Klemmen sind bereits vorhanden, deshalb lässt sich die Inside-Delta-Schaltung mit ihrem Kostenvorteil (Auslegung auf ~58 % des Nennstroms) gut nachrüsten (c). a wäre möglich, aber teurer. b und d sind keine üblichen Verfahren.

Was unterscheidet ein Sanftanlaufgerät grundsätzlich von einem Frequenzumrichter?

  • a) Der Softstarter regelt Drehzahl im Betrieb, der FU nur den Anlauf
  • b) Beide sind technisch identisch
  • c) Der Softstarter benötigt immer sechs Wicklungsenden
  • d) Der Softstarter verändert nur die Spannung, der FU Spannung und Frequenz – nur der FU kann die Betriebsdrehzahl regeln

Richtig: d)

Der Softstarter senkt nur die Spannung beim Anlauf; die Frequenz und damit die Betriebsdrehzahl bleiben unverändert. Der Frequenzumrichter stellt Spannung und Frequenz und regelt so die Drehzahl (d). a ist vertauscht. b ist falsch. c gilt nur bei Inside-Delta, nicht generell.

Bei einer Kreiselpumpe wird zum Abschalten der Sanftauslauf genutzt. Welcher Effekt wird dadurch vermieden?

  • a) Ein Druckstoß (Wasserschlag) in der Rohrleitung
  • b) Ein zu hoher Anlaufstrom beim nächsten Start
  • c) Eine Asymmetrie der Phasenströme
  • d) Das Durchbrennen des Bypass-Schützes

Richtig: a)

Der langsame Spannungsabbau lässt den Volumenstrom abklingen und verhindert den Druckstoß beim plötzlichen Abschalten (a). b betrifft den Start. c und d stehen in keinem Zusammenhang zum Auslauf.

Ein 3-phasig gesteuerter Softstarter wird gegenüber einem 2-phasigen bevorzugt. Welcher Vorteil ist dafür ausschlaggebend?

  • a) Niedrigere Anschaffungskosten
  • b) Verzicht auf das Bypass-Schütz
  • c) Symmetrische Phasenströme während des gesamten Hochlaufs
  • d) Möglichkeit der Drehzahlregelung im Betrieb

Richtig: c)

Beim 3-phasigen Gerät werden alle Phasen angeschnitten, der Hochlauf bleibt symmetrisch (c). a ist gerade der Vorteil des 2-phasigen Geräts. b und d treffen nicht zu.

Ein Motor zieht beim Direktanlauf den 6-fachen Nennstrom. Über den Softstarter wird mit 70 % der Nennspannung gestartet. Welcher Anlaufstrom (bezogen auf den Nennstrom) ergibt sich näherungsweise?

  • a) Etwa der 6-fache Nennstrom
  • b) Etwa der 2,9-fache Nennstrom
  • c) Etwa der 3-fache Nennstrom
  • d) Etwa der 4,2-fache Nennstrom

Richtig: d)

I ~ U, also 6 · 0,70 = 4,2-facher Nennstrom (d). b entspräche einer quadratischen Reduktion (6·0,49) und gilt für das Moment, nicht den Strom. a ignoriert die Absenkung, c ist gegriffen.

Welche Anwendung ist für ein Sanftanlaufgerät typischerweise gut geeignet?

  • a) Ein Hubwerk, das aus dem Stillstand sofort ein hohes Lastmoment heben muss
  • b) Eine Kreiselpumpe mit geringem Losbrechmoment
  • c) Antrieb, dessen Drehzahl im Betrieb laufend verstellt wird
  • d) Ein Motor, der mit konstant halber Drehzahl betrieben werden soll

Richtig: b)

Die Kreiselpumpe bricht leicht los und profitiert von Sanftanlauf und -auslauf (b). a hat ein hohes Losbrechmoment – ungeeignet. c und d erfordern Drehzahlregelung, also einen Frequenzumrichter.

Glossar

Sanftanlaufgerät (Softstarter)
Gerät, das die Spannung eines Drehstrom-Asynchronmotors beim Anlauf stufenlos hochfährt, um Anlaufstrom und Anzugsmoment zu begrenzen.
Phasenanschnittsteuerung
Verfahren, bei dem Thyristoren erst eine bestimmte Zeit nach dem Nulldurchgang zünden; je später der Zündzeitpunkt, desto kleiner die effektive Spannung.
Spannungsrampe
Der zeitliche Anstieg der effektiven Motorspannung vom Startwert bis zur vollen Netzspannung während des Hochlaufs.
Startspannung
Eingestellter Spannungswert, mit dem der Motor beim Sanftanlauf losfährt.
Hochlaufzeit
Eingestellte Dauer, über die die Spannungsrampe bis zur vollen Spannung läuft.
Losbrechmoment
Das Moment, das nötig ist, um eine Last aus dem Stillstand in Bewegung zu setzen.
Sanftauslauf
Kontrolliertes Herunterfahren der Spannung beim Abschalten, um z. B. Druckstöße in Pumpenanlagen zu vermeiden.
Bypass-Schütz
Schütz, das nach dem Hochlauf die Thyristoren überbrückt, damit im Dauerbetrieb keine Verlustwärme an ihnen entsteht.
In-Line-Schaltung
Verschaltung des Softstarters in der Netzzuleitung; durch das Gerät fließt der volle Motornennstrom.
Inside-Delta-Schaltung
Verschaltung des Softstarters in den Dreiecksträngen des Motors (sechs Wicklungsenden nötig); durch das Gerät fließt nur der strangstrom (~58 % des Nennstroms).
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