Festigkeitslehre: Spannung und Dehnung

Einleitungstext…

Ein Stahlträger trägt eine Maschine, eine Schraube hält ein Getriebe zusammen, eine Welle überträgt ein Drehmoment. In allen Fällen wirkt eine Kraft auf ein Bauteil — und die Frage ist immer dieselbe: Hält das? Verformt es sich zu stark? Bricht es?

Die Statik beantwortet, welche Kräfte überhaupt wirken und ob ein Bauteil im Gleichgewicht steht. Was dabei aber im Inneren des Werkstoffs passiert, bleibt offen. Genau hier setzt die Festigkeitslehre an. Sie ist das Teilgebiet der technischen Mechanik, das die innere Beanspruchung eines Bauteils mit den Eigenschaften des Werkstoffs zusammenbringt. Die zwei Größen, mit denen das gelingt, sind Spannung und Dehnung.

Vorwissen

  • Kraft, Masse, Beschleunigung
  • Kräfte: Darstellung, Zerlegung und Zusammensetzung
  • Gleichungen umstellen

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • erklären, warum die Statik allein für die Bauteilbeurteilung nicht ausreicht und was das Schnittprinzip leistet
  • die mechanische Spannung berechnen und Normalspannung von Schubspannung unterscheiden
  • die Dehnung als relative Längenänderung bestimmen und elastisches von plastischem Verhalten abgrenzen
  • mit dem Hooke’schen Gesetz und dem Elastizitätsmodul die Verlängerung eines belasteten Bauteils berechnen
  • einen berechneten Spannungswert grundsätzlich gegen die Belastbarkeit eines Werkstoffs einordnen

1. Von der äußeren Kraft zur inneren Beanspruchung

Stell dir einen Stab vor, an dem unten ein Gewicht hängt. Die Statik sagt dir: Die Zugkraft im Stab ist genauso groß wie die Gewichtskraft, sonst wäre kein Gleichgewicht. Das ist richtig, aber es sagt nichts darüber, ob der Stab diese Kraft auch aushält. Ein dünner Draht reißt unter einer Last, die einen dicken Bolzen nicht einmal beeindruckt — bei exakt gleicher äußerer Kraft.

Der Unterschied liegt im Inneren. Eine äußere Kraft erzeugt im Werkstoff innere Kräfte, die den Zusammenhalt des Materials beanspruchen. Um diese sichtbar zu machen, nutzt man das Schnittprinzip: Man denkt sich das Bauteil an einer Stelle durchgeschnitten und fragt, welche Kraft über die Schnittfläche übertragen werden muss, damit beide Teile im Gleichgewicht bleiben.

Schneidet man den belasteten Stab gedanklich quer durch, muss die innere Kraft in der Schnittfläche genau die äußere Last tragen. Diese innere Kraft verteilt sich über den gesamten Querschnitt — und damit sind wir beim Kern: Nicht die Kraft allein entscheidet, sondern wie sie sich auf die Fläche verteilt.

Je nach Richtung der Kraft relativ zum Bauteil unterscheidet man verschiedene Beanspruchungsarten — Zug, Druck, Biegung, Schub und Torsion. Diese Einteilung ist ein Thema für sich und wird gesondert behandelt. Für den Einstieg in Spannung und Dehnung genügt der einfachste Fall: ein Stab, der auf Zug belastet wird.

Schnittprinzip am Zugstab Bauteil mit äußerer Kraft F gedanklicher Schnitt innere Kraft F

Ein dünner Draht und ein dicker Bolzen werden mit exakt derselben Zugkraft belastet. Der Draht reißt, der Bolzen nicht. Worauf lässt sich das zurückführen?

  • a) Die gleiche Kraft verteilt sich im Draht auf eine kleinere Querschnittsfläche
  • b) Die innere Kraft im Draht ist größer als im Bolzen
  • c) Die Statik gilt für dünne Bauteile nicht
  • d) Im Bolzen entsteht keine innere Kraft

Richtig: a)

Nach dem Schnittprinzip is die innere Kraft in beiden Fällen gleich groß wie die äußere Kraft — Antwort b ist also falsch, ebenso d. Der Unterschied liegt in der Fläche, auf die sich diese Kraft verteilt: Beim Draht ist der Querschnitt klein, die Beanspruchung pro Flächeneinheit damit hoch. Antwort c ist Unsinn, die Statik gilt unabhängig von der Bauteilgröße.

Wozu dient das Schnittprinzip in der Festigkeitslehre?

  • a) Es berechnet das Gewicht eines Bauteils
  • b) Es zerlegt eine Kraft in ihre Komponenten
  • c) Es macht die inneren Kräfte in einer beliebigen Querschnittsfläche zugänglich
  • d) Es ersetzt die Gleichgewichtsbedingungen der Statik

Richtig: c)

Das Schnittprinzip legt einen gedachten Schnitt durch das Bauteil und fragt, welche innere Kraft über die Schnittfläche wirken muss, damit das freigeschnittene Teil im Gleichgewicht bleibt. So werden die inneren Kräfte rechnerisch fassbar. Es ersetzt die Statik nicht, sondern baut auf ihr auf.

2. Mechanische Spannung

Wenn die Verteilung der Kraft auf die Fläche entscheidet, dann braucht man eine Größe, die genau das beschreibt. Diese Größe ist die mechanische Spannung. Sie ist definiert als Kraft pro Fläche:

σ = F / A

  • σ … mechanische Spannung in N/mm²
  • F … Kraft in N
  • A … Querschnittsfläche in mm²

Das griechische Sigma σ steht dabei für die Normalspannung — also die Spannung, die entsteht, wenn die Kraft senkrecht (normal) auf der Schnittfläche steht. Genau das ist beim Zugstab der Fall: Die Kraft zieht in Längsrichtung, die Schnittfläche liegt quer dazu. Wirkt die Kraft dagegen in der Ebene der Schnittfläche, also parallel dazu, spricht man von Schubspannung und verwendet das Zeichen τ (Tau). Schub tritt zum Beispiel auf, wenn ein Bolzen quer abgesichert wird.

Normalspannung vs. Schubspannung Normalspannung σ F Kraft senkrecht zur Fläche Schubspannung τ F Kraft parallel zur Fläche

Die Einheit der Spannung ergibt sich direkt aus der Definition: Kraft in Newton geteilt durch Fläche in Quadratmillimeter, also N/mm². Genau hier liegt eine praktische Erleichterung, die man sich einprägen sollte: 1 N/mm² entspricht exakt 1 MPa (Megapascal). Beide Bezeichnungen meinen denselben Wert. In Werkstätten und Konstruktionsbüros wird im Maschinenbau fast durchgehend in N/mm² gerechnet, während Werkstoffdatenblätter und Normtabellen ihre Kennwerte oft in MPa angeben. Wer weiß, dass die beiden identisch sind, übernimmt einen Festigkeitswert aus dem Datenblatt direkt in seine Rechnung — ohne Umrechnen, ohne Stolperfalle.

Wichtig ist außerdem, immer den tatsächlich tragenden Querschnitt einzusetzen. Hat ein Stab eine Bohrung, zählt nur die verbleibende Fläche. Beim Vorzeichen gilt die Konvention: Zugspannung wird positiv, Druckspannung negativ gerechnet.

Gelöstes Beispiel

Ein Rundstab aus Stahl mit 16 mm Durchmesser wird mit einer Zugkraft von 20 kN belastet. Wie groß ist die Normalspannung?

Gegeben: F = 20 kN = 20000 N, d = 16 mm

Gesucht: σ in N/mm²

Lösungsweg:

  1. Querschnittsfläche berechnen:
    A = (π / 4) · d² = 0,7854 · (16 mm)² = 0,7854 · 256 mm² = 201,06 mm²
  2. Spannung berechnen:
    σ = F / A = 20000 N / 201,06 mm² = 99,47 N/mm²

Ergebnis: σ ≈ 99,5 N/mm² (entspricht 99,5 MPa)

Übungen

Ein Flachstab mit 30 mm × 8 mm Querschnitt wird mit 14 kN auf Zug belastet. Berechne die Normalspannung.

A = 30 · 8 = 240 mm²; σ = 14000 / 240 = 58,33 N/mm²

Welche Zugkraft darf ein Rundstab mit 10 mm Durchmesser aufnehmen, wenn die Spannung 120 N/mm² nicht überschreiten soll?

A = 0,7854 · 100 = 78,54 mm²; F = σ · A = 120 · 78,54 = 9425 N ≈ 9,4 kN

Ein quadratischer Pfeiler mit 40 mm Kantenlänge trägt eine Druckkraft von 64 kN. Wie groß ist die Druckspannung?

A = 40 · 40 = 1600 mm²; σ = -64000 / 1600 = -40 N/mm² (Druck, daher negativ)

Ein Zugstab soll bei einer Last von 25 kN höchstens mit 100 N/mm² beansprucht werden. Welcher Mindestquerschnitt ist nötig?

A = F / σ = 25000 / 100 = 250 mm²

Eine Lasche mit ursprünglich 20 mm × 6 mm Querschnitt hat eine Bohrung von 8 mm Durchmesser quer durch die Breite. Sie wird mit 9 kN auf Zug belastet. Berechne die Spannung im geschwächten Querschnitt.

Tragende Breite = 20 – 8 = 12 mm; A = 12 · 6 = 72 mm²; σ = 9000 / 72 = 125 N/mm²

Ein Datenblatt gibt die Streckgrenze eines Stahls mit 235 MPa an. Eine Berechnung liefert eine vorhandene Spannung von 180 N/mm². Wie sind die beiden Werte zueinander zu sehen?

  • a) MPa und N/mm² sind unterschiedliche Einheiten und müssen erst umgerechnet werden
  • b) 235 MPa entsprechen 235 N/mm², die vorhandene Spannung liegt darunter
  • c) 235 MPa entsprechen 2350 N/mm²
  • d) Die Werte sind nicht vergleichbar, weil Streckgrenze und Spannung verschiedene Größen sind

Richtig: b)

1 MPa ist exakt 1 N/mm², eine Umrechnung entfällt — Antwort a und c sind falsch. Beide Werte sind Spannungen in derselben Einheit und damit direkt vergleichbar. Die vorhandenen 180 N/mm² liegen unter den 235 N/mm², womit Antwort d ebenfalls ausscheidet.

Ein Rundstab überträgt eine Zugkraft. An welcher Stelle ist die Normalspannung am höchsten, wenn der Stab eine Querbohrung besitzt?

  • a) Im ungeschwächten Vollquerschnitt
  • b) Überall gleich, da die Kraft konstant ist
  • c) An der Einspannstelle, unabhängig von der Bohrung
  • d) Im durch die Bohrung verringerten Querschnitt

Richtig: d)

Die Spannung hängt von der tragenden Fläche ab. Im Bereich der Bohrung ist der Querschnitt verringert, dieselbe Kraft verteilt sich auf weniger Fläche, die Spannung steigt. Dass die Kraft konstant bleibt (Antwort b) ändert nichts daran, weil sich eben die Fläche ändert.

Welche Aussage zur Schubspannung τ ist korrekt?

  • a) Sie entsteht, wenn die Kraft senkrecht auf der Schnittfläche steht
  • b) Sie wird wie die Normalspannung mit σ bezeichnet
  • c) Sie tritt auf, wenn die Kraft in der Ebene der Schnittfläche wirkt
  • d) Sie kann nur bei Druckbelastung auftreten

Richtig: c)

Schubspannung entsteht durch eine Kraft parallel zur Schnittfläche, etwa beim Abscheren eines Bolzens — Antwort c trifft zu. Steht die Kraft senkrecht zur Fläche, ist es Normalspannung (a beschreibt also σ, nicht τ). Das Zeichen für Schub ist τ, nicht σ (b falsch), und mit der Belastungsart Zug oder Druck hat das nichts zu tun (d falsch).

3. Dehnung

Eine Kraft erzeugt nicht nur Spannung im Inneren, sie verformt das Bauteil auch. Ein Zugstab wird länger, ein gedrückter Pfeiler wird kürzer. Diese Verformung in Bezug auf die ursprüngliche Länge beschreibt die Dehnung:

ε = Δl / l₀

  • ε … Dehnung (dimensionslos)
  • Δl … Längenänderung in mm
  • l₀ … Ausgangslänge in mm

Das Epsilon ε setzt die Längenänderung Δl ins Verhältnis zur Ausgangslänge l₀. Weil hier Länge durch Länge geteilt wird, ist die Dehnung dimensionslos — sie hat keine Einheit. In der Praxis ist die Dehnung meist sehr klein, deshalb gibt man sie oft in Prozent (%) oder Promille (‰) an. Eine Dehnung von 0,001 entspricht 0,1 % oder 1 ‰.

Stab vor und nach Zugbelastung unbelastet l₀ unter Zugkraft F F l₀ Δl

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei Arten von Verformung. Solange das Bauteil nach dem Entlasten wieder in seine ursprüngliche Form zurückgeht, spricht man von elastischer Verformung. Überschreitet die Belastung eine Grenze, bleibt eine dauerhafte Verformung zurück — das nennt man plastische Verformung. Eine Schraube, die man überdreht und die danach gelängt bleibt, hat sich plastisch verformt. Für die normale Bauteilauslegung will man fast immer im elastischen Bereich bleiben.

Übrigens dehnt sich ein Zugstab nicht nur in Längsrichtung, er wird gleichzeitig etwas dünner. Diese seitliche Verformung heißt Querkontraktion. Für die Grundbetrachtung von Spannung und Dehnung steht aber die Längsdehnung im Vordergrund.

Gelöstes Beispiel

Ein 2 m langer Zugstab verlängert sich unter Last um 1,2 mm. Wie groß ist die Dehnung in Prozent?

Gegeben: l₀ = 2 m = 2000 mm, Δl = 1,2 mm

Gesucht: ε in %

Lösungsweg:

  1. Dehnung berechnen:
    ε = Δl / l₀ = 1,2 mm / 2000 mm = 0,0006
  2. in Prozent umrechnen:
    ε = 0,0006 · 100 % = 0,06 %

Ergebnis: ε = 0,06 % (entspricht 0,6 ‰)

Übungen

Ein 800 mm langer Draht wird um 0,4 mm gedehnt. Berechne die Dehnung.

ε = 0,4 / 800 = 0,0005 = 0,05 %

Ein Stab hat eine Dehnung von 0,002 bei einer Ausgangslänge von 1500 mm. Um wie viel mm hat er sich verlängert?

Δl = ε · l₀ = 0,002 · 1500 = 3 mm

Ein Bauteil verlängert sich von 600 mm auf 600,9 mm. Wie groß ist die Dehnung in Promille?

Δl = 0,9 mm; ε = 0,9 / 600 = 0,0015 = 1,5 ‰

Eine Dehnung von 0,12 % wird gemessen. Wie lang war der Stab ursprünglich, wenn er sich um 0,6 mm verlängert hat?

ε = 0,0012; l₀ = Δl / ε = 0,6 / 0,0012 = 500 mm

Ein 1,2 m langer Zuganker darf sich höchstens um 0,3 ‰ dehnen. Welche maximale Längenänderung in mm ist erlaubt?

ε = 0,0003; Δl = 0,0003 · 1200 = 0,36 mm

Zwei Stäbe verlängern sich beide um 1 mm. Stab A ist 500 mm lang, Stab B ist 2000 mm lang. Welche Aussage zur Dehnung stimmt?

  • a) Stab A hat die größere Dehnung
  • b) Beide Stäbe haben dieselbe Dehnung, weil Δl gleich ist
  • c) Stab B hat die größere Dehnung
  • d) Die Dehnung lässt sich ohne Kraftangabe nicht bestimmen

Richtig: a)

Dehnung ist Δl/l₀, also die Längenänderung bezogen auf die Ausgangslänge. Bei gleichem Δl von 1 mm ergibt der kürzere Stab A die größere Dehnung (1/500 = 0,002 gegenüber 1/2000 = 0,0005). Die Kraft braucht man dafür nicht — Δl und l₀ genügen, womit d ausscheidet.

Eine Schraube wird so stark angezogen, dass sie nach dem Lösen messbar länger ist als vorher. Wie nennt man dieses Verhalten?

  • a) Elastische Verformung
  • b) Querkontraktion
  • c) Normalspannung
  • d) Plastische Verformung

Richtig: d)

Eine bleibende Längenänderung nach dem Entlasten ist die Definition plastischer Verformung. Bei rein elastischer Verformung würde die Schraube ihre ursprüngliche Länge wieder annehmen (a falsch). Querkontraktion betrifft die Querrichtung, nicht die bleibende Längung (b falsch), und Normalspannung ist eine Spannung, keine Verformungsart (c falsch).

4. Hooke’sches Gesetz und Elastizitätsmodul

Spannung und Dehnung wurden bisher getrennt betrachtet. Im elastischen Bereich hängen sie aber direkt zusammen: Verdoppelt man die Spannung, verdoppelt sich auch die Dehnung. Dieser lineare Zusammenhang ist das Hooke’sche Gesetz:

σ = E · ε

  • σ … Spannung in N/mm²
  • E … Elastizitätsmodul in N/mm²
  • ε … Dehnung (dimensionslos)

Der Proportionalitätsfaktor E ist der Elastizitätsmodul, kurz E-Modul. Er ist eine Werkstoffkonstante und beschreibt, wie steif ein Material ist — also wie stark es einer Verformung widersteht. Ein hoher E-Modul bedeutet: Für eine bestimmte Dehnung braucht es eine hohe Spannung, das Material ist steif. Weil ε dimensionslos ist, hat der E-Modul dieselbe Einheit wie die Spannung, also N/mm².

Hier lohnt eine klare Abgrenzung, weil sie oft verwechselt wird: Der E-Modul beschreibt die Steifigkeit, nicht die Festigkeit. Steifigkeit sagt, wie sehr sich ein Bauteil unter Last verformt. Festigkeit sagt, ab welcher Belastung es versagt. Ein Material kann steif und trotzdem wenig fest sein — und umgekehrt.

WerkstoffE-Modul (ca.)
Stahl210 000 N/mm²
Aluminium70 000 N/mm²
Kupfer120 000 N/mm²

Diese Werte zeigen anschaulich: Aluminium verformt sich bei gleicher Spannung rund dreimal so stark wie Stahl, weil sein E-Modul nur etwa ein Drittel beträgt. Wie weit der lineare Zusammenhang nach Hooke gilt und was bei höherer Belastung passiert, zeigt das Spannungs-Dehnungs-Diagramm — das ist ein eigenes Thema und wird gesondert behandelt.

Hooke’scher Bereich: σ proportional zu ε ε σ Δε Δσ Steigung = E

Stellt man das Hooke’sche Gesetz mit den Definitionen von Spannung und Dehnung zusammen, ergibt sich eine sehr nützliche Formel für die Verlängerung eines belasteten Stabes:

Δl = (F · l₀) / (E · A)

  • Δl … Längenänderung in mm
  • F … Kraft in N
  • l₀ … Ausgangslänge in mm
  • E … Elastizitätsmodul in N/mm²
  • A … Querschnittsfläche in mm²

Gelöstes Beispiel

Ein Stahlstab (E = 210 000 N/mm²) mit 1,5 m Länge und 120 mm² Querschnitt wird mit 18 kN auf Zug belastet. Berechne Spannung, Dehnung und Verlängerung.

Gegeben: F = 18 kN = 18000 N, l₀ = 1500 mm, A = 120 mm², E = 210000 N/mm²

Gesucht: σ, ε, Δl

Lösungsweg:

  1. Spannung:
    σ = F / A = 18000 N / 120 mm² = 150 N/mm²
  2. Dehnung über Hooke:
    ε = σ / E = 150 / 210000 = 0,000714
  3. Verlängerung:
    Δl = ε · l₀ = 0,000714 · 1500 mm = 1,07 mm

Ergebnis: σ = 150 N/mm², ε ≈ 0,071 %, Δl ≈ 1,07 mm

Übungen

Eine Spannung von 84 N/mm² wirkt in einem Aluminiumstab (E = 70 000 N/mm²). Berechne die Dehnung.

ε = σ / E = 84 / 70000 = 0,0012 = 0,12 %

Welche Spannung herrscht in einem Stahlbauteil (E = 210 000 N/mm²), das eine Dehnung von 0,0005 aufweist?

σ = E · ε = 210000 · 0,0005 = 105 N/mm²

Ein 2 m langer Stahlstab (E = 210 000 N/mm², A = 150 mm²) wird mit 24 kN belastet. Berechne die Verlängerung.

Δl = F·l₀/(E·A) = 24000·2000/(210000·150) = 48 000 000 / 31 500 000 = 1,52 mm

Ein Kupferdraht (E = 120 000 N/mm²) von 5 m Länge und 4 mm² Querschnitt verlängert sich um 2 mm. Welche Kraft wirkt?

F = Δl·E·A/l₀ = 2·120000·4 / 5000 = 960000 / 5000 = 192 N

Ein Aluminiumstab (E = 70 000 N/mm²) und ein Stahlstab (E = 210 000 N/mm²) gleicher Länge und gleichen Querschnitts werden mit derselben Kraft belastet. Im Verhältnis wie stark verlängert sich der Aluminiumstab gegenüber dem Stahlstab?

Δl ist umgekehrt proportional zu E; 210000/70000 = 3; der Aluminiumstab verlängert sich dreimal so stark.

Ein Stahlstab und ein Aluminiumstab mit gleichem Querschnitt und gleicher Länge werden mit derselben Kraft auf Zug belastet. Was trifft zu?

  • a) Beide Stäbe verlängern sich gleich stark
  • b) Der Stahlstab verlängert sich stärker, weil Stahl fester ist
  • c) Der Aluminiumstab verlängert sich stärker, weil sein E-Modul kleiner ist
  • d) Der Aluminiumstab reißt zuerst

Richtig: c)

Bei gleicher Kraft und gleichem Querschnitt ist die Spannung in beiden Stäben identisch. Über ε = σ/E entscheidet dann der E-Modul: Aluminium hat mit rund 70 000 N/mm² den kleineren Wert und dehnt sich daher stärker. Festigkeit (Antwort b) spielt für die Verformung keine Rolle, und über ein Versagen (d) sagt die Aufgabe nichts aus.

Was beschreibt der Elastizitätsmodul eines Werkstoffs?

  • a) Den Widerstand gegen elastische Verformung, also die Steifigkeit
  • b) Die maximale Spannung bis zum Bruch
  • c) Die bleibende Dehnung nach dem Entlasten
  • d) Die Härte der Oberfläche

Richtig: a)

Der E-Modul ist the Proportionalitätsfaktor zwischen Spannung und Dehnung im elastischen Bereich und damit ein Maß für die Steifigkeit. Die maximale Spannung bis zum Bruch (b) ist die Festigkeit, eine andere Größe. Bleibende Dehnung (c) gehört zum plastischen Bereich, und Härte (d) ist eine eigenständige Werkstoffeigenschaft.

Ein Zuganker verlängert sich unter Last zu stark, obwohl die Spannung deutlich unter der zulässigen Grenze liegt. Welche Maßnahme verringert die Verlängerung am wirksamsten, ohne den Werkstoff zu wechseln?

  • a) Die Ausgangslänge vergrößern
  • b) Die Kraft erhöhen
  • c) Den E-Modul absenken
  • d) Den Querschnitt vergrößern

Richtig: d)

Nach Δl = F·l₀/(E·A) sinkt die Verlängerung, wenn der Querschnitt A steigt — bei gleichem Werkstoff bleibt E unverändert. Eine größere Ausgangslänge (a) erhöht Δl, eine höhere Kraft (b) ebenso. Den E-Modul absenken (c) würde die Verlängerung sogar vergrößern und ist ohne Werkstoffwechsel ohnehin nicht möglich.

5. Vom Spannungswert zur Bauteilbeurteilung

Jetzt schließt sich der Kreis. Wir können die Spannung in einem Bauteil berechnen, die Dehnung bestimmen und über den E-Modul die Verformung vorhersagen. Doch all das hat nur einen Zweck: zu beurteilen, ob ein Bauteil seiner Aufgabe gewachsen ist.

Der Grundgedanke ist einfach. Jeder Werkstoff erträgt nur eine bestimmte Spannung, bevor er sich dauerhaft verformt oder bricht. Diese Grenze liefert die Werkstoffprüfung. Die Beurteilung läuft dann auf einen Vergleich hinaus: Die im Bauteil vorhandene Spannung muss kleiner bleiben als die Spannung, die der Werkstoff sicher aushält. Bleibt sie klein genug, hält das Bauteil. Kommt sie der Werkstoffgrenze zu nahe, ist die Konstruktion gefährdet.

In der Praxis rechnet man dabei nicht bis an die absolute Grenze heran. Man hält bewusst einen Abstand ein, um Unsicherheiten bei Last, Werkstoff und Fertigung abzudecken. Wie groß dieser Abstand sein muss und wie man daraus eine zulässige Spannung ableitet, ist ein Thema für sich — Stichworte sind zulässige Spannung und Sicherheitsfaktor, die in einem eigenen Beitrag behandelt werden.

Damit hast du das Fundament gelegt: Spannung als Maß für die innere Beanspruchung, Dehnung als Maß für die Verformung, und das Hooke’sche Gesetz als Brücke dazwischen. Auf diesen drei Größen baut die gesamte Festigkeitsberechnung im Maschinenbau auf.

Worauf läuft die Beurteilung eines zugbelasteten Bauteils im Kern hinaus?

  • a) Auf den Vergleich der vorhandenen Spannung mit der vom Werkstoff ertragbaren Spannung
  • b) Auf die Messung der Querkontraktion
  • c) Auf die Bestimmung des E-Moduls
  • d) Auf die Berechnung der äußeren Kraft allein

Richtig: a)

Ob ein Bauteil hält, entscheidet sich daran, ob die vorhandene Spannung unter der Grenze bleibt, die der Werkstoff verträgt — das ist der Kern der Beurteilung. Die Querkontraktion (b) ist ein Nebeneffekt, der E-Modul (c) betrifft die Verformung, nicht das Versagen, und die äußere Kraft allein (d) sagt ohne Bezug zur Fläche und zur Werkstoffgrenze nichts über die Sicherheit aus.

Warum rechnet man in der Praxis nicht bis exakt an die Spannung heran, die ein Werkstoff maximal aushält?

  • a) Weil die Formeln dort nicht mehr gelten
  • b) Weil die Dehnung sonst negativ würde
  • c) Weil der E-Modul sich ändert
  • d) Um Unsicherheiten bei Last, Werkstoff und Fertigung abzudecken

Richtig: d)

Ein Sicherheitsabstand fängt ab, dass die reale Last höher ausfällt als angenommen, der Werkstoff streut oder die Fertigung Abweichungen mit sich bringt. Die Formeln gelten weiterhin (a falsch), die Dehnung wird durch einen Sicherheitsabstand nicht negativ (b falsch), und der E-Modul bleibt als Werkstoffkonstante unverändert (c falsch).

Abschlusstest

Aufgabe 1: Ein Rundstab aus Stahl mit 20 mm Durchmesser wird mit einer Zugkraft von 50 kN belastet.

Gegeben: F = 50000 N; d = 20 mm

Gesucht: σ in N/mm²

Lösungsweg:

A = 0,7854 · 20² = 314,16 mm²; σ = 50000 / 314,16

Ergebnis: σ ≈ 159,2 N/mm²

Aufgabe 2: Welchen Mindestdurchmesser braucht ein Rundstab, der mit 40 kN belastet wird, wenn die Spannung 120 N/mm² nicht überschreiten darf?

Gegeben: F = 40000 N; σ = 120 N/mm²

Gesucht: d in mm

Lösungsweg:

A = F/σ = 40000/120 = 333,3 mm²; d = √(4·A/π) = √(4·333,3/3,1416) = √424,4

Ergebnis: d ≈ 20,6 mm

Aufgabe 3: Ein 2,5 m langer Zugstab verlängert sich unter Last um 2 mm. Berechne die Dehnung in Promille.

Gegeben: l₀ = 2500 mm; Δl = 2 mm

Gesucht: ε in ‰

Lösungsweg:

ε = 2/2500 = 0,0008 = 0,8 ‰

Ergebnis: ε = 0,8 ‰

Aufgabe 4: Ein Bauteil mit einer Dehnung von 0,0006 besteht aus Stahl (E = 210 000 N/mm²). Welche Spannung herrscht?

Gegeben: ε = 0,0006; E = 210000 N/mm²

Gesucht: σ in N/mm²

Lösungsweg:

σ = E·ε = 210000 · 0,0006

Ergebnis: σ = 126 N/mm²

Aufgabe 5: Ein Stahlstab (E = 210 000 N/mm²) mit 1 m Länge und 200 mm² Querschnitt wird mit 30 kN belastet. Berechne die Verlängerung.

Gegeben: F = 30000 N; l₀ = 1000 mm; E = 210000 N/mm²; A = 200 mm²

Gesucht: Δl in mm

Lösungsweg:

Δl = F·l₀/(E·A) = 30000·1000/(210000·200) = 30 000 000 / 42 000 000

Ergebnis: Δl ≈ 0,71 mm

Aufgabe 6: Ein Aluminiumdraht (E = 70 000 N/mm²) von 3 m Länge und 6 mm² Querschnitt wird mit 420 N belastet. Berechne die Verlängerung.

Gegeben: F = 420 N; l₀ = 3000 mm; E = 70000 N/mm²; A = 6 mm²

Gesucht: Δl in mm

Lösungsweg:

Δl = 420·3000/(70000·6) = 1 260 000 / 420 000

Ergebnis: Δl = 3 mm

Eine Werkstofftabelle gibt eine Festigkeit von 360 MPa an, eine Berechnung ergibt 240 N/mm² vorhandene Spannung. Wie ist das einzuordnen?

  • a) Erst umrechnen, MPa sind keine N/mm²
  • b) Beide Werte sind direkt vergleichbar, die vorhandene Spannung liegt darunter
  • c) 360 MPa sind 36 N/mm²
  • d) Die Werte sind nicht vergleichbar

Richtig: b)

1 MPa = 1 N/mm², beide Größen sind identisch und direkt vergleichbar. 240 liegt unter 360, also ist Antwort b richtig. a und c beruhen auf einer falschen Umrechnung, d ist falsch, weil beide Spannungen in derselben Einheit vorliegen.

Ein Stab mit Querbohrung wird auf Zug belastet. Wo versagt er bei steigender Last zuerst?

  • a) Im durch die Bohrung geschwächten Querschnitt
  • b) Am dicken Vollquerschnitt
  • c) In der Mitte zwischen Einspannung und Bohrung
  • d) Gar nicht, solange die Kraft konstant bleibt

Richtig: a)

Im geschwächten Querschnitt ist die Fläche kleiner, die Spannung bei gleicher Kraft also höher. Dort wird die Werkstoffgrenze zuerst erreicht. Der Vollquerschnitt (b) ist weniger beansprucht, die Mitte (c) ohne Schwächung ebenso, und konstante Kraft (d) schützt nicht, wenn die Spannung im engen Querschnitt zu hoch wird.

Welche Aussage über E-Modul und Festigkeit trifft zu?

  • a) Ein hoher E-Modul bedeutet automatisch hohe Festigkeit
  • b) E-Modul beschreibt die Steifigkeit, Festigkeit die Belastbarkeit bis zum Versagen
  • c) Beide Begriffe meinen dasselbe
  • d) Die Festigkeit ergibt sich rechnerisch aus dem E-Modul

Richtig: b)

Steifigkeit (E-Modul) und Festigkeit sind verschiedene Eigenschaften: Die eine beschreibt die Verformung unter Last, die andere die Grenze bis zum Versagen. Zwei Stähle können bei gleichem E-Modul ganz unterschiedliche Festigkeit haben, daher sind a, c und d falsch.

Ein Aluminium- und ein Stahlstab gleicher Geometrie tragen dieselbe Spannung. Was gilt für die Dehnung?

  • a) Beide dehnen sich gleich
  • b) Der Aluminiumstab dehnt sich stärker
  • c) Der Stahlstab dehnt sich stärker
  • d) Die Dehnung hängt nur von der Kraft ab

Richtig: b)

Bei gleicher Spannung gilt ε = σ/E. Aluminium hat den kleineren E-Modul, also die größere Dehnung. Antwort c kehrt das um, a ignoriert den E-Modul-Unterschied, und d ist falsch, weil bei gegebener Spannung der E-Modulschneidet, nicht die Kraft allein.

Ein 1000 mm langer Stahlstab dehnt sich unter Last um 0,5 mm. Wie groß ist die Spannung? (E = 210 000 N/mm²)

  • a) 52,5 N/mm²
  • b) 210 N/mm²
  • c) 420 N/mm²
  • d) 105 N/mm²

Richtig: d)

Erst die Dehnung: ε = 0,5/1000 = 0,0005. Dann σ = E·ε = 210000 · 0,0005 = 105 N/mm². Antwort a wäre die halbe Dehnung, b und c entsprechen einem zu hohen ε.

Eine Schraube wird überdreht und bleibt danach dauerhaft gelängt. In welchem Bereich wurde sie beansprucht?

  • a) Im rein elastischen Bereich
  • b) Über die Elastizitätsgrenze hinaus, im plastischen Bereich
  • c) Im Bereich der Querkontraktion
  • d) Im Bereich konstanter Spannung

Richtig: b)

Eine bleibende Verformung tritt erst auf, wenn die Belastung den elastischen Bereich verlässt. Im elastischen Bereich (a) würde die Schraube zurückfedern. Querkontraktion (c) und konstante Spannung (d) erklären keine dauerhafte Längung.

Warum setzt man bei σ = F/A bei einem gebohrten Bauteil nicht den vollen Querschnitt ein?

  • a) Weil nur die tatsächlich tragende Restfläche die Kraft überträgt
  • b) Weil die Bohrung die Kraft verringert
  • c) Weil die Bohrung den E-Modul ändert
  • d) Weil sich die Kraftrichtung umkehrt

Richtig: a)

Nur das verbleibende Material überträgt die Kraft, daher zählt die Restfläche. Die Bohrung verringert nicht die Kraft (b falsch), beeinflusst den E-Modul nicht (c falsch) und ändert die Kraftrichtung nicht (d falsch).

Ein Zuganker soll sich unter Last möglichst wenig verlängern. Welche Änderung wirkt nach Δl = F·l₀/(E·A) verlängerungserhöhend?

  • a) Größerer Querschnitt
  • b) Werkstoff mit höherem E-Modul
  • c) Kleinere Kraft
  • d) Größere Ausgangslänge

Richtig: d)

In Δl = F·l₀/(E·A) steht l₀ im Zähler — eine größere Ausgangslänge erhöht die Verlängerung. Größerer Querschnitt (a) und höherer E-Modul (b) stehen im Nenner und verringern Δl, eine kleinere Kraft (c) ebenfalls.

Eine Dehnung wird mit 0,15 % angegeben. Welcher dimensionslose Wert entspricht das?

  • a) 0,15
  • b) 0,015
  • c) 0,0015
  • d) 15

Richtig: c)

Prozent bedeutet Division durch 100: 0,15 % = 0,15/100 = 0,0015. Antwort a und b verschieben das Komma falsch, d ist um Größenordnungen daneben.

Welche Größe ist dimensionslos?

  • a) Mechanische Spannung
  • b) Elastizitätsmodul
  • c) Dehnung
  • d) Kraft

Richtig: c)

Dehnung ist Länge durch Länge und damit ohne Einheit. Spannung und E-Modul haben die Einheit N/mm² (a, b falsch), Kraft hat die Einheit Newton (d falsch).

Glossar

Festigkeitslehre
Teilgebiet der technischen Mechanik, das die innere Beanspruchung eines Bauteils mit den Eigenschaften des Werkstoffs verknüpft, um Tragfähigkeit und Verformung zu beurteilen.
Schnittprinzip
Verfahren, bei dem ein Bauteil gedanklich durchschnitten wird, um die in der Schnittfläche wirkenden inneren Kräfte rechnerisch zugänglich zu machen.
Mechanische Spannung
Kraft bezogen auf die Querschnittsfläche, σ = F/A, Einheit N/mm² (= MPa).
Normalspannung (σ)
Spannung durch eine Kraft, die senkrecht auf der Schnittfläche steht; typisch bei Zug und Druck.
Schubspannung (τ)
Spannung durch eine Kraft, die parallel zur Schnittfläche wirkt; tritt etwa beim Abscheren auf.
Dehnung (ε)
relative Längenänderung eines Bauteils, ε = Δl/l₀; dimensionslos, oft in % oder ‰ angegeben.
Elastische Verformung
Verformung, die nach dem Entlasten vollständig zurückgeht.
Plastische Verformung
dauerhaft bleibende Verformung nach Überschreiten der Elastizitätsgrenze.
Querkontraktion
seitliche Verformung eines Bauteils quer zur Belastungsrichtung; ein Zugstab wird dabei dünner.
Hooke’ches Gesetz
linearer Zusammenhang zwischen Spannung und Dehnung im elastischen Bereich, σ = E·ε.
Elastizitätsmodul (E-Modul)
Werkstoffkonstante, die die Steifigkeit beschreibt; gibt an, welche Spannung für eine bestimmte Dehnung nötig ist, Einheit N/mm².
Steifigkeit
Widerstand eines Bauteils oder Werkstoffs gegen elastische Verformung; durch den E-Modul beschrieben.

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