Frequenzumrichter – Funktion und Anwendung

Ein Drehstrom-Asynchronmotor dreht so schnell, wie es die Frequenz des Netzes vorgebt. Am österreichischen Netz sind das 50 Hz, und damit liegt die Drehzahl fest — egal ob der Motor eine Pumpe, ein Förderband oder einen Lüfter antreibt. Wer die Drehzahl verändern will, hat lange Zeit nur mit mechanischen Tricks gearbeitet: Getriebe, Riemenscheiben, Drosseln. Der Frequenzumrichter macht das überflüssig. Er erzeugt aus dem festen 50-Hz-Netz eine Spannung mit frei einstellbarer Frequenz — und damit eine frei einstellbare Drehzahl.

Dieser Beitrag zeigt, warum die Frequenz überhaupt die Drehzahl bestimmt, wie ein Umrichter intern aufgebaut ist, warum Spannung und Frequenz zusammen geregelt werden müssen, und worauf es bei Anschluss und Betrieb in der Praxis ankommt.

Vorwissen

  • Drehstrom-Asynchronmotor – Aufbau und Funktion
  • Was ist Drehstrom? – Erzeugung und Grundprinzip
  • Wechselspannung und ihre Kenngrößen

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • erklären, warum die Drehzahl eines Asynchronmotors an der Speisefrequenz hängt, und die Synchrondrehzahl berechnen
  • die drei Baugruppen eines Frequenzumrichters benennen und ihre Aufgabe beschreiben
  • begründen, warum die Spannung mit der Frequenz mitgeführt werden muss, und das U/f-Verhältnis bestimmen
  • die wichtigsten Parameter und Sicherheitsanforderungen beim Einsatz eines Umrichters in Österreich nennen

1. Warum überhaupt die Frequenz ändern?

Die Drehzahl eines Drehstrom-Asynchronmotors ist keine frei wählbare Größe. Sie ergibt sich aus dem Drehfeld im Stator, und dieses Drehfeld dreht sich genau so schnell, wie die Frequenz der Speisespannung es vorgibt. Diese Drehfelddrehzahl nennt man Synchrondrehzahl:

n = f * 60 / p

  • n … Synchrondrehzahl in 1/min
  • f … Frequenz in Hz
  • p … Polpaarzahl

Ein zweipoliger Motor hat die Polpaarzahl p = 1, ein vierpoliger p = 2. Am 50-Hz-Netz ergibt das 3000 1/min beziehungsweise 1500 1/min. Der Läufer selbst dreht etwas langsamer als das Drehfeld — die Differenz heißt Schlupf und ist Thema eines eigenen Beitrags. Für das Verständnis des Umrichters genügt: Wer die Frequenz halbiert, halbiert die Drehzahl.

Genau hier setzt der Frequenzumrichter an. Andere Verfahren greifen nur in den Anlauf ein: Eine Stern-Dreieck-Schaltung oder ein Sanftanlaufgerät begrenzen den Anlaufstrom, ändern aber nichts an der Betriebsdrehzahl — dazu gibt es jeweils eigene Beiträge. Der Umrichter dagegen stellt die Drehzahl im laufenden Betrieb stufenlos ein, von nahe null bis über die Nenndrehzahl hinaus.

Der praktische Gewinn ist groß. Bei Pumpen und Lüftern steigt der Leistungsbedarf mit der dritten Potenz der Drehzahl. Wer eine Pumpe statt mit einer Drossel über die Drehzahl regelt und sie nur mit 80 Prozent laufen lässt, spart rund die Hälfte der Antriebsleistung.

Gelöstes Beispiel

Ein vierpoliger Asynchronmotor soll über einen Umrichter mit halber Synchrondrehzahl laufen. Welche Frequenz muss eingestellt werden?

Gegeben: Polpaarzahl p = 2, gewünschte Synchrondrehzahl n = 750 1/min

Gesucht: Frequenz f in Hz

Lösungsweg:

  1. Formel nach f umstellen: f = n * p / 60
  2. Werte einsetzen: f = 750 * 2 / 60 = 25 Hz

Ergebnis: f = 25 Hz

Übungen

Ein zweipoliger Motor (p = 1) wird mit 30 Hz betrieben. Wie groß ist die Synchrondrehzahl?

n = 30 · 60 / 1 = 1800 1/min

Welche Synchrondrehzahl hat ein sechspoliger Motor (p = 3) am 50-Hz-Netz?

n = 50 · 60 / 3 = 1000 1/min

Ein vierpoliger Motor soll mit 1200 1/min Synchrondrehzahl laufen. Welche Frequenz ist nötig?

f = 1200 · 2 / 60 = 40 Hz

Ein Lüfter mit zweipoligem Motor läuft bei 50 Hz auf 3000 1/min. Die Drehzahl soll auf 2100 1/min sinken. Welche Frequenz wird eingestellt?

f = 2100 · 1 / 60 = 35 Hz

Ein vierpoliger Motor wird mit 70 Hz übersynchron betrieben. Wie hoch liegt die Synchrondrehzahl, und um wie viel Prozent über der 50-Hz-Drehzahl liegt sie?

n70 = 70 · 60 / 2 = 2100 1/min; n50 = 1500 1/min; Steigerung = (2100 − 1500) / 1500 = 0,40 = 40 %

Ein vierpoliger und ein zweipoliger Motor werden beide mit derselben Frequenz aus einem Umrichter gespeist. Was gilt für ihre Synchrondrehzahlen?

  • a) Der vierpolige dreht halb so schnell wie der zweipolige
  • b) Beide drehen gleich schnell, weil die Frequenz gleich ist
  • c) Der vierpolige dreht doppelt so schnell wie der zweipolige
  • d) Die Drehzahl hängt nur von der Spannung ab, nicht von der Polzahl

Richtig: a)

Bei gleicher Frequenz bestimmt die Polpaarzahl die Drehzahl. Der vierpolige Motor (p = 2) hat bei gleicher Frequenz die halbe Synchrondrehzahl des zweipoligen (p = 1), weil n umgekehrt proportional zu p ist. Antwort b verwechselt Frequenzgleichheit mit Drehzahlgleichheit, c kehrt das Verhältnis um, d ignoriert den Zusammenhang von Frequenz und Drehzahl ganz.

Warum spart die Drehzahlregelung einer Kreiselpumpe über den Umrichter mehr Energie, als das Androsseln des Förderstroms?

  • a) Weil der Umrichter den Motorwirkungsgrad auf 100 % anhebt
  • b) Weil die Drossel den Motor elektrisch kurzschließt
  • c) Weil die aufgenommene Leistung mit der dritten Potenz der Drehzahl sinkt, während die Drossel Energie in Wärme vernichtet
  • d) Weil ein gedrosselter Motor immer im Stern läuft

Richtig: c)

Bei Kreiselpumpen und Lüftern fällt die Leistung mit der dritten Potenz der Drehzahl. Senkt der Umrichter die Drehzahl, sinkt der Leistungsbedarf überproportional. Die Drossel dagegen lässt den Motor weiter auf voller Drehzahl laufen und verheizt die überschüssige Energie als Druckverlust. Die übrigen Antworten beschreiben keine realen Wirkmechanismen.

2. Aufbau: Gleichrichter, Zwischenkreis, Wechselrichter

Ein Frequenzumrichter kann die Frequenz nicht direkt am Netz verändern — er muss die Netzspannung erst „auflösen“ und dann neu aufbauen. Das geschieht in drei hintereinander geschalteten Baugruppen.

Die erste Stufe ist der Gleichrichter. Er macht aus der dreiphasigen Wechselspannung des Netzes eine pulsierende Gleichspannung. Wie eine Gleichrichterbrücke im Detail arbeitet, ist ein eigenes Thema — hier genügt, dass am Ausgang eine Gleichspannung steht.

Die zweite Stufe ist der Zwischenkreis. Ein großer Kondensator glättet die pulsierende Gleichspannung zu einer möglichst konstanten Gleichspannung und puffert Energie. Der Zwischenkreis ist gewissermaßen der Energiespeicher zwischen Netz und Motor. An ihn ist auch der Brems-Chopper angeschlossen: ein elektronischer Schalter, der bei Bedarf einen Bremswiderstand zuschaltet. Bremst der Motor ab, wirkt er als Generator und speist Energie zurück in den Zwischenkreis. Die Zwischenkreisspannung würde dadurch gefährlich ansteigen. Der Brems-Chopper schaltet dann den Bremswiderstand zu, der diese Energie als Wärme abführt. Der Widerstand kann im Gerät sitzen oder extern angeschlossen sein.

Die dritte Stufe ist der Wechselrichter. Er baut aus der Gleichspannung des Zwischenkreises wieder eine dreiphasige Wechselspannung auf — diesmal aber mit frei wählbarer Frequenz und Spannungshöhe. Als Schalter dienen IGBT (Insulated Gate Bipolar Transistor) — schnelle Leistungshalbleiter, die viele tausend Mal pro Sekunde ein- und ausschalten. Wie sie das im Einzelnen tun, zeigt das nächste Kapitel.

Der Signalweg lautet also: Netz → Gleichrichter → Zwischenkreis → Wechselrichter → Motor. Die Frequenz, mit der der Motor läuft, entsteht erst in der letzten Stufe und hat mit der Netzfrequenz nichts mehr zu tun.

Netz 3~ 50 Hz Gleichrichter 3~ → = Zwischenkreis Kondensator glättet = Brems-Chopper + Bremswiderstand Wechselrichter IGBT = → 3~ var. M 3~ f und U variabel

In welcher Baugruppe eines Frequenzumrichters entsteht die einstellbare Ausgangsfrequenz?

  • a) Im Wechselrichter, der aus der Gleichspannung eine neue Drehspannung aufbaut
  • b) Im Zwischenkreis, weil der Kondensator die Frequenz speichert
  • c) Im Gleichrichter, weil dort das Netz angeschlossen ist
  • d) Direkt im Motor durch die Polpaarzahl

Richtig: a)

Erst der Wechselrichter erzeugt aus der konstanten Zwischenkreisspannung wieder eine dreiphasige Wechselspannung, und zwar mit frei wählbarer Frequenz. Der Gleichrichter liefert nur Gleichspannung, der Zwischenkreis speichert und glättet, er hat keine Frequenz. Die Polpaarzahl bestimmt bei gegebener Frequenz die Drehzahl, erzeugt aber keine Frequenz.

Ein Förderband wird über einen Umrichter abgebremst. Warum steigt dabei ohne Gegenmaßnahme die Zwischenkreisspannung an?

  • a) Weil der Gleichrichter im Bremsbetrieb mehr Netzspannung durchlässt
  • b) Weil der abbremsende Motor als Generator wirkt und Energie in den Zwischenkreis zurückspeist
  • c) Weil der Kondensator beim Bremsen seine Kapazität verliert
  • d) Weil die Ausgangsfrequenz beim Bremsen automatisch steigt

Richtig: b)

Beim Abbremsen treibt die Last den Motor weiter, er arbeitet generatorisch und schiebt Energie zurück in den Zwischenkreis. Da diese Energie nicht ohne Weiteres ins Netz zurückkann, lädt sie den Kondensator auf und hebt die Spannung. Genau deshalb schaltet der Brems-Chopper einen Widerstand zu, der die Energie als Wärme abführt. Die anderen Antworten beschreiben keine realen Vorgänge.

3. PWM und die U/f-Kennlinie

Der Wechselrichter erzeugt keine glatte Sinusspannung. Seine IGBT-Schalter kennen nur zwei Zustände: ein oder aus. Aus diesen Schaltzuständen formt er die Ausgangsspannung mit der Pulsweitenmodulation (PWM). Dabei schaltet er die volle Zwischenkreisspannung in sehr kurzen, unterschiedlich breiten Impulsen auf den Motor. In der Mitte einer Sinushalbwelle sind die Impulse breit, an den Rändern schmal. Im zeitlichen Mittel entsteht so eine Spannung, deren Verlauf einer Sinuskurve folgt. Die Schaltfrequenz liegt typisch bei einigen Kilohertz — schnell genug, dass die Induktivität der Motorwicklung den Strom glättet und der Motor einen nahezu sinusförmigen Strom „sieht“. Über die Breite der Impulse stellt der Umrichter gleichzeitig die Höhe der Ausgangsspannung ein. Das ist wichtig, denn Spannung und Frequenz dürfen nicht unabhängig voneinander verstellt werden.

Der Grund liegt im magnetischen Fluss im Motor. Der Fluss ist proportional zum Verhältnis aus Spannung und Frequenz. Bleibt die Spannung konstant und sinkt nur die Frequenz, steigt der Fluss — der Eisenkern gerät in die Sättigung, der Strom schießt hoch, der Motor wird heiß. Steigt die Frequenz bei konstanter Spannung, sinkt der Fluss und damit das verfügbare Drehmoment. Damit der Fluss konstant bleibt, muss die Spannung im gleichen Verhältnis wie die Frequenz mitgeführt werden:

U / f = konstant

  • U … verkettete Motorspannung in V
  • f … Frequenz in Hz

Diesen Zusammenhang bildet die U/f-Kennlinie ab. Von null bis zur Nennfrequenz steigt die Spannung linear mit der Frequenz — das Verhältnis bleibt konstant, das Drehmoment ist über den ganzen Bereich verfügbar. An der Nennfrequenz erreicht die Spannung ihren Maximalwert, die Netzspannung. Höher kann der Umrichter nicht gehen. Wird die Frequenz darüber hinaus erhöht, bleibt die Spannung konstant, das Verhältnis U/f sinkt, der Fluss schwächt sich ab. Dieser Bereich heißt Feldschwächbereich: Die Drehzahl steigt weiter, das verfügbare Drehmoment nimmt aber ab.

Ein Sonderfall liegt am unteren Ende der Kennlinie. Bei sehr kleinen Frequenzen ist die Spannung ohnehin niedrig, und ein merklicher Teil davon fällt schon am ohmschen Widerstand der Motorwicklung ab — für den Aufbau des Flusses bleibt zu wenig übrig, das Anlaufdrehmoment sackt ein. Deshalb bietet jeder Umrichter eine Spannungsanhebung (Boost): Die Kennlinie wird im unteren Frequenzbereich gezielt etwas angehoben, um den Spannungsabfall auszugleichen.

Frequenz f in Hz Spannung U in V 50 (Nenn) U_N U/f konstant Feldschwäch- bereich 0

Gelöstes Beispiel

Ein Umrichter mit 400 V Nennspannung und 50 Hz Nennfrequenz arbeitet im Bereich konstanten U/f-Verhältnisses. Welche Motorspannung stellt er bei 35 Hz ein?

Gegeben: Nennspannung U_N = 400 V, Nennfrequenz f_N = 50 Hz, Betriebsfrequenz f = 35 Hz

Gesucht: verkettete Motorspannung U in V

Lösungsweg:

  1. U/f-Verhältnis bilden: U/f = 400 / 50 = 8 V/Hz
  2. Spannung bei 35 Hz: U = 8 · 35 = 280 V

Ergebnis: U = 280 V

Übungen

Ein Umrichter mit 230 V / 50 Hz arbeitet bei 40 Hz im linearen Bereich. Welche Spannung stellt er ein?

U/f = 230 / 50 = 4,6 V/Hz; U = 4,6 · 40 = 184 V

Welches U/f-Verhältnis ergibt sich bei einem 400-V-/50-Hz-Antrieb?

U/f = 400 / 50 = 8 V/Hz

Bei welcher Frequenz stellt ein 400-V-/50-Hz-Umrichter im linearen Bereich genau 320 V ein?

f = U / (U/f) = 320 / 8 = 40 Hz

Ein 400-V-/50-Hz-Antrieb wird auf 60 Hz übersynchron betrieben. Welche Spannung liegt an, und in welchem Bereich arbeitet der Umrichter?

Oberhalb der Nennfrequenz bleibt die Spannung konstant bei 400 V (Feldschwächbereich); das U/f-Verhältnis sinkt auf 400/60 = 6,67 V/Hz.

Ein Antrieb soll bei 10 Hz noch ein sinnvolles Drehmoment liefern. Warum reicht das reine lineare U/f-Verhältnis hier oft nicht aus, und welche Maßnahme hilft?

Bei sehr kleinen Frequenzen fällt ein großer Teil der ohnehin kleinen Spannung am ohmschen Wicklungswiderstand ab, sodass zu wenig Spannung für den Fluss bleibt. Abhilfe ist eine Spannungsanhebung im unteren Bereich (Boost), die die Kennlinie bei niedrigen Frequenzen anhebt.

Was passiert mit dem magnetischen Fluss im Motor, wenn die Frequenz gesenkt wird, die Spannung aber konstant auf dem Nennwert bleibt?

  • a) Der Fluss bleibt konstant, weil er nur von der Spannung abhängt
  • b) Der Fluss steigt an, der Eisenkern gerät in Sättigung und der Strom steigt
  • c) Der Fluss sinkt, der Motor liefert mehr Drehmoment
  • d) Der Fluss ändert sich nicht, nur die Drehzahl steigt

Richtig: b)

Der Fluss ist proportional zu U/f. Bleibt U konstant und sinkt f, steigt das Verhältnis und damit der Fluss. Der Kern sättigt, der Magnetisierungsstrom steigt stark an, der Motor erwärmt sich. Genau das soll die U/f-Kennlinie verhindern. Antwort a übersieht die Frequenzabhängigkeit, c kehrt den effekt um, d ignoriert ihn.

Ein 400-V-/50-Hz-Antrieb wird auf 65 Hz betrieben. Welche Aussage ist korrekt?

  • a) Die Spannung steigt proportional auf 520 V
  • b) Der Umrichter schaltet bei Überfrequenz automatisch abschalten
  • c) Das Drehmoment steigt, weil die Drehzahl steigt
  • d) Die Spannung bleibt bei 400 V, das U/f-Verhältnis und damit das verfügbare Drehmoment sinken

Richtig: d)

Oberhalb der Nennfrequenz ist die Spannung durch die Netz- bzw. Zwischenkreisspannung gedeckelt und bleibt bei 400 V. Das U/f-Verhältnis sinkt, der Fluss schwächt sich ab, das verfügbare Drehmoment nimmt ab — Feldschwächbereich. Auf 520 V kann der Umrichter nicht gehen (a), eine Abschaltung erfolgt im normalen Betriebsbereich nicht (b), und höhere Drehzahl bedeutet hier gerade nicht mehr Drehmoment (c).

Warum „sieht“ der Motor trotz der nur ein- und ausschaltenden IGBT einen nahezu sinusförmigen Strom?

  • a) Weil der Gleichrichter den Strom bereits sinusförmig macht
  • b) Weil die Induktivität der Motorwicklung die hochfrequenten Schaltimpulse glättet
  • c) Weil die PWM-Frequenz genau bei 50 Hz liegt
  • d) Weil der Brems-Chopper den Strom filtert

Richtig: b)

Die Wicklungsinduktivität wirkt als Tiefpass: Sie lässt den schnellen Stromänderungen der einzelnen Schaltimpulse keine Zeit, sodass im Strom nur der niederfrequente Mittelwert übrig bleibt — eine nahezu sinusförmige Kurve. Der Gleichrichter (a) hat damit nichts zu tun, die PWM-Frequenz liegt weit über 50 Hz (c), und der Brems-Chopper (d) ist für die Bremsenergie zuständig, nicht für die Stromform.

4. Anwendung, Parametrierung und Praxis

Ein Frequenzumrichter wird nicht einfach angeschlossen und eingeschaltet — er wird parametriert. Vor der Inbetriebnahme trägt man die Motordaten vom Typenschild ein: Nennspannung, Nennfrequenz, Nennstrom, Nenndrehzahl und Leistung. Erst damit kann der Umrichter die U/f-Kennlinie und seine Schutzfunktionen richtig einstellen.

Zu den wichtigsten Parametern im Betrieb gehören die Hochlauframpe und die Bremsrampe. Sie legen fest, in welcher Zeit der Antrieb von null auf die Sollfrequenz beschleunigt und wieder abbremst. Eine lange Rampe schont Mechanik und begrenzt den Strom, eine kurze bringt schnelle Reaktion. Dazu kommen die minimale und maximale Frequenz, die den erlaubten Drehzahlbereich eingrenzen. Für das aktive Abbremsen sorgt der im Kapitel 2 erwähnte Brems-Chopper mit Bremswiderstand; die verschiedenen Bremsverfahren bei Asynchronmotoren sind ein eigenes Thema.

Beim Anschluss sind zwei Sicherheitsaspekte zentral, die in der österreichischen Praxis nicht verhandelbar sind.

Der erste betrifft den Personenschutz. Frequenzumrichter erzeugen im Fehlerfall nicht nur die üblichen Wechselfehlerströme, sondern können auch glatte Gleichfehlerströme verursachen. Ein gewöhnlicher Fehlerstromschutzschalter vom Typ A erkennt solche glatten Gleichströme nicht zuverlässig — er kann „erblinden“ und im Ernstfall nicht auslösen. Nach dem österreichischen Regelwerk (ÖVE/ÖNORM E 8101) ist deshalb bei dreiphasig gespeisten Umrichtern ein allstromsensitiver RCD vom Typ B zu verwenden, der auch glatte Gleichfehlerströme erfasst. Hinzu kommt: Umrichter erzeugen betriebsbedingt Ableitströme über die Schirmung und die Y-Kondensatoren des Eingangsfilters. Diese Ableitströme müssen bei der Auswahl von RCD und Schutzleiterquerschnitt berücksichtigt werden, sonst löst der Schutzschalter im normalen Betrieb ungewollt aus.

Der zweite Aspekt ist die funktionale Sicherheit. Moderne Umrichter besitzen die Sicherheitsfunktion Safe Torque Off (STO) — die sichere Momentenabschaltung. Sie unterbindet die Ansteuerung der IGBT, sodass der Motor garantiert kein Drehmoment mehr aufbauen kann, ohne dass der Antrieb komplett vom Netz getrennt werden muss. Das hat zwei Vorteile: Die Maschine ist sicher stillgesetzt, etwa für einen Eingriff im Gefahrenbereich, und sie ist sofort wieder betriebsbereit, ohne langwierigen Wiederanlauf. STO ist heute in der Automatisierungstechnik Standard und Teil des Sicherheitskonzepts many Anlagen.

Ein dritter Punkt ist die EMV. Wegen der schnellen Schaltflanken der IGBT erzeugt ein Umrichter hochfrequente Störungen. Die Verbindung zwischen Umrichter und Motor muss deshalb mit einer geschirmten Motorleitung ausgeführt und der Schirm beidseitig großflächig aufgelegt werden. Eine saubere Erdung ist Pflicht — sowohl für die EMV als auch für die Schutzfunktion.

Eingesetzt werden Umrichter heute überall dort, wo eine veränderliche Drehzahl gebraucht wird: bei Pumpen und Lüftern zur Energieeinsparung, bei Förderbändern und Aufzügen für sanftes Anfahren und genaues Positionieren, bei Werkzeugmaschinen für unterschiedliche Vorschub- und Spindeldrehzahlen.

Warum genügt bei einem dreiphasig gespeisten Frequenzumrichter ein Fehlerstromschutzschalter vom Typ A in Österreich nicht?

  • a) Weil Typ A nur für Einphasenanschlüsse zugelassen ist
  • b) Weil Typ A bei Umrichtern grundsätzlich zu langsam auslöst
  • c) Weil Typ A keinen Kurzschlussschutz bietet
  • d) Weil im Fehlerfall glatte Gleichfehlerströme auftreten können, die ein Typ A nicht zuverlässig erfasst, sodass ein Typ B nötig ist

Richtig: d)

Umrichter können im Fehlerfall glatte Gleichfehlerströme erzeugen. Ein RCD Typ A ist dafür nicht ausgelegt — er kann durch solche Gleichströme in seiner Funktion blockiert werden und im Ernstfall nicht mehr auslösen. Deshalb verlangt das österreichische Regelwerk einen allstromsensitiven Typ B. Die Zulassung von Typ A ist nicht auf eine Phasenzahl beschränkt (a), das Problem ist nicht die Geschwindigkeit (b), und Kurzschlussschutz ist Aufgabe des Leitungsschutzschalters, nicht des RCD (c).

Welche Aussage zur Funktion Safe Torque Off (STO) trifft zu?

  • a) STO unterbindet die Ansteuerung der IGBT, sodass der Motor kein Drehmoment aufbauen kann, ohne dass der Antrieb vom Netz getrennt wird
  • b) STO trennt den Umrichter allpolig vom Netz und entlädt den Zwischenkreis
  • c) STO bremst den Motor über den Bremswiderstand auf null ab
  • d) STO erhöht die Schaltfrequenz, bis kein Strom mehr fließt

Richtig: a)

STO verhindert, dass die Endstufe die IGBT noch ansteuert. Damit kann der Motor garantiert kein Drehmoment mehr erzeugen, der Antrieb bleibt aber am Netz und ist sofort wieder verfügbar. STO ist keine Netztrennung (b), kein aktives Bremsverfahren (c) und hat mit der Schaltfrequenz nichts zu tun (d).

Warum muss die Leitung zwischen Umrichter und Motor geschirmt und der Schirm beidseitig aufgelegt werden?

  • a) Um den Spannungsabfall auf der Leitung zu verringern
  • b) Um die hochfrequenten Störungen aus den schnellen IGBT-Schaltflanken abzuleiten und die EMV einzuhalten
  • c) Um den Motor mechanisch vor Beschädigung zu schützen
  • d) Um die Ausgangsfrequenz des Umrichters zu stabilisieren

Richtig: b)

Die steilen Schaltflanken der IGBT erzeugen hochfrequente Störungen, die sich über die Motorleitung ausbreiten. Ein beidseitig aufgelegter Schirm leitet diese Störströme gezielt ab und sorgt für die elektromagnetische Verträglichkeit. Mit dem Spannungsabfall (a), mechanischem Schutz (c) oder der Frequenzstabilität (d) hat die Schirmung nichts zu tun.

Abschlusstest

Aufgabe 1: Ein vierpoliger Asynchronmotor wird über einen Umrichter mit 30 Hz betrieben.

Gegeben: Polpaarzahl p = 2; Frequenz f = 30 Hz

Gesucht: Synchrondrehzahl n in 1/min

Lösungsweg:

  1. n = f · 60 / p = 30 · 60 / 2

Ergebnis: n = 900 1/min

Aufgabe 2: Ein sechspoliger Motor soll mit einer Synchrondrehzahl von 600 1/min laufen.

Gegeben: Polpaarzahl p = 3; gewünschte Synchrondrehzahl n = 600 1/min

Gesucht: Frequenz f in Hz

Lösungsweg:

  1. f = n · p / 60 = 600 · 3 / 60

Ergebnis: f = 30 Hz

Aufgabe 3: Ein Umrichter mit 400 V Nennspannung und 50 Hz Nennfrequenz arbeitet im linearen U/f-Bereich bei 45 Hz.

Gegeben: U_N = 400 V; f_N = 50 Hz; f = 45 Hz

Gesucht: verkettete Motorspannung U in V

Lösungsweg:

  1. U/f = 400 / 50 = 8 V/Hz
  2. U = 8 · 45

Ergebnis: U = 360 V

Aufgabe 4: Bei einem 230-V-/50-Hz-Umrichter soll im linearen Bereich eine Spannung von 138 V eingestellt sein.

Gegeben: U_N = 230 V; f_N = 50 Hz; U = 138 V

Gesucht: Frequenz f in Hz

Lösungsweg:

  1. U/f = 230 / 50 = 4,6 V/Hz
  2. f = U / (U/f) = 138 / 4,6

Ergebnis: f = 30 Hz

Ein Antrieb wird über einen Umrichter von 50 Hz auf 25 Hz gebracht. Wie verhält sich die Synchrondrehzahl?

  • a) Sie bleibt gleich, weil die Polzahl gleich bleibt
  • b) Sie sinkt auf die Hälfte
  • c) Sie verdoppelt sich
  • d) Sie sinkt auf ein Viertel

Richtig: b)

Die Synchrondrehzahl ist proportional zur Frequenz. Wird die Frequenz halbiert, halbiert sich auch die Drehzahl. Die Polzahl bleibt zwar konstant (a), bestimmt aber nicht die Änderung; eine Verdopplung (c) oder Viertelung (d) widerspricht der Proportionalität.

Welche Reihenfolge der Baugruppen durchläuft die Energie im Frequenzumrichter?

  • a) Gleichrichter → Zwischenkreis → Wechselrichter
  • b) Wechselrichter → Zwischenkreis → Gleichrichter
  • c) Zwischenkreis → Gleichrichter → Wechselrichter
  • d) Gleichrichter → Wechselrichter → Zwischenkreis

Richtig: a)

Zuerst macht der Gleichrichter aus der Netzwechselspannung Gleichspannung, der Zwischenkreis glättet sie, dann formt der Wechselrichter daraus die variable Drehspannung. Alle anderen Reihenfolgen ergeben technisch keinen funktionierenden Signalweg.

Warum muss die Spannung im linearen Bereich proportional zur Frequenz mitgeführt werden?

  • a) Um den Wirkungsgrad des Gleichrichters zu erhöhen
  • b) Damit der magnetische Fluss konstant bleibt und der Motor nicht sättigt oder Drehmoment verliert
  • c) Damit die PWM-Frequenz konstant bleibt
  • d) Um die Ableitströme zu begrenzen

Richtig: b)

Der Fluss ist proportional zu U/f. Nur wenn dieses Verhältnis konstant bleibt, bleibt der Fluss konstant — der Motor sättigt nicht und behält sein Drehmoment. Mit Gleichrichterwirkungsgrad (a), PWM-Frequenz (c) und Ableitströmen (d) hat das nichts zu tun.

Was kennzeichnet den Feldschwächbereich oberhalb der Nennfrequenz?

  • a) Spannung und Drehmoment steigen weiter linear
  • b) Die Spannung bleibt konstant, das U/f-Verhältnis und das Drehmoment sinken
  • c) Der Umrichter schaltet auf Gleichspannungsbetrieb um
  • d) Der Brems-Chopper wird dauerhaft aktiv

Richtig: b)

Oberhalb der Nennfrequenz ist die Spannung durch die Netzspannung begrenzt und bleibt konstant. Das U/f-Verhältnis sinkt, der Fluss schwächt sich, das Drehmoment nimmt ab. Ein weiteres lineares Ansteigen (a) ist physikalisch nicht möglich, ein Gleichspannungsbetrieb (c) ergibt keinen Sinn, und der Brems-Chopper (d) hat damit nichts zu tun.

Welche Funktion hat der Brems-Chopper im Zwischenkreis?

  • a) Er schaltet bei generatorischem Bremsen einen Widerstand zu, der die zurückgespeiste Energie als Wärme abführt
  • b) Er glättet die gleichgerichtete Spannung
  • c) Er erhöht die Ausgangsfrequenz beim Bremsen
  • d) Er trennt den Motor vom Netz

Richtig: a)

Beim Bremsen speist der Motor Energie in den Zwischenkreis zurück und treibt die Spannung hoch. Der Brems-Chopper schaltet dann einen Bremswiderstand zu, der diese Energie verheizt. Das Glätten übernimmt der Kondensator (b), die Frequenz wird beim Bremsen gesenkt, nicht erhöht (c), und eine Netztrennung ist nicht seine Aufgabe (d).

Ein Frequenzumrichter wird dreiphasig angeschlossen. Welcher RCD-Typ ist in Österreich vorgeschrieben?

  • a) Typ AC, weil nur Wechselströme auftreten
  • b) Typ A, weil er pulsierende Gleichströme erfasst
  • c) Typ B, weil auch glatte Gleichfehlerströme auftreten können
  • d) Kein RCD nötig, weil der Umrichter selbst schützt

Richtig: c)

Umrichter können glatte Gleichfehlerströme erzeugen, die nur ein allstromsensitiver RCD Typ B sicher erfasst. Typ AC erkennt nur reine Wechselfehlerströme (a), Typ A nur zusätzlich pulsierende Gleichströme, aber keine glatten (b), und ein RCD ist als Personenschutz erforderlich, der Umrichter ersetzt ihn nicht (d).

Was bewirkt Safe Torque Off (STO)?

  • a) Es trennt den Antrieb allpolig vom Netz
  • b) Es verhindert die IGBT-Ansteuerung, sodass kein Drehmoment aufgebaut wird, ohne Netztrennung
  • c) Es bremst den Motor mechanisch über eine Haltebremse
  • d) Es reduziert die Schaltfrequenz auf null

Richtig: b)

STO unterbindet die Ansteuersignale der IGBT. Der Motor kann dann kein Drehmoment mehr aufbauen, der Antrieb bleibt aber am Netz und sofort verfügbar. Es ist keine Netztrennung (a), keine mechanische Bremse (c) und keine Frequenzabsenkung (d).

Warum erzeugt ein Umrichter betriebsbedingt Ableitströme?

  • a) Wegen des hohen Wirkungsgrads der IGBT
  • b) Weil der Zwischenkreis dauernd entladen wird
  • c) Weil die Motordrehzahl zu niedrig eingestellt ist
  • d) Wegen der Schirmung und der Y-Kondensatoren des Eingangsfilters in Verbindung mit den schnellen Schaltflanken

Richtig: d)

Die schnellen Schaltflanken treiben über die Filter-Y-Kondensatoren und die Leitungsschirmung kapazitive Ströme gegen Erde — die Ableitströme. Sie müssen bei RCD-Auswahl und Schutzleiter berücksichtigt werden. Mit Wirkungsgrad (a), Zwischenkreisentladung (b) oder Drehzahl (c) hängen sie nicht zusammen.

Eine Kreiselpumpe wird statt über eine Drossel über den Umrichter auf 70 % Drehzahl geregelt. Was gilt näherungsweise für die Antriebsleistung?

  • a) Sie sinkt proportional auf 70 %
  • b) Sie bleibt gleich, nur die Förderhöhe sinkt
  • c) Sie sinkt etwa auf 0,7³ ≈ 34 %
  • d) Sie steigt, weil der Umrichter Verluste erzeugt

Richtig: c)

Bei Kreiselpumpen folgt die Leistung näherungsweise der dritten Potenz der Drehzahl. 0,7³ ≈ 0,34, also rund ein Drittel der Volllastleistung — daher die hohe Einsparung gegenüber dem Androsseln. Eine lineare Absenkung (a) unterschätzt den Effekt, konstante Leistung (b) ist falsch, und die Umrichterverluste sind klein gegen die Einsparung (d).

Welche Motordaten müssen vor der Inbetriebnahme im Umrichter parametriert werden?

  • a) Nur die gewünschte Solldrehzahl
  • b) Ausschließlich die Schaltfrequenz der IGBT
  • c) Nur die Hochlauframpe
  • d) Nennspannung, Nennfrequenz, Nennstrom, Nenndrehzahl und Leistung vom Typenschild

Richtig: d)

Damit der Umrichter die U/f-Kennlinie und seine Schutzfunktionen richtig einstellt, braucht er die vollständigen Typenschilddaten des Motors. Die Solldrehzahl (a), die Schaltfrequenz (b) oder allein die Rampe (c) reichen dafür nicht aus.

Warum lässt sich ein Asynchronmotor oberhalb seiner Nennfrequenz zwar schneller drehen, aber nicht mit vollem Drehmoment belasten?

  • a) Weil der Schlupf oberhalb der Nennfrequenz null wird
  • b) Weil der Gleichrichter die Frequenz begrenzt
  • c) Weil der RCD Typ B bei hoher Frequenz auslöst
  • d) Weil die Spannung nicht weiter steigen kann und das U/f-Verhältnis sinkt, wodurch der Fluss und damit das Drehmoment abnehmen

Richtig: d)

Die maximale Spannung ist durch die Netzspannung gedeckelt. Oberhalb der Nennfrequenz bleibt sie konstant, U/f sinkt, der Fluss schwächt sich, das Drehmoment fällt. Mit dem Schlupf (a), dem Gleichrichter (b) oder dem RCD (c) hat das nichts zu tun.

Eine Anlage soll für einen Eingriff im Gefahrenbereich sicher stillgesetzt werden, danach aber sofort wieder anlaufen können. Welche Funktion ist dafür gedacht?

  • a) Der Brems-Chopper
  • b) Die Stern-Dreieck-Umschaltung
  • c) Safe Torque Off (STO)
  • d) Die Hochlauframpe

Richtig: c)

STO setzt den Antrieb sicher still, ohne ihn vom Netz zu trennen, sodass er ohne langen Wiederanlauf sofort verfügbar bleibt — genau der beschriebene Anwendungsfall. Der Brems-Chopper (a) führt Bremsenergie ab, die Stern-Dreieck-Umschaltung (b) betrifft den Anlauf, die Hochlauframpe (d) die Beschleunigungszeit.

Glossar

Frequenzumrichter
Gerät, das aus der festen Netzspannung eine Spannung mit einstellbarer Frequenz und Höhe erzeugt und so die Drehzahl eines Drehstrommotors stufenlos verstellt.
Synchrondrehzahl
Drehzahl des Statordrehfelds, proportional zur Speisefrequenz und umgekehrt proportional zur Polpaarzahl: n = f · 60 / p.
Zwischenkreis
Baugruppe zwischen Gleichrichter und Wechselrichter, die mit einem Kondensator die Gleichspannung glättet und Energie puffert.
Brems-Chopper
Elektronischer Schalter im Zwischenkreis, der bei generatorischem Bremsen einen Bremswiderstand zuschaltet und die zurückgespeiste Energie als Wärme abführt.
IGBT
Insulated Gate Bipolar Transistor; schneller Leistungshalbleiter, der im Wechselrichter als Schalter zum Aufbau der Ausgangsspannung dient.
Pulsweitenmodulation (PWM)
Verfahren, bei dem die Ausgangsspannung aus kurzen, unterschiedlich breiten Schaltimpulsen geformt wird, deren zeitlicher Mittelwert einer Sinuskurve folgt.
U/f-Kennlinie
Zusammenhang zwischen Ausgangsspannung und Frequenz; bis zur Nennfrequenz konstantes Verhältnis für konstanten Fluss, darüber konstante Spannung im Feldschwächbereich.
Feldschwächbereich
Betriebsbereich oberhalb der Nennfrequenz, in dem die Spannung konstant bleibt, das U/f-Verhältnis sinkt und das verfügbare Drehmoment abnimmt.
Spannungsanhebung (Boost)
gezielte Anhebung der U/f-Kennlinie im unteren Frequenzbereich, die den ohmschen Spannungsabfall der Motorwicklung ausgleicht und das Anlaufdrehmoment sichert.
RCD Typ B
Allstromsensitiver Fehlerstromschutzschalter, der auch glatte Gleichfehlerströme erfasst; bei dreiphasigen Frequenzumrichtern in Österreich vorgeschrieben.
Ableitstrom
Betriebsbedingter kapazitiver Strom gegen Erde, der über Leitungsschirmung und Filterkondensatoren des Umrichters fließt und bei Schutzauslegung zu berücksichtigen ist.
Safe Torque Off (STO)
Sicherheitsfunktion, die die Ansteuerung der IGBT unterbindet, sodass der Motor sicher kein Drehmoment aufbauen kann, ohne dass der Antrieb vom Netz getrennt wird.
Scroll to Top