Logikgatter: AND, OR, NOT, NAND, NOR, XOR
Digitale Schaltungen kennen nur zwei Zustände — Spannung anliegend (HIGH, 1) oder keine Spannung (LOW, 0). Aus diesen zwei Werten baut jede SPS, jeder Mikrocontroller und jeder PC seine Entscheidungen zusammen. Die kleinsten Bausteine dieser Entscheidungen heißen Logikgatter. Sechs Grundtypen reichen aus, um jede beliebige logische Funktion zu beschreiben: AND, OR, NOT, NAND, NOR und XOR. Wer diese sechs sicher liest, versteht jede digitale Schaltung — vom einfachen Verriegelungsbaustein bis zum Logikkern eines Frequenzumrichters.
Vorwissen
- Boolesche Algebra
- Analoge und digitale Signale
Lernziele
Nach diesem Beitrag kannst du:
- die sechs Grundgatter AND, OR, NOT, NAND, NOR und XOR an ihrem Schaltsymbol nach IEC 60617 erkennen
- die Wahrheitstabellen aller sechs Gatter aus dem Kopf aufstellen
- die boolesche Funktion eines Logikgatters in Worten beschreiben
- erklären, warum NAND und NOR Universalgatter sind und in der Chipfertigung bevorzugt werden
- eine kombinierte Logikschaltung Schritt für Schritt auswerten und ihre boolesche Funktionsgleichung aufschreiben
1. Was ist ein Logikgatter?
Wenn ein Aufzug nur fahren darf, sobald die Tür geschlossen ist und ein Stockwerk gewählt wurde, ist das eine logische Entscheidung. Genau solche Entscheidungen treffen Logikgatter — elektronisch, in Millionen pro Sekunde.
Ein Logikgatter ist ein elektronisches Bauteil mit einem oder mehreren Eingängen und genau einem Ausgang. Eingänge und Ausgang kennen nur zwei Zustände: HIGH (Spannung anliegend, meist mit 1 oder TRUE bezeichnet) und LOW (keine Spannung, 0 oder FALSE). Welche Spannung als HIGH gilt, hängt von der Logikfamilie ab — im klassischen TTL-Bereich liegt HIGH bei etwa 5 V, in moderner CMOS-Logik typisch bei 3,3 V oder darunter. Spannungen dazwischen sind nicht definiert und führen zu unzuverlässigem Verhalten.
Was ein Gatter mit den Eingangssignalen macht, ist seine logische Verknüpfung. Dazu gehören die booleschen Operationen UND, ODER und NICHT, die mathematisch in der Booleschen Algebra beschrieben werden. Im Beitrag zum Thema findest du die theoretische Grundlage; hier geht es um die elektronische Umsetzung.
In Schaltplänen wird jedes Gatter durch ein eigenes Symbol dargestellt. In Österreich gilt die IEC 60617 als verbindliche Norm. Das Symbol ist immer ein Rechteck mit einem Kürzel im Inneren, das die Funktion angibt — z.B. „&“ für AND oder „≥1″ für OR. Daneben existiert noch die ältere amerikanische Form mit speziell geformten Bauteilsymbolen, die in importierten oder älteren Plänen auftaucht und die man als Techniker ebenfalls erkennen sollte.
Welche Aussage zum Eingangs- und Ausgangsverhalten eines Logikgatters ist korrekt?
- a) Ein Logikgatter hat einen oder mehrere Eingänge und genau einen Ausgang
- b) Die Anzahl der Eingänge entspricht immer der Anzahl der Ausgänge
- c) Ein Logikgatter hat genau einen Eingang und beliebig viele Ausgänge
- d) Ein Logikgatter hat beliebig viele Eingänge und beliebig viele Ausgänge
Richtig: a)
Ein Gatter verknüpft mehrere Eingangssignale zu EINEM Ausgangssignal — das ist die Definition. Ein Inverter hat genau einen Eingang, AND und OR meist zwei oder mehr, aber alle haben genau einen Ausgang.
Welche Spannung gilt typischerweise als HIGH-Pegel in einer CMOS-Schaltung mit 3,3-V-Versorgung?
- a) etwa 0 V
- b) etwa 1,5 V
- c) etwa 3,3 V
- d) etwa 5 V
Richtig: c)
In CMOS-Logik liegt HIGH nahe der Versorgungsspannung. Bei 3,3-V-CMOS sind das ca. 3,3 V (genauer: oberhalb von etwa 2,0 V werden Signale sicher als HIGH erkannt). 5 V wäre TTL, 0 V ist LOW, 1,5 V ist undefiniert.
In welcher Norm sind die in Österreich verbindlichen Schaltsymbole für Logikgatter festgelegt?
- a) ANSI Y32.14
- b) IEC 60617
- c) DIN 50049
- d) ÖNORM A 6240
Richtig: b)
Die IEC 60617 ist die international und in Österreich verbindliche Norm für grafische Schaltzeichen. Sie hat die früheren rein nationalen Symbole abgelöst. ANSI Y32.14 ist die amerikanische Form (die typischen D- und Schild-Formen).
2. UND-Gatter (AND)
Eine Maschine darf nur anlaufen, wenn die Schutztür geschlossen und der Hauptschalter eingeschaltet und der Start-Taster gedrückt ist. Drei Bedingungen, alle müssen gleichzeitig erfüllt sein — das ist eine UND-Verknüpfung.
Das UND-Gatter (englisch AND) liefert nur dann HIGH am Ausgang, wenn ALLE Eingänge HIGH sind. Sobald auch nur ein einziger Eingang LOW ist, fällt der Ausgang auf LOW. Mathematisch lässt sich die AND-Funktion in boolescher Notation als Multiplikation schreiben.
Y = A · B
- A, B … Eingangssignale (0 oder 1)
- Y … Ausgangssignal (0 oder 1)
Im Schaltsymbol nach IEC 60617 steht „&“ im Rechteck — das Zeichen für „und“.
Die Wahrheitstabelle zeigt alle möglichen Kombinationen der Eingänge mit dem zugehörigen Ausgangswert.
| A | B | Y = A · B |
|---|---|---|
| 0 | 0 | 0 |
| 0 | 1 | 0 |
| 1 | 0 | 0 |
| 1 | 1 | 1 |
Eine anschauliche Analogie zum UND-Gatter ist die Reihenschaltung von Schaltern: Strom fließt zum Verbraucher nur dann, wenn alle Schalter in der Reihe geschlossen sind. Fällt ein einziger Schalter aus, ist der Stromkreis unterbrochen.
Bei einem AND-Gatter mit drei Eingängen A, B, C liefert der Ausgang HIGH …
- a) sobald mindestens einer der Eingänge HIGH ist
- b) wenn genau zwei der drei Eingänge HIGH sind
- c) wenn alle drei Eingänge LOW sind
- d) wenn alle drei Eingänge HIGH sind
Richtig: d)
Beim AND müssen ALLE Eingänge HIGH sein, damit der Ausgang HIGH wird. Eine HIGH/HIGH/LOW-Kombination liefert noch LOW. Antwort a beschreibt OR-Verhalten, b und c sind keine korrekten AND-Bedingungen.
Welche Schalter-Analogie passt zum UND-Gatter?
- a) Reihenschaltung — alle Schalter müssen geschlossen sein
- b) Parallelschaltung — ein Schalter reicht
- c) Wechselschaltung mit zwei Schaltern
- d) Stern-Dreieck-Umschaltung
Richtig: a)
Reihenschaltung bedeutet: jeder Schalter unterbricht für sich allein den Stromkreis. Damit Strom fließt, müssen ALLE geschlossen sein — exakt das AND-Verhalten. Parallelschaltung wäre OR, Wechselschaltung entspricht XOR-Verhalten.
3. ODER-Gatter (OR)
Ein Warnsignal soll auslösen, sobald einer von mehreren Sensoren eine Störung meldet. Der Ausgang reagiert, sobald irgendein Eingang aktiv wird — das ist eine ODER-Verknüpfung.
Das ODER-Gatter (englisch OR) liefert HIGH am Ausgang, wenn mindestens ein Eingang HIGH ist. Nur wenn alle Eingänge LOW sind, ist der Ausgang LOW. Wichtig: Das logische ODER ist nicht ausschließend — auch wenn beide Eingänge HIGH sind, ist der Ausgang HIGH. Das exklusive „entweder-oder“ ist das XOR, dazu später.
Y = A + B
- A, B … Eingangssignale (0 oder 1)
- Y … Ausgangssignal (0 oder 1)
Im IEC-Symbol steht „≥1″ im Rechteck — „mindestens ein Eingang muss HIGH sein“.
| A | B | Y = A + B |
|---|---|---|
| 0 | 0 | 0 |
| 0 | 1 | 1 |
| 1 | 0 | 1 |
| 1 | 1 | 1 |
Die passende Schaltbild-Analogie ist die Parallelschaltung von Schaltern: Strom fließt, sobald irgendein Schalter geschlossen ist. Es genügt ein einziger geschlossener pfad.
Bei einem OR-Gatter mit zwei Eingängen A=1, B=1 ist der Ausgang …
- a) 0, weil das logische ODER zwischen beiden Eingängen ausschließend wirkt
- b) 1, weil mindestens ein Eingang HIGH ist
- c) undefiniert
- d) abhängig von der eingestellten Logikfamilie
Richtig: b)
Das logische OR ist nicht ausschließend. Y = 1, sobald mindestens ein Eingang HIGH ist — auch wenn beide HIGH sind. Das exklusive „entweder-oder“ leistet das XOR, nicht das OR.
Welches Symbol-Kürzel kennzeichnet ein OR-Gatter nach IEC 60617?
- a) &
- b) =1
- c) ≥1
- d) 1
Richtig: c)
„≥1″ steht für „mindestens ein Eingang aktiv“. „&“ ist AND, „=1″ ist XOR (genau ein Eingang aktiv), und „1″ alleine ohne Negationskreis ist der einfache Treiber (Signal unverändert weitergeben).
4. NICHT-Gatter (NOT / Inverter)
Manchmal braucht man genau das Gegenteil eines Signals: aus HIGH soll LOW werden und umgekehrt. Das macht der Inverter.
Das NICHT-Gatter (englisch NOT, auch Inverter) hat nur einen einzigen Eingang. Es kehrt das Signal um: HIGH wird zu LOW, LOW wird zu HIGH. Das IEC-Symbol ist ein Rechteck mit der „1″ — der „1″-Block alleine wäre ein Treiber, der das Signal unverändert weitergibt. Was den Inverter ausmacht, ist der kleine Negationskreis am Ausgang. Dieser Kreis wird im gesamten Themengebiet konsequent für „dieses Signal ist negiert“ verwendet — auch bei NAND und NOR taucht er wieder auf.
Y = nicht A
- A … Eingangssignal (0 oder 1)
- Y … Ausgangssignal (0 oder 1)
In der booleschen Schreibweise wird ein Qerstrich über A gesetzt (Y = Ā) oder das Zeichen „¬“ davorgestellt (Y = ¬A).
| A | Y = nicht A |
|---|---|
| 0 | 1 |
| 1 | 0 |
In der Praxis: Viele Sensoren liefern aktiv-LOW-Signale — sie ziehen den Ausgang auf 0 V, wenn etwas detektiert wird. Soll dieses Signal in einem System verarbeitet werden, das aktiv-HIGH erwartet, sorgt ein Inverter für die Umsetzung. Auch der Übergang von einem Öffner-Verhalten zu einem Schließer-Verhalten lässt sich elektronisch über einen Inverter abbilden.
Was ist der Unterschied zwischen einem Treiber (Block „1″ ohne Kreis) und einem Inverter (Block „1″ mit Kreis am Ausgang)?
- a) Der Treiber hat zwei Eingänge, der Inverter einen
- b) Der Treiber verstärkt das Signal, der Inverter dämpft es
- c) Beide bewirken dasselbe — der Kreis ist nur dekorativ
- d) Der Treiber gibt das Signal unverändert weiter, der Inverter kehrt es um
Richtig: d)
Der Negationskreis am Ausgang ist das entscheidende Merkmal — er kennzeichnet die Umkehr des Signals. Ohne Kreis liegt am Ausgang genau dasselbe wie am Eingang. Der Kreis ist nie dekorativ, er hat in jedem Schaltsymbol eine eindeutige Bedeutung.
Ein Sensor liefert aktiv-LOW, das SPS-Eingangssignal wird aber aktiv-HIGH erwartet. Welches Logikelement löst das Problem am einfachsten?
- a) ein AND-Gatter
- b) ein OR-Gatter
- c) ein NOT-Gatter (Inverter)
- d) ein XOR-Gatter
Richtig: c)
Der Inverter dreht den Pegel um — aus LOW (Sensor aktiv) wird HIGH, das die SPS erwartet. AND und OR ändern den Pegel nicht in dieser Form, XOR bräuchte ein zweites Referenzsignal.
5. NAND- und NOR-Gatter
Hinter jedem AND-Gatter steckt im Chip tatsächlich ein NAND, das anschließend invertiert wird. Warum bauen Chiphersteller scheinbar so umständlich? Weil es ihnen schaltungstechnisch das Leben deutlich leichter macht — und das hat einen sehr handfesten Grund.
Ein NAND-Gatter ist ein negiertes AND. Es liefert immer HIGH am Ausgang, AUSSER alle Eingänge sind HIGH — dann fällt der Ausgang auf LOW. Im Symbol ist es ein AND-Block mit einem Negationskreis am Ausgang.
Y = nicht (A · B)
- A, B … Eingangssignale (0 oder 1)
- Y … Ausgangssignal (0 oder 1)
Ein NOR-Gatter ist analog dazu ein negiertes OR. Es liefert HIGH am Ausgang nur dann, wenn ALLE Eingänge LOW sind. Sobald ein Eingang HIGH wird, fällt der Ausgang auf LOW. Im Symbol: OR-Block mit Negationskreis.
Y = nicht (A + B)
- A, B … Eingangssignale (0 oder 1)
- Y … Ausgangssignal (0 oder 1)
Die Wahrheitstabellen zeigen direkt das Komplement zu AND und OR:
| A | B | NAND = nicht (A·B) | NOR = nicht (A+B) |
|---|---|---|---|
| 0 | 0 | 1 | 1 |
| 0 | 1 | 1 | 0 |
| 1 | 0 | 1 | 0 |
| 1 | 1 | 0 | 0 |
Der schaltungstechnische Vorteil — der eigentliche Grund für die Verbreitung. In CMOS-Technik braucht ein NAND-Gatter mit zwei Eingängen nur 4 Transistoren. Ein AND-Gatter muss dagegen aus einem NAND plus einem nachgeschalteten Inverter aufgebaut werden — das sind 6 Transistoren. Beim NOR ist es ähnlich: NOR braucht 4 Transistoren, OR braucht 6. Über Milliarden Gatter pro Chip macht dieser Unterschied einen enormen Effekt auf Chipfläche, Stromverbrauch und Kosten. Genau deshalb sind NAND und NOR in der industriellen Fertigung von Logik-ICs dominierend — sie sind die billigsten und schnellsten Grundbausteine. Diese Eigenschaft ist auch der Schlüssel zum Universalgatter-Konzept im nächsten Kapitel.
In der Praxis: Viele Freigabe- und Verriegelungssignale werden als „Default-HIGH“ ausgeführt — im Ruhezustand liegt das Signal auf HIGH, ein Eingriff zieht es auf LOW. NAND und NOR liefern genau dieses Verhalten und sind deshalb in Sicherheitssignalpfaden und in Ruhestrom-Logiken häufig anzutreffen.
Wann liefert ein NOR-Gatter mit zwei Eingängen am Ausgang HIGH?
- a) wenn beide Eingänge HIGH sind
- b) wenn beide Eingänge LOW sind
- c) wenn genau ein Eingang HIGH ist
- d) immer
Richtig: b)
NOR = nicht (OR). OR is LOW nur, wenn beide Eingänge LOW sind — also liefert die Negation HIGH nur in diesem einen Fall. In allen anderen drei Kombinationen ist NOR = 0.
Warum benötigt ein NAND-Gatter in CMOS-Technik weniger Transistoren als ein AND-Gatter?
- a) AND muss als NAND mit nachgeschaltetem Inverter aufgebaut werden
- b) AND hat grundsätzlich mehr Eingänge als NAND
- c) AND benötigt zusätzlich eine Steuerlogik für den Pegel
- d) AND arbeitet mit doppelt so hoher Spannung
Richtig: a)
Ein CMOS-NAND mit zwei Eingängen kommt mit 4 Transistoren aus. AND ist dasselbe NAND, an dessen Ausgang noch ein Inverter hängt — also 4 + 2 = 6 Transistoren. Die Eingangszahl ist gleich, die Spannung ebenfalls.
Welche Aussage zur industriellen Bedeutung von NAND und NOR ist korrekt?
- a) Sie werden nur in Schulversuchen verwendet
- b) Sie sind besonders teuer und deshalb selten
- c) Sie kommen ausschließlich in Sicherheitsschaltgeräten vor
- d) Sie sind die häufigsten Grundbausteine integrierter Logikschaltungen
Richtig: d)
Wegen ihres geringeren Transistor-Aufwands sind NAND und NOR in der Massenfertigung dominierend. Moderne Mikroprozessoren bestehen zum großen Teil aus NAND-Strukturen. Antworten a–c widersprechen der industriellen Realität.
6. Exklusiv-ODER-Gatter (XOR)
„Soll der Toaster Brot oder Brötchen toasten?“ — diese Frage ist anders gemeint als das logische OR. Sie meint eins von beiden, aber nicht beides. Genau das macht das XOR.
Das Exklusiv-ODER-Gatter (englisch XOR, exclusive OR) liefert HIGH nur dann, wenn die Eingänge UNTERSCHIEDLICH sind. Sind beide HIGH oder beide LOW, ist der Ausgang LOW. Das XOR steht damit zwischen OR und AND und ist die natürliche Wahl, wenn es um Gleichheit oder Ungleichheit zweier Signale geht.
Y = A ⊕ B
- A, B … Eingangssignale (0 oder 1)
- Y … Ausgangssignal (0 oder 1)
Das IEC-Symbol ist ein Rechteck mit „=1″ — „genau ein Eingang muss HIGH sein“.
| A | B | Y = A ⊕ B |
|---|---|---|
| 0 | 0 | 0 |
| 0 | 1 | 1 |
| 1 | 0 | 1 |
| 1 | 1 | 0 |
In der Praxis: XOR wird überall dort eingesetzt, wo zwei Signale auf Gleichheit verglichen werden sollen. Stimmen sie überein, liefert das XOR 0 (kein Fehler). Sind sie verschieden, liefert es 1 (Abweichung erkannt). Auch in Halbaddierern stellt das XOR direkt das Summenbit dar. Eine alltägliche Parallele ist die Wechselschaltung im Wohnraum: zwei Schalter steuern dieselbe Lampe, und sie brennt, wenn die Schalter unterschiedlich stehen — genau das XOR-Verhalten.
Bei einem XOR-Gatter mit A = 1, B = 1 ist der Ausgang …
- a) 1, weil mindestens ein Eingang HIGH ist
- b) undefiniert
- c) abhängig vom internen Pegel des Bausteins
- d) 0, weil die Eingänge nicht unterschiedlich sind
Richtig: d)
XOR liefert HIGH nur bei unterschiedlichen Eingängen. Sind beide HIGH, ist die Bedingung nicht erfüllt, der Ausgang ist 0. Antwort a beschreibt OR-Verhalten — und genau diese Verwechslung ist der typische XOR-Fehler.
Welche Aussage trifft das XOR-Gatter am genauesten?
- a) Es liefert HIGH wenn alle Eingänge HIGH sind
- b) Es liefert HIGH wenn genau ein Eingang HIGH ist
- c) Es liefert HIGH wenn mindestens ein Eingang LOW ist
- d) Es liefert HIGH nur wenn alle Eingänge LOW sind
Richtig: b)
Für ein XOR mit zwei Eingängen heißt „genau einer HIGH“ gleichzeitig „die Eingänge sind unterschiedlich“. Antwort a beschreibt AND, c und d beschreiben weder XOR noch ein anderes klassisches Gatter exakt.
Ein Vergleicher soll zwei Bitsignale auf Gleichheit prüfen und bei Abweichung ein Fehlersignal ausgeben. Welches Logikgatter ist die einfachste Lösung?
- a) AND
- b) NOR
- c) OR
- d) XOR
Richtig: d)
XOR liefert genau bei unterschiedlichen Eingängen HIGH und wird deshalb klassisch als Ungleich-Detektor eingesetzt. Soll das Fehlersignal LOW bei Gleichheit sein und HIGH bei Abweichung, ist das XOR exakt richtig — bei Bedarf gefolgt von einem Inverter (XNOR), wenn das Signal umgekehrt benötigt wird.
7. Universalgatter und Schaltungen kombinieren
Mit NAND-Gattern allein lässt sich JEDE digitale Schaltung der Welt aufbauen. Das klingt übertrieben, ist aber tatsächlich so — und es ist der Grund, warum man in vielen integrierten Schaltkreisen fast nur NAND oder fast nur NOR findet.
NAND und NOR sind Universalgatter. Aus NAND alleine lassen sich AND, OR und NOT aufbauen — und damit jede andere logische Funktion. Dasselbe gilt für NOR. Konkret:
- NOT aus NAND: Beide Eingänge des NAND werden zusammengeschaltet. Liegt A an beiden Eingängen an, gilt Y = nicht (A · A) = nicht A.
- AND aus NAND: Ein NAND liefert nicht (A · B). Wird dieser Ausgang noch einmal durch ein NAND als Inverter geschickt, ergibt sich A · B — das ist ein AND.
- OR aus NAND: Beide Eingänge werden zuerst je durch einen NAND-Inverter geschickt, dann zusammengeführt über ein weiteres NAND. Das Ergebnis ist die OR-Funktion (nach den Regeln von De Morgan).
Das Universalgatter-Konzept hat zwei Folgen:
- In der Chipfertigung muss nur ein einziger Gatter-Typ in höchster Stückzahl produziert werden — moderne Mikroprozessoren bestehen aus Milliarden NAND- oder NOR-Strukturen. Das vereinfacht den Fertigungsprozess massiv und drückt die Kosten.
- Bei Reparatur und Diagnose alter Steuerungen reicht es, NAND oder NOR sicher zu beherrschen — jede andere Funktion lässt sich aus dem vorhandenen Baustein nachvollziehen.
Kombinierte Schaltungen lesen
Eine Schaltung mit mehreren Gattern wird Schritt für Schritt ausgewertet: von den Eingängen aus durch jedes Gatter, bis am Ende der Endausgang feststeht. Die boolesche Funktionsgleichung beschreibt das mathematisch.
Y = (A · B) + nicht C
- A, B, C … Eingangssignale (0 oder 1)
- Y … Ausgangssignal (0 oder 1)
In Worten: Y ist HIGH, wenn A und B beide HIGH sind ODER C LOW ist. Solche Gleichungen sind in der Praxis die kompakte Beschreibung jeder Verriegelungs- oder Freigabelogik.
Wie sich Eingangsänderungen bei allen sechs Gattern gleichzeitig auswirken, zeigt der folgende Rechner im direkten Nebeneinander — A und B umschalten und sehen, welcher Ausgang in welcher Kombination kippt.
In der Praxis: Die Reduktion auf ein einziges Gatter ist nicht nur Theorie — sie war historisch der Grund, warum die ersten erschwinglichen Mikroprozessoren überhaupt herstellbar wurden. Auch in heutiger Diagnose- und Wartungsarbeit ist das Konzept hilfreich: wer eine alte Logikbaugruppe mit unbekannten ICs vor sich hat, kann mit dem Wissen über Universalgatter die wahrscheinliche Funktion ableiten und gezielt nach typischen NAND- oder NOR-Strukturen suchen.
Gelöstes Beispiel
Eine Schaltung hat drei Eingänge A, B, C und einen Ausgang Y nach folgender Funktion:
Y = (A · B) + nicht C
Bestimme den Ausgang Y für A = 1, B = 0, C = 1.
Gegeben: A = 1, B = 0, C = 1
Gesucht: Y
Lösungsweg:
- Schritt 1 — UND-Verknüpfung von A und B:
A · B = 1 · 0 = 0 - Schritt 2 — NICHT von C:
nicht C = nicht 1 = 0 - Schritt 3 — ODER-Verknüpfung der beiden Zwischenergebnisse:
Y = 0 + 0 = 0
Ergebnis: Y = 0
Übungen
Bestimme Y für die Funktion Y = A · nicht B mit A = 1, B = 0.
nicht B = 1; Y = 1 · 1 = 1
Bestimme Y für die Funktion Y = nicht (A + B) mit A = 0, B = 0.
A + B = 0; nicht 0 = 1; Y = 1
Bestimme Y für die Funktion Y = (A · B) + (B · C) mit A = 1, B = 1, C = 0.
A · B = 1; B · C = 0; Y = 1 + 0 = 1
Erstelle die vollständige Wahrheitstabelle (vier Zeilen) für die Funktion Y = A ⊕ nicht B.
A = 0, B = 0 → nicht B = 1, Y = 0 ⊕ 1 = 1
A = 0, B = 1 → nicht B = 0, Y = 0 ⊕ 0 = 0
A = 1, B = 0 → nicht B = 1, Y = 1 ⊕ 1 = 0
A = 1, B = 1 → nicht B = 0, Y = 1 ⊕ 0 = 1
In einer Steuerung soll der Motor M1 anlaufen, wenn der Start-Taster S gedrückt ist UND die Schutztür T geschlossen ist, ODER wenn der Wartungsschalter W aktiviert ist. Schreibe die boolesche Funktionsgleichung für M1 mit den Signalen S, T und W.
M1 = (S · T) + W
Welche Aussage zu Universalgattern ist korrekt?
- a) AND und OR sind Universalgatter
- b) NOT und XOR sind Universalgatter
- c) NAND und NOR sind Universalgatter
- d) Nur das XOR ist ein Universalgatter
Richtig: c)
Universal heißt: aus diesem einen Gattertyp lassen sich alle anderen Logikfunktionen aufbauen. Das gilt für NAND und ebenso für NOR. AND, OR, NOT und XOR alleine sind dazu nicht in der Lage — z.B. lässt sich aus reinem AND niemals eine Negation erzeugen.
Wie baut man aus einem NAND-Gatter mit zwei Eingängen einen Inverter?
- a) Eingänge des NAND parallel zusammenschalten
- b) den Ausgang des NAND mit einem seiner Eingänge verbinden
- c) den NAND-Ausgang an einen externen Pull-Down-Widerstand legen
- d) zwei NAND-Gatter hintereinanderschalten
Richtig: a)
Werden beide Eingänge zusammengeschaltet, liegt an beiden derselbe Wert A. Y = nicht (A · A) = nicht A — die Inverter-Funktion. Antwort d würde das Signal sogar verdoppelt invertieren, also gar nichts ändern.
Abschlusstest
Aufgabe 1: Berechne den Ausgang Y der Funktion Y = nicht A · B für die Eingänge A = 0, B = 1.
Gegeben: A = 0, B = 1
Gesucht: Y
Lösungsweg:
- nicht A = nicht 0 = 1
- Y = 1 · 1 = 1
Ergebnis: Y = 1
Aufgabe 2: Berechne den Ausgang Y der Funktion Y = (A + B) · nicht C für die Eingänge A = 1, B = 0, C = 0.
Gegeben: A = 1, B = 0, C = 0
Gesucht: Y
Lösungsweg:
- A + B = 1 + 0 = 1
- nicht C = nicht 0 = 1
- Y = 1 · 1 = 1
Ergebnis: Y = 1
Aufgabe 3: Erstelle die vollständige Wahrheitstabelle für die Funktion Y = nicht (A · B) — das ist ein NAND mit zwei Eingängen.
Gegeben: zwei Eingänge A und B
Gesucht: alle vier Zeilen der Wahrheitstabelle
Lösungsweg:
- A = 0, B = 0 → A · B = 0 → nicht 0 = 1 → Y = 1
- A = 0, B = 1 → A · B = 0 → nicht 0 = 1 → Y = 1
- A = 1, B = 0 → A · B = 0 → nicht 0 = 1 → Y = 1
- A = 1, B = 1 → A · B = 1 → nicht 1 = 0 → Y = 0
Ergebnis: Y entspricht der NAND-Wahrheitstabelle.
Aufgabe 4: In einer Fördereinrichtung soll der Antrieb laufen, wenn der Sensor S Material erkennt UND die Sicherheitstür geschlossen ist (Signal T), aber nicht, wenn der Not-Halt N aktiviert wurde (Not-Halt-Signal N ist 1 im Ruhezustand, 0 im Notfall). Stelle die Funktionsgleichung für den Antrieb auf.
Gegeben: Signale S, T, N
Gesucht: Antrieb-Funktion M
Lösungsweg:
- Antrieb läuft wenn S=1 und T=1 und N=1.
Ergebnis: M = S · T · N
Aufgabe 5: Berechne den Ausgang Y der Funktion Y = A ⊕ B ⊕ C (dreifaches XOR) für A = 1, B = 1, C = 1.
Gegeben: A = 1, B = 1, C = 1
Gesucht: Y
Lösungsweg:
- A ⊕ B = 1 ⊕ 1 = 0
- 0 ⊕ C = 0 ⊕ 1 = 1
Ergebnis: Y = 1
Ein AND-Gatter mit drei Eingängen ist HIGH, wenn …
- a) mindestens ein Eingang HIGH ist
- b) alle drei Eingänge HIGH sind
- c) genau ein Eingang HIGH ist
- d) alle drei Eingänge LOW sind
Richtig: b)
AND verlangt, dass ALLE Eingänge HIGH sind — das gilt auch bei drei oder mehr Eingängen. Mindestens-einer wäre OR, genau-einer wäre XOR, alle-LOW wäre NOR.
Welche Boolesche Notation entspricht dem OR mit zwei Eingängen?
- a) Y = A · B
- b) Y = A + B
- c) Y = Ā
- d) Y = A ⊕ B
Richtig: b)
Das Pluszeichen steht in der Booleschen Algebra für ODER. Das Multiplikationszeichen ist AND, der Querstrich ist NOT, das ⊕ ist XOR.
Welches Gatter liefert HIGH am Ausgang, wenn beide Eingänge unterschiedlich sind, sonst LOW?
- a) XOR
- b) NOR
- c) NAND
- d) AND
Richtig: a)
Genau das ist die XOR-Definition: unterschiedliche Eingänge → HIGH. NAND und NOR sind die Negationen von AND und OR, AND ist nur bei beiden HIGH aktiv.
In welcher Form werden in Österreich Schaltsymbole für Logikgatter dargestellt?
- a) als Rechteck mit Funktionskürzel nach IEC 60617
- b) als spezielle Bauteilformen nach amerikanischer Norm
- c) als bunte Kreise mit Bezeichnung
- d) als Buchstaben in Klammern
Richtig: a)
Verbindlich ist die IEC 60617 mit Rechteck und Kürzel. Die amerikanische Form mit D- und Schild-Symbolen wird in importierten Plänen begegnet, ist aber nicht österreichische Norm.
Aus einem NAND-Gatter lässt sich ein NICHT-Gatter (Inverter) bauen, indem …
- a) ein Eingang fest auf LOW gelegt wird
- b) der Ausgang invertiert wird
- c) die Versorgungsspannung reduziert wird
- d) beide Eingänge zusammengeschaltet werden
Richtig: d)
Werden beide Eingänge zusammengeschaltet, liegt der Wert A doppelt am NAND. Y = nicht (A · A) = nicht A. Ein Eingang auf LOW würde Y dauerhaft auf 1 ziehen — das wäre kein Inverter mehr.
Welche Schaltsymbol-Beschriftung gehört zum NOR-Gatter?
- a) „&“ mit Kreis am Ausgang
- b) „1″ mit Kreis am Ausgang
- c) „≥1″ mit Kreis am Ausgang
- d) „=1″ ohne Kreis
Richtig: c)
NOR = OR mit Negation. OR ist „≥1″, die Negation wird durch den Kreis am Ausgang dargestellt. „&“ mit Kreis wäre NAND, „1″ mit Kreis ist NOT (Inverter), „=1″ wäre XOR.
Welche Aussage zur Beziehung zwischen AND und NAND in CMOS-Technik ist korrekt?
- a) AND und NAND benötigen exakt die gleiche Anzahl Transistoren
- b) NAND ist immer langsamer als AND
- c) AND wird intern als NAND mit nachgeschaltetem Inverter aufgebaut
- d) AND benötigt eine zusätzliche, eigene Versorgungsspannung
Richtig: c)
In CMOS ist das Grundgatter das NAND mit vier Transistoren. AND wird durch Anhängen eines Inverters (zwei weitere Transistoren) realisiert. Das macht AND aufwendiger und tendenziell minimal langsamer als das reine NAND — nicht umgekehrt.
Bei einem XOR-Gatter mit den Eingängen A = 0 und B = 0 ist der Ausgang …
- a) 1, weil beide Eingänge gleich sind
- b) 1, weil mindestens ein Eingang LOW ist
- c) 0, weil die Eingänge nicht unterschiedlich sind
- d) undefiniert, weil keine Spannung anliegt
Richtig: c)
XOR ist HIGH nur bei unterschiedlichen Eingängen. Sind beide LOW, sind sie gleich — also Y = 0. „Keine Spannung“ am Eingang ist ein definierter Zustand (LOW), nichts Undefiniertes.
Ein Reinraum hat zwei Schleusentüren T1 und T2, die nie gleichzeitig offen sein dürfen. Ein Warnsignal soll auslösen, sobald BEIDE Türen gleichzeitig offen sind (T1 = 1, T2 = 1). Welches Gatter erfüllt diese Bedingung am einfachsten?
- a) AND
- b) OR
- c) XOR
- d) NOR
Richtig: a)
„Beide gleichzeitig offen“ ist die klassische AND-Bedingung — Ausgang HIGH nur wenn T1 = 1 UND T2 = 1. OR würde schon bei einer offenen Tür auslösen, XOR würde ausgerechnet im kritischen Fall nicht reagieren, NOR wäre genau invertiert.
Welche Eingangskombination liefert beim NOR-Gatter HIGH am Ausgang?
- a) A = 1, B = 0
- b) A = 0, B = 0
- c) A = 1, B = 1
- d) A = 0, B = 1
Richtig: b)
NOR = nicht (A + B). Die einzige Kombination, bei der A + B = 0 ist, lautet A = 0 und B = 0. In allen anderen Fällen ist das OR HIGH und das NOR damit LOW.
Welche der folgenden Funktionsgleichungen beschreibt eine Verriegelung, bei der ein Motor M nur läuft, wenn der Start-Taster S gedrückt ist UND keine der beiden Störmeldungen F1 oder F2 aktiv ist?
- a) M = S · (F1 + F2)
- b) M = S + nicht F1 + nicht F2
- c) M = S ⊕ (F1 · F2)
- d) M = S · nicht F1 · nicht F2
Richtig: d)
„Start gedrückt“ als Bedingung → S muss HIGH sein (Multiplikation mit S). „Keine Störung aktiv“ → sowohl F1 als auch F2 müssen LOW sein, also nicht F1 = 1 und nicht F2 = 1. Alle drei Bedingungen UND-verknüpft → M = S · nicht F1 · nicht F2.
Glossar
- Logikgatter
- Elektronischer Grundbaustein mit einem oder mehreren binären Eingängen und einem binären Ausgang, der eine fest definierte logische Verknüpfung der Eingänge realisiert.
- HIGH / LOW
- Die zwei zulässigen Signalzustände in einer digitalen Schaltung. HIGH entspricht 1 (Spannung anliegend), LOW entspricht 0 (keine Spannung). Welche konkrete Spannung als HIGH gilt, hängt von der Logikfamilie ab.
- AND-Gatter
- Logikgatter, dessen Ausgang nur dann HIGH ist, wenn alle Eingänge HIGH sind. Boolesche Notation: Y = A · B.
- OR-Gatter
- Logikgatter, dessen Ausgang HIGH ist, sobald mindestens ein Eingang HIGH ist. Boolesche Notation: Y = A + B.
- NOT-Gatter (Inverter)
- Einfaches Gatter mit einem Eingang, das den Eingangszustand umkehrt: aus HIGH wird LOW und umgekehrt.
- NAND-Gatter
- Negiertes AND. Liefert LOW nur, wenn alle Eingänge HIGH sind, sonst HIGH. Im CMOS-Aufbau besonders einfach und deshalb das am häufigsten verbaute Logikgatter.
- NOR-Gatter
- Negiertes OR. Liefert HIGH nur, wenn alle Eingänge LOW sind.
- XOR-Gatter
- Exklusiv-ODER. Liefert HIGH nur, wenn die Eingänge unterschiedliche Zustände haben. Wird häufig als Vergleicher und in Halbaddierern eingesetzt.
- Universalgatter
- Gatter, aus dem sich alle anderen Logikfunktionen aufbauen lassen. NAND und NOR sind die beiden klassischen Universalgatter — der Grund, warum sie in der Chipfertigung dominieren.
- IEC 60617
- Internationale Norm für grafische Schaltzeichen, in Österreich verbindlich. Logikgatter werden darin als Rechteck mit Funktionskürzel im Inneren dargestellt.
- TTL / CMOS
- Zwei verbreitete Logikfamilien für digitale ICs. TTL arbeitet typisch mit 5 V Versorgungsspannung, CMOS oft mit 3,3 V oder weniger und benötigt deutlich geringeren Ruhestrom.
