PROFINET

In modernen Anlagen reden Steuerungen, Antriebe und Sensoren nicht mehr über ein eigenes, exotisches Feldbuskabel miteinander, sondern über dieselbe Technik, die auch im Büronetzwerk steckt: Ethernet. PROFINET ist der offene Industrial-Ethernet-Standard, der genau das möglich macht – Ethernet so erweitert, dass es den harten Anforderungen einer Maschine standhält. Wer heute eine SPS mit dezentralen Ein-/Ausgabebaugruppen oder Frequenzumrichtern verbindet, trifft in der Praxis fast zwangsläufig auf PROFINET.

Dieser Beitrag erklärt, was PROFINET ausmacht: warum man überhaupt Ethernet in die Anlage holt, welche Rollen die Geräte einnehmen, wie das Protokoll trotz Standard-Ethernet echtzeitfähig wird, wie Geräte adressiert werden und worauf es bei Verkabelung und Diagnose ankommt.

Vorwissen

  • Grundlagen industrieller Kommunikation
  • Ethernet-Grundlagen
  • Was ist eine SPS? Aufbau und Funktion

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • erklären, warum für PROFINET Standard-Ethernet als Basis dient und wo dessen Grenzen für die Automatisierung liegen
  • die drei Geräterollen IO-Controller, IO-Device und IO-Supervisor unterscheiden und ihre Aufgaben benennen
  • die Echtzeitklassen NRT, RT und IRT auseinanderhalten und jeweils ein passendes Einsatzgebiet nennen
  • beschreiben, wie ein PROFINET-Gerät seinen Gerätenamen und seine IP-Adresse erhält und welche Rolle die GSDML-Datei dabei spielt
  • die PROFINET-spezifischen Besonderheiten bei Verkabelung, Topologie und Diagnose erkennen

1. Was ist PROFINET und warum Ethernet in der Anlage?

PROFINET steht für „Process Field Network“ und ist der Industrial-Ethernet-Standard der Nutzerorganisation PROFIBUS & PROFINET International. Vereinfacht gesagt: Es nimmt das ganz normale Ethernet, das du aus dem Büronetz kennst, und macht es tauglich für die Steuerung von Maschinen.

Warum überhaupt Ethernet? Lange Zeit liefen Anlagen über klassische Feldbusse – serielle Systeme mit eigenen Kabeln, eigenen Steckern und begrenzter Datenrate. Der bekannteste Vertreter im deutschsprachigen Raum war PROFIBUS. Solche Feldbusse funktionieren zuverlässig, stoßen aber an Grenzen, wenn größere Datenmengen, höhere Geschwindigkeiten oder die Anbindung an übergeordnete IT-Systeme gefragt sind. (PROFIBUS wird in einem eigenen Beitrag behandelt – hier reicht, dass du ihn als seriellen Vorgänger einordnest.) Bei der Modernisierung einer bestehenden Anlage – einem sogenannten Retrofit – werden in der Praxis häufig die alten violetten PROFIBUS-Leitungen durch die grünen PROFINET-Leitungen ersetzt, etwa um die Anlage durchgängig bis ins firmeneigene Leitsystem anzubinden.

Ethernet bringt von Haus aus 100 Mbit/s oder mehr, ist weltweit verbreitet, günstig und lässt sich nahtlos mit der Bürowelt verbinden. Genau diese Durchgängigkeit von der Maschine bis zur Leitebene ist der große Vorteil.

Das Problem: Standard-Ethernet wurde nie für die Anlage entworfen. Es ist nicht deterministisch – das heißt, es garantiert nicht, dass ein Datenpaket in einer fest vorhersagbaren Zeit ankommt. Im Büro stört es niemanden, wenn eine E-Mail eine Zehntelsekunde später eintrifft. Bei einer Maschine, die im Millisekundentakt Achsen koordiniert, ist eine unvorhersehbare Verzögerung dagegen ein echtes Problem. Dazu kommen industrielle Anforderungen wie Robustheit gegen elektromagnetische Störungen, Vibration und Temperatur.

PROFINET schließt diese Lücke. Es behält die Ethernet-Hardware bei – Switches, RJ45, Standard-Netzwerkkarten – ergänzt aber ein Echtzeitkonzept und ein klares Rollenmodell, damit Determinismus und Robustheit entstehen. Man kann sich PROFINET als ein Regelwerk vorstellen, das auf der vorhandenen Ethernet-Infrastruktur aufsetzt, statt sie zu ersetzen.

Worin liegt der zentrale Grund, warum Standard-Ethernet ohne Erweiterung für die Maschinensteuerung problematisch ist?

  • a) Ethernet liefert keine vorhersagbare, garantierte Übertragungszeit
  • b) Die Datenrate von Ethernet ist für Anlagen grundsätzlich zu niedrig
  • c) Ethernet kann grundsätzlich keine binären Signale übertragen
  • d) Ethernet ist nicht mit Switches kompatibel

Richtig: a)

Erklärung: Richtig ist a. Standard-Ethernet ist nicht deterministisch – ein Frame kann mal schneller, mal langsamer ankommen, je nach Netzlast. Für zeitkritische Steuerungen ist das ungeeignet. b ist falsch, denn Ethernet bietet mit 100 Mbit/s reichlich Bandbreite. c ist sachlich falsch. d ist falsch – Switches sind sogar zentraler Bestandteil von Ethernet und PROFINET.

Welche Aussage beschreibt das Verhältnis von PROFINET zu Standard-Ethernet am treffendsten?

  • a) PROFINET ersetzt die Ethernet-Hardware vollständig durch eigene Bauteile
  • b) PROFINET ist ein völlig eigenständiges System ohne Bezug zu Ethernet
  • c) PROFINET ist lediglich ein anderer Name für PROFIBUS
  • d) PROFINET setzt auf Ethernet-Hardware auf und ergänzt ein Echtzeit- und Rollenkonzept

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. PROFINET nutzt die vorhandene Ethernet-Infrastruktur und erweitert sie um die für die Automatisierung nötigen Eigenschaften. a ist falsch, gerade die Hardware bleibt. b widerspricht dem Grundprinzip. c ist falsch – PROFIBUS is der serielle Vorgänger, nicht dasselbe.

2. Geräterollen und Kommunikationsbeziehungen

Bei PROFINET hat jedes Gerät eine klar definierte Rolle. Es gibt drei davon, und wer sie versteht, hat das halbe System verstanden.

Der IO-Controller ist der aktive Teilnehmer, der den Datenaustausch steuert. In der Praxis ist das fast immer die SPS. Er fordert Eingangsdaten an und gibt Ausgangsdaten vor – er ist der Dirigent.

Das IO-Device ist ein dezentrales Feldgerät: eine Ein-/Ausgabebaugruppe, ein Antrieb, ein Sensor- oder Aktorblock. Es liefert dem Controller seine Eingangswerte und setzt dessen Ausgangsbefehle um. Ein Netzwerk hat meist einen Controller und viele Devices.

Der IO-Supervisor ist ein Programmiergerät oder PC, der zur Inbetriebnahme, Parametrierung und Diagnose verwendet wird. Er greift nicht in den laufenden Steuerungsbetrieb ein, sondern beobachtet und konfiguriert. Typisch ist das der Laptop mit dem Engineering-Tool.

Damit Controller und Device überhaupt geordnet Daten tauschen, wird beim Anlauf eine logische Verbindung aufgebaut. Diese Gesamtbeziehung heißt Application Relation (AR). Innerhalb einer AR gibt es eine oder mehrere Communication Relations (CR) – das sind die einzelnen „Kanäle“ für bestimmte Datenarten. Man unterscheidet dabei vor allem zwei Datenflüsse:

Der zyklische Datenaustausch läuft ununterbrochen im festen Takt. Hier wandern die Prozessdaten – Eingänge und Ausgänge – ständig hin und her, ohne dass jedes Mal eine neue Anforderung nötig wäre. Das ist das Herz der Steuerung.

Der azyklische Datenaustausch geschieht nur bei Bedarf: Parameter schreiben, Diagnosedaten abrufen, einen Datensatz lesen. Diese Daten sind nicht zeitkritisch und werden bei Gelegenheit übertragen.

IO-Controller SPS (Dirigent) PROFINET-Netz IO-Device E/A-Baugruppe IO-Device Antrieb / FU IO-Device Sensorblock IO-Supervisor PG/PC, Diagnose nur Konfig./Diagnose zyklische Prozessdaten

Welche Rolle übernimmt in einem typischen PROFINET-Netzwerk die SPS?

  • a) IO-Device
  • b) IO-Supervisor
  • c) IO-Controller
  • d) Sie hat im PROFINET keine eigene Rolle

Richtig: c)

Erklärung: Richtig ist c. Die SPS ist als aktiver Teilnehmer der IO-Controller, der den zyklischen Datenaustausch steuert. a ist falsch, IO-Devices sind die dezentralen Feldgeräte. b ist falsch, der Supervisor ist das PG/PC für Diagnose. d ist sachlich falsch.

Ein Inbetriebnehmer schließt seinen Laptop mit dem Engineering-Tool an, um die Anlage zu parametrieren und zu beobachten. Welche Rolle nimmt der Laptop ein, und welche Folge hat sein Abziehen?

  • a) IO-Supervisor; der zyklische Datenaustausch zwischen Controller und Devices läuft danach weiter
  • b) IO-Controller; ohne ihn bricht der Prozessdatenverkehr ab
  • c) IO-Device; nach dem Abziehen fehlt ein Eingangssignal
  • d) IO-Controller; nach dem Abziehen übernimmt ein Device die Steuerung

Richtig: a)

Erklärung: Richtig ist a. Der Laptop ist IO-Supervisor und greift nicht in den laufenden Steuerungsbetrieb ein – sein Abziehen stört den zyklischen Austausch nicht. b und d setzen ihn fälschlich als Controller, das ist die SPS. c stuft ihn falsch als prozessrelevantes Device ein.

Worin unterscheidet sich der zyklische vom azyklischen Datenaustausch?

  • a) Zyklische Daten werden nur bei Bedarf gesendet, azyklische ständig
  • b) Beide übertragen ausschließlich Diagnosedaten
  • c) Azyklische Daten sind immer zeitkritischer als zyklische
  • d) Zyklische Daten tragen Prozesswerte im festen Takt, azyklische übertragen Parameter und Diagnose bei Bedarf

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. Der zyklische Austausch transportiert die Prozessdaten ununterbrochen im Takt, der azyklische überträgt nicht zeitkritische Daten wie Parameter und Diagnose nur bei Bedarf. a vertauscht die Begriffe. b ist falsch. c kehrt die Zeitkritikalität um.

3. Echtzeitklassen: NRT, RT und IRT

PROFINET nutzt nicht für alle Daten denselben Weg. Je nachdem, wie zeitkritisch eine Information ist, kommt eine andere Übertragungsart zum Einsatz. Man unterscheidet drei Echtzeitklassen.

NRT (Non-Real-Time) is der gewöhnliche TCP/IP-Verkehr. Hierüber laufen alle unkritischen Daten: Parametrieren, Diagnose abrufen, Zugriff auf den Webserver eines Geräts, Datenaustausch mit übergeordneten Systemen. Der vollständige TCP/IP-Stack sorgt für gesicherte Übertragung, kostet aber Zeit und ist nicht determiniert. Für Aufgaben im Bereich von einigen hundert Millisekunden völlig ausreichend.

RT (Real-Time) ist der Standard-Echtzeitkanal für die Prozessdaten. Der Trick: Die Frames laufen nicht durch den schwerfälligen TCP/IP-Stack, sondern werden direkt auf Ethernet-Ebene mit einer eigenen Kennung priorisiert behandelt. Dadurch fällt der Overhead weg und die Daten kommen schneller und planbarer an. RT deckt den Großteil der typischen Steuerungsaufgaben ab, mit Zykluszeiten im Bereich weniger Millisekunden.

IRT (Isochronous Real-Time) ist die höchste Klasse und wird gebraucht, wenn es auf Takt-Synchronität ankommt – etwa bei Motion Control, wo mehrere Achsen exakt im Gleichschritt fahren müssen. Hier wird der Sendezyklus fest in Zeitabschnitte unterteilt: Ein reservierter Bereich ist ausschließlich für die hochpräzisen IRT-Frames vorgesehen, der übrige Bereich bleibt für RT- und NRT-Verkehr offen. Dadurch entsteht echte Isochronität – die Daten kommen nicht nur schnell, sondern zu einem exakt vorhersagbaren Zeitpunkt. IRT erreicht Zykluszeiten von unter einer Millisekunde mit sehr geringem Jitter, erfordert aber spezielle Hardware in den Geräten.

Die Grundidee dahinter: Je deterministischer es sein muss, desto mehr weicht PROFINET vom „offenen“ Ethernet-Verhalten ab und reserviert feste Zeitfenster.

Ein PROFINET-Sendezyklus bei IRT Zeit t IRT-Bereich reserviert, isochron offener Bereich RT- und NRT-Verkehr (TCP/IP) Zyklusstart Zyklusende deterministisch bandbreitenabhängig

Eine Maschine steuert mehrere Servoachsen, die exakt im Gleichschritt verfahren müssen. Welche Echtzeitklasse ist hier angebracht?

  • a) NRT
  • b) RT
  • c) IRT
  • d) TCP/IP allein

Richtig: c)

Erklärung: Richtig ist c. Takt-synchrones Verfahren mehrerer Achsen (Motion Control) verlangt die Isochronität von IRT. a (NRT) ist für unkritische Daten gedacht. b (RT) reicht für viele Aufgaben, garantiert aber keine exakte Taktsynchronität mehrerer Achsen. d beschreibt genau den nicht-deterministischen Weg, der hier ungeeignet ist.

Warum ist RT schneller und planbarer als NRT, obwohl beide über dasselbe Ethernet laufen?

  • a) RT verwendet ein anderes Kabel als NRT
  • b) RT sendet mit höherer elektrischer Spannung
  • c) RT überträgt grundsätzlich weniger wichtige Daten
  • d) RT umgeht den vollständigen TCP/IP-Stack und nutzt priorisierte Ethernet-Frames

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. RT lässt den zeitraubenden TCP/IP-Stack weg und priorisiert die Frames direkt auf Ethernet-Ebene. a ist falsch, das Kabel ist dasselbe. b ist technischer Unsinn. c kehrt die Bedeutung um – RT trägt gerade die wichtigen Prozessdaten.

Was beschreibt die Aufteilung des Sendezyklus bei IRT am besten?

  • a) Ein reservierter Bereich trägt die isochronen IRT-Frames, ein offener Bereich bleibt für RT- und NRT-Verkehr
  • b) Der gesamte Zyklus ist für IRT-Frames reserviert, anderer Verkehr ist verboten
  • c) Der Zyklus wird zufällig zwischen allen Geräten aufgeteilt
  • d) IRT verzichtet vollständig auf eine Zeiteinteilung

Richtig: a)

Erklärung: Richtig ist a. Der Zyklus wird in einen reservierten, deterministischen Teil für IRT und einen offenen Teil für übrigen Verkehr unterteilt. b ist falsch, der offene Bereich bleibt nutzbar. c widerspricht dem deterministischen Prinzip. d ist das Gegenteil von IRT.

Für welche Aufgabe ist NRT typischerweise vorgesehen?

  • a) Hochpräzise Achssynchronisation
  • b) Zyklischer Prozessdatenaustausch im Millisekundentakt
  • c) Parametrieren und Diagnose über den Webserver eines Geräts
  • d) Übertragung sicherheitsgerichteter Not-Halt-Signale im harten Takt

Richtig: c)

Erklärung: Richtig ist c. NRT über TCP/IP ist für unkritische Aufgaben wie Parametrieren, Diagnose und Webserver-Zugriff gedacht. a verlangt IRT. b ist klassisches RT. d wäre eine zeitkritische Aufgabe, nicht NRT.

4. Adressierung und Gerätenamen

Damit Geräte sich im Netz finden, brauchen sie eine eindeutige Identität. PROFINET arbeitet dabei mit drei Ebenen, von denen eine die zentrale Besonderheit ist.

Die MAC-Adresse ist die fest eingebrannte Hardware-Adresse jeder Ethernet-Schnittstelle. Sie ist weltweit eindeutig und wird vom Hersteller vergeben – daran lässt sich nichts ändern.

Die IP-Adresse ist die logische Netzwerkadresse, über die TCP/IP-Kommunikation läuft. Bei PROFINET wird sie aber in der Regel nicht von Hand am Gerät eingestellt, sondern automatisch vom Controller zugewiesen.

Der eigentliche Schlüssel ist der PROFINET-Gerätename. Anders als bei reinem Ethernet identifiziert PROFINET seine Teilnehmer in erster Linie über einen eindeutigen Namen, nicht über die IP-Adresse. Dieser Name wird über das DCP (Discovery and Configuration Protocol) vergeben und im Gerät gespeichert. Der Ablauf beim Anlauf: Der IO-Controller sucht im Netz nach dem projektierten Gerätenamen, findet das passende Gerät, weist ihm anhand der Projektierung die IP-Adresse zu und baut die Kommunikation auf. Der Name ist also das, was Projektierung und reale Hardware verbindet – ein Gerät ohne korrekten Namen wird vom Controller schlicht nicht erkannt.

Genau hier kommt die GSDML-Datei ins Spiel. GSDML steht für „General Station Description Markup Language“. Es handelt sich um eine Gerätebeschreibungsdatei im XML-Format, die der Gerätehersteller mitliefert. Sie beschreibt maschinenlesbar alles, was das Engineering-System über das Gerät wissen muss: welche Module und Submodule es besitzt, welche Ein- und Ausgangsdaten es bereitstellt, welche Parameter einstellbar sind, welche Diagnosemöglichkeiten existieren und welche Echtzeitklassen unterstützt werden.

Zur eindeutigen Zuordnung enthält die GSDML Identifikationsnummern, vor allem die Vendor ID (Herstellerkennung) und die Device ID (Gerätekennung). Über diese beiden Nummern erkennt das Engineering-System zweifelsfrei, um welches Gerät es sich handelt.

Der praktische Ablauf bei der Projektierung sieht so aus: Man lädt die zum Gerät passende GSDML-Datei vom Hersteller herunter und importiert sie in das Engineering-Tool. Damit erscheint das Gerät im Hardware-Katalog des Tools und lässt sich per Drag-and-drop in die Anlagenkonfiguration ziehen, parametrieren und mit einem Gerätenamen versehen. Die GSDML ist damit das Bindeglied zwischen der realen Hardware und der Software-Projektierung – ohne sie kennt das Engineering-System das Gerät nicht.

In der Praxis: Beim Einbinden von Fremdgeräten scheitert die Inbetriebnahme erstaunlich oft nicht an der Verdrahtung, sondern an der GSDML. Typische Fallen: Es wird eine veraltete Version der Datei verwendet, die die tatsächliche Firmware des Geräts nicht abbildet, oder es fehlt die passende GSDML ganz, weil sie nicht vom Hersteller besorgt wurde. Wer vor der Inbetriebnahme prüft, dass die GSDML-Version zur Geräte-Firmware passt, erspart sich an der Maschine viel Sucherei.

Ein Feldgerät ist korrekt verdrahtet und hat eine gültige IP-Adresse, wird vom IO-Controller aber nicht in den Datenaustausch aufgenommen. Welche Ursache passt am besten zum PROFINET-Prinzip?

  • a) Die MAC-Adresse wurde falsch eingebrannt
  • b) Der projektierte PROFINET-Gerätename stimmt nicht mit dem im Gerät gespeicherten überein
  • c) Das Gerät hat zu viele Ausgänge
  • d) IP-Adressen sind bei PROFINET grundsätzlich verboten

Richtig: b)

Erklärung: Richtig ist b. PROFINET identifiziert Teilnehmer primär über den Gerätenamen – stimmt er nicht, läuft die Kommunikation trotz korrekter IP nicht an. a ist praktisch nicht veränderbar und unwahrscheinlich. c ist kein Verbindungsgrund. d ist falsch, IP-Adressen werden sehr wohl genutzt.

Wofür dienen Vendor ID und Device ID in der GSDML-Datei?

  • a) Sie legen die Übertragungsgeschwindigkeit des Geräts fest
  • b) Sie verschlüsseln die Prozessdaten
  • c) Sie identifizieren Hersteller und Gerätetyp eindeutig im Engineering-System
  • d) Sie bestimmen die Mantelfarbe der Leitung

Richtig: c)

Erklärung: Richtig ist c. Vendor ID und Device ID kennzeichnen eindeutig Hersteller und Gerätetyp, sodass das Engineering-System das Gerät zweifelsfrei zuordnet. a, b und d haben mit diesen Kennungen nichts zu tun.

Was beschreibt die Aufgabe der GSDML-Datei korrekt?

  • a) Sie ist die Firmware, die im Gerät ausgeführt wird
  • b) Sie ist eine XML-Gerätebeschreibung, die ins Engineering-Tool importiert wird und das Gerät dort bekannt macht
  • c) Sie speichert die zyklischen Prozessdaten während des Betriebs
  • d) Sie ersetzt die Verdrahtung zwischen Controller und Device

Richtig: b)

Erklärung: Richtig ist b. Die GSDML beschreibt das Gerät maschinenlesbar und wird in das Engineering-Tool importiert, damit es projektiert werden kann. a verwechselt sie mit Firmware. c ist falsch, Prozessdaten laufen im zyklischen Austausch. d ist sachlich unsinnig.

Warum scheitert die Inbetriebnahme von Fremdgeräten in der Praxis häufig an der GSDML?

  • a) Weil GSDML-Dateien grundsätzlich nicht für Fremdgeräte existieren
  • b) Weil GSDML-Dateien die IP-Adresse blockieren
  • c) Weil GSDML nur für IRT-Geräte zulässig ist
  • d) Weil eine veraltete oder fehlende GSDML-Version nicht zur tatsächlichen Geräte-Firmware passt

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. Eine GSDML-Version, die nicht zur Firmware passt, oder eine ganz fehlende Datei verhindert die korrekte Einbindung. a ist falsch, jeder Hersteller liefert GSDML. b und c sind erfunden.

5. Topologie, Verkabelung und Diagnose

Bei der physikalischen Verkabelung zeigen sich einige PROFINET-Besonderheiten, die in der Praxis über Erfolg oder Ärger entscheiden.

Auffällig ist zunächst, dass viele PROFINET-Geräte einen integrierten Switch mit zwei oder mehr Ports besitzen. Das ist der Grund, warum sich Geräte in der Anlage einfach hintereinander „durchschleifen“ lassen, ohne dass an jeder Station ein separater Switch im Schaltschrank stehen muss. Erst diese eingebauten Switches machen die in der Industrie so beliebte Linienverkabelung praktikabel – das Kabel geht von Gerät zu Gerät weiter. (Topologien als allgemeines Konzept gehören zu den Grundlagen industrieller Kommunikation; hier zählt die PROFINET-Eigenheit der integrierten Switches.)

Für hohe Verfügbarkeit lässt sich die Linie zu einem Ring schließen und mit Medienredundanz (MRP, Media Redundancy Protocol) absichern. Im Normalbetrieb ist der Ring an einer Stelle logisch aufgetrennt, sodass keine Schleife entsteht. Fällt eine Leitung oder ein Gerät aus, schaltet der sogenannte Redundanz-Manager den unterbrochenen Pfad in kurzer Zeit frei – die Kommunikation läuft über den anderen Weg weiter. So übersteht die Anlage einen einzelnen Leitungsbruch ohne Stillstand.

Bei den Leitungen und Steckern gelten klare Vorgaben. PROFINET-Leitungen sind üblicherweise an ihrer grünen Mantelfarbe erkennbar. Je nach Verlegung unterscheidet man Typen:

Leitungstyp Einsatz
Typ A feste Verlegung, keine Bewegung
Typ B gelegentliche Bewegung, flexible Verlegung
Typ C dauerhafte Bewegung, Schleppkette und Roboter

Bei den Steckverbindern trifft man im Wesentlichen auf zwei Bauformen: RJ45 wird im geschützten Schaltschrankbereich (IP20) eingesetzt, während im Feld unter rauen Bedingungen der robustere M12-Steckverbinder verwendet wird. Hier ist die Codierung entscheidend – D-codierte M12-Stecker für die üblichen 100-Mbit/s-Verbindungen, X-codierte M12-Stecker für High-Speed-Anwendungen mit höherer Datenrate.

Für die Diagnose bietet PROFINET mehrere Ebenen. An den Geräten geben LEDs schon vor Ort Auskunft über Verbindungs- und Fehlerzustände. Viele Geräte haben einen integrierten Webserver, den man im Browser aufruft, um Status und Diagnosedaten zu sehen. Im Engineering-Tool selbst lassen sich Diagnosemeldungen zentral auswerten – ein ausgefallenes Modul oder ein gestörter Kanal wird dort gemeldet und lässt sich gezielt eingrenzen.

In der Praxis: Ein Klassiker bei der Fehlersuche ist die falsche Steckercodierung oder der falsche Leitungstyp. Wird zum Beispiel in einer Schleppkette eine starre Typ-A-Leitung statt einer beweglichen Typ-C-Leitung verlegt, bricht der Mantel nach einigen tausend Bewegungszyklen, und es kommt zu sporadischen Verbindungsabbrüchen, die sich nur schwer einkreisen lassen. Ähnlich tückisch: ein D-codierter Stecker, wo ein X-codierter hingehört. Wer beim Aufbau auf den richtigen Leitungstyp und die passende Codierung achtet, vermeidet genau diese schwer auffindbaren Aussetzer.

Warum lässt sich bei PROFINET eine Linienverkabelung ohne separaten Switch pro Station realisieren?

  • a) Weil PROFINET grundsätzlich ohne Switches auskommt
  • b) Weil viele Feldgeräte einen Switch bereits integriert haben
  • c) Weil die SPS alle Geräte direkt sternförmig verbindet
  • d) Weil die grüne Leitung das Signal automatisch verteilt

Richtig: b)

Erklärung: Richtig ist b. Der in vielen Geräten integrierte Switch erlaubt das Durchschleifen des Kabels von Gerät zu Gerät. a ist falsch, Switches sind nötig – sie stecken nur im Gerät. c beschreibt eine reine Sterntopologie. d ist technischer Unsinn.

In einer Roboteranwendung mit ständig bewegter Schleppkette treten nach einigen Monaten sporadische Verbindungsabbrüche auf. Welche Ursache ist am wahrscheinlichsten?

  • a) Es wurde eine X-codierte statt D-codierte Steckverbindung verwendet
  • b) Die IP-Adresse des Geräts ist falsch
  • c) Der integrierte Switch unterstützt kein MRP
  • d) Es wurde eine Typ-A-Leitung statt einer Typ-C-Leitung verlegt

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. Typ A ist für feste Verlegung; in der Schleppkette versagt sie mechanisch und führt zu sporadischen Abbrüchen. Typ C ist für dauerhafte Bewegung. a betrifft die Datenrate, nicht die Mechanik. b würde gar keine Verbindung zulassen, nicht sporadische Abbrüche. c hat mit dem Kabelbruch nichts zu tun.

Wie sichert MRP die Kommunikation in einem PROFINET-Ring ab?

  • a) Es trennt den Ring im Normalbetrieb logisch auf und gibt bei Ausfall den anderen Pfad frei
  • b) Es verdoppelt die Übertragungsgeschwindigkeit
  • c) Es verschlüsselt die Prozessdaten gegen Manipulation
  • d) Es ersetzt die GSDML-Datei im laufenden Betrieb

Richtig: a)

Erklärung: Richtig ist a. Im Normalbetrieb ist der Ring logisch offen; fällt ein Pfad aus, schaltet der Redundanz-Manager den Ersatzweg frei. b, c und d beschreiben Funktionen, die nichts mit Medienredundanz zu tun haben.

Welche Steckverbindung ist typisch für den geschützten Schaltschrankbereich, und welche für das raue Feld?

  • a) M12 im Schaltschrank, RJ45 im Feld
  • b) RJ45 im Schaltschrank (IP20), M12 im Feld
  • c) Beide Bereiche nutzen ausschließlich RJ45
  • d) Beide Bereiche nutzen ausschließlich X-codierte M12

Richtig: b)

Erklärung: Richtig ist b. RJ45 ist im geschützten IP20-Bereich üblich, der robuste M12 im Feld. a vertauscht die beiden. c und d verkennen, dass je nach Umgebung unterschiedliche Bauformen sinnvoll sind.

Abschlusstest

Frage 1: Welche Eigenschaft fehlt dem Standard-Ethernet und wird von PROFINET ergänzt, damit es für die Steuerung taugt?

  • a) Determinismus, also planbare Übertragungszeiten
  • b) Eine ausreichende Datenrate
  • c) Die Fähigkeit, Switches zu verwenden
  • d) Eine MAC-Adresse je Gerät

Richtig: a)

Erklärung: Richtig ist a. Standard-Ethernet ist nicht deterministisch; PROFINET ergänzt das Echtzeitkonzept. b hat Ethernet bereits. c und d sind ohnehin vorhanden.

Frage 2: Ein Frequenzumrichter wird über PROFINET an die SPS angebunden. Welche Rolle hat der Umrichter?

  • a) IO-Controller
  • b) IO-Supervisor
  • c) IO-Device
  • d) Redundanz-Manager

Richtig: c)

Erklärung: Richtig ist c. Der Umrichter ist ein dezentrales Feldgerät und damit IO-Device. a ist die SPS, b das PG/PC, d eine Funktion im MRP-Ring.

Frage 3: Welche der folgenden Aufgaben läuft typischerweise über NRT (TCP/IP)?

  • a) Taktsynchrone Achsregelung
  • b) Zyklischer Austausch der Prozessdaten
  • c) Übertragung der hochpräzisen IRT-Frames
  • d) Abruf von Diagnosedaten über den Webserver eines Geräts

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. Diagnose und Webserver-Zugriff sind unkritisch und laufen über NRT. a verlangt IRT, b ist RT, c ist per Definition IRT.

Frage 4: Was passiert beim Anlauf über das DCP?

  • a) Die GSDML-Datei wird ins Gerät geladen
  • b) Die MAC-Adresse wird neu vergeben
  • c) Der Webserver wird deaktiviert
  • d) Der Controller sucht das Gerät über seinen Namen und weist ihm die IP-Adresse zu

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. Über DCP findet der Controller das Gerät anhand des Namens und weist die IP zu. a ist falsch, GSDML wird im Engineering-Tool verwendet. b ist nicht möglich. c ist erfunden.

Frage 5: Ein Gerät wird getauscht. Die Verdrahtung stimmt, die IP-Adresse passt, dennoch kommt keine Kommunikation zustande. Was ist die wahrscheinlichste Ursache?

  • a) Der neue Apparat hat nicht den projektierten Gerätenamen
  • b) Die Leitung ist grün statt blau
  • c) Das Gerät unterstützt kein TCP/IP
  • d) Der Switch im Schaltschrank ist falsch konfiguriert

Richtig: a)

Erklärung: Richtig ist a. Beim Tausch muss der Gerätename neu vergeben werden, sonst erkennt der Controller das Gerät nicht. b ist irrelevant (grün ist sogar korrekt). c ist unwahrscheinlich und würde NRT betreffen. d ist nicht zwingend nötig, da Geräte oft integrierte Switches haben.

Frage 6: Wofür ist die Echtzeitklasse RT vorgesehen?

  • a) Für den Großteil der Steuerungsaufgaben mit Prozessdaten im Millisekundenbereich
  • b) Ausschließlich für Diagnose und Parametrierung
  • c) Nur für taktsynchrone Motion-Control-Anwendungen
  • d) Für die Übertragung der GSDML-Datei

Richtig: a)

Erklärung: Richtig ist a. RT deckt die meisten Steuerungsaufgaben ab. b beschreibt NRT, c ist IRT, d ist Engineering-seitig und kein Echtzeitverkehr.

Frage 7: Welche Aussage zur GSDML-Datei ist korrekt?

  • a) Sie wird im laufenden Betrieb zyklisch übertragen
  • b) Sie ersetzt den Gerätenamen
  • c) Sie ist nur bei IRT erforderlich
  • d) Sie ist eine XML-Beschreibung mit Vendor ID und Device ID und wird ins Engineering-Tool importiert

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. Die GSDML beschreibt das Gerät, trägt Vendor und Device ID und wird projektierungsseitig importiert. a verwechselt sie mit Prozessdaten. b und c sind falsch.

Frage 8: In einem PROFINET-Ring soll ein einzelner Leitungsbruch nicht zum Stillstand führen. Welche Funktion sorgt dafür?

  • a) DCP
  • b) GSDML
  • c) MRP (Medienredundanz)
  • d) NRT

Richtig: c)

Erklärung: Richtig ist c. MRP hält den Ring redundant und schaltet bei Ausfall den Ersatzpfad frei. a ist die Namensvergabe, b die Gerätebeschreibung, d eine Echtzeitklasse.

Frage 9: Welche Steckercodierung wird bei M12 für die übliche 100-Mbit/s-PROFINET-Verbindung verwendet?

  • a) D-codiert
  • b) A-codiert
  • c) X-codiert
  • d) Z-codiert

Richtig: a)

Erklärung: Richtig ist a. D-codierte M12-Stecker sind für die üblichen 100-Mbit/s-Verbindungen vorgesehen. X-codiert (c) dient High-Speed mit höherer Datenrate. b ist für andere Anwendungen verbreitet, nicht für diese PROFINET-Datenverbindung. d existiert in diesem Zusammenhang nicht.

Frage 10: Welche Kombination beschreibt einen sinnvollen PROFINET-Aufbau?

  • a) Sterntopologie mit Typ-C-Leitung an fest montierten Schaltschrankgeräten
  • b) Ringtopologie ohne MRP für hohe Verfügbarkeit
  • c) Linientopologie über integrierte Switches mit Typ-A-Leitung bei fester Verlegung
  • d) Feldverkabelung mit RJ45 unter rauen Umgebungsbedingungen

Richtig: c)

Erklärung: Richtig ist c. Linie über integrierte Switches mit Typ A bei fester Verlegung ist stimmig. a verwendet unnötig die teure bewegliche Leitung am festen Ort. b widerspricht sich – ein Ring ohne MRP bringt keine Redundanz. d ist falsch, im rauen Feld gehört M12 statt RJ45 hin.

Frage 11: Warum identifiziert PROFINET seine Teilnehmer primär über den Gerätenamen statt über die IP-Adresse?

  • a) Weil IP-Adressen bei PROFINET technisch nicht möglich sind
  • b) Weil Gerätenamen schneller übertragen werden als IP-Adressen
  • c) Weil der Name als feste, projektierte Zuordnung den Gerätetausch und die eindeutige Erkennung erleichtert
  • d) Weil die MAC-Adresse dadurch entfällt

Richtig: c)

Erklärung: Richtig ist c. Der Gerätename ist die führende, projektierte Kennung; der Controller weist die IP erst auf dieser Basis zu, was Erkennung und Tausch ordnet. a ist falsch, IP wird genutzt. b ist kein Geschwindigkeitsthema. d ist falsch, die MAC bleibt bestehen.

Frage 12: Eine Anlage besteht aus dezentraler Peripherie und einfachen Antrieben ohne Anforderung an Achssynchronität. Welche Echtzeitklasse ist hier wirtschaftlich sinnvoll?

  • a) Zwingend IRT für alle Geräte
  • b) Nur NRT, da Prozessdaten unkritisch sind
  • c) Eine Mischung, bei der jedes Gerät zwingend IRT-fähig sein muss
  • d) RT, da es die Aufgaben abdeckt und keine Spezial-Hardware verlangt

Richtig: d)

Erklärung: Richtig ist d. RT genügt für solche Standardaufgaben und vermeidet den Mehraufwand von IRT. a und c verteuern ohne Nutzen. b ist falsch, denn Prozessdaten gehören in den Echtzeitkanal, nicht in NRT.

Glossar

PROFINET
Offener Industrial-Ethernet-Standard für die Automatisierung; setzt auf Standard-Ethernet auf und ergänzt Echtzeit- und Rollenkonzepte.
Determinismus
Eigenschaft eines Übertragungssystems, Daten in fest vorhersagbarer Zeit zuzustellen; Voraussetzung für zeitkritische Steuerung.
IO-Controller
Aktiver PROFINET-Teilnehmer, der den Datenaustausch steuert, meist die SPS.
IO-Device
Dezentrales Feldgerät am PROFINET, das Prozessdaten liefert und Befehle umsetzt.
IO-Supervisor
Programmiergerät oder PC zur Inbetriebnahme, Parametrierung und Diagnose, ohne Eingriff in den laufenden Steuerungsbetrieb.
Application Relation (AR)
Logische Gesamtbeziehung zwischen Controller und Device, die beim Anlauf aufgebaut wird.
Communication Relation (CR)
Einzelner Kommunikationskanal innerhalb einer AR für eine bestimmte Datenart.
NRT
Non-Real-Time; Datenverkehr über den vollständigen TCP/IP-Stack für unkritische Aufgaben wie Diagnose und Parametrieren.
RT
Real-Time; priorisierter Echtzeitverkehr auf Ethernet-Ebene ohne TCP/IP-Overhead für die meisten Prozessdaten.
IRT
Isochronous Real-Time; höchste Echtzeitklasse mit reserviertem Zeitfenster für taktsynchrone Anwendungen wie Motion Control.
DCP
Discovery and Configuration Protocol; vergibt und ermittelt Gerätenamen und IP-Adressen beim Anlauf.
PROFINET-Gerätename
Eindeutige führende Kennung eines Teilnehmers, über die PROFINET die Geräte primär identifiziert.
GSDML
General Station Description Markup Language; XML-Gerätebeschreibungsdatei des Herstellers, die ins Engineering-Tool importiert wird.
Vendor ID
Herstellerkennung in der GSDML zur eindeutigen Zuordnung eines Geräts.
Device ID
Gerätekennung in der GSDML zur eindeutigen Zuordnung des Gerätetyp.
MRP
Media Redundancy Protocol; sichert einen PROFINET-Ring gegen einen einzelnen Leitungs- oder Geräteausfall ab.
M12-Steckverbinder
Robuste, rundgeformte Steckverbindung für das raue Feld; D-codiert für 100 Mbit/s, X-codiert für High-Speed.

Scroll to Top