Schützsteuerung

Schütze waren da, bevor es die SPS gab – und sind heute noch in vielen Anlagen unentbehrlich. In dieser Kategorie lernst du Selbsthaltung, Verriegelungen, Direkt-, Wende-, Stern-Dreieck- und Dahlanderschaltung, Motorschutz, Zeitrelais sowie die Frage: klassische Steuerung oder SPS?

Schützsteuerung

Klassische Steuerung vs. SPS – Wann was?

Klassische Schützsteuerung oder SPS – beide Welten werden auch heute noch täglich verbaut, und beide haben ihre Berechtigung. Der Beitrag zeigt den Kernunterschied zwischen verbindungs- und speicherprogrammierter Steuerung, stellt Vor- und Nachteile sauber gegenüber und liefert klare Auswahlkriterien für die Praxis. Mit Vergleichstabelle, grafischem Entscheidungsbaum und vier konkreten Anwendungsbeispielen aus dem Anlagen- und Maschinenbau.

Schützsteuerung

Schütze und Relais

Schütze und Relais arbeiten nach dem gleichen elektromagnetischen Prinzip — eine Spule zieht einen Anker an, Kontakte schalten. Wer Aufbau, Kontaktbezeichnungen, Schaltzeichen nach IEC 60617 und die Gebrauchskategorien beherrscht, kann jeden Stromlaufplan lesen und das passende Schütz für seine Anwendung auswählen. Der Beitrag legt das Fundament für jede klassische Schützsteuerung.

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Selbsthaltung

ie Selbsthaltung ist die Grundschaltung jeder klassischen Schützsteuerung — sie sorgt dafür, dass ein Motor nach kurzem Druck auf den Start-Taster eingeschaltet bleibt, bis er aktiv ausgeschaltet wird. Aufbau im Steuerstromkreis, Unterschied zwischen Aus-Vorrang und Ein-Vorrang sowie typische Erweiterungen mit Motorschutz, Meldelampen und Wiederanlaufschutz erklärt der Beitrag Schritt für Schritt.

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Verriegelungen: UND- und ODER-Verknüpfung

Verriegelungen sorgen dafür, dass in einer Schützsteuerung nur die richtigen Schaltzustände möglich sind. Mit UND- und ODER-Verknüpfung — also Reihenschaltung und Parallelschaltung — lassen sich praktisch alle Steuerungsaufgaben sauber lösen. Der Beitrag zeigt die beiden Grundverknüpfungen am Stromlaufplan, erklärt die gegenseitige Verriegelung als Schlüssel zur sicheren Wendeschützschaltung und kombiniert beides am Ende mit mechanischer Verriegelung und Ruhestromprinzip.

Schützsteuerung

Direkteinschaltung (DOL)

Die Direkteinschaltung schaltet einen Drehstrom-Asynchronmotor über ein einziges Schütz direkt an die volle Netzspannung. Einfach, robust und günstig — aber mit einem Anlaufstrom, der das 5- bis 8-fache des Bemessungsstroms erreicht. Der Beitrag erklärt Haupt- und Steuerstromkreis nach IEC 60617, zeigt die TAEV-Grenzen in Österreich und gibt klare Auslegungsregeln für Schütz, Motorschutz und Kurzschlussschutz.

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Wendeschützschaltung

Die Wendeschützschaltung kehrt die Drehrichtung eines Drehstrommotors um, indem zwei Schütze die Phasenfolge zum Motor versetzt tauschen. Beide müssen gegeneinander verriegelt sein, sonst entsteht ein Kurzschluss. Der Beitrag zeigt den Aufbau von Haupt- und Steuerstromkreis nach österreichischen Normen, Selbsthaltung, drei Verriegelungsebenen, Auslegung nach AC-3 und AC-4 sowie die Rolle des Motorschutzes im Steuerkreis.

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Stern-Dreieck-Schaltung

Ein großer Drehstrommotor wird eingeschaltet — und die Beleuchtung im halben Werk flackert. Der hohe Anlaufstrom ist der Grund. Die Stern-Dreieck-Schaltung senkt diesen Anlaufstoß auf ein Drittel, mit drei Schützen und einem Zeitrelais. Der Beitrag erklärt das Prinzip, die Voraussetzungen am Motor, den Aufbau von Haupt- und Steuerstromkreis sowie typische Praxisfallen wie die richtige Einstellung des Motorschutzes.

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Dahlander-Schützschaltung

Die Dahlander-Schützschaltung ermöglicht zwei feste Drehzahlen im Verhältnis 1:2 mit einem einzigen Motor. Drei Schütze verschalten die Wicklung zwischen Dreieck und Doppelstern. Phasentausch, gegenseitige Verriegelung und doppelter Motorschutz sind die Schlüsseldetails für den sicheren Betrieb. Der Beitrag erklärt Aufbau, Funktion und Praxis Schritt für Schritt — mit Schaltplänen, Rechner, Übungen und konkreten Beispielen aus Lüftung, Aufzugstechnik und Werkzeugmaschinen.

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Schaltung polumschaltbarer Motoren mit getrennten Wicklungen

Polumschaltbare Motoren mit getrennten Wicklungen liefern zwei beliebige Drehzahlen aus einem Antrieb — das Verhältnis ist frei wählbar, anders als bei Dahlander. Damit das im Betrieb sicher funktioniert, braucht es eine Schützschaltung mit zwei Hauptschützen und einer doppelten Verriegelung. Dieser Beitrag erklärt Hauptstromkreis, Steuerstromkreis, Umschaltvorgang und Zeitrelais Schritt für Schritt mit Schaltplänen und Praxisbezug.

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