Bremsverfahren bei Asynchronmotoren

Ein Asynchronmotor schaltet man aus — und er dreht trotzdem noch weiter. Je nach Massenträgheit der angetriebenen Last kann das einige Sekunden dauern, manchmal auch länger. Für viele Maschinen ist das kein Problem. Für Hebebühnen, Sägemaschinen oder Förderbänder mit Positionieraufgabe schon. Genau dort kommen elektrische Bremsverfahren ins Spiel: Sie wirken aktiv gegen die Drehbewegung — ohne mechanische Bremse, ohne Verschleiß an Bremsbelägen.

Drei Verfahren haben sich in der Praxis durchgesetzt: die Gegenstrombremsung, die Nutzbremsung (generatorischer Betrieb) und die Gleichstrombremsung. Jedes greift auf andere Weise in das elektromagnetische Geschehen im Motor ein, jedes hat seine typischen Einsatzgebiete.

Vorwissen

  • Drehstrom-Asynchronmotor – Aufbau und Funktion
  • Schlupf und M-n-Kennlinie beim ASM
  • Drehfeld

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • Die drei elektrischen Bremsverfahren für Asynchronmotoren erklären und voneinander abgrenzen
  • Das Prinzip der Gegenstrombremsung beschreiben und die Notwendigkeit eines Drehzahlwächters begründen
  • Den generatorischen Betrieb und die Rolle von Bremswiderstand und Bremschopper erläutern
  • Das Wirkprinzip der Gleichstrombremsung erklären und typische Anwendungen nennen
  • Die Verfahren nach Bremswirkung, Energieverhalten und Einsatzzweck vergleichen

1. Warum bremsen? – Das Problem der Massenträgheit

Jeder rotierende Körper besitzt ein Massenträgheitsmoment — je größer und schwerer er ist, desto mehr Energie steckt in seiner Drehbewegung. Wenn der Motor abgeschaltet wird, läuft er durch diese gespeicherte Energie weiter. Man spricht vom Auslaufverhalten des Antriebs.

Bei einem kleinen Lüftermotor ist das unproblematisch. Ganz anders sieht es aus, wenn ein Sägeblatt nach dem Abschalten noch 15 Sekunden dreht, eine Förderbahn nicht exakt an der Zielposition stoppt oder ein Kran eine hängende Last nicht sofort fixiert. Hier ist gezieltes Bremsen nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern der Sicherheit.

Der Bremsweg — also die Anzahl der Umdrehungen bis zum Stillstand — und die Bremszeit hängen direkt vom Massenträgheitsmoment der Last und vom erzeugten Bremsmoment ab. Je größer das Bremsmoment, desto kürzer der Weg.

Mechanisches vs. elektrisches Bremsen

Die einfachste Lösung ist eine mechanische Bremse: Bremsbacken oder Bremsscheibe pressen gegen den Rotor oder die Welle. Das funktioniert zuverlässig, erzeugt aber Wärme, verschleißt Bremsbeläge und erfordert regelmäßige Wartung.

Elektrische Bremsverfahren greifen stattdessen ins elektromagnetische Innenleben des Motors ein. Sie erzeugen ein Bremsmoment über das Magnetfeld — ohne mechanischen Kontakt, ohne Reibverschleiß. Das macht sie für häufig bremsende Antriebe besonders wirtschaftlich.

Überblick der drei Verfahren:

Verfahren Prinzip Hauptmerkmal
Gegenstrombremsung Drehfeld wird umgekehrt Sehr hohes Bremsmoment, hohe Verluste
Nutzbremsung Motor arbeitet generatorisch Energierückspeisung möglich
Gleichstrombremsung Statisches Magnetfeld im Ständer Sanftes, verschleißfreies Bremsen

Warum läuft ein Asynchronmotor nach dem Abschalten noch weiter?

  • a) Weil das Netz noch kurz Strom liefert
  • b) Weil die Wicklung einen Schwingkreis bildet
  • c) Wegen der Restmagnetisierung des Ständerkerns
  • d) Wegen der im rotierenden System gespeicherten kinetischen Energie

Richtig: d)

Die kinetische Energie der rotierenden masse (Rotor + angetriebene Last) hält die Bewegung aufrecht. Das Netz liefert nach dem Abschalten keinen Strom mehr; Restmagnetisierung allein reicht für weiteres Drehen nicht aus.

Ein Sägeblatt mit großem Massenträgheitsmoment soll nach dem Abschalten möglichst schnell stoppen. Welche Aussage ist korrekt?

  • a) Massenträgheitsmoment und Bremsmoment bestimmen gemeinsam Bremsweg und Bremszeit
  • b) Ein größeres Massenträgheitsmoment verkürzt die Bremszeit automatisch
  • c) Ein größeres Bremsmoment verlängert den Bremsweg
  • d) Bremszeit hängt ausschließlich von der Motordrehzahl ab

Richtig: a)

Bremszeit und -weg ergeben sich aus dem Verhältnis zwischen gespeicherter Energie (bestimmt durch Massenträgheitsmoment und Drehzahl) und dem aufgebrachten Bremsmoment. Beide Größen sind maßgeblich.

2. Gegenstrombremsung

Wer schon einmal an einem laufenden Motor zwei Phasen vertauscht hat, kennt das Ergebnis: Der Motor versucht sofort, in die andere Richtung zu drehen. Genau diesen Effekt nutzt die Gegenstrombremsung — allerdings kontrolliert und nur bis zum Stillstand.

Prinzip

Im normalen Motorbetrieb dreht das Drehfeld im Ständer in eine Richtung, der Rotor folgt mit leichtem Rückstand (Schlupf). Beim Gegenstrombremsen werden zwei der drei Außenleiter am Motor miteinander vertauscht. Das Ständerdrehfeld dreht damit augenblicklich in die entgegengesetzte Richtung, während der Rotor noch in der alten Richtung dreht. Der Relativschlupf zwischen Drehfeld und Rotor ist jetzt fast doppelt so groß wie im Anlaufmoment — das Bremsmoment ist entsprechend hoch.

Auf der M-n-Kennlinie (mehr dazu im Beitrag „Schlupf und M-n-Kennlinie beim ASM“) entspricht dieser Zustand dem Betrieb im Bereich s > 1, also oberhalb des normalen Anlaufs. Der Motor bremst kraftvoll.

Wirkung auf die M-n-Kennlinie

Das vollständige Bremsverhalten lässt sich nur über alle Quadranten der M-n-Kennlinie nachvollziehen. Das SVG weiter unten in diesem Kapitel zeigt schematisch, wie der Arbeitspunkt beim Phasentausch vom motorischen Bereich in den Gegenstrombremsbetrieb springt.

n M 0 n₀ −n₀ Motorbetrieb Gegenstrombremsung (Arbeitspunkt) Nutzbremsung (n > n₀) Gegenstrom- bremsung (s > 1) Motorischer Betrieb (0 < s < 1) Motorbetrieb Gegenrichtung Nutzbremsung / Generator (s < 0) Phasentausch Motorischer Betrieb Gegenstrombremsung Nutzbremsung (Generator) M-n-Kennlinie des Asynchronmotors – Bremsquadranten

Die rote Kennlinie zeigt, was beim Phasentausch passiert: Der Arbeitspunkt springt aus dem motorischen Bereich (blau, rechts oben) schlagartig auf die Gegenstrombremskurve. Das dort wirkende Drehmoment ist stark und bremsend — aber der Motor würde nach Erreichen des Stillstands sofort in Gegenrichtung anlaufen, wenn man ihn nicht rechtzeitig abschaltet.

Drehzahlwächter als Abschaltbedingung

Das ist das entscheidende Problem der Gegenstrombremsung: Sie bremst zuverlässig bis Null — schaltet man nicht rechtzeitig ab, kehrt die Drehrichtung um. Deshalb ist ein Drehzahlwächter (auch Drehzahlrelais oder Nulldrehzahlschalter) zwingend erforderlich. Er erkennt den Stillstand und trennt den Motor sofort vom Netz, bevor er in Gegenrichtung hochläuft.

Thermische Belastung

Die Gegenstrombremsung ist energetisch teuer. Die gesamte kinetische Energie der Last plus die aus dem Netz aufgenommene elektrische Energie werden als Wärme im Läuferwiderstand vernichtet. Bei häufigen Bremszyklen oder großen Massen kann das zur thermischen Überlastung des Motors führen. Daher ist die Gegenstrombremsung eher für gelegentliche Schnellstopps geeignet, nicht für Dauerbetrieb mit vielen Bremsvorgängen pro Stunde.

Vor- und Nachteile

Gegenstrombremsung
Bremswirkung Sehr hoch
Bremszeit Kurz
Energieverluste Sehr hoch (alles als Wärme)
Thermische Belastung Hoch
Zusatzaufwand Drehzahlwächter zwingend nötig
Typischer Einsatz Schnellstopp, gelegentliche Reversierung

Warum ist bei der Gegenstrombremsung ein Drehzahlwächter zwingend erforderlich?

  • a) Um den Bremsstrom zu begrenzen
  • b) Um die Phasenfolge zu überwachen
  • c) Weil sonst der Motorschutzschalter auslöst
  • d) Weil der Motor ohne Abschaltung nach Stillstand in Gegenrichtung anlaufen würde

Richtig: d)

Nach dem Phasentausch wirkt das nun entgegengesetzt drehende Drehfeld nicht nur bremsend, sondern würde den Motor — ohne rechtzeitige Abschaltung — in die Gegenrichtung beschleunigen. Der Drehzahlwächter erkennt den Stillstand und trennt das Netz.

Ein Asynchronmotor wird durch Gegenstrombremsung gestoppt. Was passiert mit der kinetischen Energie der Last?

  • a) Sie wird ins Netz zurückgespeist
  • b) Sie wird im Bremswiderstand vernichtet
  • c) Sie wird als Wärme im Motor dissipiert
  • d) Sie wird im Kondensatorbank zwischengespeichert

Richtig: c)

Bei der Gegenstrombremsung wird die kinetische Energie der Last zusammen mit der aus dem Netz aufgenommenen elektrischen Energie vollständig als Wärme im Motor (Stator- und Rotorwiderstand) vernichtet. Es gibt keine Energierückspeisung.

In welchem Schlupfbereich arbeitet der Asynchronmotor während der Gegenstrombremsung?

  • a) s > 1
  • b) 0 < s < 1
  • c) s = 0
  • d) s < 0

Richtig: a)

Im normalen Motorbetrieb liegt der Schlupf zwischen 0 und 1. Bei der Gegenstrombremsung dreht das Feld entgegen der Rotordrehrichtung — der effektive Schlupf übersteigt den Wert 1, was dem Betrieb jenseits des Kipppunkts entspricht.

3. Nutzbremsung – generatorischer Betrieb

Nicht jedes Bremsen bedeutet, dass Energie vernichtet werden muss. Wenn ein Asynchronmotor schneller dreht als sein Drehfeld — also schneller als die synchrone Drehzahl — kehrt sich die Energieflussrichtung um: Der Motor wird zum Generator.

Prinzip

Im normalen Motorbetrieb dreht der Rotor etwas langsamer als das Drehfeld (positiver Schlupf, 0 < s < 1). Wird der Rotor von außen beschleunigt — etwa durch eine herabsinkende Last beim Kran oder durch Frequenzumrichter-Steuerung — überholt er das Drehfeld. Der Schlupf wird negativ (s < 0). In diesem Bereich liefert der Motor elektrische Energie, statt sie zu verbrauchen. Das erzeugte Bremsmoment wirkt der Bewegung entgegen.

Auf der M-n-Kennlinie entspricht das dem Bereich rechts von n₀ (grüne Kennlinie im SVG oben). Der Arbeitspunkt wandert beim Überschreiten der Synchrondrehzahl automatisch in den generatorischen Bereich.

Energie: Rückspeisung oder Vernichtung

Was mit der gewonnenen Energie passiert, hängt von der Infrastruktur ab — und das ist in der Praxis ein entscheidender Unterschied:

Netzrückspeisefähige Systeme: Wenn ein entsprechender Frequenzumrichter (mit aktiver Einspeisung, sogenannte AFE-Umrichter) vorhanden ist oder wenn der Motor direkt am Netz betrieben wird und die Synchrondrehzahl überschreitet, fließt die Bremsenergie tatsächlich ins Netz zurück. Das ist die energieeffiziente Variante.

Standard-Frequenzumrichter ohne Rückspeisung: Die meisten Frequenzumrichter in der Praxis are nicht netzrückspeisefähig. Die generatorisch erzeugte Energie fließt in den Zwischenkreis des Umrichters und erhöht dort die Zwischenkreisspannung. Steigt diese Spannung über einen zulässigen Grenzwert, schaltet der Umrichter auf Störung ab — der Antrieb stoppt unkontrolliert.

Um das zu verhindern, wird ein Bremswiderstand über einen Bremschopper (Transistor-Schaltkreis) zugeschaltet. Der Bremschopper überwacht die Zwischenkreisspannung und schaltet den Bremswiderstand zu, sobald der Grenzwert überschritten wird. Die generatorische Energie wird dann als Wärme im Bremswiderstand vernichtet — kontrolliert, ohne Abschaltung auf Störung. Der Bremswiderstand ist je nach Anwendung im Umrichtergehäuse integriert oder als externe Einheit montiert.

Anwendungen

Die Nutzbremsung ist immer dann interessant, wenn die Last selbst Bewegungsenergie liefert: Krane beim Absenken, Förderbänder mit Gefälle, Aufzüge, Windkraftanlagen im Netzbetrieb. Bei Frequenzumrichtern ist generatorisches Bremsen außerdem das bevorzugte Verfahren für gezieltes Abbremsen von der Betriebsdrehzahl auf Null — sanft, kontrolliert, ohne Phasentausch.

Vor- und Nachteile

Nutzbremsung
Bremswirkung Mittel (abhängig von Schlupf)
Bremszeit Mittel bis lang
Energieverhalten Rückspeisung (netzrückspeisefähig) oder Vernichtung im Bremswiderstand
Zusatzaufwand Bremswiderstand + Bremschopper bei Standard-Umrichter
Typischer Einsatz Krane, Aufzüge, Förderbänder mit Gefälle, FU-gesteuerte Antriebe

Warum brauchen viele Standard-Frequenzumrichter beim generatorischen Bremsen einen Bremswiderstand?

  • a) Weil der Motor sonst zu heiß wird
  • b) Weil der Bremsstrom sonst die Netzleitung überlastet
  • c) Weil der Umrichter keinen negativen Schlupf verarbeiten kann
  • d) Weil die Zwischenkreisspannung durch die Bremsenergie ansteigt und den Umrichter gefährdet

Richtig: d)

Standard-Umrichter können die generatorisch erzeugte Energie nicht ins Netz zurückspeisen. Die Energie lädt den Zwischenkreiskondensator auf, die Zwischenkreisspannung steigt. Ohne Bremswiderstand/Bremschopper würde der Umrichter bei Überspannung auf Störung abschalten.

Ein Kran senkt eine Last mit einem Asynchronmotor. Welcher Schlupfbereich liegt vor, wenn der Motor dabei generatorisch bremst?

  • a) s < 0 (Rotor dreht schneller als Drehfeld)
  • b) 0 < s < 1 (normaler Motorbetrieb)
  • c) s = 1 (Stillstand des Rotors)
  • d) s > 1 (Gegenstrombetrieb)

Richtig: a)

Beim Absenken einer Last am Kran treibt die Schwerkraft den Motor an. Der Rotor überholt das Drehfeld — der Schlupf wird negativ. In diesem Bereich wirkt der Motor als Generator und bremst die Absenkbewegung.

Welche Aussage zur Netzrückspeisung beim generatorischen Bremsen ist richtig?

  • a) Nur netzrückspeisefähige Umrichter (AFE) oder Direktnetzbetrieb ermöglichen echte Rückspeisung
  • b) Alle Frequenzumrichter können Energie ins Netz zurückspeisen
  • c) Die Rückspeisung erfordert immer einen zusätzlichen Transformator
  • d) Rückspeisung ist nur bei Synchronmotoren möglich

Richtig: a)

Standard-Umrichter (Diodenbrücke auf der Netzseite) können Energie nur in einer Richtung — vom Netz zum Motor — übertragen. Echte Netzrückspeisung erfordert eine aktive Netzseite (AFE, Active Front End). Ansonsten muss ein Bremswiderstand die Energie aufnehmen.

4. Gleichstrombremsung

Die Gleichstrombremsung arbeitet nach einem anderen Grundprinzip als die beiden vorigen Verfahren. Statt mit einem rotierenden Drehfeld wird mit einem stehenden Magnetfeld gearbeitet.

Prinzip

Sobald der Asynchronmotor vom Wechselstromnetz getrennt wird, speist man einen Gleichstrom in zwei der drei Ständerwicklungen ein. Dieser Gleichstrom erzeugt ein statisches (stehendes) Magnetfeld im Ständer — kein rotierendes, kein drehendes, einfach ein festes Feld.

Der Rotor dreht sich aber noch (Massenträgheit). Damit bewegen sich die Läuferstäbe durch dieses stehende Feld. Nach dem Induktionsgesetz werden in den Läuferstäben Spannungen induziert, es fließen Ströme, und diese Ströme erzeugen ein Bremsmoment, das der Drehbewegung entgegenwirkt. Der Effekt ist derselbe wie bei einem generatorischen Betrieb — nur dass das Feld diesmal stillsteht.

Woher kommt der Gleichstrom?

Der Gleichstrom wird in der Regel über einen Brückengleichrichter aus dem Wechselstromnetz gewonnen. Die Gleichstromhöhe lässt sich über einen Vorwiderstand oder — bei moderneren Geräten — über einen steuerbaren Gleichrichter einstellen. Je höher der Gleichstrom, desto stärker das Magnetfeld, desto höher das Bremsmoment. Die Bremswirkung ist damit gut anpassbar.

Bei Schützsteuerungen übernimmt ein separater Gleichstromkreis die Einspeisung; die genaue Schaltungsausführung ist im Beitrag „Gleichstrombremsung mit Schützsteuerung“ ausführlich beschrieben.

Bremsverhalten

Die Gleichstrombremsung bremst weich und progressiv: Das Bremsmoment ist anfangs relativ hoch und nimmt mit sinkender Drehzahl ab, weil die induzierten Spannungen im Läufer kleiner werden. Kurz vor Stillstand ist das Bremsmoment sehr gering — der Motor „gleitet“ in den Stillstand. Das ist für viele Anwendungen ideal, weil es mechanisch schonend ist und keine abrupten Stopps erzeugt.

Ein Drehzahlwächter ist bei die Gleichstrombremsung in der Regel nicht erforderlich, weil das stehende Feld keinen Anlauf in Gegenrichtung verursacht. Der Motor bleibt bei Stillstand stehen.

Vor- und Nachteile

Gleichstrombremsung
Bremswirkung Mittel, nimmt mit Drehzahl ab
Bremszeit Mittel
Energieverluste Mittel (Verluste im Läuferwiderstand)
Thermische Belastung Moderat
Zusatzaufwand Gleichrichter, Schützsteuerung oder Frequenzumrichter
Typischer Einsatz Holzbearbeitung, Zentrifugen, Textilmaschinen

Was erzeugt das Bremsmoment bei der Gleichstrombremsung?

  • a) Der Ständer wird durch den Gleichstrom mechanisch blockiert
  • b) Der Rotor dreht sich durch ein stehendes Magnetfeld, dabei werden Ströme induziert, die ein Bremsmoment erzeugen
  • c) Das rotierende Drehfeld bremst den Rotor durch Gegenwirkung
  • d) Der Gleichstrom fließt direkt durch den Rotor und erzeugt Reibung

Richtig: b)

Das stehende Magnetfeld des gleichstromdurchflossenen Ständers induziert in den sich bewegenden Läuferstäben Spannungen und damit Ströme. Diese Ströme im Läufer erzeugen nach dem Lenzschen Gesetz ein der Bewegung entgegengesetztes Bremsmoment.

Warum nimmt das Bremsmoment bei der Gleichstrombremsung mit sinkender Drehzahl ab?

  • a) Weil der Gleichstrom mit sinkender Drehzahl automatisch kleiner wird
  • b) Weil die im Läufer induzierten Spannungen und Ströme mit der Drehzahl abnehmen
  • c) Weil das Magnetfeld des Ständers sich mit der Drehzahl ändert
  • d) Weil der Wirkungsgrad des Gleichrichters bei niedrigen Drehzahlen sinkt

Richtig: b)

Die Induktion hängt von der Relativbewegung zwischen Läufer und Feld ab. Je langsamer der Rotor dreht, desto geringer die induzierte Spannung, desto kleiner der Läuferstrom, desto geringer das Bremsmoment. Dieses progressive Abbremsen ist eine typische Eigenschaft der Gleichstrombremsung.

Wozu wird bei der Gleichstrombremsung typischerweise ein Brückengleichrichter eingesetzt?

  • a) Um den Motorstrom vor dem Abschalten zu begrenzen
  • b) Um das Drehfeld des Ständers umzukehren
  • c) Um den Rotor galvanisch vom Netz zu trennen
  • d) Um aus dem Wechselstromnetz den benötigten Gleichstrom für den Ständer zu erzeugen

Richtig: d)

Die Ständerwicklung braucht für die Gleichstrombremsung Gleichstrom. Da das Versorgungsnetz Wechselstrom liefert, wird ein Brückengleichrichter (Diodenbrücke) zwischengeschaltet. Über Vorwiderstände oder steuerbare Gleichrichter lässt sich die Gleichstromhöhe und damit die Bremswirkung einstellen.

5. Verfahren im Vergleich

Welches Bremsverfahren für eine Anwendung taugt, hängt von mehreren Faktoren ab: wie schnell gebremst werden muss, wie oft, ob Energierückgewinnung sinnvoll ist, und welche Mechanik die Last verträgt.

Kriterium Gegenstrombremsung Nutzbremsung Gleichstrombremsung
Bremswirkung 🔴 Sehr hoch 🟡 Mittel 🟡 Mittel
Bremszeit 🟢 Kurz 🟡 Mittel–lang 🟡 Mittel
Energie 🔴 Alles als Wärme 🟢 Rückspeisung mögl. 🟡 Teils als Wärme
Therm. Belastung 🔴 Hoch 🟢 Gering 🟡 Moderat
Zusatzkomponenten Drehzahlwächter Bremswiderstand / Bremschopper Gleichrichter
Gegenrichtungsgefahr 🔴 Ja (→ Drehzahlwächter) 🟢 Nein 🟢 Nein
Typisch für Schnellstopp, Reversierung Kran, Aufzug, FU-Antriebe Holzbearbeitung, Zentrifugen

Entscheidungshilfe für die Praxis:

  • Maximale Geschwindigkeit beim Stoppen → Gegenstrombremsung, wenn die thermische Belastung vertretbar ist und ein Drehzahlwächter vorhanden ist
  • Energieeffizienz im Vordergrund → Nutzbremsung mit netzrückspeisefähigem Umrichter; bei Standard-Umrichter: Bremswiderstand einplanen
  • Sanftes, verschleißfreies Bremsen ohne Gegenrichtungsrisiko → Gleichstrombremsung
  • Frequenzumrichter vorhanden → Nutzbremsung mit Bremswiderstand ist die typische Wahl; viele moderne Umrichter haben den Bremschopper bereits integriert

Mechanische Bremsen (Scheiben-, Backenbremsen) ergänzen elektrische Verfahren, wenn es um das Halten einer Last geht — etwa beim Kran im Stillstand. Elektrische Bremsverfahren allein erzeugen bei Drehzahl Null kein dauerhaftes Haltemoment. Für Kupplungen und mechanische Bremsen als Maschinenelemente sei auf den Beitrag „Kupplungen und Bremsen“ verwiesen.

Welches Bremsverfahren ist für eine Kreissäge am besten geeignet, die nach dem Abschalten sanft und sicher stoppen soll?

  • a) Mechanische Bremsung, weil elektrische Verfahren zu langsam sind
  • b) Gegenstrombremsung, wegen des hohen Bremsmoments
  • c) Nutzbremsung, wegen der Energierückgewinnung
  • d) Gleichstrombremsung, wegen des sanften und verschleißfreien Stoppens

Richtig: d)

Die Gleichstrombremsung bremst progressiv und schonend — genau das, was eine Kreissäge braucht. Die Gegenstrombremsung wäre hier zu ruckartig und thermisch belastend; die Nutzbremsung erzeugt bei direkt am Netz betriebenen Sägen kein gezieltes Bremsmoment.

Ein Kran mit Frequenzumrichter soll eine Last kontrolliert absenken. Der Umrichter ist nicht netzrückspeisefähig. Was ist zwingend erforderlich?

  • a) Ein Drehzahlwächter für den Gegenstrombetrieb
  • b) Ein Bremswiderstand mit Bremschopper zur Aufnahme der generatorischen Energie
  • c) Ein Brückengleichrichter für Gleichstrombremsung
  • d) Eine zusätzliche Schützsteuerung für Phasentausch

Richtig: b)

Beim Absenken arbeitet der Motor generatorisch. Ohne Netzrückspeisung steigt die Zwischenkreisspannung. Der Bremschopper schaltet den Bremswiderstand zu, sobald die Zwischenkreisspannung einen Grenzwert überschreitet, und verhindert so eine Abschaltung auf Störung.

Abschlusstest

Aufgabe 1: Ein Asynchronmotor läuft mit einer Drehzahl von 1 450 min⁻¹ (Synchrondrehzahl: 1 500 min⁻¹) im Motorbetrieb. Zur Gleichstrombremsung wird der Wechselstrom abgeschaltet und Gleichstrom eingespeist. Der Motor kommt nach 4 Sekunden zum Stillstand. Welches mittlere Bremsmoment war erforderlich, wenn das Massenträgheitsmoment der Last J = 0,8 kg·m² beträgt?

Gegeben: n₁ = 1 450 min⁻¹, J = 0,8 kg·m², t = 4 s

Gesucht: M_B (mittleres Bremsmoment in N·m)

Lösungsweg:

  1. Winkelgeschwindigkeit vor dem Bremsen:
    omega_1 = 2 * pi * n_1 / 60
    omega_1 = 2 * 3,1416 * 1450 / 60
    omega_1 ≈ 151,8 rad/s
  2. Mittleres Bremsmoment aus Drallsatz:
    M_B = J * omega_1 / t
    M_B = 0,8 * 151,8 / 4
    M_B ≈ 30,4 N·m

Ergebnis: Das mittlere Bremsmoment beträgt ca. 30,4 N·m.

Aufgabe 2: Ein Frequenzumrichter (nicht netzrückspeisefähig) bremst einen Asynchronmotor mit einer Bremsleistung von P_B = 5 kW über t = 8 Sekunden ab. Der Bremswiderstand darf eine Dauerleistung von 3 kW nicht überschreiten. Welche Energie wird in dieser Zeit insgesamt im Bremswiderstand vernichtet, und ist die Dauerleistungsgrenze eingehalten?

Gegeben: P_B = 5 000 W (generatorische Bremsleistung, vereinfacht als konstant angenommen), t = 8 s, P_max = 3 000 W (Dauerleistungsgrenze)

Gesucht: W_B (Energie in kJ), Beurteilung der Dauerleistung

Lösungsweg:

  1. Bremsenergie:
    W_B = P_B * t
    W_B = 5000 * 8
    W_B = 40 000 J = 40 kJ
  2. Beurteilung:
    P_B = 5 000 W > P_max = 3 000 W

Ergebnis: Die Bremsenergie beträgt 40 kJ. Die Dauerleistungsgrenze von 3 kW wird mit 5 kW deutlich überschritten. Der Bremswiderstand ist für diesen Betriebsfall nicht ausreichend dimensioniert — entweder muss ein leistungsfähigerer Widerstand gewählt oder die Bremszeit verlängert werden.

Welche Aussage zur Gegenstrombremsung ist korrekt?

  • a) Sie erzeugt durch Phasentausch ein sehr hohes Bremsmoment, verbunden mit hohen Verlusten
  • b) Sie speist Energie ins Netz zurück
  • c) Sie erfordert keinen Drehzahlwächter, weil kein Gegenrichtungsrisiko besteht
  • d) Sie erzeugt ein stehendes Magnetfeld im Ständer

Richtig: a)

Beim Phasentausch dreht das Ständerdrehfeld entgegen der Rotordrehrichtung. Der Schlupf übersteigt 1, das Bremsmoment ist sehr hoch. Die gesamte kinetische und aus dem Netz aufgenommene Energie wird als Wärme vernichtet. Ein Drehzahlwächter ist zwingend nötig.

Was passiert beim generatorischen Betrieb eines Asynchronmotors am Standard-Frequenzumrichter ohne Bremswiderstand?

  • a) Die Motortemperatur steigt sprunghaft an
  • b) Der Schlupf wird automatisch auf 0 geregelt
  • c) Die Netzspannung steigt durch die Rückspeisung an
  • d) Der Umrichter schaltet auf Störung ab, weil die Zwischenkreisspannung unzulässig ansteigt

Richtig: d)

Ohne Netzrückspeisung und ohne Bremswiderstand fließt die generatorisch erzeugte Energie in den Zwischenkreis. Die Zwischenkreisspannung steigt über den Grenzwert, der Umrichter löst einen Überspannungsfehler aus und schaltet ab.

Ein Asynchronmotor soll nach dem Abschalten innerhalb von 2 Sekunden sicher stoppen. Die Last hat ein hohes Massenträgheitsmoment. Welches Verfahren ist am geeignetsten?

  • a) Auslaufen lassen ohne Bremsung
  • b) Nutzbremsung, weil sie am energieeffizientesten ist
  • c) Gleichstrombremsung wegen des sanften Bremsmoments
  • d) Gegenstrombremsung wegen des hohen Bremsmoments bei gleichzeitiger Sicherstellung einer Abschaltung durch den Drehzahlwächter

Richtig: d)

Bei hohem Massenträgheitsmoment und kurzer geforderter Bremszeit braucht man ein hohes Bremsmoment. Die Gegenstrombremsung liefert das — vorausgesetzt, ein Drehzahlwächter schaltet den Motor beim Erreichen des Stillstands ab. Gleichstrom- und Nutzbremsung liefern geringere Bremsmomente.

Warum ist ein mechanisches Haltemoment nach dem elektrischen Bremsvorgang oft noch erforderlich?

  • a) Weil elektrische Bremsen im Stillstand kein dauerhaftes Haltemoment erzeugen
  • b) Weil elektrische Bremsen nach dem Stillstand den Motor in Gegenrichtung antreiben
  • c) Weil die Motorwicklung im Stillstand keinen Strom führt
  • d) Weil die Netzspannung nach dem Bremsen zusammenbricht

Richtig: a)

Alle drei elektrischen Bremsverfahren erzeugen ihr Bremsmoment durch die Bewegung des Rotors relativ zum Magnetfeld. Bei Drehzahl Null entfällt dieser Effekt — es wirkt kein Haltemoment mehr. Soll eine Last (z. B. beim Kran) im Stillstand gesichert werden, ist eine mechanische Haltebremse notwendig.

Welches Bremsverfahren verursacht die höchste thermische Belastung des Motors?

  • a) Gegenstrombremsung
  • b) Nutzbremsung mit Bremswiderstand
  • c) Gleichstrombremsung
  • d) Alle drei Verfahren belasten den Motor thermisch gleich stark

Richtig: a)

Bei der Gegenstrombremsung wird sowohl die kinetische Energie der Last als auch elektrische Leistung aus dem Netz als Wärme im Motor vernichtet. Das ergibt die höchste thermische Belastung — deutlich mehr als bei Gleichstrom- oder Nutzbremsung.

Welche Komponente im Frequenzumrichter überwacht die Zwischenkreisspannung und schaltet den Bremswiderstand zu?

  • a) Der Motorschutzschalter
  • b) Der Bremschopper
  • c) Das Sanftanlaufgerät
  • d) Das Zeitrelais

Richtig: b)

Der Bremschopper (ein Transistorschalter im Umrichter) misst kontinuierlich die Zwischenkreisspannung. Überschreitet sie einen definierten Schwellwert, schaltet er den Bremswiderstand zu, der die Bremsenergie als Wärme vernichtet. So wird eine Überspannungsabschaltung des Umrichters verhindert.

Welche Aussage zum Bremsmoment bei der Gleichstrombremsung ist korrekt?

  • a) Das Bremsmoment bleibt über die gesamte Bremszeit konstant
  • b) Das Bremsmoment ist unabhängig von der Rotordrehzahl
  • c) Das Bremsmoment steigt mit abnehmender Drehzahl an
  • d) Das Bremsmoment nimmt mit sinkender Drehzahl ab, weil die Läuferinduktion sinkt

Richtig: d)

Das Bremsmoment entsteht durch in den Läuferstäben induzierte Spannungen und Ströme. Diese Induktion ist proportional zur Relativbewegung zwischen Läufer und Magnetfeld. Mit sinkender Drehzahl nimmt die Induktion ab — damit auch der Läuferstrom und das Bremsmoment. Der Motor „gleitet“ sanft in den Stillstand.

Ein Antrieb soll nach dem Stoppen in der Gegenrichtung wieder anlaufen (Reversierung). Welches Bremsverfahren ist dafür am besten nutzbar?

  • a) Gleichstrombremsung, weil sie am schonendsten ist
  • b) Alle Verfahren sind gleich gut für Reversierung geeignet
  • c) Gegenstrombremsung, weil das Drehfeld bereits in Gegenrichtung dreht und ein Wiederanlauf einfach möglich ist
  • d) Nutzbremsung, weil Energie zurückgespeist wird

Richtig: c)

Bei der Gegenstrombremsung dreht das Ständerdrehfeld bereits in der Gegenrichtung. Nach dem Erreichen des Stillstands (Abschalten des Drehzahlwächters kann entfallen, wenn Gegenrichtungsanlauf erwünscht ist) beschleunigt der Motor sofort in die neue Richtung. Dieser Effekt wird bei Reversiersteuerungen gezielt genutzt.

Welche Aussage zur Nutzbremsung beim direkten Netzbetrieb (ohne Frequenzumrichter) ist richtig?

  • a) Nutzbremsung ist nur mit Frequenzumrichter möglich
  • b) Nutzbremsung tritt beim Netzbetrieb nicht auf
  • c) Der Motor muss aktiv auf Generatorbetrieb umgeschaltet werden
  • d) Wenn der Rotor durch eine äußere Last über die Synchrondrehzahl hinaus beschleunigt wird, arbeitet er automatisch generatorisch

Richtig: d)

Beim direkten Netzbetrieb ist keine aktive Schaltmaßnahme nötig. Sobald die Last den Rotor über n₀ beschleunigt (z. B. beim Kran während des Absenkens), wechselt der Motor automatisch in den generatorischen Bereich und bremst die Bewegung.

Ein Motor wird mittels Gegenstrombremsung gestoppt. Der Drehzahlwächter reagiert nicht — was ist die Folge?

  • a) Der Motor hält zuverlässig in seiner aktuellen Position
  • b) Der Motorschutzschalter löst sofort beim Phasentausch aus
  • c) Der Motor überhitzt sofort beim Erreichen des Stillstands
  • d) Der Motor läuft nach Erreichen des Stillstands in Gegenrichtung an

Richtig: d)

Nach dem Stillstand dreht das Drehfeld weiterhin in der (neuen) Gegenrichtung. Ohne Abschaltung durch den Drehzahlwächter beschleunigt der Motor in Gegenrichtung — was in den meisten Anwendungen unerwünscht und gefährlich ist.

Glossar

Massenträgheitsmoment
Maß dafür, wie stark ein rotierender Körper Änderungen seiner Drehbewegung widersetzt. Je größer das Massenträgheitsmoment, desto mehr Energie ist bei gleicher Drehzahl gespeichert (Einheit: kg·m²).
Gegenstrombremsung
Elektrisches Bremsverfahren beim Asynchronmotor, bei dem durch Tausch zweier Außenleiter das Ständerdrehfeld in die entgegengesetzte Richtung umgekehrt wird und damit ein starkes Bremsmoment erzeugt.
Schlupf
Relative Differenz zwischen der Synchrondrehzahl des Drehfelds und der tatsächlichen Rotordrehzahl. Im Motorbetrieb positiv (0 < s < 1), im generatorischen Betrieb negativ (s < 0), bei der Gegenstrombremsung größer als 1 (s > 1).
Synchrondrehzahl
Drehzahl des Ständerdrehfelds, die von Polzahl und Netzfrequenz bestimmt wird. Der Rotor eines Asynchronmotors dreht immer etwas langsamer (im Motorbetrieb) oder schneller (im Generatorbetrieb).
Nutzbremsung
Bremsverfahren, bei dem der Asynchronmotor durch Überschreiten der Synchrondrehzahl in den generatorischen Betrieb wechselt. Die kinetische Energie der Last wird in elektrische Energie umgewandelt.
Bremschopper
Transistorbasierter Schaltkreis im Frequenzumrichter, der bei Überschreiten eines Zwischenkreisspannungsgrenzwerts den Bremswiderstand zuschaltet und damit die generatorische Bremsenergie kontrolliert vernichtet.
Bremswiderstand
Ohmscher Widerstand, der bei nicht netzrückspeisefähigen Frequenzumrichtern die beim generatorischen Bremsen anfallende Energie als Wärme dissipiert. Wird über den Bremschopper gesteuert.
Zwischenkreisspannung
Gleichspannung im Gleichspannungs-Zwischenkreis eines Frequenzumrichters, die zwischen Gleichrichter und Wechselrichter liegt. Steigt beim generatorischen Bremsen ohne Rückspeisung an.
Gleichstrombremsung
Elektrisches Bremsverfahren, bei dem nach dem Abschalten des Wechselstroms ein Gleichstrom in den Ständer eingespeist wird. Das entstehende stehende Magnetfeld induziert im rotierenden Läufer Bremsströme.
Brückengleichrichter
Schaltung aus Dioden, die Wechselstrom in Gleichstrom umwandelt. Bei der Gleichstrombremsung wird damit der benötigte Gleichstrom aus dem Wechselstromnetz erzeugt.
Drehzahlwächter
Gerät, das die Rotordrehzahl überwacht und bei Erreichen des Stillstands (oder eines Schwellwerts) ein Schaltsignal gibt. Bei der Gegenstrombremsung zwingend erforderlich, um den Motor vor dem unerwünschten Anlauf in Gegenrichtung abzuschalten.
Auslaufverhalten
Verlauf der Drehzahlabnahme eines Motors nach dem Abschalten, bestimmt durch Massenträgheitsmoment der Last und vorhandene Reibungsverluste.
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