Zyklischer Programmablauf (EVA-Prinzip)

Eine speicherprogrammierbare Steuerung führt ihr Programm nicht ein einziges Mal aus und bleibt dann stehen. Sie arbeitet in einer Endlosschleife: Eingänge lesen, das Programm rechnen, Ausgänge setzen — und sofort wieder von vorne. Dieser ständig wiederholte Durchlauf heißt Zyklus, und das Grundmuster dahinter ist das EVA-Prinzip: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe.

Klingt simpel, hat aber Folgen, die man im Programmieralltag spüren wird. Warum reagiert eine SPS scheinbar nicht sofort? Warum zählt bei einem doppelt zugewiesenen Ausgang nur die letzte Zuweisung? Warum verschwindet ein sehr kurzer Taster-Impuls manchmal spurlos? All das wird verständlich, sobald der Zyklus klar ist. Genau darum geht es hier.

Vorwissen

  • Was ist eine SPS? – Aufbau und Funktionsweise
  • Adressierung von Eingängen, Ausgängen und Merkern
  • Analoge und digitale Signale

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • den zyklischen Programmablauf einer SPS in eigenen Worten erklären
  • die drei Phasen des EVA-Prinzips den Vorgängen in der Steuerung zuordnen
  • beschreiben, was ein Prozessabbild ist und warum die SPS damit arbeitet
  • die Zykluszeit und die daraus folgende Reaktionszeit abschätzen
  • typische Logik- und Zeitfallen benennen, die direkt aus dem Zyklus entstehen

1. Warum eine SPS zyklisch arbeitet

Eine fest verdrahtete Steuerung — etwa eine klassische Schützschaltung — wirkt parallel: Alle Strompfade sind gleichzeitig aktiv, jede Änderung an einem Eingang schlägt sofort durch die Verdrahtung durch. Eine SPS hat diese parallele Verdrahtung nicht. Sie hat einen Prozessor, und ein Prozessor kann immer nur eine Anweisung nach der anderen abarbeiten.

Damit die Steuerung trotzdem dauerhaft auf ihre Eingänge reagiert, läuft das Programm in einer Schleife, die sich immer wieder selbst wiederholt. Ein kompletter Durchlauf dieser Schleife ist ein Zyklus. Sobald das Programmende erreicht ist, beginnt die SPS sofort wieder am Anfang. Diese Wiederholung läuft, solange die Steuerung im Betriebszustand RUN ist — also im laufenden Betrieb.

Der entscheidende Punkt für alles Weitere: Die SPS sieht die Außenwelt nicht kontinuierlich, sondern in regelmäßigen Schnappschüssen, einmal pro Zyklus.

Worin liegt der grundlegende Unterschied im zeitlichen Verhalten zwischen einer fest verdrahteten Schützsteuerung und einer SPS?

  • a) Die Schützsteuerung arbeitet schneller, weil sie mehr Strom verträgt
  • b) Die SPS wirkt parallel, die Schützsteuerung sequenziell
  • c) Beide arbeiten zyklisch, nur mit unterschiedlicher Spannung
  • d) Die SPS verarbeitet ihr Programm sequenziell in einer Schleife, die Schützsteuerung wirkt parallel

Richtig: d)

Erklärung: Eine SPS hat einen Prozessor, der Anweisungen nacheinander abarbeitet, und wiederholt das Programm in einer Schleife (d). In der verdrahteten Schützsteuerung sind alle Strompfade gleichzeitig aktiv — das ist echtes Parallelverhalten. Antwort b vertauscht genau das. Stromtragfähigkeit (a) und Spannung (c) haben mit dem zeitlichen Ablaufverhalten nichts zu tun.

Eine SPS befindet sich im Betriebszustand RUN. Was passiert, wenn das Programm das letzte Netzwerk abgearbeitet hat?

  • a) Die SPS beginnt sofort wieder mit dem nächsten Zyklus von vorne
  • b) Die SPS wechselt automatisch in den STOP-Zustand
  • c) Die SPS hält an und wartet auf einen Neustart
  • d) Die SPS führt das Programm nur dann erneut aus, wenn sich ein Eingang ändert

Richtig: a)

Erklärung: Im RUN-Betrieb läuft das Programm in einer Endlosschleife — nach dem Programmende startet sofort der nächste Zyklus (a). Ein Anhalten (c) oder ein Wechsel nach STOP (b) passiert nur durch einen Befehl, einen Fehler oder das Programmiergerät. Der Zyklus läuft auch dann weiter, wenn sich kein Eingang ändert (d ist falsch) — die SPS prüft das ja gerade dadurch, dass sie ständig neu durchläuft.

2. Das EVA-Prinzip: Eingabe – Verarbeitung – Ausgabe

Hinter dem Zyklus steckt ein Grundmuster, das jede Informationsverarbeitung beschreibt: EVA — Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe. Etwas kommt herein, wird verarbeitet, etwas geht hinaus. Bei die SPS bekommt jede der drei Phasen eine ganz konkrete Bedeutung.

Eingabe (E): Die Steuerung liest den Zustand aller Eingänge ein — also was die Sensoren, Taster und Schalter gerade melden. Diese Zustände werden gesammelt und gespeichert, bevor das eigentliche Programm startet.

Verarbeitung (V): Jetzt arbeitet die SPS das Anwenderprogramm ab, Anweisung für Anweisung. Verknüpfungen, Zeiten, Zähler, Vergleiche — alles, was du programmiert hast — wird auf Basis der eingelesenen Eingangszustände gerechnet. Das Ergebnis sind die neuen Sollzustände der Ausgänge.

Ausgabe (A): Die berechneten Ausgangszustände werden an die realen Ausgänge übertragen. Erst jetzt schalten Schütze, leuchten Lampen, fahren Ventile.

Diese Reihenfolge ist nicht zufällig, sondern fest: erst alle Eingänge lesen, dann rechnen, dann alle Ausgänge schreiben. Die SPS mischt das nicht. Genau diese saubere Trennung sorgt dafür, dass sich die Steuerung berechenbar — also deterministisch — verhält.

Eingabe Eingänge einlesen Verarbeitung Programm rechnen Ausgabe Ausgänge schreiben

In welcher Phase des EVA-Prinzips werden Verknüpfungen, Zeiten und Zähler des Anwenderprogramms berechnet?

  • a) In der Eingabephase
  • b) In der Ausgabephase
  • c) In der Verarbeitungsphase
  • d) Verteilt über alle drei Phasen gleichzeitig

Richtig: c)

Erklärung: Die Verarbeitung (c) ist genau der Programmlauf — hier werden alle Verknüpfungen, Zeitglieder und Zähler gerechnet. In der Eingabephase (a) werden nur Zustände gelesen, in der Ausgabephase (b) nur Werte ausgegeben. Eine gleichzeitige Verteilung (d) widerspricht dem zentralen Prinzip, dass die drei Phasen sauber nacheinander ablaufen.

Warum ist die feste Reihenfolge „erst alle Eingänge lesen, dann rechnen, dann alle Ausgänge schreiben“ für die SPS so wichtig?

  • a) Sie sorgt für deterministisches, berechenbares Verhalten
  • b) Sie spart Speicherplatz im Programm
  • c) Sie erlaubt es, mehrere Programme gleichzeitig laufen zu lassen
  • d) Sie verringert den Stromverbrauch der Ausgänge

Richtig: a)

Erklärung: Die strikte Trennung der Phasen makes das Verhalten der Steuerung vorhersagbar — bei gleichen Eingangszuständen ergibt sich immer dasselbe Ergebnis (a). Speicherersparnis (b) und Stromverbrauch (d) sind keine Folge dieser Reihenfolge. Mehrere echt gleichzeitig laufende Programme (c) widersprechen dem sequenziellen Prinzip eines einzelnen Prozessordurchlaufs.

3. Der vollständige Zyklus Schritt für Schritt

In der Praxis greift die SPS während der Programmbearbeitung nicht ständig auf die echten Klemmen zu. Stattdessen arbeitet sie mit einer Kopie der Ein- und Ausgangszustände im Speicher — dem Prozessabbild. Das Prozessabbild der Eingänge heißt PAE, das der Ausgänge PAA.

Der vollständige Ablauf eines Zyklus sieht so aus:

  1. Eingänge einlesen: Die SPS liest alle physischen Eingänge und schreibt deren Zustand ins PAE.
  2. Programmbearbeitung: Das Anwenderprogramm rechnet — und zwar liest es Eingänge ausschließlich aus dem PAE und schreibt Ergebnisse ausschließlich ins PAA. Die echten Klemmen werden in dieser Zeit nicht angefasst.
  3. Ausgänge schreiben: Nach dem Programmende überträgt die SPS das gesamte PAA auf die physischen Ausgänge.
  4. Betriebssystemaufgaben: Dazwischen erledigt das Betriebssystem der CPU interne Dinge — Kommunikation mit dem Programmiergerät, Diagnose, Selbsttests. Danach startet der nächste Zyklus.

Warum dieser Umweg über ein Abbild, statt direkt auf die Klemmen zuzugreifen? Aus zwei Gründen. Erstens bleibt der Eingangszustand während eines ganzen Programmdurchlaufs stabil — ein Eingang hat in jedem Netzwerk denselben Wert, egal wie oft er abgefragt wird. Das macht die Logik eindeutig. Zweitens ist der Zugriff auf den Speicher viel schneller als der ständige Zugriff auf die Hardware, was den Zyklus kurz hält.

ein Zyklus 1. Eingänge → PAE 2. Programm (PAE → PAA) 3. PAA → Ausgänge 4. Betriebssystem

Ein Eingang E1 wird im Programm in drei verschiedenen Netzwerken abgefragt. Während der Programmbearbeitung ändert sich das reale Signal an der Klemme von E1. Welchen Wert verwenden die drei Abfragen?

  • a) Jede Abfrage liest den aktuellen Klemmenzustand, also möglicherweise drei verschiedene Werte
  • b) Nur die erste Abfrage liest die Klemme, die anderen das PAE
  • c) Die Abfragen werden bis zum Zyklusende verzögert
  • d) Alle drei Abfragen verwenden denselben Wert aus dem PAE

Richtig: d)

Erklärung: Während der Programmbearbeitung greift die SPS auf das Prozessabbild der Eingänge zu, nicht auf die Klemme. Das PAE wurde am Zyklusanfang einmal eingelesen und bleibt den ganzen Durchlauf konstant — also derselbe Wert für alle drei Abfragen (d). Eine Änderung am realen Eingang wird erst im nächsten Zyklus übernommen. Antwort a beschreibt direkten Klemmenzugriff, der hier gerade nicht stattfindet.

Wofür stehen die Abkürzungen PAE und PAA?

  • a) Programmablauf-Ende und Programmablauf-Anfang
  • b) Prozessabbild der Eingänge und Prozessabbild der Ausgänge
  • c) Peripherie-Adress-Eingang und Peripherie-Adress-Ausgang
  • d) Programmierbarer Anweisungs-Eingang und -Ausgang

Richtig: b)

Erklärung: PAE und PAA sind die Speicherbereiche, in denen die SPS die Kopien der Eingangs- und Ausgangszustände hält (b). Über sie läuft die gesamte Programmbearbeitung, ohne dass die echte Hardware ständig angefasst wird. Die übrigen Auflösungen sind erfunden.

Warum arbeitet die SPS während der Programmbearbeitung mit einem Prozessabbild statt direkt mit den Klemmen?

  • a) Weil der Speicherzugriff schneller ist und der Eingangszustand stabil bleibt
  • b) Weil die Klemmen während des Programms physisch abgeschaltet sind
  • c) Weil das Prozessabbild höhere Spannungen verträgt
  • d) Weil sich sonst der Stromverbrauch verdoppeln würde

Richtig: a)

Erklärung: Das Prozessabbild bringt zwei Vorteile: schneller Speicherzugriff und ein über den ganzen Zyklus konstanter, eindeutiger Eingangszustand (a). Die Klemmen sind nicht abgeschaltet (b) — sie werden nur nicht ständig abgefragt. Spannungsfestigkeit (c) und Stromverbrauch (d) spielen hier keine Rolle.

4. Zykluszeit und ihre Bedeutung

Die Zeit für einen kompletten Durchlauf — Eingänge lesen, rechnen, Ausgänge schreiben, Betriebssystem — heißt Zykluszeit. Sie liegt bei typischen Steuerungsaufgaben oft im Bereich weniger Millisekunden, kann bei sehr großen Programmen aber auch länger werden. Je länger und je mehr verzweigt das Programm ist und je langsamer die CPU, desto größer die Zykluszeit.

Die Zykluszeit ist meist nicht exakt konstant. Je nachdem, welche Programmteile in einem Durchlauf tatsächlich durchlaufen werden, schwankt sie leicht. Damit eine SPS bei einem Programmfehler — etwa einer ungewollten Endlosschleife im Anwenderprogramm — nicht ewig in einem Zyklus hängenbleibt, überwacht eine Zykluszeitüberwachung (oft Watchdog genannt) die maximale Dauer. Wird sie überschritten, geht die Steuerung in den STOP-Zustand und meldet einen Fehler.

Aus der Zykluszeit folgt direkt die Reaktionszeit — also die Zeit zwischen einer Signaländerung am Eingang und der passenden Reaktion am Ausgang. Hier zeigt sich eine Streuung, die man verstehen muss:

Reaktionszeit (best case) = t_prog

Reaktionszeit (worst case) = T_Zyk + t_prog

  • T_Zyk … Zykluszeit in ms
  • t_prog … Zeitanteil von der Programmstelle der Abfrage bis zur Ausgabe in ms

Der Grund für die Streuung liegt im Prozessabbild. Ändert sich ein Signal kurz bevor das PAE eingelesen wird, kommt es noch im selben Zyklus an — die Reaktion erfolgt schnell. Ändert es sich kurz nachdem das PAE gelesen wurde, wird es im laufenden Zyklus übersehen und erst beim nächsten Einlesen erfasst — das kostet fast einen ganzen zusätzlichen Zyklus. Im ungünstigsten Fall summiert sich das auf etwa eine Zykluszeit plus die Programmlaufzeit bis zur Ausgabe. Die betragliche Differenz zwischen bestem und schlechtestem Fall entspricht damit genau einer Zykluszeit und beschreibt die maximale zeitliche Schwankung — den Jitter:

Jitter = T_Zyk

  • T_Zyk … Zykluszeit in ms

Gelöstes Beispiel

Eine SPS hat eine Zykluszeit von 8 ms. Die Abfrage eines Eingangs und die zugehörige Ausgabe liegen im Programm so, dass von der Abfrage bis zur Ausgabe 3 ms vergehen. Wie groß sind minimale und maximale Reaktionszeit?

Gegeben: T_Zyk = 8 ms, t_prog = 3 ms

Gesucht: minimale und maximale Reaktionszeit in ms

Lösungsweg:

  1. Schritt 1 — Minimale Reaktionszeit (Signal ändert sich kurz vor dem Einlesen des PAE): Reaktionszeit_min = t_prog = 3 ms
  2. Schritt 2 — Maximale Reaktionszeit (Signal ändert sich kurz nach dem Einlesen des PAE, ein ganzer Zyklus geht verloren): Reaktionszeit_max = T_Zyk + t_prog = 8 ms + 3 ms = 11 ms

Ergebnis: minimal 3 ms, maximal 11 ms

Übungen

Eine SPS hat eine Zykluszeit von 5 ms, die Programmlaufzeit bis zur Ausgabe beträgt 2 ms. Bestimme die maximale Reaktionszeit.

Reaktionszeit_max = 5 ms + 2 ms = 7 ms.

Die Zykluszeit einer Steuerung beträgt 12 ms. Im besten Fall reagiert sie nach 4 ms. Wie groß ist die Programmlaufzeit t_prog, und wie groß ist die maximale Reaktionszeit?

Die minimale Reaktionszeit entspricht t_prog, also t_prog = 4 ms. Maximale Reaktionszeit = 12 ms + 4 ms = 16 ms.

Eine Anlage erfordert, dass die SPS spätestens 20 ms nach einer Signaländerung reagiert. Die Programmlaufzeit bis zur Ausgabe beträgt 6 ms. Welche maximale Zykluszeit darf die Steuerung haben?

Aus Reaktionszeit_max = T_Zyk + t_prog folgt T_Zyk = 20 ms − 6 ms = 14 ms. Die Zykluszeit darf höchstens 14 ms betragen.

Zwei SPSen lösen dieselbe Aufgabe. SPS A hat 6 ms Zykluszeit, SPS B hat 15 ms. Die Programmlaufzeit bis zur Ausgabe sei bei beiden vernachlässigbar klein. Um wie viel unterscheidet sich ihre maximale Reaktionszeit?

Bei vernachlässigbarem t_prog gilt Reaktionszeit_max ≈ T_Zyk. Differenz = 15 ms − 6 ms = 9 ms. SPS B reagiert im ungünstigsten Fall um 9 ms später.

Eine SPS wird durch zusätzliche Programmteile so erweitert, dass die Zykluszeit von 7 ms auf 10 ms steigt und die Programmlaufzeit bis zur betrachteten Ausgabe von 2 ms auf 3,5 ms wächst. Wie verändert sich die maximale Reaktionszeit, und wie groß ist die prozentuale Zunahme?

Vorher: 7 ms + 2 ms = 9 ms. Nachher: 10 ms + 3,5 ms = 13,5 ms. Zunahme = 4,5 ms, das entspricht 4,5 / 9 = 0,5 = 50 % mehr Reaktionszeit.

Eine SPS hat eine Zykluszeit von 10 ms. Die Programmlaufzeit von der Eingangsabfrage bis zur Ausgabe ist vernachlässigbar. In welchem Bereich liegt die Reaktionszeit auf eine Signaländerung?

  • a) Konstant genau 10 ms
  • b) Immer mindestens 20 ms
  • c) Zwischen nahezu 0 ms und etwa 10 ms
  • d) Konstant genau 5 ms

Richtig: c)

Erklärung: Je nachdem, ob sich das Signal kurz vor oder kurz nach dem Einlesen des PAE ändert, liegt die Reaktionszeit zwischen fast 0 ms (best case) und etwa einer Zykluszeit, also rund 10 ms (worst case) — Antwort c. Sie ist gerade nicht konstant (a, d), und 20 ms (b) würde zwei Zyklen entsprechen, was hier nicht zutrifft.

Wozu dient die Zykluszeitüberwachung (Watchdog) einer SPS?

  • a) Sie misst den Stromverbrauch der Ausgänge
  • b) Sie verkürzt automatisch zu lange Programme
  • c) Sie sorgt dafür, dass jeder Zyklus exakt gleich lang ist
  • d) Sie bringt die SPS in den STOP-Zustand, wenn ein Zyklus zu lange dauert

Richtig: d)

Erklärung: Der Watchdog überwacht die maximale Zyklusdauer und reagiert auf Überschreitung — etwa durch eine ungewollte Endlosschleife — mit dem Übergang in STOP und einer Fehlermeldung (d). Er kürzt keine Programme (b), misst keinen Strom (a) und macht die Zyklen nicht exakt gleich lang (c); leichte Schwankungen bleiben.

Wovon hängt die Zykluszeit einer SPS in erster Linie ab?

  • a) Allein von der Netzspannung
  • b) Von der Anzahl und Komplexität der abgearbeiteten Programmteile und der CPU-Leistung
  • c) Ausschließlich von der Anzahl der angeschlossenen Sensoren
  • d) Von der Umgebungstemperatur des Schaltschranks

Richtig: b)

Erklärung: Je mehr und je aufwändigere Anweisungen pro Durchlauf gerechnet werden und je langsamer die CPU, desto länger der Zyklus (b). Die reine Sensoranzahl (c) ist nur indirekt über das Einlesen relevant und nicht der Hauptfaktor. Netzspannung (a) und Temperatur (d) bestimmen die Zykluszeit nicht.

5. Konsequenzen in der Praxis: Prozessabbild verstehen

Der Zyklus und das Prozessabbild sind nicht bloß Theorie — sie erklären einige Effekte, über die man beim Programmieren leicht stolpert.

Ein Eingang ändert sich nicht „mittendrin“. Weil das PAE nur einmal am Zyklusanfang eingelesen wird, hat ein Eingang während des gesamten Programmdurchlaufs genau einen Wert. Eine Änderung an der Klemme während der Verarbeitung bleibt bis zum nächsten Zyklus unsichtbar. Das ist gewollt und macht die Logik eindeutig — man muss es aber wissen.

Beim Ausgang zählt nur die letzte Zuweisung. Wird derselbe Ausgang im Programm an mehreren Stellen beschrieben, überschreibt jede Zuweisung die vorige im PAA. Auf die Klemme geht am Zyklusende nur der Wert, der zuletzt ins PAA geschrieben wurde. Eine frühere, vielleicht logisch korrekte Zuweisung kann so wirkungslos werden — eine klassische Fehlerquelle bei doppelt verwendeten Ausgängen.

Sehr kurze Signale können verschwinden. Ist ein Eingangssignal kürzer als die Zykluszeit, kann es genau in das Fenster zwischen zwei Einlesevorgängen fallen und wird nie ins PAE übernommen. Die SPS „sieht“ es schlicht nicht. Bei langsamen Vorgängen ist das kein Thema, bei schnellen Impulsen — etwa von einem schnell laufenden Zählgeber — sehr wohl.

Dafür gibt es in der Praxis bewährte Lösungen. Sensorseitig lässt sich ein zu kurzer Impuls durch eine Signalverlängerung (eine Impulsverlängerung direkt im Sensor oder durch ein nachgeschaltetes Glied) auf mindestens eine Zykluszeit strecken, damit er sicher erfasst wird. Steuerungsseitig bieten moderne CPUs flankengetriggerte Hardware-Interrupts an: Statt auf das nächste zyklische Einlesen zu warten, löst das Signal sofort die Bearbeitung eines speziellen Programmteils (eines Alarm- bzw. Interrupt-Bausteins) aus, unabhängig vom normalen Zyklus. Für schnelle Zählaufgaben übernehmen außerdem spezielle Zählbaugruppen das Erfassen direkt in Hardware. Welcher Weg passt, hängt von der Aufgabe ab — die Details gehören in die jeweiligen Programmier- und Baugruppenthemen.

Direkter Peripheriezugriff als Ausnahme. Für Sonderfälle erlauben viele Steuerungen, einen Eingang oder Ausgang direkt — am Prozessabbild vorbei — anzusprechen. Das ist die Ausnahme für zeitkritische Stellen und sollte bewusst eingesetzt werden, weil es den Vorteil des stabilen Prozessabbilds für diese Adresse aufhebt.

Im Anwenderprogramm wird der Ausgang A4 in Netzwerk 2 auf „1″ und in Netzwerk 8 auf „0″ gesetzt. Beide Bedingungen sind im selben Zyklus erfüllt. Welchen Zustand hat A4 am Klemmenausgang nach diesem Zyklus?

  • a) „1″, weil die erste Zuweisung gilt
  • b) A4 blinkt, weil beide Zuweisungen wirken
  • c) Die SPS meldet einen Fehler und geht in STOP
  • d) „0″, weil die letzte Zuweisung im PAA zählt

Richtig: d)

Erklärung: Jede Zuweisung überschreibt den Wert im PAA; auf die Klemme geht am Zyklusende nur das Endergebnis — hier die „0″ aus Netzwerk 8 (d). Die frühere Zuweisung in Netzwerk 2 wird wirkungslos. Ein Blinken (b) entstünde höchstens über mehrere Zyklen bei wechselnden Bedingungen, nicht hier. Eine doppelte Ausgangszuweisung ist ein Logikproblem, kein Fehler, der die CPU stoppt (c).

Ein Initiator liefert einen Impuls, der deutlich kürzer ist als die Zykluszeit der SPS. Welche Maßnahme sorgt am ehesten dafür, dass der Impuls zuverlässig erfasst wird?

  • a) Die Zykluszeit künstlich verlängern
  • b) Den Ausgang doppelt zuweisen
  • c) Den Impuls durch eine Signalverlängerung auf mindestens eine Zykluszeit strecken oder einen flankengetriggerten Interrupt nutzen
  • d) Die Netzspannung erhöhen

Richtig: c)

Erklärung: Ein Impuls, der kürzer als die Zykluszeit ist, kann zwischen zwei Einlesevorgängen verloren gehen. Abhilfe schafft eine Signalverlängerung auf mindestens eine Zykluszeit oder ein flankengetriggerter Hardware-Interrupt, der unabhängig vom zyklischen Einlesen reagiert (c). Eine längere Zykluszeit (a) verschlimmert das Problem sogar. Doppelte Ausgangszuweisung (b) und höhere Spannung (d) haben damit nichts zu tun.

Wann ist ein direkter Peripheriezugriff am Prozessabbild vorbei sinnvoll?

  • a) Als bewusste Ausnahme an zeitkritischen Stellen, bei der man den Verlust des stabilen Prozessabbilds in Kauf nimmt
  • b) Nie, weil er von keiner SPS unterstützt wird
  • c) Immer, weil er grundsätzlich schneller ist und das Programm vereinfacht
  • d) Nur beim Einschalten der Steuerung

Richtig: a)

Erklärung: Der direkte Zugriff ist eine gezielte Ausnahme für zeitkritische Stellen und hebt für diese Adresse den Vorteil des über den Zyklus konstanten Prozessabbilds auf (a). Ihn grundsätzlich überall einzusetzen (c) würde die eindeutige Logik des Prozessabbilds untergraben. Unterstützt wird er von vielen Steuerungen (b ist falsch), und er ist nicht aufs Einschalten beschränkt (d).

Abschlusstest

Aufgabe 1: Eine SPS hat eine Zykluszeit von 6 ms. Die Programmlaufzeit von der betrachteten Eingangsabfrage bis zur zugehörigen Ausgabe beträgt 2,5 ms. Bestimme minimale und maximale Reaktionszeit.

Gegeben: T_Zyk = 6 ms; t_prog = 2,5 ms

Gesucht: Reaktionszeit_min und Reaktionszeit_max in ms

Lösungsweg:

Reaktionszeit_min = t_prog = 2,5 ms; Reaktionszeit_max = T_Zyk + t_prog = 6 ms + 2,5 ms = 8,5 ms

Ergebnis: minimal 2,5 ms, maximal 8,5 ms

Aufgabe 2: Eine Maschine verlangt, dass die SPS spätestens 25 ms nach einer Signaländerung am Ausgang reagiert. Die Programmlaufzeit bis zur Ausgabe beträgt 5 ms. Welche maximale Zykluszeit ist zulässig?

Gegeben: Reaktionszeit_max = 25 ms; t_prog = 5 ms

Gesucht: maximal zulässige Zykluszeit T_Zyk in ms

Lösungsweg:

T_Zyk = Reaktionszeit_max − t_prog = 25 ms − 5 ms = 20 ms

Ergebnis: Die Zykluszeit darf höchstens 20 ms betragen.

Was beschreibt der zyklische Programmablauf einer SPS am treffendsten?

  • a) Das Programm wird einmal durchlaufen und bleibt dann stehen
  • b) Eingänge lesen, Programm rechnen, Ausgänge schreiben — fortlaufend wiederholt
  • c) Alle Anweisungen werden gleichzeitig und parallel ausgeführt
  • d) Das Programm läuft nur bei einer Eingangsänderung

Richtig: b)

Erklärung: Der Zyklus ist die fortlaufende Wiederholung von Einlesen, Rechnen und Ausgeben (b). Einmaliger Durchlauf (a), echte Parallelausführung (c) und ereignisgesteuerter Start nur bei Änderung (d) widersprechen dem sequenziellen, ständig wiederholten Prinzip.

In welcher Reihenfolge laufen die Phasen des EVA-Prinzips innerhalb eines Zyklus ab?

  • a) Verarbeitung, Eingabe, Ausgabe
  • b) Ausgabe, Verarbeitung, Eingabe
  • c) Eingabe, Ausgabe, Verarbeitung
  • d) Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe

Richtig: d)

Erklärung: Erst werden alle Eingänge gelesen, dann wird das Programm gerechnet, dann werden die Ausgänge geschrieben (d). Jede andere Reihenfolge würde bedeuten, dass mit noch nicht eingelesenen oder noch nicht berechneten Werten gearbeitet wird.

Ein Eingang wird im Programm fünfmal abgefragt. Was gilt für seinen Wert innerhalb eines Zyklus?

  • a) Er kann bei jeder Abfrage anders sein, weil die Klemme direkt gelesen wird
  • b) Er ändert sich nach der dritten Abfrage automatisch
  • c) Er ist bei allen fünf Abfragen identisch, weil er aus dem PAE stammt
  • d) Er ist nur in der ersten Abfrage gültig

Richtig: c)

Erklärung: Alle Abfragen greifen auf den am Zyklusanfang eingelesenen PAE-Wert zu, der über den ganzen Durchlauf konstant bleibt (c). Direkter Klemmenzugriff (a) findet im normalen Ablauf nicht statt; ein automatisches Ändern (b) oder ein Verfallen nach der ersten Abfrage (d) gibt es nicht.

Welche Aussage zum Prozessabbild ist korrekt?

  • a) Das PAA wird im Programm beschrieben und am Zyklusende auf die Ausgänge übertragen
  • b) Das PAA wird am Zyklusanfang auf die Ausgänge übertragen
  • c) Das PAE wird kontinuierlich während der Programmbearbeitung aktualisiert
  • d) PAE und PAA sind derselbe Speicherbereich

Richtig: a)

Erklärung: Das Programm schreibt seine Ergebnisse ins PAA, das am Zyklusende auf die realen Ausgänge übertragen wird (a). Das PAE wird nur einmal am Zyklusanfang eingelesen, nicht kontinuierlich (c). Die Ausgabe erfolgt am Ende, nicht am Anfang (b), und PAE und PAA sind getrennte Bereiche (d).

Eine SPS reagiert im laufenden Betrieb scheinbar verzögert auf einen Taster. Was ist die wahrscheinlichste Erklärung, wenn die Verdrahtung in Ordnung ist?

  • a) Die SPS ist defekt und muss getauscht werden
  • b) Der Taster liefert zu hohe Spannung
  • c) Das Prozessabbild wurde abgeschaltet
  • d) Die Reaktion hängt von der Zykluszeit ab; im ungünstigsten Fall vergeht fast ein ganzer Zyklus plus Programmlaufzeit

Richtig: d)

Erklärung: Die zyklische Arbeitsweise bringt eine systembedingte Reaktionszeit mit sich — im schlechtesten Fall etwa eine Zykluszeit plus Programmlaufzeit (d). Das ist normales Verhalten, kein Defekt (a). Spannung (b) und ein „abgeschaltetes“ Prozessabbild (c) sind keine plausiblen Ursachen.

Der Watchdog einer SPS löst aus. Welche Ursache passt am besten?

  • a) Ein Eingang wurde doppelt verdrahtet
  • b) Das Anwenderprogramm hat eine ungewollte Endlosschleife, sodass ein Zyklus zu lange dauert
  • c) Ein Ausgang wurde im Programm nicht verwendet
  • d) Die Netzspannung ist zu niedrig

Richtig: b)

Erklärung: Der Watchdog überwacht die maximale Zyklusdauer; eine Endlosschleife im Programm treibt diese über die Grenze und löst ihn aus (b). Eine doppelte Verdrahtung (a) oder ein ungenutzter Ausgang (c) verlängert den Zyklus nicht relevant, und eine Unterspannung (d) ist ein anderes Fehlerbild.

Warum kann ein Ausgang, der im Programm an zwei Stellen unterschiedlich gesetzt wird, ein unerwartetes Verhalten zeigen?

  • a) Weil die SPS beide Werte addiert
  • b) Weil der Ausgang dadurch automatisch invertiert wird
  • c) Weil nur die zuletzt im PAA geschriebene Zuweisung am Zyklusende wirksam wird
  • d) Weil der Watchdog die zweite Zuweisung blockiert

Richtig: c)

Erklärung: Im PAA überschreibt jede Zuweisung die vorige; am Zyklusende zählt nur der letzte Wert (c). Es wird nichts addiert (a) oder invertiert (b), und der Watchdog greift hier nicht ein (d).

Ein sehr kurzer Sensorimpuls ist kürzer als die Zykluszeit. Welche Aussage ist korrekt?

  • a) Er wird garantiert erfasst, weil die SPS jeden Impuls speichert
  • b) Er verlängert automatisch die Zykluszeit
  • c) Er löst immer den Watchdog aus
  • d) Er kann übersehen werden, wenn er zwischen zwei Einlesevorgänge fällt

Richtig: d)

Erklärung: Da das PAE nur einmal pro Zyklus eingelesen wird, kann ein Impuls, der kürzer als die Zykluszeit ist, genau ins Fenster zwischen zwei Einlesevorgängen fallen und unbemerkt bleiben (d). Eine Garantie der Erfassung (a) gibt es gerade nicht; auf Zykluszeit (b) oder Watchdog (c) hat der kurze Impuls keinen solchen Einfluss.

Welche Maßnahme ist geeignet, um ein zu kurzes Eingangssignal zuverlässig zu erfassen?

  • a) Eine Signalverlängerung auf mindestens eine Zykluszeit oder einen flankengetriggerten Interrupt einsetzen
  • b) Die Zykluszeit erhöhen
  • c) Den Ausgang doppelt zuweisen
  • d) Das Prozessabbild deaktivieren und auf langsamere Sensoren wechseln

Richtig: a)

Erklärung: Wirksam ist, das Signal auf mindestens eine Zykluszeit zu strecken oder es über einen flankengetriggerten Hardware-Interrupt unabhängig vom Zyklus zu erfassen (a). Eine höhere Zykluszeit (b) macht es schlimmer; doppelte Ausgangszuweisung (c) ist irrelevant; langsamere Sensoren (d) lösen das Problem des kurzen Impulses nicht.

Was bedeutet es, dass sich eine SPS „deterministisch“ verhält?

  • a) Die SPS arbeitet zufällig, aber im Mittel stabil
  • b) Bei gleichen Eingangszuständen liefert die Programmbearbeitung immer dasselbe, vorhersagbare Ergebnis
  • c) Die Zykluszeit ist unter allen Umständen exakt konstant
  • d) Die SPS benötigt keine Programmierung

Richtig: b)

Erklärung: Deterministisch heißt: gleiche Eingänge führen über die feste Phasenfolge zu einem eindeutigen, vorhersagbaren Ergebnis (b). Mit Zufall (a) hat das nichts zu tun. Die Zykluszeit darf leicht schwanken (c ist zu streng), und programmiert werden muss die SPS selbstverständlich (d).

Welcher Faktor verlängert die Zykluszeit am ehesten?

  • a) Eine niedrigere Umgebungstemperatur
  • b) Weniger angeschlossene Aktoren
  • c) Ein umfangreicheres, stärker verzweigtes Anwenderprogramm
  • d) Eine höhere Netzfrequenz

Richtig: c)

Erklärung: Je mehr Anweisungen pro Durchlauf abgearbeitet werden, desto länger der Zyklus (c). Temperatur (a), Anzahl der Aktoren (b) und Netzfrequenz (d) sind dafür nicht maßgeblich.

Eine Anlage benötigt eine garantierte Reaktion innerhalb von 4 ms. Eine SPS mit 6 ms Zykluszeit steht zur Verfügung. Welche Schlussfolgerung ist korrekt?

  • a) Die SPS kann die Anforderung im ungünstigsten Fall nicht sicher einhalten, da allein die Zykluszeit über 4 ms liegt
  • b) Die SPS erfüllt die Anforderung problemlos im Normalbetrieb
  • c) Die Anforderung ist mit jeder SPS automatisch erfüllt
  • d) Die Reaktionszeit hängt nicht von der Zykluszeit ab

Richtig: a)

Erklärung: Im ungünstigsten Fall liegt die Reaktionszeit bei etwa einer Zykluszeit plus Programmlaufzeit — schon die 6 ms Zykluszeit überschreiten die geforderten 4 ms (a). Damit ist die Vorgabe über den normalen Zyklus nicht sicher zu halten; man bräuchte eine schnellere CPU oder einen Interrupt-Mechanismus. Die Reaktionszeit hängt sehr wohl von der Zykluszeit ab (d ist falsch).

Glossar

Zyklus
Ein vollständiger Durchlauf des SPS-Programms: Eingänge lesen, Programm rechnen, Ausgänge schreiben. Wird im RUN-Betrieb fortlaufend wiederholt.
EVA-Prinzip
Grundmuster der Informationsverarbeitung aus Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe; bei der SPS die feste Abfolge innerhalb jedes Zyklus.
Prozessabbild
Speicherkopie der Ein- und Ausgangszustände, mit der das Programm arbeitet, statt direkt auf die Klemmen zuzugreifen. Eingangsseite: PAE, Ausgangsseite: PAA.
PAE (Prozessabbild der Eingänge)
Speicherbereich, in den am Zyklusanfang der Zustand aller Eingänge einmal eingelesen wird und der während der Programmbearbeitung konstant bleibt.
PAA (Prozessabbild der Ausgänge)
Speicherbereich, in den das Programm die Ausgangszustände schreibt und der am Zyklusende auf die realen Ausgänge übertragen wird.
Zykluszeit
Dauer eines kompletten Zyklusdurchlaufs; abhängig von Programmumfang und CPU-Leistung, meist im Millisekundenbereich.
Zykluszeitüberwachung (Watchdog)
Überwacht die maximale Zyklusdauer und bringt die SPS bei Überschreitung in den STOP-Zustand.
Reaktionszeit
Zeit zwischen einer Signaländerung am Eingang und der zugehörigen Reaktion am Ausgang; streut zwischen einem Bruchteil und etwa einer vollen Zykluszeit plus Programmlaufzeit.
Jitter
Schwankung der Reaktionszeit, die aus dem zyklischen Einlesen über das Prozessabbild entsteht.
Deterministisch
Eigenschaft, bei gleichen Eingangszuständen stets dasselbe, vorhersagbare Ergebnis zu liefern.
Direkter Peripheriezugriff
Zugriff auf einen Ein- oder Ausgang unter Umgehung des Prozessabbilds, als bewusste Ausnahme für zeitkritische Stellen.
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