Längen- und Winkelmessmittel: Messschieber, Bügelmessschraube, Messuhr

Ein Werkstück hat ein Maß von 24,98 mm – aber stimmt das wirklich? Mit dem Zollstock kommt man da nicht weit. Wer in der Fertigung, Montage oder Instandhaltung arbeitet, braucht Messmittel, die hundertstel oder gar tausendstel Millimeter sichtbar machen. Welches Werkzeug man dafür greift, hängt von der geforderten Genauigkeit ab. Dieser Beitrag zeigt die drei klassischen Längenmessmittel – Messschieber, Bügelmessschraube und Messuhr – sowie die wichtigsten Winkelmessmittel, und vor allem: wie man sie richtig abliest.

Vorwissen

  • SI-Einheiten und Einheitenumrechnung
  • Grundbegriffe: Messen, Prüfen, Lehren
  • Bruch- und Prozentrechnung

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:

  • ein passendes Messmittel anhand der geforderten Toleranz auswählen
  • einen Messschieber mit 1/20- und 1/50-Nonius korrekt ablesen
  • eine Bügelmessschraube auf 0,01 mm genau ablesen
  • die Funktionsweise einer Messuhr und ihren Einsatz bei Vergleichsmessungen erklären
  • einen Universal-Winkelmesser mit Nonius in Grad und Minuten ablesen
  • typische Messfehler durch Handhabung, Messkraft und Temperatur vermeiden

1. Warum unterschiedliche Messmittel?

Niemand misst eine Welle mit einem Toleranzfeld von wenigen Hundertstel mit dem Gliedermaßstab. Und niemand zückt für eine grobe Rohrlänge die Bügelmessschraube. Jedes Messmittel hat einen Bereich, in dem es sinnvoll arbeitet – darüber wird es ungenau, darunter ist es überzogen und unhandlich.

Zwei Begriffe muss man dabei sauber auseinanderhalten. Die Auflösung ist der kleinste Skalenwert, den ein Messmittel anzeigen kann – beim Messschieber typisch 0,05 mm oder 0,02 mm, bei der Bügelmessschraube 0,01 mm. Die Genauigkeit dagegen sagt, wie nah der angezeigte Wert am wahren Wert liegt. Beides ist nicht dasselbe: Ein Messmittel kann fein auflösen und trotzdem daneben liegen, etwa wenn es dejustiert oder verschmutzt ist.

Das klassische Bild dafür ist die Dartscheibe. Treffen alle Pfeile eng beieinander, aber weit vom Zentrum, ist das hohe Wiederholbarkeit bei schlechter Richtigkeit – das Messmittel zeigt zwar reproduzierbar an, aber den falschen Wert. Streuen die Pfeile rund ums Zentrum, stimmt der Mittelwert, aber jede Einzelmessung ist unsicher. Gut ist nur, was eng und mittig trifft.

eng, aber daneben gut wiederholbar, schlecht richtig verstreut um die Mitte richtig im Mittel, schlecht wiederholbar eng und mittig richtig und wiederholbar
Auflösung und Genauigkeit – das Dartscheiben-Modell

Ein Messmittel zeigt bei zehn Wiederholungen an derselben Stelle immer 12,46 mm an, das tatsächliche Maß beträgt aber 12,40 mm. Wie ist das einzuordnen?

  • a) Hohe Genauigkeit, geringe Auflösung
  • b) Gute Wiederholbarkeit, schlechte Richtigkeit
  • c) Schlechte Wiederholbarkeit, gute Richtigkeit
  • d) Sowohl Auflösung als auch Genauigkeit unzureichend

Richtig: b)

Erklärung: Der Wert ist reproduzierbar (immer derselbe), liegt aber systematisch 0,06 mm daneben. Das ist gute Wiederholbarkeit bei schlechter Richtigkeit – typisch für ein dejustiertes Messmittel. a) und d) sprechen von Auflösung, die hier gar nicht das Problem ist. c) ist falsch, weil die Werte ja gerade nicht streuen.

Für ein Werkstück is eine Toleranz von 0,1 mm gefordert. Welches Messmittel ist nach der Faustregel angemessen?

  • a) Messschieber mit 0,02 mm Auflösung
  • b) Gliedermaßstab mit 1 mm Auflösung
  • c) Bügelmessschraube mit 0,001 mm Auflösung
  • d) Messmittel-Auswahl ist von der Toleranz unabhängig

Richtig: a)

Erklärung: Die Faustregel verlangt etwa ein Zehntel der Toleranz als Auflösung, also rund 0,01 mm. Der Messschieber mit 0,02 mm liegt nah dran und ist praxisgerecht. Der Gliedermaßstab ist viel zu grob, die Bügelmessschraube mit 0,001 mm überzogen und unnötig. d) widerspricht direkt dem Auswahlprinzip.

2. Der Messschieber

Der Messschieber – im Werkstattjargon oft „Schieblehre“ genannt – ist das meistgenutzte Längenmessmittel überhaupt. Mit ihm misst man Außenmaße, Innenmaße und Tiefen, und das mit einem einzigen Werkzeug.

Der Aufbau ist schnell erklärt. Auf einer Hauptskala (Schiene) sitzt verschiebbar der Messschlitten mit dem Nonius. Die großen Messschnäbel unten greifen Außenmaße, die kleinen oben innen liegende Maße wie Bohrungen. Hinten schiebt sich beim Öffnen die Tiefenmaßstange heraus, mit der man Tiefen von Sacklöchern oder Absätzen misst.

Das Kernstück ist der Nonius – eine zweite Skala, die das Ablesen von Bruchteilen eines Millimeters ermöglicht. Die Idee dahinter: Der Nonius ist gegenüber der Hauptskala leicht „gestaucht“. Beim 1/20-Nonius sind 20 Nonius-Teilstriche auf eine length von 19 mm verteilt. Jeder Nonius-Strich liegt damit um 0,05 mm gegenüber der Hauptskala versetzt. Genau dieser Versatz wird zur Ablesehilfe.

So liest man ab

Das Ablesen läuft immer in zwei Schritten:

Messwert = Hauptskalenwert + Nonius-Wert

  • Hauptskalenwert … ganze Millimeter links vom Nonius-Nullstrich, in mm
  • Nonius-Wert … Strich-Nummer mit bester Deckung × Skalenwert, in mm

Zuerst liest man auf der Hauptskala ab, wie viele ganze Millimeter der Nullstrich des Nonius bereits überschritten hat. Dann sucht man den Nonius-Strich, der genau mit einem Strich der Hauptskala fluchtet – nur dort decken sich beide Skalen sauber. Die Nummer dieses Strichs, multipliziert mit dem Skalenwert, ergibt den Nachkommaanteil.

Nonius-Wert = k * SW

  • k … Nummer des deckenden Nonius-Strichs (ganzzahlig)
  • SW … Skalenwert des Nonius, in mm (0,05 oder 0,02)

Beim 1/20-Nonius ist der Skalenwert 0,05 mm, beim feineren 1/50-Nonius sind es 0,02 mm. Das Ableseprinzip bleibt identisch, nur die Feinheit ändert sich.

0 5 10 15 Hauptskala (mm) 0 6 10 Nullstrich zeigt 7 ganze mm deckender Strich Nr. 6 → 6 × 0,05 = 0,30 mm Ablesung: 7,30 mm
Nonius des Messschiebers

Gelöstes Beispiel

An einem Messschieber mit 1/20-Nonius steht der Nullstrich des Nonius zwischen 23 und 24 mm. Der 7. Nonius-Strich deckt sich exakt mit einem Strich der Hauptskala. Wie groß ist das Maß?

Gegeben: Hauptskalenwert H = 23 mm, deckender Strich k = 7, Skalenwert SW = 0,05 mm

Gesucht: Messwert in mm

Lösungweg:

  1. Schritt 1 — Nonius-Anteil:
    Nonius-Wert = k × SW = 7 × 0,05 mm = 0,35 mm
  2. Schritt 2 — Summe:
    Messwert = 23 mm + 0,35 mm = 23,35 mm

Ergebnis: 23,35 mm

Übungen

Ein 1/20-Nonius: Nullstrich knapp hinter 12 mm, deckender Strich Nr. 4. Wie groß ist das Maß?

12 + 4 × 0,05 = 12,20 mm

Ein 1/50-Nonius: Nullstrich hinter 8 mm, deckender Strich Nr. 15. Welches Maß?

8 + 15 × 0,02 = 8,30 mm

Welcher Skalenwert gehört zu einem 1/50-Nonius, und wie viele Teilstriche hat dieser auf welcher Länge?

Skalenwert 0,02 mm; 50 Teilstriche auf 49 mm verteilt.

Ein 1/20-Nonius zeigt: Nullstrich hinter 45 mm, deckender Strich Nr. 13. Wie groß ist das Maß, und warum ist ein Wert über Strich 19 hier nicht möglich?

45 + 13 × 0,05 = 45,65 mm. Der 1/20-Nonius hat nur 20 Striche (0…19 für Nachkommaanteile bis 0,95 mm), Strich 20 entspräche bereits 1,00 mm und damit dem nächsten ganzen Millimeter.

Eine Bohrung wird innen gemessen; abgelesen werden 17,40 mm an einem 1/50-Nonius. Auf welchen deckenden Strich und welchen Hauptskalenwert lässt das schließen, wenn der Hauptskalenwert eine ganze Zahl ist?

Nachkommaanteil 0,40 mm ÷ 0,02 mm = Strich Nr. 20; Hauptskalenwert 17 mm.

3. Die Bügelmessschraube

Wo der Messschieber an seine Grenzen kommt, übernimmt die Bügelmessschraube – auch Mikrometer genannt. Sie löst auf 0,01 mm auf und ist damit deutlich feiner als der Messschieber. Das verdankt sie einem simplen mechanischen Trick: einem Gewinde mit sehr feiner Steigung.

Der C-förmige Bügel trägt auf der einen Seite den feststehenden Amboss, auf der anderen die bewegliche Messspindel. Dreht man die Skalentrommel, schraubt sich die Spindel vor oder zurück. Am Ende sitzt die Ratsche – ein kleiner Überlastschutz, der durchrutscht, sobald eine bestimmte Messkraft erreicht ist. So legt jeder dieselbe Kraft an, und das Ergebnis wird reproduzierbar.

Der Kniff steckt in der Steigung: Die Messspindel hat ein Gewinde mit 0,5 mm Steigung. Eine volle Umdrehung der Trommel bewegt die Spindel also um genau 0,5 mm. Die Trommel ist am Umfang in 50 Teile geteilt – ein Teilstrich entspricht damit 0,5 mm ÷ 50 = 0,01 mm.

So liest man ab

Messwert = Huelse + Trommel

  • Huelse … abgelesener Wert auf der Laengsskala der Huelse, in mm
  • Trommel … Trommelstrich an der Ablesekante × 0,01, in mm

Auf der Hülse (dem feststehenden Teil) läuft die Längsskala. Oben sind die ganzen Millimeter markiert, unten – versetzt – die halben Millimeter. Man liest ab, wie weit die Trommelkante die Hülsenskala freigegeben hat. Dann nimmt man den Trommelstrich, der an der waagrechten Ablesekante der Hülse steht, und multipliziert ihn mit 0,01 mm.

Trommel = t * 0,01

  • t … Trommelstrich an der Ablesekante (0 bis 49)

Wichtig ist, die halben Millimeter nicht zu übersehen. Steht auf der Hülse ein Halbmillimeter-Strich frei, kommen 0,5 mm dazu, bevor man den Trommelwert addiert.

0 5 10 Hülse 40 37 35 Trommel Hülse: 10,5 mm (Halbmillimeter-Strich frei) Trommel: 37 × 0,01 = 0,37 mm Ablesung: 10,87 mm
Trommelablesung der Bügelmessschraube

Gelöstes Beispiel

An einer Bügelmessschraube ist auf der Hülse der 7-mm-Strich frei, der zugehörige Halbmillimeter-Strich ist noch nicht überschritten. An der Ablesekante steht der Trommelstrich 24. Welches Maß?

Gegeben: Hülsenwert H = 7,0 mm, Trommelstrich t = 24, Trommel-Skalenwert 0,01 mm

Gesucht: Messwert in mm

Lösungweg:

  1. Schritt 1 — Trommelanteil:
    Trommel = t × 0,01 mm = 24 × 0,01 mm = 0,24 mm
  2. Schritt 2 — Summe:
    Messwert = 7,0 mm + 0,24 mm = 7,24 mm

Ergebnis: 7,24 mm

Übungen

Hülse 4,0 mm, Trommelstrich 18. Welches Maß?

4,0 + 18 × 0,01 = 4,18 mm

Hülse 12,5 mm (Halbmillimeter frei), Trommelstrich 6. Welches Maß?

12,5 + 6 × 0,01 = 12,56 mm

Wie viel bewegt sich die Messspindel bei zweieinhalb Umdrehungen der Trommel?

2,5 × 0,5 mm = 1,25 mm

Eine Welle soll 19,98 mm haben. Auf welchen Hülsenwert und Trommelstrich muss die Bügelmessschraube stehen?

19,5 mm Hülse (Halbmillimeter frei) + 48 × 0,01 = 19,98 mm; also Hülse 19,5 mm, Trommelstrich 48.

Beim Messen wird die Ratsche nicht benutzt; dadurch entsteht ein zu hoher Anpressdruck, der das Maß um rund 0,02 mm zu klein erscheinen lässt. Welches Maß zeigt das Gerät bei einem wahren Maß von 30,00 mm, und warum ist der Fehler systematisch?

angezeigt rund 29,98 mm. Der Fehler ist systematisch, weil zu hoher Druck immer in dieselbe Richtung wirkt (Werkstück und Spindel leicht zusammendrücken) – er streut nicht zufällig, sondern verschiebt jeden Wert gleichsinnig.

4. Die Messuhr

Die Messuhr misst anders als Messschieber und Bügelmessschraube: Sie liefert kein Absolutmaß, sondern eine Vergleichsmessung. Sie zeigt also nicht „24,98 mm“ an, sondern „0,03 mm Abweichung von der eingestellten Bezugslage“. Genau das macht sie zum Werkzeug für Rundlauf, Planlauf und Ebenheit.

Im Inneren steckt ein simples Übersetzungsgetriebe. Der Messbolzen trägt eine Zahnstange, die in ein Ritzel greift. Schon eine kleine Längsbewegung des Bolzens dreht über die Zahnrad-Übersetzung den Zeiger weit über das Zifferblatt. Eine typische Teilung beträgt 0,01 mm pro Skalenstrich; ein voller Zeigerumlauf entspricht meist 1 mm, gezählt von einem kleinen Nebenzeiger.

0 25 50 75 Messbolzen Zifferblatt: 1 Strich = 0,01 mm Hauptzeiger: Hundertstel Nebenzeiger: ganze mm Bewegung des Bolzens wird über Zahnstange und Ritzel auf den Zeiger übersetzt
Aufbau und Anzeige der Messuhr

Im Einsatz steht die Messuhr fast nie frei in der Hand, sondern in einem Stativ oder Messbock. Man fährt den Messbolzen mit etwas Vorspannung gegen das Werkstück, dreht das Zifferblatt auf null (oder nullt gegen ein Endmaß als Bezug) und bewegt dann das Werkstück. Beim Drehen einer Welle zeigt der Zeigerausschlag direkt den Rundlauffehler: Die Differenz zwischen größtem und kleinstem Wert ist die Abweichung.

Eine Welle wird mit der Messuhr auf Rundlauf geprüft. Beim langsamen Drehen pendelt der Zeiger zwischen +0,04 mm und −0,02 mm. Wie groß ist der Rundlauffehler?

  • a) 0,06 mm
  • b) 0,02 mm
  • c) 0,04 mm
  • d) 0,08 mm

Richtig: a)

Erklärung: Der Rundlauffehler ist die gesamte Schwankungsbreite, also die Differenz zwischen größtem und kleinstem Wert: 0,04 − (−0,02) = 0,06 mm. b) und c) greifen nur jeweils einen Einzelwert heraus. d) wäre die Summe der Beträge ohne Vorzeichenlogik, was den Fehler verdoppeln würde.

Warum wird die Messuhr fast immer in einem Stativ verwendet und nicht freihändig?

  • a) Weil sie sonst kein Absolutmaß anzeigen kann
  • b) Weil das Zifferblatt sonst nicht ablesbar wäre
  • c) Weil die Messkraft sonst zu hoch würde
  • d) Weil eine stabile, definierte Bezugslage für die Vergleichsmessung nötig ist

Richtig: d)

Erklärung: Die Messuhr misst relativ zu einer Bezugslage. Wackelt das Gerät, wackelt die Bezugslage mit, und der gemessene Unterschied wird wertlos. Deshalb braucht es ein stabiles Stativ. a) ist falsch, denn die Messuhr zeigt grundsätzlich kein Absolutmaß an – auch nicht im Stativ. b) und c) treffen den eigentlichen Grund nicht.

5. Winkelmessmittel

Längen sind nur die halbe Werkstatt – Winkel müssen genauso geprüft werden. Die Bandbreite reicht vom simplen Festwinkel bis zum Universal-Winkelmesser mit Nonius.

Am häufigsten ist der Anschlagwinkel mit festem 90°-Winkel. Er prüft nicht den genauen Wert, sondern ob eine Kante rechtwinklig ist. Man legt ihn an und hält gegen das Licht: Zeigt sich ein Lichtspalt, stimmt der Winkel nicht. Diese Lichtspaltprüfung ist erstaunlich empfindlich – das Auge erkennt schon Spalte von wenigen Hundertstel Millimeter. Verwandt ist der Haarwinkel, dessen scharfe Schneide besonders feine Lichtspaltprüfungen erlaubt.

Wo ein konkreter Winkelwert gebraucht wird, kommt der Universal-Winkelmesser zum Einsatz. Er hat eine drehbare Schiene und – wie der Messschieber – einen Nonius, nur eben für Winkelgrade. Die Hauptskala ist in ganze Grad geteilt, der Nonius erlaubt das Ablesen von Bruchteilen in Winkelminuten.

So liest man ab

Das Prinzip ist dasselbe wie beim Messschieber, nur in Winkeleinheiten. Zur Erinnerung: Ein Grad hat 60 Winkelminuten.

Winkel = G + Nonius

  • G … ganze Grad links vom Nonius-Nullstrich, in Grad
  • Nonius … deckender Strich × 5, in Winkelminuten

Beim verbreiteten Winkel-Nonius entspricht ein Nonius-Strich 5 Winkelminuten. Man liest also die ganzen Grad ab, sucht den deckenden Nonius-Strich und multipliziert dessen Nummer mit 5′.

Nonius = m * 5

  • m … Nummer des deckenden Nonius-Strichs
  • Ergebnis in Winkelminuten (‚)
20° 23° 26° 0 3 10 Nullstrich des Nonius zeigt 23 ganze Grad deckender Strich Nr. 3 → 3 × 5′ = 15′ Ablesung: 23° 15′
Nonius des Universal-Winkelmessers

Gelöstes Beispiel

An einem Universal-Winkelmesser steht der Nonius-Nullstrich hinter 41°. Der 7. Nonius-Strich deckt sich mit einem Gradstrich. Wie groß ist der Winkel?

Gegeben: ganze Grad G = 41°, deckender Strich m = 7, Nonius-Skalenwert 5′

Gesucht: Winkel in Grad und Minuten

Lösungweg:

  1. Schritt 1 — Minutenanteil:
    Nonius = m × 5′ = 7 × 5′ = 35′
  2. Schritt 2 — Zusammensetzen:
    Winkel = 41° 35′

Ergebnis: 41° 35′

Übungen

Nonius-Nullstrich hinter 18°, deckender Strich Nr. 4. Welcher Winkel?

18° + 4 × 5′ = 18° 20′

Rechne 12° 30′ in eine Dezimalgradangabe um.

12 + 30/60 = 12,5°

Ein Winkel von 27° 45′ soll eingestellt werden. Welcher ganze Gradwert und welcher deckende Nonius-Strich gehören dazu?

27° und Strich Nr. 9 (45′ ÷ 5′ = 9).

Warum kann ein Winkel-Nonius mit 5′-Teilung keinen Wert wie 32° 12′ direkt anzeigen, und auf welchen Wert würde man runden?

Die Teilung erlaubt nur Vielfache von 5′ (0′, 5′, 10′, 15′, …). 12′ liegt zwischen 10′ und 15′; man läse den nächstliegenden Strich ab, also 32° 10′.

Eine Fase soll 45° haben. Bei der Prüfung zeigt der Winkelmesser 44° 25′. Wie groß ist die Abweichung in Winkelminuten, und ist die Fase zu steil oder zu flach?

45° = 44° 60′; Abweichung 44° 60′ − 44° 25′ = 35′. Der gemessene Winkel ist kleiner als gefordert, die Fase also zu flach.

6. Messmittel in der Praxis: Auswahl, Handhabung, Pflege

Das beste Messmittel nützt nichts, wenn man es falsch wählt oder schlecht behandelt. Drei Dinge entscheiden über brauchbare Ergebnisse: die richtige Auswahl, saubere Handhabung und regelmäßige Pflege.

Die Auswahl richtet sich nach der geforderten Toleranz, wie in Kapitel 1 gezeigt. Grobe Maße mit weiter Toleranz – Messschieber. Enge Toleranzen im Hundertstelbereich – Bügelmessschraube. Form- und Lageabweichungen wie Rundlauf – Messuhr. Winkel je nach Anspruch Anschlagwinkel oder Universal-Winkelmesser.

Bei der Handhabung ist die Messkraft der kritische Punkt. Zu fest gedrückt, federt das Werkstück oder das Messmittel; zu lose, sits der Taster nicht an. Bei der Bügelmessschraube übernimmt die Ratsche diese Aufgabe. Genauso wichtig: sauber anlegen, rechtwinklig zur Messfläche, an der richtigen Stelle greifen.

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Temperatur. Metall dehnt sich bei Wärme aus, deshalb gelten Maße per Konvention bei einer Bezugstemperatur von 20 °C. Misst man ein gerade bearbeitetes, noch warmes Werkstück oder hält das Messmittel zu lange in der warmen Hand, misst man zu groß. Bei engen Toleranzen lässt man Werkstück und Messmittel deshalb vor dem Messen auf Raumtemperatur angleichen.

Zur Pflege gehört: nach Gebrauch reinigen, leicht ölen, getrennt und stoßgeschützt aufbewahren – nicht lose im Werkzeugkasten zwischen Schraubenschlüsseln. Messflächen sind empfindlich; ein Sturz oder Schlag kann ein Messmittel unbrauchbar machen.

Damit ein Messmittel verlässlich bleibt, wird es in festen Abständen kalibriert und im Rahmen der Prüfmittelüberwachung kontrolliert. Wie groß die verbleibende Messunsicherheit ist und wie sie mit Toleranzen zusammenspielt, ist ein eigenes Thema und wird im Beitrag „Messunsicherheit und Toleranzen“ behandelt.

Ein frisch überdrehtes Werkstück wird sofort nach der Bearbeitung mit der Bügelmessschraube gemessen und liegt exakt im Sollmaß. Nach dem Abkühlen liegt es leicht darunter. Woran liegt das?

  • a) Die Bügelmessschraube hat sich verstellt
  • b) Das warme Werkstück war ausgedehnt und wurde zu groß gemessen
  • c) Die Messkraft war beim ersten Mal zu gering
  • d) Der Effekt ist Zufall und nicht erklärbar

Richtig: b)

Erklärung: Metall dehnt sich bei Wärme aus. Das warme Werkstück hatte ein größeres Istmaß; nach dem Abkühlen schrumpft es auf das wahre Maß bei 20 °C. Deshalb gilt die Bezugstemperatur von 20 °C. a) und c) sind konstruiert – das Messmittel und die Kraft sind nicht die Ursache. d) ist falsch, der Effekt ist klar physikalisch erklärbar.

Für eine Passung mit einer Toleranz von 0,015 mm soll ein Messmittel gewählt werden. Welche Wahl ist sinnvoll?

  • a) Bügelmessschraube mit 0,01 mm Auflösung
  • b) Messschieber mit 0,05 mm Auflösung
  • c) Messschieber mit 0,02 mm Auflösung
  • d) Gliedermaßstab mit 0,5 mm Auflösung

Richtig: a)

Erklärung: Die Faustregel verlangt rund ein Zehntel der Toleranz, hier also etwa 0,0015 mm – das erreicht keines der genannten Geräte ganz, aber die Bügelmessschraube mit 0,01 mm kommt am nächsten und ist für diese enge Toleranz das einzig brauchbare. Beide Messschieber lösen gröber als die Toleranz auf und sind ungeeignet, der Gliedermaßstab völlig daneben.

Warum sollten Messmittel nicht lose mit anderem Werkzeug im selben Fach liegen?

  • a) Weil sie magnetisch werden könnten
  • b) Weil sie sonst rosten, auch wenn sie geölt sind
  • c) Weil sich sonst die Skalenteilung verändert
  • d) Weil Stöße und Kratzer die empfindlichen Messflächen beschädigen

Richtig: d)

Erklärung: Messflächen sind präzise bearbeitet und empfindlich. Schläge oder Kratzer durch anderes Werkzeug verändern die Anlageflächen und damit das Messergebnis. a) und c) beschreiben keine realistischen Schadensmechanismen durch bloße Lagerung. b) ist falsch, weil gerade das Ölen vor Rost schützt – der Punkt ist der mechanische Schaden.

Abschlusstest

Aufgabe 1: An einem Messschieber mit 1/20-Nonius steht der Nullstrich hinter 56 mm, der deckende Strich ist Nr. 11.

Gegeben: H = 56 mm; k = 11; SW = 0,05 mm

Gesucht: Messwert in mm

Lösungweg:

Nonius-Wert = 11 × 0,05 = 0,55 mm; Messwert = 56 + 0,55

Ergebnis: 56,55 mm

Aufgabe 2: An einem Messschieber mit 1/50-Nonius steht der Nullstrich hinter 9 mm, deckender Strich Nr. 23.

Gegeben: H = 9 mm; k = 23; SW = 0,02 mm

Gesucht: Messwert in mm

Lösungweg:

Nonius-Wert = 23 × 0,02 = 0,46 mm; Messwert = 9 + 0,46

Ergebnis: 9,46 mm

Aufgabe 3: An einer Bügelmessschraube ist auf der Hülse der 14-mm-Strich frei, der Halbmillimeter ist noch nicht überschritten. Trommelstrich 9.

Gegeben: H = 14,0 mm; t = 9

Gesucht: Messwert in mm

Lösungweg:

Trommel = 9 × 0,01 = 0,09 mm; Messwert = 14,0 + 0,09

Ergebnis: 14,09 mm

Aufgabe 4: An einer Bügelmessschraube ist der Halbmillimeter-Strich nach 22 mm frei. Trommelstrich 41.

Gegeben: H = 22,5 mm; t = 41

Gesucht: Messwert in mm

Lösungweg:

Trommel = 41 × 0,01 = 0,41 mm; Messwert = 22,5 + 0,41

Ergebnis: 22,91 mm

Aufgabe 5: Eine Welle wird mit der Messuhr auf Rundlauf geprüft. Der Zeiger pendelt beim Drehen zwischen +0,05 mm und −0,04 mm.

Gegeben: Maximalwert +0,05 mm; Minimalwert −0,04 mm

Gesucht: Rundlauffehler in mm

Lösungweg:

Fehler = größter − kleinster Wert = 0,05 − (−0,04)

Ergebnis: 0,09 mm

Aufgabe 6: An einem Universal-Winkelmesser steht der Nonius-Nullstrich hinter 63°, deckender Strich Nr. 8.

Gegeben: G = 63°; m = 8; Nonius-Skalenwert 5′

Gesucht: Winkel in Grad und Minuten

Lösungweg:

Nonius = 8 × 5′ = 40′; Winkel = 63° 40′

Ergebnis: 63° 40′

Welcher Skalenwert gehört zu einem Messschieber mit 1/50-Nonius?

  • a) 0,1 mm
  • b) 0,05 mm
  • c) 0,02 mm
  • d) 0,01 mm

Richtig: c)

Erklärung: Beim 1/50-Nonius sind 50 Teilstriche auf 49 mm verteilt, der Skalenwert beträgt 0,02 mm. 0,05 mm gehört zum 1/20-Nonius, 0,01 mm zur Bügelmessschraube, 0,1 mm zu keiner der besprochenen Strichskalen.

Wodurch erreicht die Bügelmessschraube ihre feine Auflösung von 0,01 mm?

  • a) Durch einen besonders langen Nonius
  • b) Durch das feine Spindelgewinde mit 0,5 mm Steigung und die 50er-Teilung der Trommel
  • c) Durch ein elektronisches Messsystem
  • d) Durch die C-Form des Bügels

Richtig: b)

Erklärung: Eine Umdrehung bewegt die Spindel um 0,5 mm, die Trommel ist in 50 Teile geteilt: 0,5 ÷ 50 = 0,01 mm. a) ist falsch, die Bügelmessschraube hat keinen Nonius dieser Art. c) trifft nur auf digitale Geräte zu, nicht auf das mechanische Prinzip. d) bestimmt die Steifigkeit, nicht die Auflösung.

Warum zeigt eine Messuhr kein Absolutmaß an?

  • a) Weil ihr Zifferblatt zu klein ist
  • b) Weil ihr Messbereich auf 1 mm begrenzt ist
  • c) Weil der Nebenzeiger fehlt
  • d) Weil sie als Vergleichsmessmittel nur die Abweichung von einer Bezugslage anzeigt

Richtig: d)

Erklärung: Die Messuhr ist ein Vergleichsmessmittel: Sie misst die Differenz zur eingestellten Nulllage, nicht das absolute Maß. d) trifft das Prinzip. a) und c) sind Nebensächlichkeiten, b) verwechselt Messbereich mit Messart.

Wofür wird die Lichtspaltprüfung mit dem Anschlagwinkel verwendet?

  • a) Zum Prüfen, ob eine Kante rechtwinklig ist
  • b) Zum Messen des genauen Winkelwerts in Grad
  • c) Zum Messen von Tiefen
  • d) Zum Bestimmen der Oberflächenrauheit

Richtig: a)

Erklärung: Der Anschlagwinkel hat einen festen 90°-Winkel und liefert keinen Zahlenwert. Man prüft mit ihm gegen das Licht, ob eine Kante rechtwinklig ist – ein Lichtspalt verrät die Abweichung. b) ist Sache des Universal-Winkelmessers. c) und d) sind ganz andere Messaufgaben.

Ein Werkstück mit Toleranz 0,2 mm soll geprüft werden. Welches Messmittel ist nach der Faustregel am wirtschaftlichsten?

  • a) Bügelmessschraube mit 0,01 mm
  • b) Messuhr mit 0,01 mm
  • c) Sinuslineal
  • d) Messschieber mit 0,05 mm

Richtig: d)

Erklärung: Die Faustregel verlangt rund ein Zehntel der Toleranz, also etwa 0,02 mm. Ein Messschieber mit 0,05 mm liegt nah genug und ist das schnellste, wirtschaftlichste Mittel. Die Bügelmessschraube wäre überzogen und langsamer, die Messuhr misst nur Abweichungen, das Sinuslineal ist für Winkel da.

Warum gehört zur Bügelmessschraube zwingend die Ratsche?

  • a) Sie verriegelt die Spindel gegen Verdrehen
  • b) Sie sorgt für eine gleichbleibende Messkraft und damit reproduzierbare Werte
  • c) Sie zeigt den Messwert digital an
  • d) Sie verlängert den Messbereich

Richtig: b)

Erklärung: Ohne definierte Messkraft drückt jeder unterschiedlich fest, und das Hundertstel schwankt. Die Ratsche rutscht bei festgelegter Kraft durch und macht die Messung reproduzierbar. a) beschreibt die Feststellschraube, c) gilt nur für digitale Geräte, d) ist Sache der 25-mm-Baureihen.

Beim Ablesen eines Messschiebers wird der Nonius-Nullstrich knapp hinter 30 mm gesehen, der deckende Strich ist Nr. 0 (der Nullstrich selbst deck sich). Welches Maß liegt vor?

  • a) 30,00 mm
  • b) 30,05 mm
  • c) 30,50 mm
  • d) nicht bestimmbar

Richtig: a)

Erklärung: Deckt sich der Nonius-Nullstrich selbst mit einem Hauptskalenstrich, ist der Nachkommaanteil null. Das Maß ist exakt 30,00 mm. b) und c) addieren einen Anteil, der hier nicht existiert. d) ist falsch, der Fall ist eindeutig.

Eine Messuhr wird gegen ein Endmaß von 20 mm genullt, anschließend ein Werkstück gemessen; der Zeiger steht auf +0,03 mm. Welches Maß hat das Werkstück?

  • a) 0,03 mm
  • b) 19,97 mm
  • c) 20,03 mm
  • d) 20,00 mm

Richtig: c)

Erklärung: Das Endmaß setzt die Bezugslage auf 20 mm. Der positive Ausschlag von 0,03 mm bedeutet, das Werkstück ist um 0,03 mm größer: 20 + 0,03 = 20,03 mm. b) hätte ein negativer Ausschlag bedeutet, a) ignoriert den Bezug, d) übersieht den Ausschlag.

Warum gibt es Bügelmessschrauben in 25-mm-Messbereichsstufen statt eines einzigen großen Bereichs?

  • a) Damit man mehr Geräte verkaufen kann
  • b) Weil ein langer Bügel sich durchbiegen und das Ergebnis verfälschen würde
  • c) Weil das Gewinde nur 25 mm lang sein darf
  • d) Weil die Trommel sonst zu groß würde

Richtig: b)

Erklärung: Mit wachsender Bügelgröße sinkt die Steifigkeit; ein langer Bügel würde sich beim Messen elastisch verformen und das Hundertstel verfälschen. Deshalb staffelt man in 25-mm-Bereichen. a) ist kein technischer Grund. c) und d) sind konstruierte Scheinbegründungen.

Ein Universal-Winkelmesser mit 5′-Nonius soll 38° 50′ anzeigen. Welcher deckende Nonius-Strich gehört dazu?

  • a) Nr. 5
  • b) Nr. 8
  • c) Nr. 10
  • d) Nr. 50

Richtig: c)

Erklärung: 50′ ÷ 5′ = 10, also deckender Strich Nr. 10. a) ergäbe 25′, b) ergäbe 40′, d) wäre mit einer 5′-Teilung gar nicht vorhanden, weil der Nonius nur bis knapp unter 60′ reicht.

Welche Aussage zur Auflösung und Genauigkeit ist korrekt?

  • a) Hohe Auflösung garantiert hohe Genauigkeit
  • b) Genauigkeit und Auflösung sind dasselbe
  • c) Genauigkeit hängt nur von der Skalenteilung ab
  • d) Ein dejustiertes Messmittel kann fein auflösen und trotzdem falsch anzeigen

Richtig: d)

Erklärung: Auflösung und Genauigkeit sind unabhängig: Ein fein auflösendes, aber dejustiertes Messmittel zeigt reproduzierbar, aber falsch an. a) und b) verwechseln die Begriffe, c) blendet Justage, Handhabung und Temperatur als Einflüsse aus.

Welches Verfahren liefert die höchste Winkelgenauigkeit?

  • a) Anschlagwinkel mit Lichtspaltprüfung
  • b) Universal-Winkelmesser mit 5′-Nonius
  • c) Sinuslineal mit Endmaßen
  • d) Haarwinkel

Richtig: c)

Erklärung: Das Sinuslineal stellt den Winkel über eine aus Endmaßen gebildete Höhendifferenz und die Sinusbeziehung ein und erreicht damit eine Genauigkeit, die der Universal-Winkelmesser nicht bietet. Anschlagwinkel und Haarwinkel prüfen nur einen festen Winkel ohne Wertablesung.

Glossar

Auflösung
Kleinster Skalenwert, den ein Messmittel anzeigen kann, etwa 0,01 mm bei der Bügelmessschraube.
Genauigkeit
Maß dafür, wie nah der angezeigte Wert am wahren Wert liegt; unabhängig von der Auflösung.
Nonius
Zweite, fein gestaffelte Hilfsskala, die das Ablesen von Bruchteilen der Hauptskalenteilung erlaubt.
Messschieber
Vielseitiges Längenmessmittel für Außen-, Innen- und Tiefenmaße mit Hauptskala und Nonius, typische Auflösung 0,05 oder 0,02 mm.
1/20-Nonius
Messschieber-Nonius mit Skalenwert 0,05 mm; 20 Teilstriche auf 19 mm.
1/50-Nonius
Feinerer Messschieber-Nonius mit Skalenwert 0,02 mm; 50 Teilstriche auf 49 mm.
Bügelmessschraube
Längenmessmittel mit feinem Spindelgewinde, das auf 0,01 mm auflöst; auch Mikrometer genannt.
Ratsche
Überlastkupplung der Bügelmessschraube, die bei festgelegter Messkraft durchrutscht und so reproduzierbare Messungen sichert.
Messuhr
Vergleichsmessmittel, das über ein Zahnstange-Ritzel-Getriebe die Abweichung von einer Bezugslage anzeigt; typische Teilung 0,01 mm.
Vergleichsmessung
Messverfahren, das nicht das Absolutmaß, sondern die Abweichung von einem eingestellten Bezug bestimmt.
Endmaß
Präzise gefertigter Körper mit definiertem Maß, der als Bezug zum Nullen von Messuhren und zum Einstellen dient.
Universal-Winkelmesser
Winkelmessmittel mit drehbarer Schiene und Nonius, das Winkel in Grad und Winkelminuten ablesbar macht.
Lichtspaltprüfung
Prüfverfahren, bei dem ein Messmittel gegen das Licht angelegt wird; ein sichtbarer Spalt zeigt die Abweichung an.
Sinuslineal
Präzisionswerkzeug, das einen Winkel über eine aus Endmaßen gebildete Höhendifferenz und die Sinusbeziehung exakt einstellt.
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