Scheinwiderstand (Impedanz)

Im Gleichstromkreis genügt der ohmsche Widerstand R, um den Strom zu bestimmen. Sobald aber Spulen oder Kondensatoren ins Spiel kommen und Wechselstrom fließt, reicht das nicht mehr — es gibt zusätzlich Blindwiderstände, und alle drei lassen sich nicht einfach addieren. Der Scheinwiderstand Z fasst sie zu einer einzigen Größe zusammen und macht das Ohmsche Gesetz auch für Wechselstromkreise nutzbar.

Vorwissen

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • erklären, was der Scheinwiderstand Z ist und warum er nicht einfach aus R, X_L und X_C addiert werden kann
  • das Impedanzdreieck zeichnen und damit Z, R, X und den Phasenwinkel φ berechnen
  • den Scheinwiderstand einer RLC-Reihenschaltung mit der Formel Z = √(R² + (X_L − X_C)²) ermitteln
  • den Phasenwinkel φ aus den Komponenten bestimmen und das Schaltungsverhalten als induktiv, kapazitiv oder ohmsch einordnen
  • qualitativ erklären, wie sich der Scheinwiderstand mit der Frequenz ändert

1. Was ist der Scheinwiderstand?

Misst man eine Motorwicklung mit dem Multimeter im Widerstandsbereich, bekommt man oft nur ein paar Ohm angezeigt. Schließt man dieselbe Wicklung dann an 230 V Wechselspannung an, fließt aber nicht der Strom, den das Ohmsche Gesetz mit diesen wenigen Ohm vorhersagen würde — sondern ein viel kleinerer. Der Grund: Im Wechselstromkreis wirkt mehr als nur der ohmsche Widerstand.

Ein Wechselstromkreis kann gleichzeitig drei Arten von Widerstand enthalten:

  • den Wirkwiderstand R, der die elektrische Energie tatsächlich in Wärme umsetzt
  • den induktiven Blindwiderstand X_L einer Spule, der den Stromfluss begrenzt, ohne Energie zu verbrauchen
  • den kapazitiven Blindwiderstand X_C eines Kondensators, der den Stromfluss ebenfalls begrenzt, ohne Energie zu verbrauchen

Diese drei Widerstände wirken zwar alle strombegrenzend, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten innerhalb einer Wechselstromperiode — sie sind phasenverschoben. Deshalb lassen sie sich nicht einfach addieren wie im Gleichstromkreis.

Der Scheinwiderstand Z ist die Größe, die alle drei zusammen erfasst. Er ist genau der Widerstand, den die Schaltung dem Wechselstrom insgesamt entgegensetzt. Sein Name kommt daher, dass er nur „scheinbar“ ein einzelner Widerstandswert ist — in Wirklichkeit setzt er sich aus den drei Anteilen geometrisch zusammen.

Damit lässt sich das Ohmsche Gesetz auf Wechselstromkreise verallgemeinern. Die Einheit ist dieselbe wie beim ohmschen Widerstand: das Ohm. Und genauso wie beim Gleichstrom ist Z eine reine Verhältniszahl zwischen Spannung und Strom — nur eben für Effektivwerte im Wechselstromkreis.

Z = U / I

  • Z … Scheinwiderstand in Ohm (Ω)
  • U … Effektivwert der Spannung in Volt (V)
  • I … Effektivwert des Stroms in Ampere (A)

Warum wird Z als „Scheinwiderstand“ bezeichnet?

  • a) Weil er nur scheinbar wirkt und gar keinen Einfluss auf den Strom hat
  • b) Weil er nur am Multimeter angezeigt wird, aber tatsächlich nicht existiert
  • c) Weil er sich aus mehreren Anteilen zusammensetzt und nur scheinbar ein einheitlicher Widerstandswert ist
  • d) Weil er ausschließlich im Schein- bzw. Leerlaufbetrieb auftritt

Richtig: c)

Z fasst Wirkwiderstand und Blindwiderstände zu einer Größe zusammen. Er begrenzt den Strom tatsächlich und ist messbar — der Name bezieht sich nur darauf, dass dieser einzelne Wert eine Zusammensetzung mehrerer phasenverschobener Anteile ist. Die anderen Aussagen sind sachlich falsch.

An einer Spule mit 8 Ω Drahtwiderstand werden 230 V Wechselspannung angelegt. Welcher Aussage stimmst du zu?

  • a) Der Strom lässt sich mit I = U/R aus den 8 Ω berechnen
  • b) Der Strom ist gleich U/R, weil R der einzige strombegrenzende Faktor ist
  • c) Der Strom hängt nur von der Frequenz, nicht vom Drahtwiderstand ab
  • d) Der Strom hängt zusätzlich vom induktiven Blindwiderstand ab, sodass der tatsächliche Wert kleiner ist als U/R

Richtig: d)

Die Spule besitzt zusätzlich einen induktiven Blindwiderstand X_L. Der wirksame Gesamtwiderstand ist der Scheinwiderstand Z = √(R² + X_L²), der größer ist als R allein. Antwort a) und b) ignorieren X_L, c) ignoriert R.

2. Die drei Komponenten im Überblick

Bevor wir Z geometrisch zusammensetzen, hier eine kurze Wiederholung der drei Bausteine. Jeder hat sein eigenes Phasenverhalten — und genau das ist der Grund, warum man sie nicht direkt summieren kann.

Wirkwiderstand R — der „normale“ ohmsche Widerstand, etwa ein Heizdraht oder ein Lastwiderstand. Spannung und Strom sind phasengleich: Beide erreichen gleichzeitig ihren Maximalwert. R ist frequenzunabhängig und setzt elektrische Energie in Wärme um.

Induktiver Blindwiderstand X_L — der Widerstand, den eine Spule dem Wechselstrom entgegensetzt. Er steigt linear mit der Frequenz. Bei einer Spule eilt der Strom der Spannung um 90° nach. Anders gesagt: Die Spannung an der Spule liegt um 90° vor dem Strom.

Kapazitiver Blindwiderstand X_C — der Widerstand, den ein Kondensator dem Wechselstrom entgegensetzt. Er fällt mit steigender Frequenz. Beim Kondensator eilt der Strom der Spannung um 90° voraus.

Die drei Komponenten im direkten Vergleich:

Bauteil Widerstand Frequenzabhängigkeit Phasenlage Strom gegenüber Spannung Energie
Wirkwiderstand R konstant keine in Phase (0°) wird in Wärme umgesetzt
Spule (X_L) X_L = 2πfL steigt mit f eilt 90° nach wird zwischengespeichert und wieder abgegeben
Kondensator (X_C) X_C = 1/(2πfC) fällt mit f eilt 90° vor wird zwischengespeichert und wieder abgegeben

Diese 90°-Versätze sind entscheidend: Während R seinen Spitzenwert hat, sind X_L und X_C gerade in einem anderen Zustand. Würde man die Widerstände einfach addieren, würde man Werte zusammenzählen, die zeitlich gar nicht gleichzeitig wirken. Stattdessen behandelt man sie wie Vektoren, die im rechten Winkel zueinander stehen — und genau das führt im nächsten Kapitel zum Impedanzdreieck.

X_L = 2 · π · f · L

  • X_L … induktiver Blindwiderstand in Ohm (Ω)
  • f … Frequenz in Hertz (Hz)
  • L … Induktivität in Henry (H)

X_C = 1 / (2 · π · f · C)

  • X_C … kapazitiver Blindwiderstand in Ohm (Ω)
  • f … Frequenz in Hertz (Hz)
  • C … Kapazität in Farad (F)

Eine Spule hat eine Induktivität von 100 mH. Wird die Frequenz von 50 Hz auf 200 Hz erhöht, wie verändert sich X_L?

  • a) X_L bleibt gleich, weil L konstant ist
  • b) X_L halbiert sich
  • c) X_L wird viermal so groß
  • d) X_L wird doppelt so groß

Richtig: c)

X_L = 2πfL ist linear zur Frequenz. Vervierfacht sich f, vervierfacht sich auch X_L. Antwort a) ignoriert die Frequenzabhängigkeit, b) beschreibt das Verhalten von X_C, d) wäre nur bei Verdoppelung von f richtig.

Bei einem rein kapazitiven Wechselstromkreis gilt:

  • a) Der Strom eilt der Spannung 90° voraus
  • b) Spannung und Strom sind in Phase
  • c) Der Strom eilt der Spannung 90° nach
  • d) Strom und Spannung haben eine Phasenverschiebung von 180°

Richtig: a)

Beim Kondensator muss zuerst Ladung fließen, bevor sich die Spannung aufbauen kann — daher eilt der Strom voraus. Antwort c) gilt für die Spule, b) für den Wirkwiderstand. 180° gibt es bei den hier behandelten Bauteilen nicht.

Warum lassen sich R, X_L und X_C im Wechselstromkreis nicht einfach addieren?

  • a) Weil sie unterschiedliche Einheiten haben
  • b) Weil sie zu verschiedenen Zeitpunkten in der Periode ihren Maximalwert erreichen
  • c) Weil X_L und X_C immer gleich groß sind und sich gegenseitig aufheben
  • d) Weil das Multimeter sie nicht gleichzeitig erfassen kann

Richtig: b)

R, X_L und X_C haben alle die Einheit Ohm, sind also in a) nicht das Problem. Sie unterscheiden sich in ihrer Phasenlage — ihre Spitzenwerte fallen nicht zeitlich zusammen. c) ist nur ein Sonderfall (Resonanz), d) hat mit der Sache nichts zu tun.

3. Das Impedanzdreieck

Das geometrische Werkzeug, mit dem man R, X_L und X_C sauber zusammensetzt, heißt Impedanzdreieck. Es entsteht direkt aus den Phasenlagen der drei Komponenten.

Stellt man sich R als waagrechten Pfeil vor, dann steht X_L senkrecht nach oben darauf (weil X_L gegenüber R um 90° voreilt) und X_C senkrecht nach unten (weil X_C gegenüber R um 90° nacheilt). X_L und X_C zeigen also in entgegengesetzte Richtungen und können direkt voneinander abgezogen werden.

Übrig bleiben zwei Pfeile, die im rechten Winkel zueinander stehen: der waagrechte R und der senkrechte resultierende Blindwiderstand X. Verbindet man ihre Spitzen, entsteht das Impedanzdreieck — und Z ist die Hypotenuse.

Aus dem Impedanzdreieck folgt mit dem Satz von Pythagoras direkt die Formel für den Scheinwiderstand. Der Winkel zwischen R und Z heißt Phasenwinkel φ. Er gibt an, um welchen Winkel die Spannung gegenüber dem Strom verschoben ist. Aus dem Dreieck lassen sich drei nützliche Beziehungen ablesen.

Der Phasenwinkel verrät auch das Schaltungsverhalten:

  • X_L > X_C → X ist positiv → φ ist positiv → die Schaltung verhält sich induktiv (Strom eilt nach)
  • X_L < X_C → X ist negativ → φ ist negativ → die Schaltung verhält sich kapazitiv (Strom eilt vor)
  • X_L = X_C → X = 0 → φ = 0 → die Schaltung verhält sich rein ohmsch (das ist der Resonanzfall)

X = X_L – X_C

  • X … resultierender Blindwiderstand in Ohm (Ω)

Z = √(R² + X²)

  • Z … Scheinwiderstand in Ohm (Ω)
  • R … Wirkwiderstand in Ohm (Ω)
  • X … resultierender Blindwiderstand in Ohm (Ω)

tan φ = X / R

cos φ = R / Z

sin φ = X / Z

R X = X_L − X_C Z φ induktiv (X_L) kapazitiv (X_C entgegengesetzt)

Gelöstes Beispiel

Eine Reihenschaltung hat einen Wirkwiderstand R = 30 Ω und einen resultierenden Blindwiderstand X = 40 Ω (induktiv). Berechne den Scheinwiderstand und den Phasenwinkel.

Gegeben: R = 30 Ω, X = 40 Ω

Gesucht: Z in Ω, φ in °

Lösungsweg:

  1. Schritt 1 — Scheinwiderstand mit Pythagoras: Z = √(R² + X²) = √(30² + 40²) = √(900 + 1600) = √2500 = 50 Ω
  2. Schritt 2 — Phasenwinkel über den Tangens: tan φ = X / R = 40 / 30 = 1,333 → φ = arctan(1,333) ≈ 53,13°. Da X positiv ist, ist auch φ positiv — die Schaltung verhält sich induktiv.

Ergebnis: Z = 50 Ω, φ ≈ 53,13° (induktiv)

Übungen

R = 60 Ω, X = 80 Ω. Berechne Z und φ.

Z = √(60² + 80²) = √(3600 + 6400) = 100 Ω; tan φ = 80/60 → φ ≈ 53,13°.

R = 100 Ω, X = −75 Ω (kapazitiv). Berechne Z und φ.

Z = √(100² + 75²) = √15625 = 125 Ω; tan φ = −75/100 → φ ≈ −36,87° (kapazitiv).

An einer Schaltung mit Z = 200 Ω liegen U = 230 V. Welcher Strom fließt?

I = U / Z = 230 / 200 = 1,15 A.

Eine Schaltung hat Z = 125 Ω und R = 100 Ω. Wie groß ist cos φ und der Wirkwiderstandsanteil prozentual?

cos φ = R / Z = 100 / 125 = 0,80; der Wirkanteil beträgt also 80 %.

Eine Schaltung soll Z = 250 Ω bei R = 150 Ω haben. Welcher Blindwiderstand X ist nötig und welche Art (induktiv/kapazitiv) ist möglich?

Aus Z² = R² + X² folgt X² = 250² − 150² = 62500 − 22500 = 40000, also |X| = 200 Ω. Damit ist X entweder +200 Ω (induktiv) oder −200 Ω (kapazitiv) — beides erfüllt die Gleichung.

Eine Schaltung hat R = 40 Ω und einen resultierenden Blindwiderstand X = 30 Ω. Wie groß ist Z?

  • a) 70 Ω
  • b) 10 Ω
  • c) 50 Ω
  • d) 35 Ω

Richtig: c)

Z = √(40² + 30²) = √(1600 + 900) = √2500 = 50 Ω. Antwort a) wäre eine direkte Addition (falsch im AC-Kreis), b) eine Subtraktion, d) ein Mittelwert.

In einer Schaltung ist X_L = 80 Ω und X_C = 30 Ω. Welche Aussage stimmt?

  • a) Der resultierende Blindwiderstand ist X = 110 Ω und die Schaltung wirkt induktiv
  • b) Der resultierende Blindwiderstand ist X = 50 Ω und die Schaltung wirkt kapazitiv
  • c) Die Schaltung wirkt rein ohmsch, weil sich X_L und X_C nahezu aufheben
  • d) Der resultierende Blindwiderstand ist X = 50 Ω und die Schaltung wirkt induktiv

Richtig: d)

X_L und X_C zeigen entgegengesetzt, also X = X_L − X_C = 80 − 30 = 50 Ω. Da X_L > X_C ist, dominiert die induktive Wirkung — der Strom eilt der Spannung nach. a) addiert statt zu subtrahieren, b) verwechselt die Vorzeichenrichtung, c) gilt nur bei X_L = X_C.

Was bedeutet ein Phasenwinkel φ = 0°?

  • a) Es fließt kein Strom durch die Schaltung
  • b) Es liegt Resonanz vor — induktive und kapazitive Anteile heben sich auf, Z = R
  • c) Die Spannung ist null
  • d) Der Scheinwiderstand ist unendlich groß

Richtig: b)

Bei φ = 0 sind U und I in Phase. Das passiert, wenn X = 0 ist, also X_L = X_C. In dem Fall reduziert sich Z auf R — das ist der Resonanzfall. Die anderen Aussagen folgen daraus nicht.

4. Scheinwiderstand in der RLC-Reihenschaltung

In einer Reihenschaltung aus Widerstand, Spule und Kondensator fließt durch alle drei Bauteile derselbe Strom. Das macht den Strom zur natürlichen Bezugsgröße: An ihm „hängen“ die Spannungen der drei Komponenten mit ihren jeweiligen Phasenversätzen. Setzt man die Widerstände in das Impedanzdreieck ein, ergibt sich für die Reihenschaltung direkt eine Formel für den Scheinwiderstand.

Mit dieser Formel und dem Ohmschen Gesetz Z = U/I lässt sich der Effektivwert des Stroms aus der angelegten Wechselspannung berechnen — egal ob die Schaltung nur R und L (X_C = 0), nur R und C (X_L = 0) oder alle drei zusammen enthält.

Wie sich die Schaltung verhält, hängt vom Vorzeichen der Differenz X_L − X_C ab:

  • X_L > X_C → Z hat einen induktiven Anteil, φ positiv, Strom eilt der Spannung nach
  • X_L < X_C → Z hat einen kapazitiven Anteil, φ negativ, Strom eilt der Spannung vor
  • X_L = X_C → Z = R, φ = 0, Strom und Spannung sind in Phase (Resonanzfall)

Weiterführend: Wie sich Z und die Spannungsaufteilung in einer kompletten RLC-Schaltung im Detail verhalten — inklusive Zeigerdiagramm der Spannungen —, behandeln die Beiträge RLC-Reihenschaltung und RLC-Parallelschaltung. Bei der Parallelschaltung wird Z über andere Beziehungen berechnet (Ströme statt Widerstände werden geometrisch addiert) — die Formel aus diesem Kapitel gilt dort nicht direkt.

Z = √(R² + (X_L − X_C)²)

  • Z … Scheinwiderstand der RLC-Reihe in Ohm (Ω)
  • R … Wirkwiderstand in Ohm (Ω)
  • X_L … induktiver Blindwiderstand in Ohm (Ω)
  • X_C … kapazitiver Blindwiderstand in Ohm (Ω)

Gelöstes Beispiel

Eine RLC-Reihenschaltung besteht aus R = 50 Ω, einer Spule mit X_L = 120 Ω und einem Kondensator mit X_C = 60 Ω. Sie liegt an U = 230 V (50 Hz). Berechne den Scheinwiderstand, den Strom und den Phasenwinkel.

Gegeben: R = 50 Ω, X_L = 120 Ω, X_C = 60 Ω, U = 230 V

Gesucht: Z in Ω, I in A, φ in °

Lösungsweg:

  1. Schritt 1 — Resultierender Blindwiderstand: X = X_L − X_C = 120 − 60 = 60 Ω
  2. Schritt 2 — Scheinwiderstand: Z = √(R² + X²) = √(50² + 60²) = √(2500 + 3600) = √6100 ≈ 78,10 Ω
  3. Schritt 3 — Strom über das Ohmsche Gesetz: I = U / Z = 230 / 78,10 ≈ 2,94 A
  4. Schritt 4 — Phasenwinkel: tan φ = X / R = 60 / 50 = 1,2 → φ = arctan(1,2) ≈ 50,19°. Da X positiv ist, verhält sich die Schaltung induktiv.

Ergebnis: Z ≈ 78,10 Ω, I ≈ 2,94 A, φ ≈ 50,19° (induktiv)

Übungen

R = 100 Ω, X_L = 0, X_C = 0. Berechne Z.

Z = √(100² + 0²) = 100 Ω — eine reine R-Schaltung.

R = 40 Ω, X_L = 30 Ω, X_C = 0. Berechne Z und φ.

Z = √(40² + 30²) = 50 Ω; tan φ = 30/40 → φ ≈ 36,87° (induktiv).

R = 80 Ω, X_L = 60 Ω, X_C = 60 Ω. Berechne Z und φ.

X_L = X_C, also X = 0 und Z = R = 80 Ω; φ = 0° (Resonanzfall, rein ohmsch).

Eine RLC-Reihe mit R = 25 Ω, X_L = 40 Ω, X_C = 100 Ω liegt an 230 V. Berechne Z, I und φ.

X = 40 − 100 = −60 Ω; Z = √(25² + 60²) = √(625 + 3600) = √4225 = 65 Ω; I = 230/65 ≈ 3,54 A; tan φ = −60/25 → φ ≈ −67,38° (kapazitiv).

Eine RLC-Reihenschaltung soll bei 230 V einen Strom von genau 2 A führen. R beträgt 60 Ω, X_C ist 40 Ω. Welche Induktivität ist nötig, wenn die Schaltung induktiv betrieben werden soll? (f = 50 Hz)

Z = U/I = 230/2 = 115 Ω; aus Z² = R² + X² folgt X² = 115² − 60² = 13225 − 3600 = 9625, also |X| = 98,11 Ω. Da induktiv gewünscht, ist X_L − X_C = +98,11, also X_L = 98,11 + 40 = 138,11 Ω. Aus X_L = 2πfL folgt L = 138,11 / (2π · 50) ≈ 0,440 H.

Eine RLC-Reihenschaltung hat R = 30 Ω, X_L = 40 Ω, X_C = 80 Ω. Wie verhält sich die Schaltung?

  • a) induktiv
  • b) rein ohmsch
  • c) kapazitiv
  • d) nicht definierbar

Richtig: c)

X_L − X_C = 40 − 80 = −40 Ω, also überwiegt der kapazitive Anteil. Die Schaltung wirkt kapazitiv, der Strom eilt der Spannung vor. Induktiv wäre sie nur, wenn X_L > X_C, ohmsch nur bei X_L = X_C.

In einer RLC-Reihenschaltung gilt R = 100 Ω, X_L = 50 Ω, X_C = 50 Ω. Bei welchem Strom rechnet man bei U = 230 V?

  • a) 2,30 A
  • b) 1,53 A
  • c) 1,15 A
  • d) 4,60 A

Richtig: a)

X_L = X_C, also X = 0 und Z = R = 100 Ω. I = U/Z = 230/100 = 2,30 A. Antwort b) ergäbe sich aus einer Fehlrechnung mit Z = 150 Ω, c) entspräche Z = 200 Ω, d) einer Halbierung des Widerstands.

Warum gilt die Formel Z = √(R² + (X_L − X_C)²) bei der RLC-Parallelschaltung nicht direkt?

  • a) Weil dort der Strom durch alle Bauteile gleich ist
  • b) Weil dort die Spannung an allen Bauteilen gleich ist und stattdessen die Ströme geometrisch addiert werden müssen
  • c) Weil der Wirkwiderstand R in der Parallelschaltung kein Bauteil sein kann
  • d) Weil X_L und X_C nicht parallel geschaltet werden dürfen

Richtig: b)

In der Reihenschaltung ist der Strom die gemeinsame Bezugsgröße — daher addiert man die Spannungen bzw. Widerstände vektoriell. In der Parallelschaltung ist die Spannung die gemeinsame Größe, und die Teilströme stehen im rechten Winkel zueinander. Die Rechnung läuft über Leitwerte/Admittanzen, nicht über die einfache Z-Formel der Reihe.

5. Frequenzabhängigkeit und Ausblick

Der Scheinwiderstand einer Schaltung mit Spule und Kondensator ist keine feste Größe — er hängt davon ab, mit welcher Frequenz der Wechselstrom fließt. Der Grund liegt in den beiden Blindwiderständen, die gegenläufig auf die Frequenz reagieren:

  • X_L = 2πfL wächst mit steigender Frequenz
  • X_C = 1/(2πfC) fällt mit steigender Frequenz

Bei einer RLC-Reihenschaltung gibt es deshalb eine Frequenz, bei der X_L und X_C exakt gleich groß werden. Dort ist X = X_L − X_C = 0, und der Scheinwiderstand wird minimal: Z = R. Diese besondere Frequenz heißt Resonanzfrequenz f_0. Unterhalb davon dominiert X_C, oberhalb davon dominiert X_L.

Im Diagramm sieht man drei Linien: X_L wächst linear mit f, X_C fällt hyperbolisch, und Z hat genau dort ein Minimum, wo sich die beiden schneiden — bei der Resonanzfrequenz f_0. Oberhalb wirkt die Schaltung induktiv (X_L dominiert), unterhalb kapazitiv (X_C dominiert).

Dieser Effekt ist die Grundlage für Schwingkreise, etwa in Filtern, Empfängern oder Antennen. Wie genau f_0 berechnet wird und welche Rolle die Bandbreite und die Güte eines Schwingkreises spielen, wird im Beitrag Resonanz und Schwingkreise behandelt.

Eng verbunden mit Z und φ sind die drei Leistungsarten im Wechselstromkreis: Wirkleistung P, Blindleistung Q und Scheinleistung S. Sie folgen einem ganz ähnlichen geometrischen Aufbau wie das Impedanzdreieck — nur diesmal mit Leistungen statt Widerständen. Details dazu finden sich im Beitrag Wirk-, Blind- und Scheinleistung.

f Ω R X_C X_L Z(f) f₀ Z_min = R

Wie verhält sich Z einer RLC-Reihenschaltung, wenn die Frequenz weit unterhalb der Resonanzfrequenz liegt?

  • a) Z ist kapazitiv dominiert und groß, weil X_C bei kleinen Frequenzen sehr groß wird
  • b) Z entspricht annähernd R
  • c) Z ist induktiv dominiert
  • d) Z ist null

Richtig: a)

Bei kleinen Frequenzen ist X_C = 1/(2πfC) sehr groß, während X_L klein bleibt. Der Kondensator dominiert das Verhalten, Z ist groß und kapazitiv. b) gilt nur bei Resonanz, c) gilt oberhalb der Resonanz, d) ist sachlich falsch.

Bei welcher Bedingung erreicht Z einer RLC-Reihe sein Minimum?

  • a) Wenn R = 0
  • b) Wenn X_L = 0
  • c) Wenn X_C = 0
  • d) Wenn X_L = X_C

Richtig: d)

Z = √(R² + (X_L − X_C)²) wird minimal, wenn der Klammerausdruck null wird — das ist genau dann der Fall, wenn X_L = X_C. Dort gilt Z = R. Die übrigen Bedingungen verändern Z, machen es aber nicht minimal.

Abschlusstest

Aufgabe 1: Eine RL-Reihenschaltung hat R = 70 Ω und L = 0,2 H und liegt an U = 230 V, f = 50 Hz. Berechne X_L, Z und I.

Gegeben: R = 70 Ω, L = 0,2 H, U = 230 V, f = 50 Hz

Gesucht: X_L in Ω, Z in Ω, I in A

Lösungsweg:

  1. X_L = 2π · f · L = 2π · 50 · 0,2 ≈ 62,83 Ω
  2. Z = √(R² + X_L²) = √(70² + 62,83²) = √(4900 + 3947,6) = √8847,6 ≈ 94,06 Ω
  3. I = U / Z = 230 / 94,06 ≈ 2,45 A

Ergebnis: X_L ≈ 62,83 Ω; Z ≈ 94,06 Ω; I ≈ 2,45 A.

Aufgabe 2: Eine RC-Reihenschaltung besitzt R = 200 Ω und C = 10 µF an 230 V / 50 Hz. Berechne X_C, Z, I und den Phasenwinkel φ.

Gegeben: R = 200 Ω, C = 10 µF = 10·10⁻⁶ F, U = 230 V, f = 50 Hz

Gesucht: X_C, Z, I, φ

Lösungsweg:

  1. X_C = 1 / (2π · f · C) = 1 / (2π · 50 · 10·10⁻⁶) ≈ 318,31 Ω
  2. Z = √(R² + X_C²) = √(200² + 318,31²) = √(40000 + 101321,3) ≈ 376,06 Ω
  3. I = U / Z = 230 / 376,06 ≈ 0,61 A
  4. tan φ = −X_C / R = −318,31 / 200 = −1,5916 → φ ≈ −57,86°

Ergebnis: X_C ≈ 318,31 Ω; Z ≈ 376,06 Ω; I ≈ 0,61 A; φ ≈ −57,86° (kapazitiv).

Aufgabe 3: Eine RLC-Reihenschaltung hat R = 80 Ω, X_L = 200 Ω, X_C = 80 Ω. U = 230 V. Berechne Z, I und φ.

Gegeben: R = 80 Ω, X_L = 200 Ω, X_C = 80 Ω, U = 230 V

Gesucht: Z, I, φ

Lösungsweg:

  1. X = X_L − X_C = 200 − 80 = 120 Ω
  2. Z = √(80² + 120²) = √(6400 + 14400) = √20800 ≈ 144,22 Ω
  3. I = U / Z = 230 / 144,22 ≈ 1,59 A
  4. tan φ = 120 / 80 = 1,5 → φ ≈ 56,31° (induktiv)

Ergebnis: Z ≈ 144,22 Ω; I ≈ 1,59 A; φ ≈ 56,31° (induktiv).

Aufgabe 4: An einer Wechselstromlast werden gemessen: U = 230 V, I = 4 A, cos φ = 0,8 (induktiv). Berechne den Scheinwiderstand Z, den Wirkwiderstand R und den Betrag des resultierenden Blindwiderstands |X|.

Gegeben: U = 230 V, I = 4 A, cos φ = 0,8 (induktiv)

Gesucht: Z, R, |X|

Lösungsweg:

  1. Z = U / I = 230 / 4 = 57,5 Ω
  2. R = Z · cos φ = 57,5 · 0,8 = 46 Ω
  3. sin φ = √(1 − cos²φ) = √(1 − 0,64) = √0,36 = 0,6
  4. |X| = Z · sin φ = 57,5 · 0,6 = 34,5 Ω. Da induktiv: X = +34,5 Ω

Ergebnis: Z = 57,5 Ω; R = 46 Ω; X = +34,5 Ω (induktiv).

Was beschreibt der Scheinwiderstand Z genau?

  • a) Den Anteil von R am Gesamtwiderstand
  • b) Nur die Verluste durch Wärme
  • c) Den maximalen Augenblickswert des Widerstands während einer Periode
  • d) Den Gesamtwiderstand, den eine Wechselstromschaltung dem Stromfluss entgegensetzt

Richtig: d)

Z fasst R, X_L und X_C geometrisch zu einer Größe zusammen — es ist das Verhältnis von Effektivwert der Spannung zum Effektivwert des Stroms. a) bezieht sich auf cos φ, b) beschreibt nur die Wirkverluste, c) hat mit Effektivwert-Verhältnissen nichts zu tun.

Eine Schaltung hat R = 30 Ω und X = 40 Ω. Welcher cos φ ergibt sich?

  • a) 0,60
  • b) 0,80
  • c) 0,75
  • d) 0,50

Richtig: a)

Z = √(30² + 40²) = 50 Ω. cos φ = R/Z = 30/50 = 0,60. Antwort b) wäre sin φ (40/50), c) ein willkürlicher Wert, d) wäre R = X/2 erforderlich.

Welche der folgenden Aussagen ist richtig?

  • a) Bei einem rein ohmschen Wechselstromkreis ist φ = 90°
  • b) Bei einer rein induktiven Schaltung ist φ = 0°
  • c) Bei einer rein kapazitiven Schaltung ist φ = +90°
  • d) Bei einer rein induktiven Schaltung ist φ = +90°

Richtig: d)

Bei reiner Induktivität eilt der Strom der Spannung um 90° nach, also ist φ (Phasenwinkel zwischen U und I) = +90°. Bei reiner Kapazität wäre es −90°, bei reinem R = 0°. a) verwechselt R mit L, b) verwechselt L mit R, c) verwechselt das Vorzeichen.

In einer RLC-Reihenschaltung wird die Frequenz erhöht. X_L beträgt zunächst 30 Ω, X_C 80 Ω. Was passiert mit dem Phasenwinkel, wenn man die Resonanzfrequenz überschreitet?

  • a) φ bleibt konstant
  • b) φ wechselt das Vorzeichen von negativ zu positiv
  • c) φ wechselt das Vorzeichen von positiv zu negativ
  • d) φ wird unendlich groß

Richtig: b)

Bei niedriger Frequenz ist X_C > X_L → kapazitiv → φ negativ. Bei höherer Frequenz wird X_L > X_C → induktiv → φ positiv. Direkt bei f_0 ist φ = 0°. Daher wechselt das Vorzeichen von negativ zu positiv beim Überschreiten von f_0.

Welche Bedeutung hat cos φ in einer Schaltung mit Scheinwiderstand Z?

  • a) Verhältnis von Blindwiderstand zu Scheinwiderstand
  • b) Verhältnis von Wirkwiderstand zu Scheinwiderstand
  • c) Verhältnis von Strom zu Spannung
  • d) Verhältnis von Frequenz zu Induktivität

Richtig: b)

Aus dem Impedanzdreieck folgt cos φ = R/Z. a) wäre sin φ, c) ist die Definition von 1/Z, d) hat mit dem Phasenwinkel nichts zu tun. Der cos φ-Wert ist gleichzeitig der Leistungsfaktor und entscheidend für die Verteilung von Wirk- und Blindleistung.

Eine Drosselspule (Z ≈ 300 Ω, R ≈ 10 Ω) wird mit dem Multimeter im Widerstandsbereich gemessen. Welcher Wert wird angezeigt?

  • a) Ungefähr 10 Ω, weil das Multimeter mit Gleichspannung misst und nur R erfasst
  • b) Ungefähr 300 Ω, weil das Multimeter den gesamten Scheinwiderstand erfasst
  • c) 0 Ω, weil die Spule keinen Gleichspannungswiderstand hat
  • d) Unendlich, weil eine Spule den Gleichstrom blockiert

Richtig: a)

Multimeter messen im Ω-Bereich mit Gleichspannung. Bei DC ist f = 0, also X_L = 0 — übrig bleibt nur der Drahtwiderstand R. Die 300 Ω wirken erst bei der entsprechenden Wechselstromfrequenz. c) und d) sind sachlich falsch.

Welche Aussage zur Einheit von Z trifft zu?

  • a) Henry
  • b) Farad
  • c) Volt
  • d) Ohm

Richtig: d)

Z ist wie R, X_L und X_C ein Widerstand und hat die Einheit Ohm. Henry ist die Einheit der Induktivität L, Farad die der Kapazität C, Volt die der Spannung.

Eine RLC-Reihe wird so eingestellt, dass X_L = X_C gilt. Welches Verhalten zeigt die Schaltung?

  • a) Z = 0, der Strom wird unendlich
  • b) Z = R, der Strom ist maximal (für gegebene U und R), φ = 0
  • c) Z ist maximal, der Strom ist minimal
  • d) Die Schaltung wirkt rein induktiv

Richtig: b)

X_L = X_C ist der Resonanzfall in der Reihenschaltung. Der resultierende Blindwiderstand X verschwindet, Z reduziert sich auf R, der Strom wird maximal (begrenzt nur durch R) und U und I sind in Phase. a) gilt nur bei R = 0 (theoretisch), c) gilt für die Parallelschaltung, d) ist falsch.

Welche zwei Größen muss man kennen, um aus dem Ohmschen Gesetz im Wechselstromkreis den Strom zu berechnen?

  • a) R und f
  • b) Z und U
  • c) L und C
  • d) X_L und X_C

Richtig: b)

Das verallgemeinerte Ohmsche Gesetz lautet I = U/Z. Mit R allein würde man X_L und X_C ignorieren. L, C und die Blindwiderstände allein liefern keinen Strom, ohne dass man R und U kennt.

Eine RLC-Reihenschaltung mit konstanter Wechselspannung wird durchstimmbar gemacht (Frequenz wird variiert). Bei welcher Frequenz fließt der größte Strom?

  • a) Bei der höchsten möglichen Frequenz
  • b) Bei der niedrigsten möglichen Frequenz
  • c) Bei der Resonanzfrequenz f_0
  • d) Der Strom ist unabhängig von der Frequenz

Richtig: c)

Bei f_0 ist Z = R minimal, daher ist I = U/Z maximal. Sowohl bei sehr niedrigen Frequenzen (X_C groß) als auch bei sehr hohen Frequenzen (X_L groß) wächst Z und der Strom sinkt. d) widerspricht der Frequenzabhängigkeit von X_L und X_C.

Welche Aussage zur Phasenlage gilt für einen rein ohmschen Wechselstromkreis?

  • a) Strom eilt um 90° vor
  • b) Strom eilt um 90° nach
  • c) Strom und Spannung sind in Phase
  • d) Phasenlage hängt von der Frequenz ab

Richtig: c)

Bei R ist φ = 0 — U und I erreichen gleichzeitig ihre Spitzenwerte. a) gilt für C, b) für L, d) hat bei einem reinen ohmschen Verbraucher keine Bedeutung, da kein Blindanteil vorhanden ist.

Wie verändert sich der Scheinwiderstand einer reinen RL-Schaltung, wenn die Frequenz verdoppelt wird? (R und L konstant)

  • a) Z verdoppelt sich exakt
  • b) Z bleibt gleich
  • c) Z wird größer, aber nicht doppelt so groß
  • d) Z halbiert sich

Richtig: c)

X_L verdoppelt sich, aber Z = √(R² + X_L²) — wegen R bleibt der Anstieg nicht-linear und kleiner als die einfache Verdoppelung. Nur bei R = 0 würde Z exakt verdoppelt. b) ignoriert X_L, d) widerspricht dem Verhalten der Spule.

Glossar

Scheinwiderstand (Z)
Gesamtwiderstand, den eine Wechselstromschaltung dem Stromfluss entgegensetzt. Setzt sich geometrisch aus Wirkwiderstand und resultierendem Blindwiderstand zusammen. Einheit: Ohm.
Impedanzdreieck
Geometrische Darstellung der Beziehung zwischen R, X (resultierender Blindwiderstand) und Z. R liegt waagrecht, X senkrecht, Z bildet die Hypotenuse; der eingeschlossene Winkel ist der Phasenwinkel φ.
Resultierender Blindwiderstand (X)
Differenz X_L − X_C in der Reihenschaltung. Positiv: induktives Verhalten; negativ: kapazitives Verhalten; null: Resonanzfall.
Phasenwinkel (φ)
Winkel zwischen Spannung und Strom im Wechselstromkreis. Aus dem Impedanzdreieck: tan φ = X/R, cos φ = R/Z, sin φ = X/Z.
Verallgemeinertes Ohmsches Gesetz
Beziehung Z = U/I für Wechselstromkreise, gültig für Effektivwerte. Tritt im AC-Kreis an die Stelle von R = U/I.
Resonanzfrequenz (f₀)
Frequenz, bei der X_L = X_C gilt. In der RLC-Reihenschaltung wird dort Z minimal (Z = R), in der Parallelschaltung Z maximal.

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