Spannungsteiler
Eine 12-V-Batterie liefert 12 Volt. Was aber, wenn das Gerät dahinter nur 5 V verträgt? Genau hier kommt der Spannungsteiler ins Spiel – eine der einfachsten und gleichzeitig nützlichsten Grundschaltungen der Elektrotechnik. Zwei Widerstände in Reihe genügen, um aus einer höheren Spannung eine niedrigere zu gewinnen. Sobald aber ein Verbraucher angeschlossen wird, gerät die schöne Theorie ins Wanken. Wer Spannungsteiler verstehen will, muss beide Seiten kennen: die unbelastete Idealwelt und die belastete Praxis.
Vorwissen
Lernziele
Nach diesem Beitrag kannst du:
- die Spannungsteilerformel herleiten und auf Schaltungen anwenden
- den Unterschied zwischen unbelastetem und belastetem Spannungsteiler erklären
- den Einfluss eines Lastwiderstands auf das Teilerverhältnis berechnen
- ein Potentiometer als einstellbaren Spannungsteiler einsetzen
- typische Anwendungen wie Pegelanpassung und Sensorauswertung erkennen
1. Grundprinzip des Spannungsteilers
Eine Reihenschaltung zweier Widerstände ist auf den ersten Blick nichts Besonderes. Spannend wird sie, wenn man sich genau ansieht, wie sich die anliegende Spannung auf die beiden Widerstände aufteilt – und vor allem, was zwischen ihnen passiert.
Spannung verteilt sich nach Widerstandsverhältnis
In einer Reihenschaltung fließt durch beide Widerstände derselbe Strom. Das ist eine zentrale Eigenschaft der Reihenschaltung. An jedem Widerstand entsteht nach dem Ohmschen Gesetz ein Spannungsabfall, der proportional zum Widerstandswert ist. Ein doppelt so großer Widerstand bekommt also auch die doppelte Spannung.
Die Maschenregel garantiert: Die einzelnen Spannungsabfälle ergeben in Summe die anliegende Gesamtspannung. Das ist keine Vermutung, sondern Energieerhaltung in der Maschensprache – was eingespeist wird, muss auch wieder verbraucht werden.
Der Abgriff – die eigentliche Idee
Bisher ist das nur eine Reihenschaltung. Zum Spannungsteiler wird die Schaltung erst durch eine zusätzliche Leitung: Zwischen den beiden Widerständen wird ein Anschlusspunkt herausgeführt. An diesem Abgriff steht die Spannung an, die über dem zweiten Widerstand abfällt. Damit hat man eine kleinere Spannung zur Verfügung als die ursprüngliche Versorgungsspannung.
Das Verhältnis zwischen abgegriffener Spannung und Gesamtspannung entspricht genau dem Verhältnis zwischen dem unteren Widerstand und der Summe beider Widerstände. Diese einfache Beziehung ist der Kern des Spannungsteilers.
In einer Reihenschaltung aus R₁ = 100 Ω und R₂ = 300 Ω liegen 8 V an. Wie hoch ist die Spannung an R₂?
- a) 2 V
- b) 4 V
- c) 6 V
- d) 8 V
Richtig: c)
Die Spannungen verhalten sich wie die Widerstände. U₂ = 8 V · 300 Ω / (100 Ω + 300 Ω) = 8 V · 0,75 = 6 V. Der größere Widerstand erhält den größeren Spannungsanteil. Antwort a) wäre der Anteil an R₁, b) und d) liegen daneben.
Welche Aussage zur Maschenregel beim Spannungsteiler ist korrekt?
- a) Die Teilspannungen sind unabhängig voneinander
- b) Die Summe der Teilspannungen entspricht der Gesamtspannung
- c) Die Maschenregel gilt nur bei gleichen Widerständen
- d) Die Maschenregel gilt nur in der Parallelschaltung
Richtig: b)
Die Maschenregel folgt aus der Energieerhaltung – die Summe aller Spannungen längs einer Masche ergibt null, was sich beim Spannungsteiler zu U_ges = U₁ + U₂ vereinfacht. a) ist falsch, weil die Spannungen über den gemeinsamen Strom gekoppelt sind. c) ist falsch, die Maschenregel gilt unabhängig vom Widerstandsverhältnis. d) verwechselt sie mit der Knotenregel.
2. Unbelasteter Spannungsteiler
Bevor wir an die reale Welt mit Verbrauchern denken, betrachten wir den einfachsten Fall: den Spannungsteiler ohne Last. Er ist die Grundlage für alle weiteren Berechnungen.
Was bedeutet „unbelastet“?
„Unbelastet“ heißt: Am Abgriff hängt kein Verbraucher, der Strom zieht. Der Stromkreis am Abgriff ist offen. Das ist eine Idealisierung – in der Praxis hängt fast immer etwas dran. Trotzdem bildet der unbelastete Fall das Fundament, weil die Rechnung hier am einfachsten ist und die Lastfreiheit oft mit einer einfachen Faustregel angenähert werden kann.
Herleitung der Formel
Fließt am Abgriff kein Strom ab, dann fließt durch R₁ und R₂ derselbe Strom. Nach dem Ohmschen Gesetz ist dieser Strom:
I = U_ges / (R₁ + R₂)
- I … Strom durch beide Widerstände in A
- U_ges … Gesamtspannung in V
- R₁ … oberer Widerstand in Ω
- R₂ … unterer Widerstand in Ω
Über R₂ fällt die Spannung U₂ = I · R₂ ab. Setzt man den Strom aus der ersten Formel ein, entsteht die Spannungsteilerformel:
U₂ = U_ges · R₂ / (R₁ + R₂)
- U₂ … abgegriffene Spannung in V
- U_ges … Gesamtspannung in V
- R₁ … oberer Widerstand in Ω
- R₂ … unterer Widerstand in Ω
Der Bruch R₂/(R₁+R₂) ist das Teilerverhältnis. Liegt es bei 0,5, halbiert sich die Spannung. Liegt es bei 0,1, wird sie auf ein Zehntel reduziert.
Gelöstes Beispiel
An einem unbelasteten Spannungsteiler liegen U_ges = 24 V. R₁ = 3,3 kΩ, R₂ = 6,8 kΩ. Berechne die Abgriffspannung U₂.
Gegeben: U_ges = 24 V; R₁ = 3 300 Ω; R₂ = 6 800 Ω
Gesucht: U₂ in V
Lösungsweg:
- Spannungsteilerformel anwenden: U₂ = U_ges · R₂ / (R₁ + R₂)
- U₂ = 24 V · 6 800 Ω / (3 300 Ω + 6 800 Ω)
- U₂ = 24 V · 6 800 Ω / 10 100 Ω
- U₂ ≈ 24 V · 0,6733
Ergebnis: U₂ ≈ 16,16 V
Übungen
U_ges = 5 V, R₁ = 1 kΩ, R₂ = 1 kΩ. Wie groß ist U₂?
2,5 V
U_ges = 12 V, R₁ = 4,7 kΩ, R₂ = 10 kΩ. Berechne U₂.
U₂ = 12 V · 10 / (4,7 + 10) ≈ 8,16 V
Welcher Querstrom fließt durch einen Spannungsteiler aus R₁ = R₂ = 2,2 kΩ bei U_ges = 15 V?
I = 15 V / (2 200 Ω + 2 200 Ω) ≈ 3,41 mA
Aus 9 V sollen 5 V abgegriffen werden. R₁ = 2 kΩ ist vorgegeben. Wie groß muss R₂ sein?
5/9 = R₂/(2 000 + R₂) → R₂ = 2 500 Ω = 2,5 kΩ
Aus 24 V Versorgungsspannung soll eine möglichst stabile Referenz von 5 V erzeugt werden. Wähle Widerstandswerte aus der E12-Reihe und überprüfe das Ergebnis.
Das Verhältnis liegt bei 5/24 ≈ 0,208. Mit R₁ = 27 kΩ und R₂ = 6,8 kΩ ergeben sich 6,8/33,8 ≈ 0,201, also U₂ ≈ 4,83 V. Mit R₁ = 39 kΩ und R₂ = 10 kΩ kommt U₂ ≈ 4,90 V heraus. Genau 5 V sind mit E12-Werten nicht erreichbar.
Ein unbelasteter Spannungsteiler hat R₁ = 4,7 kΩ und R₂ = 2,2 kΩ bei U_ges = 9 V. Welche Spannung wird abgegriffen?
- a) ca. 2,87 V
- b) ca. 4,50 V
- c) ca. 6,13 V
- d) ca. 9,00 V
Richtig: a)
U₂ = 9 V · 2 200 / (4 700 + 2 200) ≈ 9 V · 0,319 ≈ 2,87 V. Der kleinere Widerstand R₂ bekommt den kleineren Spannungsanteil. b) entspräche etwa der Hälfte, c) wäre der Anteil an R₁, d) wäre die gesamte Eingangsspannung.
Wie verhält sich der Strom durch R₁ und R₂ in einem unbelasteten Spannungsteiler?
- a) R₁ trägt den doppelten Strom von R₂
- b) R₂ trägt mehr Strom, weil dort die Last hängt
- c) Der Strom hängt nur von R₁ ab
- d) Der Strom ist in beiden Widerständen gleich
Richtig: d)
Bei einer Reihenschaltung fließt durch alle Bauteile derselbe Strom. „Unbelastet“ bedeutet zudem, dass am Abgriff kein Strom abfließt – durch R₁ und R₂ fließt exakt derselbe Strom. Die anderen Optionen widersprechen den Grundregeln der Reihenschaltung.
Wenn R₁ und R₂ identisch sind, gilt für die abgegriffene Spannung U₂:
- a) U₂ = 0
- b) U₂ = U_ges / 2
- c) U₂ = U_ges
- d) U₂ hängt vom konkreten Strom ab
Richtig: b)
Bei R₁ = R₂ wird R₂/(R₁ + R₂) = R/(2R) = 0,5. Die Spannung halbiert sich – das gilt unabhängig vom Absolutwert der Widerstände. a) und c) wären nur bei R₂ = 0 oder R₁ = 0 möglich, d) ist falsch, weil U₂ in der Spannungsteilerformel nicht vom Strom abhängt.
3. Belasteter Spannungsteiler
In der Praxis hängt am Abgriff fast immer ein Verbraucher – ein Sensor, ein Mikrocontroller-Eingang, ein Operationsverstärker. Sobald dort Strom fließt, gilt die einfache Spannungsteilerformel nicht mehr ohne Korrektur.
Last verändert das Teilerverhältnis
Schließt man am Abgriff einen Verbraucher mit dem Widerstand R_L an, fließt durch ihn ein zusätzlicher Strom. Aus Sicht der Schaltung liegt R_L parallel zu R₂ – beide haben dieselbe Spannung über sich. Der „untere Teil“ des Spannungsteilers besteht jetzt nicht mehr aus R₂ allein, sondern aus der Parallelschaltung R₂ und R_L.
Diese Parallelschaltung hat einen kleineren Widerstandswert als R₂ allein. Damit sinkt das Teilerverhältnis – die Abgriffspannung wird kleiner als im unbelasteten Fall.
Berechnung mit Ersatzwiderstand
Den Ersatzwiderstand der Parallelschaltung berechnet man wie gewohnt:
R₂L = (R₂ · R_L) / (R₂ + R_L)
- R₂L … Ersatzwiderstand R₂ parallel R_L in Ω
- R₂ … unterer Teiler-Widerstand in Ω
- R_L … Lastwiderstand in Ω
In die Spannungsteilerformel wird dann R₂L anstelle von R₂ eingesetzt:
U₂ = U_ges · R₂L / (R₁ + R₂L)
- U₂ … Abgriffspannung unter Last in V
- U_ges … Gesamtspannung in V
- R₁ … oberer Widerstand in Ω
- R₂L … Ersatzwiderstand R₂ parallel R_L in Ω
Faustregel
Wenn der Lastwiderstand R_L mindestens zehnmal so groß ist wie R₂, ist die Belastung in der Praxis vernachlässigbar. Der Ersatzwiderstand weicht dann um weniger als rund 10 % von R₂ ab, die Abgriffspannung um weniger als ein Prozent. Bei hochohmigen Eingängen (Mikrocontroller-ADC, Operationsverstärker-Eingang) ist diese Bedingung meist locker erfüllt. Bei einem realen Schaltkreis mit niedrigem Eingangswiderstand muss man dagegen genau rechnen.
Vergleich unbelastet und belastet
Ein Beispiel macht den Unterschied greifbar. Spannungsteiler mit R₁ = 10 kΩ, R₂ = 10 kΩ, U_ges = 12 V. Unbelastet ergibt das eine Abgriffspannung von 6 V. Hängt nun eine Last mit R_L = 10 kΩ am Abgriff, wird R₂L = 5 kΩ und U₂ sinkt auf 12 V · 5 / 15 = 4 V. Die schöne theoretische Hälfte ist plötzlich nur noch ein Drittel. Wer das nicht einkalkuliert hat, misst etwas anderes als er erwartet.
Gelöstes Beispiel
Spannungsteiler mit U_ges = 12 V, R₁ = 1 kΩ und R₂ = 4 kΩ. Am Abgriff wird ein Verbraucher mit R_L = 8 kΩ angeschlossen. Berechne die Abgriffspannung unbelastet und belastet.
Gegeben: U_ges = 12 V; R₁ = 1 000 Ω; R₂ = 4 000 Ω; R_L = 8 000 Ω
Gesucht: U₂ unbelastet, U₂ belastet
Lösungsweg:
- Unbelastete Abgriffspannung: U₂_unbelastet = 12 V · 4 000 / (1 000 + 4 000) = 12 V · 0,8 = 9,6 V
- Ersatzwiderstand der Parallelschaltung: R₂L = (4 000 · 8 000) / (4 000 + 8 000) = 32 000 000 / 12 000 ≈ 2 667 Ω
- Belastete Abgriffspannung: U₂_belastet = 12 V · 2 667 / (1 000 + 2 667) ≈ 12 V · 0,727 ≈ 8,73 V
Ergebnis: Unbelastet 9,6 V, belastet 8,73 V. Die Spannung sinkt durch die Belastung um rund 0,87 V.
Übungen
R₁ = 2 kΩ, R₂ = 2 kΩ, U_ges = 10 V, R_L = 20 kΩ. Wie groß ist U₂ belastet?
R₂L = 2 · 20 / 22 ≈ 1,82 kΩ. U₂ = 10 V · 1,82 / (2 + 1,82) ≈ 4,76 V (unbelastet wären es 5 V).
Ist die Faustregel R_L ≥ 10·R₂ erfüllt, wenn R₂ = 4,7 kΩ und R_L = 33 kΩ?
33 / 4,7 ≈ 7,0. Nein, nicht ganz. Für sichere Vernachlässigung müsste R_L mindestens 47 kΩ betragen.
Spannungsteiler mit R₁ = R₂ = 5 kΩ, U_ges = 5 V. Verbraucher mit R_L = 5 kΩ. Berechne U₂ unbelastet und belastet.
Unbelastet U₂ = 2,5 V. R₂L = 5 · 5 / 10 = 2,5 kΩ. Belastet U₂ = 5 V · 2,5 / 7,5 ≈ 1,67 V.
Ein Spannungsteiler hat R₁ = R₂ = 10 kΩ. Welcher minimale Lastwiderstand erfüllt die Faustregel R_L ≥ 10·R₂?
R_L ≥ 100 kΩ.
Ein Mikrocontroller mit Eingangswiderstand R_L = 1 MΩ liest die Spannung an einem Spannungsteiler mit R₁ = R₂ = 100 kΩ bei U_ges = 5 V. Wie groß ist der prozentuale Messfehler gegenüber dem unbelasteten Wert?
Unbelastet U₂ = 2,5 V. R₂L = 100 · 1 000 / 1 100 ≈ 90,9 kΩ. Belastet U₂ ≈ 5 V · 90,9 / 190,9 ≈ 2,38 V. Fehler ≈ (2,5 − 2,38) / 2,5 ≈ 4,8 %.
Wird am Abgriff eines Spannungsteilers ein realer Verbraucher angeschlossen, verschiebt sich die Abgriffspannung. Wie?
- a) Sie bleibt konstant, weil der Verbraucher keinen Einfluss hat
- b) Sie steigt, weil zusätzlich Strom fließt
- c) Sie sinkt, weil der Ersatzwiderstand R₂‖R_L kleiner ist als R₂
- d) Sie verhält sich invers proportional zur Versorgungsspannung
Richtig: c)
Der Lastwiderstand R_L liegt elektrisch parallel zu R₂. Die Parallelschaltung ist immer kleiner als der kleinere der beteiligten Widerstände – damit sinkt das Teilerverhältnis und U₂ wird kleiner. a) gilt nur näherungsweise bei hochohmiger Last, b) widerspricht der Spannungsteilerformel, d) ist physikalisch unsinnig.
Welche Faustregel sorgt dafür, dass ein Lastwiderstand den Spannungsteiler praktisch nicht beeinflusst?
- a) R_L mindestens 10·R₂
- b) R_L mindestens 2·R₂
- c) R_L gleich R₂
- d) R_L kleiner als R₁
Richtig: a)
Bei R_L ≥ 10·R₂ ändert sich der Ersatzwiderstand gegenüber R₂ um weniger als rund 10 %, die Abgriffspannung weicht um unter einem Prozent ab. b) liegt klar darunter und führt zu spürbarem Spannungseinbruch. c) und d) bedeuten massive Belastung.
Ein Spannungsteiler mit R₁ = R₂ = 10 kΩ liefert unbelastet 6 V (bei U_ges = 12 V). Welche Spannung stellt sich ein, wenn R_L = 10 kΩ angeschlossen wird?
- a) 6 V (unverändert)
- b) 7,5 V
- c) 5,5 V
- d) 4 V
Richtig: d)
R₂L = 10·10 / (10+10) = 5 kΩ. U₂ = 12 V · 5 / (10 + 5) = 12 V / 3 = 4 V. Der Einbruch ist drastisch, weil R_L genau so groß wie R₂ ist – die Faustregel wird komplett gerissen. a) würde nur bei hochohmiger Last gelten, b) und c) liegen daneben.
4. Potentiometer – der einstellbare Spannungsteiler
Bisher waren R₁ und R₂ feste Werte. Manchmal will man das Teilerverhältnis aber stufenlos verändern – für die Lautstärkeregelung, für einen Sollwertgeber, für einen Helligkeitsregler. Dafür gibt es das Potentiometer.
Aufbau
Ein Potentiometer (kurz Poti) ist ein Bauteil mit drei Anschlüssen: zwei feste Enden und ein verschiebbarer Schleifer dazwischen. Zwischen den festen Enden liegt eine Widerstandsbahn aus Kohleschicht, Drahtwicklung oder leitfähigem Kunststoff. Der Schleifer bewegt sich auf dieser Bahn und teilt sie in zwei Abschnitte.
Diese beiden Abschnitte sind nichts anderes als R₁ und R₂ eines Spannungsteilers. Beim Drehen des Schleifers ändern sich beide Werte – die Summe bleibt aber konstant gleich dem Gesamtwiderstand des Potis. So lässt sich das Teilerverhältnis stufenlos von null bis zur vollen Versorgungsspannung verändern, ohne dass man Widerstände wechseln muss.
Lineare und logarithmische Kennlinie
Potis gibt es mit unterschiedlichen Kennlinien. Bei einem linearen Poti ändert sich die abgegriffene Spannung proportional zur Schleiferstellung – halber Drehweg ergibt halbe Spannung. Bei einem logarithmischen Poti ist die Änderung am Anfang flach und nimmt zum Ende hin stark zu.
Logarithmische Potis werden vor allem in der Audiotechnik verwendet, weil das menschliche Ohr Lautstärke logarithmisch wahrnimmt. Ein lineares Poti würde sich anfühlen, als ob am Anfang fast nichts und im letzten Drittel plötzlich alles zugleich passiert. Die logarithmische Kennlinie gleicht diese Wahrnehmungseigenschaft aus.
Potentiometer vs. Stellwiderstand
Wird das Poti mit allen drei Anschlüssen verwendet, arbeitet es als Spannungsteiler. Schließt man nur zwei Anschlüsse an – den Schleifer und ein Ende –, wird es zum Stellwiderstand (Rheostat). Der Stellwiderstand verändert direkt einen Widerstandswert im Stromkreis, etwa um einen Strom zu begrenzen. Eine Standardmotorsteuerung mit Drehknopf für die Drehzahl ist meist genau das: ein Stellwiderstand vor dem Steuereingang.
Wie viele Anschlüsse hat ein als Spannungsteiler verwendetes Potentiometer und wofür stehen sie?
- a) Zwei: Schleifer und ein festes Ende
- b) Drei: Schleifer und beide festen Enden
- c) Vier: zwei Schleifer und zwei feste Enden
- d) Drei: Versorgung, Masse und Eingang, ohne separaten Schleifer
Richtig: b)
Als Spannungsteiler nutzt das Poti alle drei Anschlüsse: Die beiden festen Enden liegen an der Versorgung, der Schleifer greift die Teilspannung ab. a) beschreibt den Stellwiderstand (Rheostat), c) ist konstruktiv falsch, d) widerspricht dem Aufbau – ohne Schleifer kein einstellbarer Abgriff.
Warum werden für Lautstärkeregler typischerweise logarithmische Potentiometer verwendet?
- a) Logarithmische Potis sind günstiger zu fertigen
- b) Sie halten höhere Ströme aus
- c) Die menschliche Lautstärkewahrnehmung ist logarithmisch
- d) Lineare Potis verzerren das Audiosignal
Richtig: c)
Das Gehör nimmt Lautstärke nicht linear, sondern annähernd logarithmisch wahr. Ein lineares Poti würde am Anfang kaum eine Änderung bringen und im letzten Drittel sprunghaft lauter werden. Die logarithmische Kennlinie gleicht das aus, sodass die Drehung gleichmäßig empfunden wird. a) und b) treffen technisch nicht zu, d) ist falsch – ein lineares Poti verzerrt nicht, es fühlt sich nur ungeschickt an.
5. Anwendungen in der Praxis
Der Spannungsteiler steckt in unzähligen Schaltungen, oft so unscheinbar, dass man ihn übersieht. Drei typische Anwendungsfelder zeigen, was er kann.
Pegelanpassung
Mikrocontroller arbeiten mit 3,3 V Logikpegeln, viele Sensoren oder Schnittstellen liefern aber 5 V. Ohne Anpassung würde der Mikrocontroller-Eingang Schaden nehmen. Ein einfacher Spannungsteiler aus zwei Widerständen reduziert das Signal auf einen verträglichen Pegel. Damit der hochohmige Eingang des Controllers den Teiler nicht zusätzlich belastet, wählt man die Widerstände hochohmig genug – typisch im kΩ-Bereich, häufig R₁ ≈ 1,8 kΩ und R₂ ≈ 3,3 kΩ für eine Reduktion von 5 V auf rund 3,3 V.
Widerstandssensoren auslesen
Viele Sensoren ändern ihren Widerstand abhängig von einer physikalischen Größe – Temperatur, Dehnung, Lichtintensität. Schließt man einen solchen Sensor in einen Spannungsteiler an Stelle von R₂ an, übersetzt sich die Widerstandsänderung in eine Spannungsänderung. Eine Auswerteelektronik (zum Beispiel ein Analog-Eingang am Mikrocontroller) kann diese Spannung digitalisieren und weiterverarbeiten.
U_aus = U_ges · R_S / (R_V + R_S)
- U_aus … ausgegebene Spannung in V
- U_ges … Versorgungsspannung in V
- R_V … fester Vorwiderstand in Ω
- R_S … veränderlicher Sensorwiderstand in Ω
Wie die einzelnen Sensoren physikalisch funktionieren, ist Thema eigener Beiträge: Temperatursensoren PT100, NTC, Thermoelement und Dehnungsmessstreifen DMS. Für den Spannungsteiler selbst ist nur wichtig: Der Sensor ist ein veränderlicher Widerstand, der je nach Messgröße seinen Wert ändert. Die Wahl des Vorwiderstands R_V bestimmt, in welchem Bereich des Sensors die Schaltung am empfindlichsten ist – im idealen Arbeitspunkt liegt R_V in der gleichen Größenordnung wie der Sensorwiderstand bei der Messgröße in der Mitte des interessierenden Bereichs.
Referenzspannung
Manche Schaltungen brauchen eine konstante Vergleichsspannung – etwa für Schwellwertschalter oder für die Vorspannung an einem Operationsverstärker-Eingang. Ein hochohmig dimensionierter Spannungsteiler aus zwei festen Widerständen liefert diese Referenzspannung mit minimalem Stromverbrauch. Da die nachfolgende Schaltung (typischerweise ein OP-Eingang mit MΩ-Eingangswiderstand) extrem hochohmig ist, bleibt das Teilerverhältnis stabil.
Spannungsteiler und Stromteiler
Der Spannungsteiler hat ein Pendant für Ströme: den Stromteiler. Während sich beim Spannungsteiler die Spannung über zwei in Reihe geschalteten Widerständen aufteilt, verteilt sich beim Stromteiler ein Strom auf zwei parallele Zweige umgekehrt proportional zu deren Widerständen. Wie sich das berechnen lässt, behandelt der Beitrag Stromteiler.
Ein 5-V-Signal soll an einen 3,3-V-Mikrocontroller-Eingang geführt werden. Wie löst man das am besten mit einem Spannungsteiler?
- a) Spannungsteiler mit hochohmigen Widerständen, dimensioniert auf rund 3,3 V am Abgriff
- b) Ein einzelner Vorwiderstand zwischen Signal und Eingang
- c) Spannungsteiler mit möglichst niederohmigen Widerständen
- d) Ein Lastwiderstand vor den Mikrocontroller-Eingang
Richtig: a)
Hochohmige Widerstände begrenzen den Querstrom und sind durch den hochohmigen Eingang kaum belastet – die Spannung am Abgriff bleibt stabil. b) teilt die Spannung nicht definiert. c) wäre ineffizient und sinnlos verlustbehaftet. d) erzeugt keinen definierten Pegel.
Ein Sensor mit positivem Temperaturkoeffizienten sitzt als R_S an Stelle von R₂ in einem Spannungsteiler. Was passiert mit der Abgriffspannung bei steigender Temperatur?
- a) U_aus bleibt konstant
- b) U_aus sinkt
- c) U_aus pendelt um den Mittelwert
- d) U_aus steigt
Richtig: d)
Bei positivem Temperaturkoeffizienten steigt der Sensorwiderstand mit der Temperatur. Ein größeres R_S erhöht den Teiler-Anteil unten und damit U_aus = U_ges · R_S / (R_V + R_S). a) gilt nur im idealen unbelasteten und temperaturunabhängigen Fall, b) wäre korrekt nur bei negativem Temperaturkoeffizienten (NTC), c) ergibt physikalisch keinen Sinn.
Abschlusstest
Übungen
Aufgabe 1: An einem Spannungsteiler liegen U_ges = 24 V an. R₁ = 1,5 kΩ und R₂ = 4,7 kΩ. Berechne die unbelastete Abgriffspannung.
Gegeben: U_ges = 24 V; R₁ = 1 500 Ω; R₂ = 4 700 Ω
Gesucht: U₂ in V
Lösungsweg:
- U₂ = U_ges · R₂ / (R₁ + R₂) = 24 V · 4 700 / 6 200 ≈ 24 V · 0,758
Ergebnis: U₂ ≈ 18,19 V
Aufgabe 2: Aus einer 12-V-Versorgung sollen 3,3 V abgegriffen werden. R₁ wird mit 12 kΩ vorgegeben. Welcher Wert für R₂ ist nötig (unbelastet)?
Gegeben: U_ges = 12 V; U₂ = 3,3 V; R₁ = 12 000 Ω
Gesucht: R₂ in Ω
Lösungsweg:
- U₂ / U_ges = R₂ / (R₁ + R₂)
- 3,3 / 12 = R₂ / (12 000 + R₂)
- 0,275 · (12 000 + R₂) = R₂
- 3 300 = 0,725 · R₂
Ergebnis: R₂ ≈ 4 552 Ω, also ca. 4,5 kΩ (E12-Reihenwert)
Aufgabe 3: Ein Spannungsteiler mit U_ges = 5 V, R₁ = 10 kΩ und R₂ = 10 kΩ wird mit einem Verbraucher R_L = 5 kΩ belastet. Berechne die Abgriffspannung unbelastet und belastet.
Gegeben: U_ges = 5 V; R₁ = R₂ = 10 000 Ω; R_L = 5 000 Ω
Gesucht: U₂ unbelastet, U₂ belastet
Lösungsweg:
- Unbelastet: U₂ = 5 V · 10 / (10 + 10) = 2,5 V
- Ersatzwiderstand: R₂L = 10 · 5 / (10 + 5) ≈ 3,33 kΩ
- Belastet: U₂ = 5 V · 3,33 / (10 + 3,33) ≈ 5 V · 0,250
Ergebnis: Unbelastet 2,5 V, belastet rund 1,25 V
Aufgabe 4: Ein NTC-Sensor sitzt im Spannungsteiler als R_S an Stelle von R₂. Vorwiderstand R_V = 10 kΩ, Versorgung U_ges = 5 V. Bei 25 °C beträgt R_S = 10 kΩ, bei 50 °C nur noch 3,6 kΩ. Berechne die Abgriffspannung U_aus bei beiden Temperaturen und beschreibe die Tendenz.
Gegeben: U_ges = 5 V; R_V = 10 000 Ω; R_S(25°C) = 10 000 Ω; R_S(50°C) = 3 600 Ω
Gesucht: U_aus bei 25 °C und bei 50 °C
Lösungsweg:
- Bei 25 °C: U_aus = 5 V · 10 / (10 + 10) = 2,5 V
- Bei 50 °C: U_aus = 5 V · 3,6 / (10 + 3,6) ≈ 5 V · 0,265
Ergebnis: Bei 25 °C 2,5 V, bei 50 °C rund 1,32 V. Mit steigender Temperatur sinkt R_S und damit auch U_aus.
Ein Spannungsteiler mit U_ges = 10 V besteht aus R₁ = 2 kΩ und R₂ = 8 kΩ. Welche Spannung liegt im unbelasteten Fall an R₂?
- a) 8 V
- b) 2 V
- c) 5 V
- d) 10 V
Richtig: a)
U₂ = 10 V · 8 000 / 10 000 = 8 V. Der größere Widerstand erhält den größeren Spannungsanteil. b) wäre der Anteil an R₁, c) entspräche gleichen Widerständen, d) wäre die Gesamtspannung.
In einem belasteten Spannungsteiler ist R₂ = 1 kΩ und R_L = 1 kΩ. Wie groß ist der Ersatzwiderstand R₂‖R_L?
- a) 0,25 kΩ
- b) 0,5 kΩ
- c) 1 kΩ
- d) 2 kΩ
Richtig: b)
Zwei gleiche Widerstände parallel ergeben den halben Wert: R₂‖R_L = R/2 = 0,5 kΩ. Die Faustregel ist hier maximal verletzt – die Schaltung wird stark belastet. a) wäre bei vier gleichen Parallelwiderständen, c) wäre R₂ allein, d) entspräche einer Reihenschaltung.
Ein logarithmisches Potentiometer wird gegenüber einem linearen bevorzugt, wenn:
- a) Ströme im Bereich mehrerer Ampere geschaltet werden müssen
- b) Hohe Präzision bei der Spannungsmessung wichtig ist
- c) Die menschliche Wahrnehmung (Lautstärke, Helligkeit) angepasst werden soll
- d) Die Schaltung extrem niedrige Toleranzen verlangt
Richtig: c)
Logarithmische Potis sind in audio- und helligkeitsbezogenen Anwendungen Standard, weil das menschliche Empfinden logarithmisch ist. a) hat nichts mit der Kennlinienform zu tun. Für reine Messzwecke (b, d) sind lineare Potis besser, weil die Beziehung Schleiferweg zu Spannung dort linear ist.
Welche Aussage zum Rheostat (Stellwiderstand) trifft zu?
- a) Er hat drei Anschlüsse, alle werden verwendet
- b) Er teilt eine Spannung in einem festen Verhältnis
- c) Er ist eine Sonderform der Wheatstone-Brücke
- d) Er hat zwei aktive Anschlüsse: Schleifer und ein festes Ende
Richtig: d)
Wird nur der Schleifer und ein Ende eines Potis genutzt, wirkt das Bauteil als einstellbarer Vorwiderstand zur Strombegrenzung. a) beschreibt den Spannungsteiler-Einsatz, b) beschreibt einen festen Spannungsteiler, c) gehört in einen anderen Schaltungstyp.
Ein hochohmig dimensionierter Spannungsteiler (R₁ = R₂ = 1 MΩ) liefert eine Referenzspannung. Welche Eigenschaft bringt das?
- a) Sehr geringer Stromverbrauch durch den Spannungsteiler
- b) Höhere Genauigkeit als bei niederohmigen Dimensionierungen
- c) Geringere Empfindlichkeit gegenüber Last
- d) Bessere Temperaturstabilität als bei niederohmigen Werten
Richtig: a)
Hochohmig bedeutet kleiner Querstrom (I = U / (R₁ + R₂)) – das spart Strom. Allerdings wird der Teiler dadurch empfindlicher gegenüber Lasten und parasitären Kapazitäten – damit sind b), c) und d) das genaue Gegenteil der Wahrheit.
Ein Spannungsteiler liefert unbelastet 4,5 V. Bei Anschluss eines Verbrauchers misst man am Abgriff nur noch 3,8 V. Was sagt das aus?
- a) Die Versorgungsspannung ist eingebrochen
- b) Der Lastwiderstand belastet R₂ merklich, R_L ist nicht ausreichend hochohmig
- c) Die Spannungsteilerformel ist falsch
- d) Die Widerstände sind defekt
Richtig: b)
Sinkt die Abgriffspannung bei Belastung deutlich, ist die Faustregel R_L ≥ 10·R₂ verletzt. a) ist nur plausibel, wenn die Versorgung selbst zusammenbricht (nicht erwähnt). c) und d) sind unbegründet.
Wie verändert sich die Abgriffspannung U₂ am unbelasteten Spannungsteiler, wenn beide Widerstände auf das Doppelte vergrößert werden, das Verhältnis aber gleich bleibt?
- a) U₂ verdoppelt sich
- b) U₂ halbiert sich
- c) U₂ bleibt gleich
- d) U₂ wird viermal so groß
Richtig: c)
Die Spannungsteilerformel hängt nur vom Verhältnis R₂ / (R₁ + R₂) ab, nicht von den Absolutwerten. Was sich ändert, ist der Querstrom (der halbiert sich), nicht aber die Abgriffspannung. Damit sind a), b) und d) falsch.
An einem Spannungsteiler aus R₁ = 470 Ω und R₂ = 2,2 kΩ liegen 9 V an. Welcher Strom fließt im unbelasteten Fall durch die Widerstände?
- a) ca. 9 mA
- b) ca. 19 mA
- c) ca. 4,7 mA
- d) ca. 3,4 mA
Richtig: d)
I = U_ges / (R₁ + R₂) = 9 V / (470 + 2 200) Ω = 9 V / 2 670 Ω ≈ 3,37 mA. Antwort d) ist korrekt; die anderen Werte entsprechen einzelnen Widerständen oder Falschrechnungen.
Ein NTC sitzt als R_S an Stelle von R₂ in einem Spannungsteiler. Was passiert mit der Abgriffspannung bei steigender Temperatur?
- a) Sie sinkt
- b) Sie steigt
- c) Sie bleibt konstant
- d) Sie schwingt um den Mittelwert
Richtig: a)
Ein NTC hat einen negativen Temperaturkoeffizienten – sein Widerstand sinkt mit steigender Temperatur. Sinkt R_S, sinkt nach der Spannungsteilerformel auch U_aus = U_ges · R_S / (R_V + R_S). b) wäre der PTC-Fall, c) und d) passen nicht zur Physik.
Welche Größe begrenzt in der Praxis, wie hochohmig ein Spannungsteiler dimensioniert werden darf?
- a) Die Versorgungsspannung
- b) Die Maschenregel
- c) Der Eingangswiderstand der nachfolgenden Schaltung
- d) Der maximal zulässige Querstrom durch R₂
Richtig: c)
Je hochohmiger der Teiler, desto stärker beeinflussen reale Lastwiderstände (Eingangswiderstand von Messgeräten oder Mikrocontroller-Eingängen) das Ergebnis. a) und b) haben keinen direkten Bezug zur Hochohmigkeit. d) begrenzt die untere Grenze (zu niederohmig wird stromfressend), nicht die obere.
Glossar
- Abgriff
- Anschlusspunkt zwischen den beiden Widerständen eines Spannungsteilers, an dem die Teilspannung abgenommen wird.
- Abgriffspannung
- Die zwischen Abgriff und einem Bezugspol anliegende Teilspannung U₂.
- Belasteter Spannungsteiler
- Spannungsteiler, an dessen Abgriff ein Verbraucher (Lastwiderstand) angeschlossen ist, der Strom zieht.
- Faustregel R_L ≥ 10·R₂
- Praxisregel: Ist der Lastwiderstand mindestens zehnmal so groß wie R₂, bleibt der Messfehler durch die Belastung unter rund einem Prozent.
- Lastwiderstand R_L
- Widerstand des Verbrauchers am Abgriff. Liegt elektrisch parallel zu R₂.
- Lineares Potentiometer
- Poti, dessen Abgriffspannung proportional zur Schleiferstellung ändert.
- Logarithmisches Potentiometer
- Poti mit logarithmischer Kennlinie, dessen Spannungsänderung am Anfang flach und zum Ende stark verläuft. Üblich für Lautstärkeregler.
- Pegelanpassung
- Anpassung einer Spannung an die zulässige Eingangsspannung einer nachfolgenden Schaltung, häufig mit einem Spannungsteiler.
- Potentiometer (Poti)
- Bauteil mit drei Anschlüssen, das einen einstellbaren Spannungsteiler darstellt.
- Querstrom
- Der Strom, der dauerhaft durch R₁ und R₂ fließt, unabhängig vom Strom am Abgriff.
- Schleifer
- Bewegliches Kontaktelement eines Potentiometers, das die Widerstandsbahn in zwei Abschnitte teilt.
- Spannungsteiler
- Schaltung aus zwei Widerständen in Reihe mit Abgriff zwischen ihnen, die eine Teilspannung der Eingangsspannung liefert.
- Spannungsteilerformel
- Berechnungsformel für die unbelastete Abgriffspannung: U₂ = U_ges · R₂ / (R₁ + R₂).
- Stellwiderstand (Rheostat)
- Potentiometer mit nur zwei genutzten Anschlüssen, das als einstellbarer Vorwiderstand zur Strombegrenzung dient.
- Teilerverhältnis
- Der Faktor R₂ / (R₁ + R₂), der angibt, welcher Anteil der Gesamtspannung am Abgriff anliegt.
- Unbelasteter Spannungsteiler
- Idealisierter Spannungsteiler, bei dem am Abgriff kein Strom abgenommen wird.
Österreichische Normen
- ÖVE/ÖNORM EN 60617: Schaltzeichen für elektrotechnische Bauelemente. Legt fest, wie Widerstände, Potentiometer und andere Bauteile in Schaltplänen darzustellen sind.
